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10-Finger-Schreiben

Wenn Du in einer Online-Prüfung eine längere Antwort schreiben musst, solltest Du nicht ständig überlegen müssen, wo auf der Tastatur der nächste Buchstabe liegt. Sicheres Tippen kann Dir einiges erleichtern. Darauf würde ich bei der Vorbereitung also auch etwas Zeit verwenden.

Bei mir in der Schule gab es zwar eine AG zum Zehn-Finger-Schreiben. Sie lag aber parallel zu Französisch als dritter Fremdsprache, und so wurde daraus damals nichts. Meine spätere „2,5- bis 3-Finger-Schreibweise“ war jedenfalls kein besonderes Vorbild für effizientes Tippen.

Den Spruch „Was Hänschen nicht lernt …“ würde ich Dir trotzdem nicht als Ausrede mitgeben. Entscheidend ist, ob Du Deine Eingabe durch regelmäßige Übung verbessern kannst.

An den eigenen Antworten üben

Schreibe kurze patentrechtliche Begründungen, nicht nur zufällige Buchstabenfolgen. So übst Du neben der Tastatur auch die Formulierung: eine Änderungsgrundlage, einen Neuheitsunterschied oder eine konkrete Empfehlung an den Mandanten.

Für eine kleine Übung würde ich zunächst eine bereits gelöste Frage nehmen und nur die Antwort schreiben. Dann vergleichst Du mit dem Prüferbericht: Habe ich alle Schritte, die ich eigentlich verstanden hatte, auch ausformuliert? Beim zweiten Durchgang kannst Du sehen, ob eine bessere Notiz oder eine vertrautere Formulierung den Unterschied macht. So wird sichtbar, ob die Zeit an der Tastatur, beim Suchen nach Worten oder beim Wiederfinden der Fundstelle verloren geht.

Gerade für wiederkehrende Begründungen lohnt sich ein vertrauter Aufbau. Bei meinen niedrig hängenden Früchten findest Du solche Satzgerüste, etwa für Änderungsgrundlagen und den Aufgabe-Lösungs-Ansatz. Wenn Du diese Arbeitsschritte regelmäßig selbst formulierst, gehen sie Dir auch in einer neuen Aufgabe leichter von der Hand.

Die Prüfungsoberfläche kennenlernen

Übe auch das Navigieren, Markieren und die dort unterstützten Funktionen zum Kopieren und Einfügen. Ein vertrautes Textprogramm verhält sich nicht zwangsläufig wie der Lockdown-Browser. Nutze die offiziellen Praxistests mit der vorgesehenen Tastatur und dem tatsächlichen Rechner.

In der Prüfung musst Du Deine Antwort selbst mit den zugelassenen Funktionen eingeben. Verlass Dich deshalb nicht darauf, dass Dir eine Spracherkennung oder eine KI beim Schreiben helfen wird.

Ein Tipptrainer kann Dir beim Üben helfen; einen bestimmten würde ich Dir dafür nicht vorschreiben. Such Dir etwas, mit dem Du regelmäßig ein paar Minuten arbeitest, und schau, ob Dir Deine nächsten Antworten leichter von der Hand gehen. Wie Du Deinen Rechner und die Prüfungsoberfläche vorbereitest, habe ich unter EQE Online beschrieben.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Über die (neue) EEP

Als ich die EQE geschrieben habe, gab es die Vorprüfung und die Hauptprüfung mit A bis D. Dieses System wurde schrittweise ersetzt: F startete 2025, M1 und M2 folgten 2026, M3 und M4 werden 2027 erstmals angeboten. Damit ist die neue Struktur vollständig eingeführt.

In meinen älteren Beiträgen wirst Du die Namen A bis D weiterhin finden. Bei den damaligen Aufgaben und Beispielen habe ich die Bezeichnungen erhalten, damit Du sie im Compendium leicht wiederfindest.

Was bleibt, was verändert sich?

Ansprüche ausarbeiten, einen Bescheid beantworten, ein Patent angreifen und einen Mandanten beraten bleiben wichtige Fähigkeiten. Neu geordnet wurden vor allem die Aufgaben, der Einstieg und die Verteilung über die Ausbildungszeit.

M3.1 knüpft an den Anspruchsentwurf aus A an. M3.2 und M3.3 sind weiter gefasst als die früheren B- und C-Aufgaben: Eine Verteidigung kann beispielsweise im Beschwerdeverfahren erforderlich sein; ein Angriff kann sich als Einwendung Dritter gegen eine anhängige Anmeldung richten. DI und DII liefern Übungsmaterial für M2 und M4, bilden deren heutiges Format aber nicht vollständig ab.

Die offiziellen Probeaufgaben zu M3 und M4 liegen inzwischen vor. Außerdem gibt es die tatsächlichen F-, M1- und M2-Aufgaben von 2026 mit Prüferberichten. Wir müssen also nicht mehr darüber spekulieren, wie diese Aufgaben ungefähr aussehen könnten.

Wie Du Deine Prüfungen auf die Ausbildungszeit verteilen kannst

Im regulären Weg ist F nach einem Jahr, M1 und M2 nach zwei Jahren und M3 und M4 nach drei Jahren anrechenbarer Ausbildung vorgesehen. Daneben gibt es besondere Befreiungen und den intensiven Weg. Welche Variante für Dich offensteht, hängt von Deiner Ausbildung und Deinen bisherigen Prüfungsleistungen ab.

