Kategoriearchiv: Mindset

Die richtige psychologische Einstellung ist ganz wichtig um die EQE zu bestehen.

Selbstorganisation: Nützliche Tools

Kennst Du das? Du sitzt in der U-Bahn und hast plötzlich eine gute Frage für die Lerngruppe im Kopf. Bis Du später am Schreibtisch sitzt, ist sie wieder weg. Ein Notizzettel kann helfen – sofern er nicht vorher selbst verschwindet.

Ich habe deshalb gern digitale Werkzeuge benutzt, um solche Gedanken gleich festzuhalten. Welche App Du dafür nimmst, ist für mich nicht die entscheidende Frage. Sie muss einfach genug sein, dass Du sie tatsächlich verwendest, und Du musst Deine Notizen später wiederfinden.

Eine einfache Aufgabenliste

Microsoft To Do hatte ich hier als Beispiel vorgestellt. Praktisch fand ich vor allem, dass ich einen Gedanken schnell notieren und später wieder aufgreifen konnte, etwa eine Idee für einen Blogbeitrag. Sonst ist die gute Idee manchmal schon verschwunden, bis man Zeit dafür hat.

Für die Prüfungsvorbereitung würde ich Aufgaben konkret formulieren: „Unterschied zwischen Weiterbehandlung und Wiedereinsetzung anhand von Fall X klären“ ist besser als „Fristen lernen“. Eine solche Liste funktioniert auch auf Papier oder in einer anderen Anwendung, die Du bereits beherrschst.

Ein Platz für Unterlagen und Fundstellen

Für ein elektronisches Notizbuch hatte ich Evernote als Beispiel gewählt. Bei einer solchen Ablage würde ich neben der Notiz immer auch die Quelle und den Anlass festhalten. Sonst findest Du später zwar eine schöne Zusammenfassung, weißt aber nicht mehr, ob sie zum aktuellen Rechtsstand oder zu einer alten Aufgabe gehört.

Kennzeichne deshalb Modul, Thema, Quelle und Stand. Trenne außerdem Deine eigene Erklärung von der offiziellen Regel. Ein Foto oder eine Sprachnotiz kann beim Sammeln helfen; auswerten und ordnen musst Du es anschließend trotzdem.

Gemeinsam den Überblick behalten

Trello habe ich als digitale Variante von Klebezetteln vorgestellt. Für eine Lerngruppe kann eine einfache Übersicht mit „offen“, „in Arbeit“ und „besprochen“ sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass jede Aufgabe einen Verantwortlichen und ein klares Ergebnis hat.

Eine aufwendige Projektverwaltung für drei Personen würde ich daraus nicht machen. Wenn Ihr mehr Zeit in das System als in die Aufgaben steckt, ist es zu kompliziert.

Was Du davon in der Prüfung verwenden darfst

Die genannten Apps sind Beispiele für die Vorbereitung. Ob ein Angebot zu Dir passt, würde ich an Deinem Alltag festmachen: Kannst Du eine Notiz unterwegs schnell erfassen und später am Arbeitsplatz wiederfinden? Vielleicht erfüllt das Programm, das Du ohnehin benutzt, diesen Zweck schon.

Vor allem gilt: Eine praktische Lern-App ist deshalb noch kein zugelassenes Prüfungshilfsmittel. Für die EQE zählt, was in der Prüfungsumgebung und nach den aktuellen Anweisungen erlaubt ist. Bereite Deine Unterlagen so vor, dass Du unter diesen Bedingungen damit arbeiten kannst.

Mein Rat wäre, mit möglichst wenigen Werkzeugen anzufangen. Eine verlässlich geführte Liste und eine gut auffindbare Ablage reichen oft weiter als die nächste neue App.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Unterbrechungen vermeiden

Kennst Du diese Arbeitsphasen, in denen Du ganz bei einer Sache bist und erst später bemerkst, wie viel Zeit vergangen ist? Ob man das nun „Flow“ nennt oder einfach konzentriertes Arbeiten: Für die Vorbereitung sind solche Phasen wertvoll.

Man kann diesen Zustand leider nicht auf Knopfdruck herstellen. Für die Vorbereitung würde ich deshalb zuerst schauen, was mich immer wieder aus der Arbeit herausreißt. Meistens fallen einem recht schnell ein paar Störenfriede ein, gegen die man etwas tun kann.

