Wenn man konzentriert an einer Aufgabe sitzt, kann die Zeit erstaunlich schnell vergehen. Trotzdem würde ich Pausen bei der Vorbereitung von Anfang an mitplanen. Eine Stunde, in der Du denselben Absatz nur noch zum dritten Mal liest, ist nicht automatisch eine gute Lernstunde.
Pausen beim Lernen
Probiere Lernabschnitte aus, nach denen Du noch vernünftig weiterarbeiten kannst. Ein fester Zeitpunkt oder der Abschluss einer Teilaufgabe kann als Anlass dienen. Du musst nicht warten, bis gar nichts mehr geht.
Die Pause sollte eine echte Abwechslung bieten. Nach langem Sitzen und Lesen kann ein kurzer Spaziergang angenehmer sein als der Wechsel vom Aufgabentext zum Nachrichtenbildschirm. Auch die bekannte Kaffeepause kann helfen, einen Lernvormittag zu gliedern.
Wenn Du gerade gut vorankommst, musst Du nicht nur deshalb abbrechen, weil eine bestimmte Minutenzahl vergangen ist. Umgekehrt bringt es wenig, Dich erschöpft bis zum nächsten geplanten Pausentermin durchzuquälen. Mit der Zeit merkst Du, welcher Rhythmus zu Deinen Lernaufgaben passt.
Und der Mittagsschlaf?
Wenn Dir eine kurze Ruhepause am Nachmittag guttut und sie sich einrichten lässt, kannst Du sie ruhig in Deinen Lernplan aufnehmen. Für mich wäre entscheidend, dass ich danach wieder vernünftig weiterarbeiten kann.
Achte deshalb darauf, wie Du Dich danach fühlst und ob eine solche Pause in Deinen Tagesablauf passt.
In der Prüfung gelten andere Bedingungen
Eine Lernpause darfst Du selbst planen. Eine Prüfungsunterbrechung richtet sich nach den Anweisungen. Für 2027 bestimmt der veröffentlichte Ablauf, dass außerplanmäßige Pausen grundsätzlich nicht erlaubt sind, sofern die Anweisungen nicht ausdrücklich etwas anderes vorsehen.
Übe daher auch vollständige Prüfungsteile ohne selbst eingefügte Unterbrechung und nutze die vorgesehenen Pausen zwischen den Teilen. Ein Trainingstag mit frei verteilten Pausen ist keine vollständige Simulation des Prüfungsablaufs.
Den Ablauf findest Du unter EQE Online. Für die Lernplanung gilt weiterhin: Erholung gehört in den Kalender und sollte nicht nur das sein, was nach allem anderen zufällig übrig bleibt.
Text überarbeitet am 28. September 2026.