Bei mehrteiligen Aufgaben sind die erforderlichen Teile im selben Durchgang zu bestehen. Die Prüfungskommission legt die Bestehensgrenzen nach der Prüfungsordnung fest. Die Einzelheiten stehen unter Was ist die EQE?.

Was bedeutet das für diese Seite?

Ich möchte die Seite deshalb nicht komplett neu aufbauen. Die Übersichten zu den einzelnen Prüfungsteilen mit ihren Bauplan-Bildern bleiben erhalten. Darunter findest Du wie bisher die ausführlicheren Beiträge. Ich habe die Texte überarbeitet und jeweils dazugeschrieben, wenn sich eine Erfahrung oder ein Beispiel noch auf die alte Prüfung bezieht. So kannst Du hoffentlich weiterhin etwas daraus mitnehmen, ohne erst selbst herausfinden zu müssen, welche Hinweise noch gelten.

Für die Vorbereitung würde ich zunächst nach der Fähigkeit auswählen, die ich üben möchte: Anspruchsentwurf, Anspruchsänderung, Angriffe oder rechtliche Beratung. Dafür bietet der alte Aufgabenbestand viel Material. Die neuen Probeaufgaben ergänzen dieses Training um den heutigen Zeitrahmen und die weiteren Verfahrenssituationen.

Weiter geht es zur Übersicht rund um die Prüfung, zu den Übergangsregelungen und zur Anmeldung. Die Vorschriften und aktuellen Mitteilungen findest Du beim EPA.

Meine frühere Übersicht zur Umstellung

Diese Abbildung hatte ich erstellt, um die Einführung der neuen Aufgaben zu erklären. Ich habe sie als Rückblick auf die Umstellung behalten. Für Deine konkrete Planung würde ich die aktuellen Zeiten und Bedingungen verwenden, die ich oben verlinkt habe.

© Nico Riffel

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Übergangsregelungen

Wenn Du schon Prüfungen im alten System bestanden hast, musst Du nicht zwangsläufig alles noch einmal schreiben. Artikel 25 VEP sieht Befreiungen vor. Allerdings lohnt sich hier ein genauer Blick: Welche Leistung wird anerkannt, wie lange kannst Du sie nutzen und welche Aufgaben bleiben tatsächlich übrig?

Für Deine Planung würde ich die Mitteilung des Prüfungssekretariats vom 6. Juli 2026 zur Hand nehmen. Darin wird erklärt, wie die Befreiungen ab 2027 angewendet werden. Meine früheren Überlegungen dazu, welchen Prüfungsweg man 2025 wählen könnte, sind dafür inzwischen nur noch von historischem Interesse.

Welche bestandene Prüfung führt zu welcher Befreiung?

Bisher bestandene Prüfung Befreiung im neuen System
Vorprüfung F und M1
A M3.1
B M3.2
C M3.3
D M2 und M4

Die Tabelle nennt die Grundfälle nach Artikel 25 Absatz 2 VEP. Für bestimmte ältere Ergebnisse aus der Zeit ohne Vorprüfung gibt es zusätzliche Befreiungen: Ein unter den Voraussetzungen von Buchstabe f bestandener A-, B- oder C-Teil befreit außerdem von F und M1. Ein D-Ergebnis nach Buchstabe g befreit von F, M2 und M4 – nicht zusätzlich von M1.

Nur die Note BESTANDEN trägt eine Befreiung. „Nichtbestanden mit Ausgleichsmöglichkeit“ genügt dafür nicht. Ob eine alte Gesamtkonstellation zum Abschluss nach dem früheren System geführt hat, ist eine andere Frage.

Die Sonderregel in Artikel 25 Absatz 6 betraf dagegen die Vorprüfung 2025. Sie begründet keine allgemeine Befreiung von Aufgabe F.

Sechs aufeinanderfolgende Prüfungssitzungen

Der Weg mit Befreiungen ist zeitlich begrenzt. Die erste Prüfungssitzung, in der Du eine Befreiung nutzt, zählt als Jahr 0; die Nutzung ist bis einschließlich Jahr 5 möglich. Das ergibt sechs aufeinanderfolgende Prüfungssitzungen.

Ein Beispiel: Du nutzt erstmals bei der EQE 2027 eine Befreiung. Dann ist 2032 das letzte Jahr dieses Zeitraums. Ab 2033 stehen die alten Ergebnisse nicht mehr als Befreiungsgrund nach Artikel 25 zur Verfügung.

Das sind keine sechs frei verteilbaren Versuche. Ein ausgelassenes Jahr hält die Uhr nicht an. Wenn Du vor der erstmaligen Nutzung die Anmeldung für sämtliche angemeldeten Aufgaben zurücknimmst, hat der Zeitraum nach dem in der Mitteilung beschriebenen Fall noch nicht begonnen. Ist er dagegen einmal angelaufen, setzen spätere Pausen oder Rücknahmen ihn nicht zurück.

Wenn Du diesen Weg nutzt, meldest Du Dich nur zu den Aufgaben oder Teilen an, von denen Du nicht befreit bist. Du kannst Dir also nicht beliebig die vermeintlich einfacheren Teile aus beiden Prüfungssystemen zusammensuchen. Prüfe lieber früh, welche Leistungen Dir anerkannt werden und was Du für den Abschluss noch brauchst.

Der intensive Weg ist eine andere Regelung

Die Befreiung von F nach Regel 10 Absatz 3 ABVEP beruht nicht auf einer alten bestandenen Prüfung. Sie setzt unter anderem die erforderliche dreijährige Ausbildungszeit und die Teilnahme an allen vier M-Aufgaben in einer Prüfung voraus.