Den Lernblock schützen

Wenn alle paar Minuten eine Nachricht erscheint, musst Du Dich ständig neu orientieren. Schalte Benachrichtigungen deshalb für den geplanten Lernblock aus und lege das Telefon so weg, dass Du nicht bei jeder kleinen Schwierigkeit danach greifst. Bloßes Vibrieren ist noch keine Ruhe.

Sprich mit Deiner Familie oder den Kollegen ab, wann Du konzentriert arbeiten möchtest und wann Du wieder erreichbar bist. Ein ruhiger Platz hilft; er muss aber zu Deinem Alltag passen. Der beste Lernraum nützt wenig, wenn Du ihn nur einmal im Monat erreichen kannst.

Den Rechner würde ich heute nicht mehr pauschal ausgeschaltet lassen. Für eine Online-Prüfung musst Du gerade am Bildschirm üben. Schließe stattdessen die Dinge, die mit der Aufgabe nichts zu tun haben: Mail, Chats und die verführerischen Browser-Tabs.

Eine wichtige Aufgabe zuerst

Wenn der Alltag Deine Lernzeit regelmäßig auffrisst, versuche es mit einer klaren ersten Aufgabe. Nicht „heute M2 lernen“, sondern beispielsweise „diese Rechtsfrage lösen und die Fristenberechnung nachvollziehen“.

Ich habe das auch im Berufsalltag so gemacht: Die ersten ein bis zwei Stunden habe ich einer ausgewählten Aufgabe gewidmet, bevor mich das Tagesgeschäft eingeholt hat. Natürlich muss jemand erreichbar sein, wenn etwas wirklich Dringendes ansteht. Aber vielleicht lässt sich bei Dir ein ähnliches Zeitfenster freihalten. Es müssen ja nicht genau dieselben Stunden sein.

Wichtig und dringend unterscheiden

Nicht jede Nachricht verlangt eine sofortige Antwort. Eine neue Erfindungsmeldung ist wichtig, lässt sich aber häufig in einem vorgesehenen Zeitfenster lesen. Die Frage, ob jemand zum Kaffee mitkommt, ist vielleicht eilig, aber für Deinen Lernfortschritt wenig entscheidend.

Für wirklich wichtige und dringende Fälle sollte es einen verlässlichen vereinbarten Weg geben. Dann kannst Du die übrigen Kanäle für eine Weile schließen, ohne darauf zu hoffen, dass schon nichts passieren wird. Welche Fälle das sind, hängt von Deiner beruflichen Verantwortung ab.

Lernen und Prüfung auseinanderhalten

Diese Absprachen betreffen Deine Vorbereitung. Während der Prüfung darf Dir niemand helfen, und die Vorgaben zu Raum, Geräten und Kommunikation gelten unabhängig von Deinem normalen Arbeitsablauf. Ebenso sind Lernpausen etwas anderes als erlaubte Prüfungsunterbrechungen.

Bei vollständigen Simulationen würde ich die vorgesehenen Prüfungsblöcke durchspielen. Die übrigen Lerneinheiten können kürzer sein und vernünftige Pausen enthalten. Dazu passen Pausen und Auszeiten und EQE Online.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Über Pausen und Auszeiten

Wenn man konzentriert an einer Aufgabe sitzt, kann die Zeit erstaunlich schnell vergehen. Trotzdem würde ich Pausen bei der Vorbereitung von Anfang an mitplanen. Eine Stunde, in der Du denselben Absatz nur noch zum dritten Mal liest, ist nicht automatisch eine gute Lernstunde.

Pausen beim Lernen

Probiere Lernabschnitte aus, nach denen Du noch vernünftig weiterarbeiten kannst. Ein fester Zeitpunkt oder der Abschluss einer Teilaufgabe kann als Anlass dienen. Du musst nicht warten, bis gar nichts mehr geht.

Die Pause sollte eine echte Abwechslung bieten. Nach langem Sitzen und Lesen kann ein kurzer Spaziergang angenehmer sein als der Wechsel vom Aufgabentext zum Nachrichtenbildschirm. Auch die bekannte Kaffeepause kann helfen, einen Lernvormittag zu gliedern.