Wenn nicht alle vier Aufgaben bestanden werden, bleibt die Befreiung nur erhalten, wenn M2 und außerdem M1 oder M3 bestanden sind. Anders gesagt: M2 ist in dieser Kombination zwingend. Wer die Voraussetzung nicht erfüllt, muss F bestehen; wiederholte M-Aufgaben werden dann nur bewertet, wenn F bestanden ist.

Die Mitteilung vom 21. November 2025 stellt außerdem klar, dass auf diesem Weg nicht einzelne M-Aufgaben zurückgenommen werden können, sondern nur die Anmeldung insgesamt. Nichtteilnahme an einer Aufgabe wird nach dieser Mitteilung unabhängig vom Grund als Nichtbestehen behandelt; auch die Gebührenfolgen solltest Du vorher lesen.

Ich würde diesen Weg deshalb anhand Deiner verfügbaren Vorbereitungszeit und Deiner tatsächlichen Übungsergebnisse planen. Vier M-Aufgaben in einem Jahr sind eine erhebliche Belastung. „Dann spare ich mir F“ allein ist noch keine gute Prüfungsstrategie.

Was aus der Übergangszeit erledigt ist

Die Sonderregel, 2026 den ersten Teil der D-Aufgabe als Grundlage für M2 zu verwenden, war eine Übergangslösung nach Artikel 27 Absatz 2 Buchstabe c VEP. Daraus folgt kein Wahlrecht zwischen D und M2 für 2027. Die alten A-, B-, C- und D-Prüfungen wurden 2026 letztmals angeboten.

Prüfe Deine Ergebnisse und die Eintragung Deiner Befreiungen deshalb vor der Anmeldung im EQC-Portal. Die VEP und ABVEP sowie die Mitteilungen zu Artikel 25 und Regel 10 Absatz 3 findest Du auf der offiziellen EQE-Seite. Zu den Fristen geht es hier: Registrierungs- und Zulassungsbedingungen.

Meine damaligen Übersichten zur Übergangszeit

Die folgenden Tabellen hatte ich zusammengestellt, als wir noch vor der Einführung der neuen Aufgaben standen. Ich habe sie als historischen Rückblick behalten; für Deine heutige Planung verwende bitte die Erläuterungen oben. Eine alte Formulierung muss ich dabei ausdrücklich richtigstellen: Soweit in einer Tabelle von einer Befreiung von „Aufgabe F nach Art. 25 (6)“ die Rede ist, ist das missverständlich. Diese Sonderregel betraf die Vorprüfung 2025 und begründet keine allgemeine Befreiung von F. Auch die damaligen Modellwege für 2024 bis 2026 kannst Du heute nicht mehr wählen.

2025 2026 2027 Kommentar
Aufgabe F M1, M2 M3, M4 „Gradueller Weg“ (Standard)
Aufgabe F Überspringen M1, M2, M3, M4 „Gradueller Weg“ (mi 1 Jahr Pause)
Überspringen Aufgabe F M1, M2, M3, M4 „Gradueller Weg“ (Beginn 1 Jahr später)
Überspringen Überspringen M1, M2, M3, M4 „Intensiver Weg“ ohne Aufgabe F
Prüfungswege bei 1 Jahr Berufserfahrung in 2025
2025 2026 2027 Kommentar
Befreit von Vorprüfung A, B, C, D Alter Examensweg
Aufgabe F M1, M2 M3, M4 „Gradueller Weg“ (Standard)
Überspringen Überspringen M1, M2, M3, M4 „Intensiver Weg“ ohne Aufgabe F
Prüfungswege bei 2 Jahren Berufserfahrung in 2025
2024 2025 2026 2027 Kommentar
Vorprüfung A,B,C,D Altes System
Vorprüfung Überspringen A, B, C, B Altes System
Vorprüfung Überspringen M2 (M1 befreit) M3, M4 Übergang zum neuen System („Graduell“)
Vorprüfung Überspringen Überspringen M2, M3, M4 (M1 befreit) Übergang zum neuen System („Intensiv“)
Prüfungswege bei 3 Jahren Berufserfahrung in 2025
2024 2025 2026 2027 Kommentar
Vorprüfung nicht bestanden Befreiung von Aufgabe F nach Art. 25 (6) A, B, C, D Alter Weg (mit Ausnahmeregelung nach Art. 25)
Vorprüfung nicht bestanden Aufgabe F M1, M2 M3, M4 „Gradueller Weg“ nach der neuen Prüfungsordnung
Vorprüfung nicht bestanden Überspringen Überspringen M1, M2, M3, M4 „Intensiver Weg“ nach der neuen Prüfungsordnung
Prüfungswege bei Nicht-Bestehen der Vorprüfung in 2024
Alte EQE, Bestandende Prüfung oder andere Regel Neue EQE, befreit von Fundstelle
Prüflinge, die Teil A bestanden haben, als es noch keine Vorprüfung gab oder als im Vorjahr noch keine Vorprüfung durchgeführt wurde. F, M1 und M3.1 Art. 25 (2) f)
Prüflinge, die Teil B bestanden haben, als es noch keine Vorprüfung gab oder als im Vorjahr noch keine Vorprüfung durchgeführt wurde. F, M1 und M3.2 Art. 25 (2) f)
Prüflinge, die Teil C bestanden haben, als es noch keine Vorprüfung gab oder als im Vorjahr noch keine Vorprüfung durchgeführt wurde. F, M1 und M3.3 Art. 25 (2) f)
Prüflinge, die Teil D bestanden haben, als es noch keine Vorprüfung gab oder als im Vorjahr noch keine Vorprüfung durchgeführt wurde. F, M2 und M4 Art. 25 (2) g)
Prüflinge, die zum Zeitpunkt der Prüfung des Jahres 2025 die Erfordernisse für die Vorprüfung erfüllen. Vorprüfung Art. 25 (6)
Prüflinge, die die Vorprüfung bestanden haben. F und M1 Art. 25 (2) a)
Prüflinge, die Teil A bestanden haben. M3.1 Art. 25 (2) b)
Prüflinge, die Teil B bestanden haben. M3.2 Art. 25 (2) c)
Prüflinge, die Teil C bestanden haben. M3.3 Art. 25 (2) d)
Prüflinge, die Teil D bestanden haben. M2, M4 Art. 25 (2) e)

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Registrierungs- und Zulassungsbedingungen

Registrierung und Anmeldung sind zwei verschiedene Schritte. Diesen Punkt würde ich gleich zu Beginn der Ausbildung erledigen und nicht bis zur ersten Prüfungsvorbereitung aufschieben. Wer noch nicht registriert ist, kann sich nicht einfach kurz vor dem Termin zur EQE anmelden.

Früh registrieren

Mit der Registrierung werden Deine Qualifikation und Deine anrechenbare Ausbildung erfasst. Maßgeblich sind Artikel 11 VEP und die einschlägigen Regeln der ABVEP. Dazu gehören die naturwissenschaftliche oder technische Vorbildung und eine anerkannte praktische Tätigkeit. Nicht jede Beschäftigung mit Patenten erfüllt automatisch sämtliche Voraussetzungen.

Registriere Dich möglichst früh über das EQC-Portal und halte Deine Ausbildungsangaben aktuell. Für die Nachweise gelten die Vorgaben des Prüfungssekretariats, etwa zu Identität, Hochschulabschluss und praktischer Tätigkeit. Lies die aktuelle Unterlagenliste im Portal, bevor Du Bescheinigungen beschaffst.

Im regulären Weg beträgt die erforderliche Ausbildungszeit bis zur Prüfung ein Jahr für F, zwei Jahre für M1 und M2 sowie drei Jahre für M3 und M4. Sonderfälle und anrechenbare Zeiten solltest Du anhand Deiner konkreten Unterlagen klären.

Anmeldung zur EQE 2027

Nach der Mitteilung in ABl. EPA 2026, A15 gelten folgende Termine:

Schritt Termin beziehungsweise Zeitraum
Erstmalige Registrierung für eine Teilnahme 2027 bis 31. Mai 2026
Anmeldung zu F 2027 8. April bis 30. September 2026
Anmeldung zu M1–M4 2027 7. Juli bis 30. September 2026

Die Termine in der Tabelle gelten für die EQE 2027. Wenn Du Dich schon früher registriert hast, bist Du damit noch nicht automatisch zur Prüfung angemeldet. Du musst die gewünschten Aufgaben gesondert anmelden, die erforderlichen Nachweise erbringen und die Gebühren nach dem vorgesehenen Verfahren zahlen.

Wenn Du alte Prüfungsleistungen nutzen willst, lies vorher die Übergangs- und Befreiungsregelungen. Auch beim intensiven Prüfungsweg gelten besondere Bedingungen, die Du nicht erst nach der Anmeldung entdecken solltest.

Was ich vorher kontrollieren würde

Sind Deine Ausbildungszeiten vollständig erfasst? Stimmen die Aufgaben, zu denen Du Dich anmelden möchtest, mit Deinen Voraussetzungen und Befreiungen überein? Sind Nachweise und Gebühren erledigt? Hast Du die Bestätigung im Portal erhalten?

Das klingt wenig aufregend. Aber ein sauber erledigter Verwaltungsschritt ist erheblich angenehmer als eine gute Vorbereitung auf eine Prüfung, zu der man sich nicht wirksam angemeldet hat.

Falls Du erst in einem späteren Jahr schreiben möchtest, warte auf die dazugehörige Anmeldemitteilung. Die Prüfungstage für 2028 sind zwar schon veröffentlicht, daraus kannst Du aber noch nicht auf die Anmeldefristen schließen.

Die Termine kannst Du in der Mitteilung zur Anmeldung 2027, ABl. EPA 2026, A15 nachlesen. Den Zugang zum EQC-Portal findest Du auf der EQE-Seite des EPA; die Zulassungsregeln stehen in den VEP und ABVEP.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



EQE Online

Die EQE wird online über WISEflow durchgeführt. Du wählst einen geeigneten Prüfungsort und musst dafür sorgen, dass Raum, Rechner und Verbindung die Anforderungen erfüllen. Für mich gehört diese Vorbereitung genauso zur Prüfung wie das Arbeiten mit alten Aufgaben. Ein technisches Problem kostet sonst ausgerechnet dann Aufmerksamkeit, wenn man sie für den Sachverhalt braucht.

Was für 2027 bereits feststeht

Der veröffentlichte Zeitplan vom 22. Juli 2026 nennt drei Punkte, die Du beim Üben berücksichtigen solltest:

  • Es werden keine Aufgabenteile vorab zum Ausdrucken bereitgestellt. Aufgabe und Unterlagen stehen während der Prüfung im Online-System zur Verfügung.
  • Nach Ablauf eines Prüfungsteils kannst Du nicht mehr zu ihm zurückkehren.
  • Außerplanmäßige Pausen sind grundsätzlich nicht erlaubt, soweit die Anweisungen für den Ablauf nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmen.