Wenn Du gerade gut vorankommst, musst Du nicht nur deshalb abbrechen, weil eine bestimmte Minutenzahl vergangen ist. Umgekehrt bringt es wenig, Dich erschöpft bis zum nächsten geplanten Pausentermin durchzuquälen. Mit der Zeit merkst Du, welcher Rhythmus zu Deinen Lernaufgaben passt.

Und der Mittagsschlaf?

Wenn Dir eine kurze Ruhepause am Nachmittag guttut und sie sich einrichten lässt, kannst Du sie ruhig in Deinen Lernplan aufnehmen. Für mich wäre entscheidend, dass ich danach wieder vernünftig weiterarbeiten kann.

Achte deshalb darauf, wie Du Dich danach fühlst und ob eine solche Pause in Deinen Tagesablauf passt.

In der Prüfung gelten andere Bedingungen

Eine Lernpause darfst Du selbst planen. Eine Prüfungsunterbrechung richtet sich nach den Anweisungen. Für 2027 bestimmt der veröffentlichte Ablauf, dass außerplanmäßige Pausen grundsätzlich nicht erlaubt sind, sofern die Anweisungen nicht ausdrücklich etwas anderes vorsehen.

Übe daher auch vollständige Prüfungsteile ohne selbst eingefügte Unterbrechung und nutze die vorgesehenen Pausen zwischen den Teilen. Ein Trainingstag mit frei verteilten Pausen ist keine vollständige Simulation des Prüfungsablaufs.

Den Ablauf findest Du unter EQE Online. Für die Lernplanung gilt weiterhin: Erholung gehört in den Kalender und sollte nicht nur das sein, was nach allem anderen zufällig übrig bleibt.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Aller Anfang ist schwer

Man sitzt vor einer Aufgabe und findet erstaunlich viele Dinge, die vorher noch dringend erledigt werden müssten. Irgendwann ist der Abend vorbei und die Aufgabe liegt immer noch da. Wer diese „Aufschieberitis“ kennt, braucht dafür nicht erst einem bestimmten Lerntyp anzugehören.

Ich will Dir hier ein paar einfache Tricks vorstellen, mit denen Du Dir das Anfangen vielleicht etwas leichter machen kannst. Einen davon auszuprobieren ist jedenfalls hilfreicher, als sich den ganzen Abend über die eigene Aufschieberitis zu ärgern.

Eine vorhandene Routine nutzen

Überlege einmal, wie viele Dinge Du morgens erledigst, ohne jedes Mal einen neuen Entschluss zu fassen. Daran lässt sich anknüpfen: Nach dem Nachmittagskaffee löst Du beispielsweise eine Rechtsfrage oder arbeitest die Fehler aus der letzten Übung durch.

Wichtig ist, dass der nächste Schritt überschaubar ist. „Nach dem Kaffee bereite ich mich auf die EQE vor“ ist ein sehr großes Vorhaben. „Nach dem Kaffee bearbeite ich Frage 3 und notiere die Rechtsgrundlage“ lässt sich anfangen.

Wenn die Verknüpfung zu Deinem Alltag passt, wiederhole sie. Es muss nicht sofort eine mehrstündige Lernroutine werden.

Der Zehn-Minuten-Trick

Du verabredest mit Dir selbst, eine Aufgabe zehn Minuten lang konzentriert zu bearbeiten. Danach darfst Du aufhören. Das ist kein heimlicher Vertrag über einen ganzen Lernabend.

Oft ist der Einstieg das Unangenehmste. Sind die Unterlagen geöffnet und die ersten Gedanken notiert, fällt das Weitermachen leichter. Manchmal endet die Arbeit tatsächlich nach zehn Minuten. Dann weißt Du wenigstens, wo Du beim nächsten Mal ansetzt.

Formuliere die erste Handlung möglichst konkret. Bei M4 könnte sie lauten: „Ich lese den Mandantenauftrag und notiere die Beteiligten.“ Bei M3.1: „Ich kläre, welche Ansprüche verlangt sind.“ Auch das ist bereits Arbeit an der Prüfung.