Für die Anmeldung in WISEflow empfiehlt der Zeitplan mindestens 20 Minuten Vorlauf vor jedem Aufgabenteil.

Am Bildschirm lesen, auf Papier denken

Notizen auf Papier sind möglich und können beim Sortieren der Informationen helfen. Ich würde mir dort eine knappe Übersicht anlegen und die ausformulierten Argumente gleich in der elektronischen Antwort entwickeln.

Beim Lesen und Schreiben helfen die unterstützten Funktionen zum Kopieren, Einfügen und Suchen. Die Anweisungen für 2026, Abschnitt III.7–8, nennen dafür Strg+C, Strg+V, Strg+Umschalt+V und Strg+F beziehungsweise die entsprechenden Mac-Tastenkürzel. Gemeint ist die Verwendung innerhalb der vorgesehenen Prüfungsumgebung; das Übertragen der Unterlagen in andere Anwendungen oder an andere Personen ist unzulässig. Welche dieser Funktionen das jeweilige Dokument unterstützt, lässt sich im offiziellen Testsystem ausprobieren.

Ich würde diese Handgriffe beim Üben gleich mitverwenden. Gewohnte Systemkürzel wie Alt+Tab gehören nicht zu der genannten Liste; mit der Bedienung des normalen Browsers allein ist man deshalb noch nicht unbedingt auf die Prüfungsoberfläche vorbereitet.

Weniger scrollen, schneller wieder einsteigen

Aus Berichten über die Online-Prüfung nehme ich vor allem mit, dass auch kleine Bedienvorgänge erstaunlich viel Zeit verbrauchen können. Eine Stelle war gerade noch auf dem Bildschirm, dann öffnet man die nächste Anlage, und beim Schreiben beginnt die Suche von vorn. Mit einer kurzen Notiz wie „D1, Abs. 7: Wirkung von X“ kannst Du Dir die Erinnerung an diesen Weg sparen. Meine Merkmalsmatrix und die Fundstellenübersicht sind dafür gedacht.

Im offiziellen Übungssystem würde ich deshalb auch einzelne Handgriffe ausprobieren: eine Stelle über ein markantes Wort suchen, eine genaue Fundstelle in die Antwort übernehmen, einen Anspruch ändern und anschließend zum nächsten Antwortabschnitt wechseln. Bei längeren Antworten helfen mir eindeutige Zwischenüberschriften nach Frage oder Anspruch, weil ich beim Überarbeiten sofort sehe, wo ich bin. Wie gut die Such- und Navigationsfunktionen dafür auf Deinem Rechner funktionieren, zeigt der Probelauf.

Schlüsselworte auch am Bildschirm nutzen

Meine Schlüsselwortmethode lässt sich auch mit einer kleinen Anzahl von Farben oder mit stichwortartigen Papiernotizen einsetzen. Die dort gezeigte Drei- und Fünf-Farben-Markierung ist zunächst ein Lernbeispiel in einem PDF. Welche Markier- und Kommentarfunktionen Dir in Deinem konkreten Prüfungsdokument zur Verfügung stehen, probierst Du in der offiziellen Übungsumgebung aus.

Wenn ich dort weniger Möglichkeiten habe, behalte ich die Unterscheidung zwischen möglichem Anspruchskern und zusätzlichen Ausführungen bei. Mandantenwünsche und offene Fragen kommen dann mit Fundstelle auf mein Übersichtsblatt. Entscheidend ist für mich, dass aus dem Hinweis ein nächster Arbeitsschritt wird: Was gehört möglicherweise in den Anspruch, was suche ich in D1 und D2, und welche Frage muss meine Antwort noch klären?

Hilfsmittel und Arbeitsplatz

Die Anweisungen von 2026 erlauben eigene Bücher und Papierunterlagen sowie übliches nicht elektronisches Schreibtischzubehör. Daraus folgt keine Erlaubnis für beliebige Software, ein zweites Gerät oder Hilfe von außen. Menschliche Unterstützung, Textgeneratoren und andere KI-Hilfen während der Prüfung sind verboten. Welche elektronischen Rechtsquellen zugänglich sind, bestimmt die Prüfungsumgebung.

Du musst allein im geeigneten, geschlossenen Raum arbeiten. Richte den Platz so ein, dass Du Unterlagen erreichen kannst, ohne den zulässigen Bereich zu verlassen. Vorgaben zu Kamera, Mikrofon, Geräten, Fenstern und Geräuschschutz gehören auf Deine technische Checkliste. Für die konkrete Prüfung liest Du die dann geltenden Anweisungen vollständig.

Ein Firmenrechner kann durch Sicherheitssoftware oder Netzwerkregeln Probleme bereiten. Teste deshalb genau die Kombination aus Gerät, Verbindung und Raum, die Du verwenden willst. Ein erfolgreicher Versuch mit einem anderen Laptop sagt wenig darüber aus.

Wenn trotzdem etwas schiefgeht

Lies vorab, wie Du die Aufsicht im Prüfungssystem erreichst und welche Schritte bei einer Störung vorgesehen sind. Melde ein Problem sofort über den vorgesehenen Kanal und halte den Ablauf nachvollziehbar fest. Eine automatische Zeitgutschrift solltest Du nicht einplanen.

Eine Beschwerde über die Durchführung ist nach der geänderten Regel 19 Absatz 3 ABVEP spätestens am Tag der betreffenden Prüfungsaufgabe einzureichen. Das ist von einer Beschwerde gegen eine Prüfungsentscheidung nach Artikel 24 VEP zu unterscheiden.

Mein praktischer Rat: Übe nicht nur das Lösen. Übe auch den Start, das Wechseln zwischen Unterlagen, das Eingeben einer Antwort und die Abgabe. Dann werden diese Handgriffe in der Prüfung zur Routine.

Die Angaben zum Ablauf beruhen auf dem Zeitplan 2027; für Raum, Rechner und Hilfsmittel liegen dieser Übersicht die Anweisungen von 2026 zugrunde. Die EPA-Seite zur Prüfung führt zu den Anweisungen, FAQ und technischen Hinweisen für den jeweiligen Jahrgang.

Die bisherigen Verhaltensregeln des EPA

Hier findest Du den bereits in meinem früheren Beitrag verlinkten Verhaltenskodex des EPA.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Selbstorganisation: Nützliche Tools

Kennst Du das? Du sitzt in der U-Bahn und hast plötzlich eine gute Frage für die Lerngruppe im Kopf. Bis Du später am Schreibtisch sitzt, ist sie wieder weg. Ein Notizzettel kann helfen – sofern er nicht vorher selbst verschwindet.

Ich habe deshalb gern digitale Werkzeuge benutzt, um solche Gedanken gleich festzuhalten. Welche App Du dafür nimmst, ist für mich nicht die entscheidende Frage. Sie muss einfach genug sein, dass Du sie tatsächlich verwendest, und Du musst Deine Notizen später wiederfinden.

Eine einfache Aufgabenliste

Microsoft To Do hatte ich hier als Beispiel vorgestellt. Praktisch fand ich vor allem, dass ich einen Gedanken schnell notieren und später wieder aufgreifen konnte, etwa eine Idee für einen Blogbeitrag. Sonst ist die gute Idee manchmal schon verschwunden, bis man Zeit dafür hat.

Für die Prüfungsvorbereitung würde ich Aufgaben konkret formulieren: „Unterschied zwischen Weiterbehandlung und Wiedereinsetzung anhand von Fall X klären“ ist besser als „Fristen lernen“. Eine solche Liste funktioniert auch auf Papier oder in einer anderen Anwendung, die Du bereits beherrschst.

Ein Platz für Unterlagen und Fundstellen

Für ein elektronisches Notizbuch hatte ich Evernote als Beispiel gewählt. Bei einer solchen Ablage würde ich neben der Notiz immer auch die Quelle und den Anlass festhalten. Sonst findest Du später zwar eine schöne Zusammenfassung, weißt aber nicht mehr, ob sie zum aktuellen Rechtsstand oder zu einer alten Aufgabe gehört.

Kennzeichne deshalb Modul, Thema, Quelle und Stand. Trenne außerdem Deine eigene Erklärung von der offiziellen Regel. Ein Foto oder eine Sprachnotiz kann beim Sammeln helfen; auswerten und ordnen musst Du es anschließend trotzdem.

Gemeinsam den Überblick behalten

Trello habe ich als digitale Variante von Klebezetteln vorgestellt. Für eine Lerngruppe kann eine einfache Übersicht mit „offen“, „in Arbeit“ und „besprochen“ sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass jede Aufgabe einen Verantwortlichen und ein klares Ergebnis hat.

Eine aufwendige Projektverwaltung für drei Personen würde ich daraus nicht machen. Wenn Ihr mehr Zeit in das System als in die Aufgaben steckt, ist es zu kompliziert.

Was Du davon in der Prüfung verwenden darfst

Die genannten Apps sind Beispiele für die Vorbereitung. Ob ein Angebot zu Dir passt, würde ich an Deinem Alltag festmachen: Kannst Du eine Notiz unterwegs schnell erfassen und später am Arbeitsplatz wiederfinden? Vielleicht erfüllt das Programm, das Du ohnehin benutzt, diesen Zweck schon.

Vor allem gilt: Eine praktische Lern-App ist deshalb noch kein zugelassenes Prüfungshilfsmittel. Für die EQE zählt, was in der Prüfungsumgebung und nach den aktuellen Anweisungen erlaubt ist. Bereite Deine Unterlagen so vor, dass Du unter diesen Bedingungen damit arbeiten kannst.

Mein Rat wäre, mit möglichst wenigen Werkzeugen anzufangen. Eine verlässlich geführte Liste und eine gut auffindbare Ablage reichen oft weiter als die nächste neue App.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Unterbrechungen vermeiden

Kennst Du diese Arbeitsphasen, in denen Du ganz bei einer Sache bist und erst später bemerkst, wie viel Zeit vergangen ist? Ob man das nun „Flow“ nennt oder einfach konzentriertes Arbeiten: Für die Vorbereitung sind solche Phasen wertvoll.

Man kann diesen Zustand leider nicht auf Knopfdruck herstellen. Für die Vorbereitung würde ich deshalb zuerst schauen, was mich immer wieder aus der Arbeit herausreißt. Meistens fallen einem recht schnell ein paar Störenfriede ein, gegen die man etwas tun kann.

Den Lernblock schützen

Wenn alle paar Minuten eine Nachricht erscheint, musst Du Dich ständig neu orientieren. Schalte Benachrichtigungen deshalb für den geplanten Lernblock aus und lege das Telefon so weg, dass Du nicht bei jeder kleinen Schwierigkeit danach greifst. Bloßes Vibrieren ist noch keine Ruhe.

Sprich mit Deiner Familie oder den Kollegen ab, wann Du konzentriert arbeiten möchtest und wann Du wieder erreichbar bist. Ein ruhiger Platz hilft; er muss aber zu Deinem Alltag passen. Der beste Lernraum nützt wenig, wenn Du ihn nur einmal im Monat erreichen kannst.