Die passende Tageszeit finden

Beobachte, wann Du welche Aufgaben gut erledigen kannst. Vielleicht gelingt Dir das Lösen eines Falls morgens besser, während Du abends noch Fundstellen nacharbeiten kannst. Ein Plan gegen Deine tatsächlichen Kräfte hält selten lange.

Für die letzten Simulationen solltest Du trotzdem auch zu den vorgesehenen Prüfungszeiten arbeiten. Die Prüfung beginnt schließlich nicht automatisch zu Deiner persönlichen Lieblingszeit. So lernst Du rechtzeitig kennen, wie Du an einem solchen Vormittag zurechtkommst.

Wenn ein Plan wiederholt scheitert, ändere die Größe der Aufgabe, die Tageszeit oder die Umgebung. Dich jeden Abend über mangelnde Disziplin zu ärgern, löst das Problem selten.

Weitere Anregungen findest Du unter Zeitplanung und Unterbrechungen vermeiden.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Welcher Lerntyp bin ich?

Der eine arbeitet sich gern allein durch einen schwierigen Text, der andere versteht einen Gedanken erst richtig, wenn er ihn jemandem erklärt. Solche Vorlieben kenne ich auch aus meiner eigenen Vorbereitung. Sich damit zu beschäftigen kann hilfreich sein. Ich würde daraus aber keinen festen Lerntyp ableiten, der bestimmt, wie Du lernen musst.

Was ich an meinem früheren Ansatz ändern würde

Ich hatte hier ursprünglich den MBTI-Persönlichkeitstest vorgestellt und den verschiedenen Typen bestimmte Lernmethoden zugeordnet. Mir haben solche Tests durchaus geholfen, über meine eigenen Gewohnheiten nachzudenken. Im Nachhinein würde ich daraus aber nicht mehr ableiten, dass ich mit dem Persönlichkeitstyp auch schon die passende Lernmethode gefunden habe. Das musst Du letztlich beim Lernen selbst ausprobieren.

Die damaligen Tabellen würde ich deshalb nicht mehr als Anleitung verwenden. Du brauchst keinen Vier-Buchstaben-Code, um herauszufinden, ob Dir ein Gespräch, eine Skizze oder ein eigener Lösungsversuch gerade hilft.

Vorlieben ausprobieren und am Ergebnis prüfen

Nimm ein konkretes Thema, etwa die Priorität oder den Aufgabe-Lösungs-Ansatz. Lies zunächst die Grundlage. Erkläre den Zusammenhang anschließend in eigenen Worten und bearbeite einen Fall, ohne die Lösung danebenliegen zu haben.

Wo gerätst Du ins Stocken? Fehlt Dir der Überblick, hilft vielleicht eine Skizze. Verwechselst Du Voraussetzungen, kann eine Gegenüberstellung nützlich sein. Klingt alles vertraut, aber Du kannst es nicht anwenden, brauchst Du eher einen neuen Fall als noch einmal denselben Text.

Auch eine Lerngruppe kannst Du gezielt einsetzen. Bitte jemanden, Deine Begründung zu lesen, ohne ihm vorher mündlich zu erklären, was Du eigentlich gemeint hast. Genau dann zeigt sich, ob die Antwort für sich steht.

Am Ende musst Du die Aufgabe selbst lösen

Ein Video kann eine gute Einführung sein. In einer Freitextaufgabe musst Du die Antwort anschließend trotzdem selbst schreiben können. Wer am liebsten liest, sollte deshalb das Schreiben nicht auslassen; wer gern diskutiert, braucht auch Übung ohne Gesprächspartner.

Für die Online-EQE kommen das Lesen am Bildschirm, das Wiederfinden von Fundstellen und die Eingabe unter Zeitdruck hinzu. Diese Fertigkeiten lernst Du nicht allein dadurch, dass sich die Vorbereitung angenehm anfühlt.

Mein Rat wäre deshalb: Beobachte Dich beim Lernen und probiere ruhig verschiedene Dinge aus. Behalte, was Dir hilft, die nächste Aufgabe besser zu verstehen oder zu lösen. Du musst Dich nicht ein für alle Mal auf eine Methode festlegen. Was bei einer Fristenfrage gut funktioniert, kann bei einer komplizierten technischen Aufgabe schon wieder anders aussehen.

Weitere Gedanken dazu findest Du in meinen Beiträgen zur Zeitplanung, zum Anfangen und in den 10+1 Regeln für den Mindset.

Meine damalige Podcastfolge zu Lerntypen

In dieser älteren Aufnahme spreche ich noch über meine ursprüngliche Vorstellung von Lerntypen. Die Folge bleibt als Rückblick erhalten; weshalb ich die feste Zuordnung von MBTI-Typen zu Lernmethoden heute anders sehe, habe ich oben erläutert.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Verbotenes in der Prüfung

„Was darf ich in der Prüfung benutzen?“ Diese Frage würde ich rechtzeitig klären. Es ist ärgerlich, wenn Du Dir eine Arbeitsweise angewöhnst und erst kurz vor der Prüfung merkst, dass das benötigte Hilfsmittel gar nicht zugelassen ist. Schau deshalb in die aktuellen Anweisungen des EPA und verlass Dich nicht allein auf die Erfahrung eines Kollegen oder auf eine ältere Packliste.

Ich hatte hier ursprünglich die Regeln für den Prüfungssaal von 2014 zusammengestellt. Inzwischen findet die EQE online statt. Dieser Beitrag beschreibt deshalb die Vorbereitung des heutigen Prüfungsplatzes.

Eigene Arbeit bleibt eigene Arbeit

Hilfe durch andere Personen ist während der Prüfung nicht erlaubt. Das gilt ebenso für Textgeneratoren und andere KI-Hilfen zur Bearbeitung. Ein im beruflichen Alltag praktisches Werkzeug wird dadurch nicht zu einem zulässigen Prüfungsmittel.

Auch die Übermittlung von Aufgaben oder eigenen Antworten außerhalb des vorgesehenen Prüfungssystems ist unzulässig. Plane Deine Vorbereitung deshalb so, dass Du die Aufgaben mit den tatsächlich zugelassenen Hilfen selbst lösen kannst.

Nicht jede Tastenkombination ist verboten

Unterstützte Funktionen zum Kopieren und Einfügen innerhalb der Prüfungsumgebung sind nach den bisherigen Anweisungen möglich. Das ist etwas anderes als das Kopieren auf einen fremden Rechner, in einen Chat oder in eine nicht zugelassene Anwendung.

Welche Funktionen unterstützt werden, solltest Du im offiziellen Test kennenlernen. Drucken ist ebenfalls gesondert geregelt: Für 2027 werden keine Aufgabenteile vorab als ausdruckbare Dokumente bereitgestellt. Gehe deshalb nicht von Deiner früheren Papierstrategie aus.

Unterlagen, Geräte und Raum

Die Anweisungen 2026 erlauben Bücher, Papierunterlagen und übliches nicht elektronisches Schreibtischzubehör. Sie enthalten zugleich genaue Beschränkungen für zusätzliche Geräte, Kommunikation und die Arbeitsumgebung. Insbesondere die alte Empfehlung, Ohrstöpsel einzupacken, ist keine heutige Erlaubnis; die Anweisungen 2026 untersagen auch nicht elektronische Vorrichtungen zur Geräuschreduktion.

Du musst allein in einem geeigneten, geschlossenen Raum arbeiten und die Aufsichtsvorgaben einhalten. Lies deshalb die Anforderungen an Kamera, Mikrofon und zulässige Gegenstände einmal vollständig durch. Bei den Einzelheiten habe ich mich hier bislang an den Anweisungen von 2026 orientiert. Werden für 2027 andere ausdrückliche Vorgaben veröffentlicht, musst Du Dich danach richten.

Pausen nicht aus alten Regeln ableiten

Nach dem veröffentlichten Ablauf 2027 sind außerplanmäßige Pausen grundsätzlich nicht erlaubt, soweit die Anweisungen nicht ausdrücklich eine Ausnahme vorsehen. Die zeitliche Einteilung der Aufgaben und die Hinweise zur Durchführung habe ich unter EQE Online zusammengefasst.

Mein Rat ist unspektakulär: Gehe die offiziellen Vorgaben einmal systematisch mit Deinem konkreten Arbeitsplatz durch. Dann musst Du Dich in der Prüfung auf die Aufgabe konzentrieren und nicht auf die Frage, ob Dein Hilfsmittel überhaupt zulässig ist.