Den Rechner würde ich heute nicht mehr pauschal ausgeschaltet lassen. Für eine Online-Prüfung musst Du gerade am Bildschirm üben. Schließe stattdessen die Dinge, die mit der Aufgabe nichts zu tun haben: Mail, Chats und die verführerischen Browser-Tabs.

Eine wichtige Aufgabe zuerst

Wenn der Alltag Deine Lernzeit regelmäßig auffrisst, versuche es mit einer klaren ersten Aufgabe. Nicht „heute M2 lernen“, sondern beispielsweise „diese Rechtsfrage lösen und die Fristenberechnung nachvollziehen“.

Ich habe das auch im Berufsalltag so gemacht: Die ersten ein bis zwei Stunden habe ich einer ausgewählten Aufgabe gewidmet, bevor mich das Tagesgeschäft eingeholt hat. Natürlich muss jemand erreichbar sein, wenn etwas wirklich Dringendes ansteht. Aber vielleicht lässt sich bei Dir ein ähnliches Zeitfenster freihalten. Es müssen ja nicht genau dieselben Stunden sein.

Wichtig und dringend unterscheiden

Nicht jede Nachricht verlangt eine sofortige Antwort. Eine neue Erfindungsmeldung ist wichtig, lässt sich aber häufig in einem vorgesehenen Zeitfenster lesen. Die Frage, ob jemand zum Kaffee mitkommt, ist vielleicht eilig, aber für Deinen Lernfortschritt wenig entscheidend.

Für wirklich wichtige und dringende Fälle sollte es einen verlässlichen vereinbarten Weg geben. Dann kannst Du die übrigen Kanäle für eine Weile schließen, ohne darauf zu hoffen, dass schon nichts passieren wird. Welche Fälle das sind, hängt von Deiner beruflichen Verantwortung ab.

Lernen und Prüfung auseinanderhalten

Diese Absprachen betreffen Deine Vorbereitung. Während der Prüfung darf Dir niemand helfen, und die Vorgaben zu Raum, Geräten und Kommunikation gelten unabhängig von Deinem normalen Arbeitsablauf. Ebenso sind Lernpausen etwas anderes als erlaubte Prüfungsunterbrechungen.

Bei vollständigen Simulationen würde ich die vorgesehenen Prüfungsblöcke durchspielen. Die übrigen Lerneinheiten können kürzer sein und vernünftige Pausen enthalten. Dazu passen Pausen und Auszeiten und EQE Online.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Über Pausen und Auszeiten

Wenn man konzentriert an einer Aufgabe sitzt, kann die Zeit erstaunlich schnell vergehen. Trotzdem würde ich Pausen bei der Vorbereitung von Anfang an mitplanen. Eine Stunde, in der Du denselben Absatz nur noch zum dritten Mal liest, ist nicht automatisch eine gute Lernstunde.

Pausen beim Lernen

Probiere Lernabschnitte aus, nach denen Du noch vernünftig weiterarbeiten kannst. Ein fester Zeitpunkt oder der Abschluss einer Teilaufgabe kann als Anlass dienen. Du musst nicht warten, bis gar nichts mehr geht.

Die Pause sollte eine echte Abwechslung bieten. Nach langem Sitzen und Lesen kann ein kurzer Spaziergang angenehmer sein als der Wechsel vom Aufgabentext zum Nachrichtenbildschirm. Auch die bekannte Kaffeepause kann helfen, einen Lernvormittag zu gliedern.

Wenn Du gerade gut vorankommst, musst Du nicht nur deshalb abbrechen, weil eine bestimmte Minutenzahl vergangen ist. Umgekehrt bringt es wenig, Dich erschöpft bis zum nächsten geplanten Pausentermin durchzuquälen. Mit der Zeit merkst Du, welcher Rhythmus zu Deinen Lernaufgaben passt.

Und der Mittagsschlaf?

Wenn Dir eine kurze Ruhepause am Nachmittag guttut und sie sich einrichten lässt, kannst Du sie ruhig in Deinen Lernplan aufnehmen. Für mich wäre entscheidend, dass ich danach wieder vernünftig weiterarbeiten kann.

Achte deshalb darauf, wie Du Dich danach fühlst und ob eine solche Pause in Deinen Tagesablauf passt.

In der Prüfung gelten andere Bedingungen

Eine Lernpause darfst Du selbst planen. Eine Prüfungsunterbrechung richtet sich nach den Anweisungen. Für 2027 bestimmt der veröffentlichte Ablauf, dass außerplanmäßige Pausen grundsätzlich nicht erlaubt sind, sofern die Anweisungen nicht ausdrücklich etwas anderes vorsehen.

Übe daher auch vollständige Prüfungsteile ohne selbst eingefügte Unterbrechung und nutze die vorgesehenen Pausen zwischen den Teilen. Ein Trainingstag mit frei verteilten Pausen ist keine vollständige Simulation des Prüfungsablaufs.

Den Ablauf findest Du unter EQE Online. Für die Lernplanung gilt weiterhin: Erholung gehört in den Kalender und sollte nicht nur das sein, was nach allem anderen zufällig übrig bleibt.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Aller Anfang ist schwer

Man sitzt vor einer Aufgabe und findet erstaunlich viele Dinge, die vorher noch dringend erledigt werden müssten. Irgendwann ist der Abend vorbei und die Aufgabe liegt immer noch da. Wer diese „Aufschieberitis“ kennt, braucht dafür nicht erst einem bestimmten Lerntyp anzugehören.