Die EQE-Seite des EPA enthält die Anweisungen und FAQ. Zum praktischen Ablauf siehe EQE Online und zur Vorbereitung Toolbox-Checkliste.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Prüfungsorte

Dieser Beitrag ist inzwischen ein historischer Rückblick. Als die EQE noch in großen Prüfungssälen geschrieben wurde, haben wir hier Erfahrungen mit den verschiedenen Prüfungsorten gesammelt: Wie kommt man hin, wie viel Platz hat man, und friert man womöglich den ganzen Tag? Mit der Online-Prüfung hat sich das natürlich erledigt. Ich habe die Sammlung trotzdem stehen gelassen, weil darin viele persönliche Erfahrungen stecken und sie auch ein ganz anschauliches Bild der damaligen Prüfung vermittelt. Deine Anreise oder Deinen heutigen Prüfungsplatz solltest Du danach aber nicht mehr planen.

Heute musst Du Dich stattdessen um Deinen eigenen Raum und die technische Ausstattung kümmern. Was dabei zu beachten ist, findest Du unter EQE Online. Die Saalpläne und anderen Unterlagen weiter unten gehören ebenso wie die Berichte zur damaligen Prüfung.

Die damalige Sammlung

Der Prüfungsort hat natürlich einen entscheidenden Einfluss auf die gesamte Prüfungsatmosphäre. Es kann einer erfolgreichen Prüfung kaum zuträglich sein, wenn z.B. die Anreise stressig ist, man keinen Parkplatz findet, es sehr kalt oder warm ist, oder der Platz am Tisch zu klein ist. Daher will ich hier die Erfahrungen und Berichte über die diversen Prüfungsorte sammeln und Dir so gut wie möglich wiedergeben.

Ich habe hier die Erfahrungsberichte aus den beiden „Surveys“ von 2014 und 2016 und meine eigenen Erfahrungen (ich selbst schrieb am M.O.C.) einfließen lassen.

Natürlich bin ich immer an Erfahrungen „aus erster Hand“ interessiert. Daher bist auch Du gefragt, zusätzliche Informationen zu den Prüfungsorten zur Verfügung zu stellen. Hinterlasse einfach einen Kommentar mittels des Kommentarfelds am Ende der Seite oder schicke mir eine Email. Ich freue mich über jeden Beitrag und Du hilfst damit auch Deinen Kollegen.

Häufige Themen bei der Prüfung

In der Regel ist die Erreichbarkeit und Beschilderung zu den Prüfungsräumen gut. Trotzdem sollte man sich je nach Prüfungsort früh die Frage stellen, ob man lieber mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist und wo man in der Nähe ein Hotel buchen kann. Auch beim Zugangs-Check (Zulassungsunterlagen und Ausweis nicht vergessen!) gibt es in der Regel nichts auszusetzen.

Anders sieht es schon beim zur Verfügung stehenden Platz aus, der von vielen immer wieder als „schlecht“ bezeichnet wird. Ein generelles Problem fast aller Prüfungsorte, da jedem Prüfling in der Regel nur ein Standardschreibtisch zur Verfügung steht und auch der Platz drumherum in der Regel nicht sehr groß ist. Die Prüfungsaufsicht erlaubt aus Gründen der Gleichbehandlung auch nicht, dass man die Nachbartische oder -Stühle benutzen darf wenn diese frei sind. Daher sollte man sich meine Tipps, die ich in meinem Beitrag „Ordnung auf dem Tisch“ vorstelle, sehr zu Herzen nehmen.

Ebenfalls ein wiederkehrendes Problem ist die Prüfungslautstärke. Wen das unvermeidliche Husten, „Papierkruscheln“ und sonstige übliche (und unübliche) Prüfungsgeräusche stören, der sollte sich früh angewöhnen seine Prüfungen mit Ohrenstopfen zu schreiben. Mir hat es sehr geholfen mich zu fokussieren. Manchen ist die Verwendung von Ohrenstopfen aber auch unangenehm, weil man manchmal das Rauschen des eigenen Bluts und den Herzschlag hören kann. Man sollte hier vorher verschiedene Stopfen durchprobieren, da es ganz unterschiedliche „Modelle“ gibt, z.B. aus Wachs und verschieden festen Schaumstoffmasterialien.

Die Toiletten sind ein weiteres Streitthema bei der EQE. Auch hier hängt der Zustand natürlich sowohl von der Gesamtzahl der Prüflinge, als auch dem Fortschritt der Prüfung ab. Letztlich versuchen die Organisatoren alles Menschenmögliche auch gegen Ende der Prüfung noch akzeptable Bedingungen anzubieten, aber es sind und bleiben eben „öffentliche Toiletten“ die durch häufige Benutzung nicht besser werden. Hinzu kommen mitunter lange Wege und unzureichende Anzahl, so dass man hier gehörig Zeit verlieren kann. Wenn möglich sollte man daher möglichst vorher im Hotel auf Toilette gehen und Toilettengänge in der Prüfung vermeiden.

Die Raumtemperatur wird ebenfalls immer wieder diskutiert. Da es unmöglich ist, für alle eine angenehme Raumtemperatur zur Verfügung zu stellen, wird es immer ein paar Prüflinge geben, denen der Raum zu warm oder zu kalt erscheint. Daher sollte man sich entsprechend vorbereiten: Wer oft friert, sollte einen Pullover, Halstuch oder ähnliches dabei haben, andere, denen es eher zu heiß ist, sollten darüber nachdenken zur Not nur im T-Shirt die Prüfung zu schreiben.

Ebenfalls sollte man beachten, dass, je nach Prüfungsort und Sitzplatz nicht immer die Uhren gut zu sehen sind. Daher nochmals mein Hinweis, sich für die Prüfung eine analoge Armbanduhr zu besorgen.

Es scheint so zu sein, dass zumindest in Berlin und München (MOC) Möglichkeiten geschaffen wurden das Smartphone abzugeben und somit nicht im Hotel lassen zu müssen. In Stockholm wiederum wurden die Telefone in Umschläge verpackt. Auf den ersten Blick eine gute Idee, allerdings waren wohl nicht alle Telefone abgeschaltet und vibrierten und läuteten während der Prüfung. An anderen Orten, wie z.B. Bristol oder Paris, scheint dieses neue Verfahren jedoch noch nicht Anwendung zu finden. Ich würde daher im Zweifel mit dem Prüfungssekretariat abklären, wie die Regelung an Deinem Prüfungsort ist.

Nachfolgend habe ich die beiden Umfragen bezüglich der Aussagen zu den Prüfungsorten ausgewertet, die in 2014 und 2016 zur EQE durchgeführt wurden.

  • Umfrage zur EQE 2014
  • Umfrage zur EQE 2016

Highlights in 2016

Vorweg ein paar interessante Berichte von den verschiedenen Prüfungsorten.

Anscheinend gab es in Bristol keine Heizung, so dass die Prüflinge im kalten Wind und bei Temperaturen zwischen 10° – 14°C ihre Prüfung ablegen mussten. Manche berichteten, dass ihre Finger am Ende der Prüfung so steif gefroren waren, dass sie kaum die Papiere umblättern konnten. Hinzu kamen Lärmbelästigungen aufgrund der nur unzureichend abgetrennten Toilette und der Verwendung von mobilen Wänden. Schon in 2014 gab es an dem Raum in Bristol, der unter der Tribüne eines Fußballstadions (!) eingerichtet und anscheinend nur mit dem Taxi gut zu erreichen ist, viel auszusetzen. In 2016  ging der Preis für den schlimmsten Prüfungsort aufgrund der nun noch schlechteren Bedingungen unangefochten nach Bristol.

In Madrid fand parallel zur Prüfung ein Friseur-Seminar statt. Dies führte unter anderem dazu, dass sich auf der einzigen Toilette (die Herrentoilette war außer Betrieb) manche die Haare wuschen und färbten.

In Bern brachte eine Aufsichtsperson durch ihr lautes Verhalten (vibrierendes Handy, Gespräche mit dem Nachbarn, lautes Kaffeetrinken) die Prüflinge zur Weißglut.