Ich will Dir hier ein paar einfache Tricks vorstellen, mit denen Du Dir das Anfangen vielleicht etwas leichter machen kannst. Einen davon auszuprobieren ist jedenfalls hilfreicher, als sich den ganzen Abend über die eigene Aufschieberitis zu ärgern.

Eine vorhandene Routine nutzen

Überlege einmal, wie viele Dinge Du morgens erledigst, ohne jedes Mal einen neuen Entschluss zu fassen. Daran lässt sich anknüpfen: Nach dem Nachmittagskaffee löst Du beispielsweise eine Rechtsfrage oder arbeitest die Fehler aus der letzten Übung durch.

Wichtig ist, dass der nächste Schritt überschaubar ist. „Nach dem Kaffee bereite ich mich auf die EQE vor“ ist ein sehr großes Vorhaben. „Nach dem Kaffee bearbeite ich Frage 3 und notiere die Rechtsgrundlage“ lässt sich anfangen.

Wenn die Verknüpfung zu Deinem Alltag passt, wiederhole sie. Es muss nicht sofort eine mehrstündige Lernroutine werden.

Der Zehn-Minuten-Trick

Du verabredest mit Dir selbst, eine Aufgabe zehn Minuten lang konzentriert zu bearbeiten. Danach darfst Du aufhören. Das ist kein heimlicher Vertrag über einen ganzen Lernabend.

Oft ist der Einstieg das Unangenehmste. Sind die Unterlagen geöffnet und die ersten Gedanken notiert, fällt das Weitermachen leichter. Manchmal endet die Arbeit tatsächlich nach zehn Minuten. Dann weißt Du wenigstens, wo Du beim nächsten Mal ansetzt.

Formuliere die erste Handlung möglichst konkret. Bei M4 könnte sie lauten: „Ich lese den Mandantenauftrag und notiere die Beteiligten.“ Bei M3.1: „Ich kläre, welche Ansprüche verlangt sind.“ Auch das ist bereits Arbeit an der Prüfung.

Die passende Tageszeit finden

Beobachte, wann Du welche Aufgaben gut erledigen kannst. Vielleicht gelingt Dir das Lösen eines Falls morgens besser, während Du abends noch Fundstellen nacharbeiten kannst. Ein Plan gegen Deine tatsächlichen Kräfte hält selten lange.

Für die letzten Simulationen solltest Du trotzdem auch zu den vorgesehenen Prüfungszeiten arbeiten. Die Prüfung beginnt schließlich nicht automatisch zu Deiner persönlichen Lieblingszeit. So lernst Du rechtzeitig kennen, wie Du an einem solchen Vormittag zurechtkommst.

Wenn ein Plan wiederholt scheitert, ändere die Größe der Aufgabe, die Tageszeit oder die Umgebung. Dich jeden Abend über mangelnde Disziplin zu ärgern, löst das Problem selten.

Weitere Anregungen findest Du unter Zeitplanung und Unterbrechungen vermeiden.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Beispiellösung für den neuen Teil B

Auch bei diesem Beitrag bezieht sich das „neu“ im Titel auf die Umstellung ab 2017, als die technischen Fachrichtungen zusammengeführt wurden. Hier findest Du meine damalige Lösung zur B-Probeaufgabe mit Folien und Video.

An meiner Lösung kannst Du nachvollziehen, wie ich den Anspruchsentwurf des Mandanten analysiert, nach einer geeigneten Änderung gesucht und anschließend argumentiert habe. Das kann Dir auch heute noch helfen. An einer Stelle zur Neuheit von Auswahlbereichen muss ich meine damalige Erläuterung allerdings ergänzen.

Worauf Du bei Auswahlbereichen achten musst

In der alten Erläuterung wird für die Neuheit einer Bereichsauswahl noch eine „gezielte Auswahl“ beziehungsweise eine neue technische Lehre als eigenständiges zusätzliches Kriterium herangezogen. Das würde ich heute so nicht mehr schreiben. Für die Neuheit kommt es darauf an, ob der Bereich unmittelbar und eindeutig offenbart ist. Ob eine Auswahl einen technischen Effekt hat und deshalb erfinderisch sein kann, ist eine andere Frage. Ein solcher Effekt macht einen bereits vorweggenommenen Bereich nicht nachträglich neu.

Den heutigen Stand erläutern die Richtlinien zu Auswahlerfindungen, G‑VI, 7, und zur erfinderischen Tätigkeit, G‑VII, 12. Video und PDF enthalten an dieser Stelle noch meine ältere Darstellung.

Für M3.2 weiterdenken

Die M3.2-Probeaufgabe ergänzt die Bescheidserwiderung aus diesem Beispiel um eine weitere Verfahrenssituation: Dort liegt bereits eine Zurückweisung vor, auf die mit einer Beschwerde reagiert wird.

Wie ich bei einer heutigen Aufgabe vorgehen würde, beschreibe ich unter Detaillierter Ablauf von Teil B. Im Beitrag zur Bewertung vergleiche ich B 2026 mit der M3.2-Probeaufgabe. Meine alte Lösung würde ich also ergänzend für die Methode verwenden und die aktuelle Probeaufgabe nutzen, um mich mit dem heutigen Format vertraut zu machen.

Video zur damaligen B-Aufgabe

Im Video gehe ich meine Lösung durch. Die zugehörigen Folien kannst Du als Musterlösung zu Teil B als PDF herunterladen und danebenlegen.

Text überarbeitet am 28. September 2026.