In Helsinki hingegen sind die Prüflinge entweder bestens gelaunt oder es ist wirklich einer der besten Prüfungsorte an dem man die EQE schreiben kann. Die ohnehin schon guten Bewertungen haben dort allesamt nochmals zugelegt. Dennoch geht der Preis für den besten Prüfungsort nach Taastrup (Dänemark). Denn dort gibt es, neben einem guten Raum, auch noch nette Aufsichtspersonen, eine entspannte Prüfungsatmosphäre, Essen und Getränke umsonst (!) und ein gutes Umfeld mit guten, preiswerten Hotels.

Schneefall in München am M.O.C. sorgte für Verspätungen der U-Bahn und dafür dass zumindest die Prüfung für den D-Teil 8 Minuten später begann.

In Paris mussten sich die Prüflinge mit überfüllten Metros herumschlagen und ihr Prüfungsort lag in einer nicht sehr ansprechenden Gegend, die nicht unbedingt dem Sicherheitsempfinden aller Teilnehmer entsprach.

Es fällt übrigens auf, dass die Zahl der Antworten in 2016 gegenüber 2014 rückläufig ist. Das ist schade, denn langfristig kann sich nur etwas ändern bzw. verbessern, wenn die Kandidaten in ausreichender Anzahl Rückmeldung an das Prüfungssekretariat geben.

Berlin

Nach Berlin gehen in der Regel weniger Kandidaten als nach München, entsprechend „familiärer“ ist die Atmosphäre.

Kurzbewertung Situation in 2014 (46 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Befriedigend bis Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Befriedigend bis Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 85% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (42 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut bis Sehr gut (gegenüber 2014 verbessert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (leicht verschlechtert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verbessert)
  • Akustik: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 95% „ideal“ (verbessert).

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Gegen Ende der Prüfung war 2014 wohl recht verbrauchte Luft in dem Raum da die Belüftung ausgeschaltet werden musste.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Auch in 2016 beschwerten sich manche über verbrauchte Luft in dem Raum und schlechte Belüftung.
  • Anscheinend war es möglich in Berlin die elektronischen Geräte bei der Aufsicht abzugeben. Somit entfällt hier die lästige Frage „Wohin mit dem Smartphone?“ (Dennoch würde ich an Deiner Stelle vorher klären, ob diese Regelung in Deinem Prüfungsjahr immer noch gilt. Das gilt natürlich auch für alle anderen Prüfungsorte).
  • In Berlin ist anscheinend eine Kantine in der Nähe, die man z.B. für ein Mittagessen nutzen kann.
  • Anscheinend waren die Prüfungsräume schon früh zugänglich, so dass die Prüflinge früh ihre Bücher aufbauen und sich einen Kaffee in der nahen Cafeteria holen konnten.

Bern

Kurzbewertung Situation in 2014 (42 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung:Sehr gut
  • Zugangscheck: Sehr gut
  • Beleuchtung: Sehr gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 88% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (27 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Sehr gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Sehr gut (unverändert)
  • Platzangebot: Sehr gut (verbessert)
  • Akustik: Gut bis Sehr gut(verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 97% „ideal“ (verbessert).

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Für einige war die Raumtemperatur am Anfang gut, am Ende zu kalt.
  • Beim Platzangebot pro Prüfling gingen die Meinungen weit auseinander, manche empfanden das Platzangebot als vollkommend ausreichend, andere beschwerten sich über viel zu wenig Platz.
  • Man sollte genügend Wasser zur Prüfung mitnehmen.
  • Es wird empfohlen den guten öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Es gab Beschwerden über eine Aufsichtsperson, die sich anscheinend nicht leise genug verhalten haben soll. (An dieser Stelle erneut mein Hinweis, dass Ohrenstopfen in der Prüfung hilfreich sind und die Konzentration fördern).
  • Die (Tages-)lichtverhältnisse und der Prüfungsraum wurden weitgehend gelobt.
  • Die Aufsichtspersonen waren in Teilen des Raumes nicht sehr deutlich zu hören.
  • Der Abstand zwischen den Reihen war nicht sehr groß, so dass sich manche Kandidaten durch andere Kandidaten gestört fühlten, die während der Prüfung vorbei gingen.

Bristol

Der Prüfungsort in Bristol ist, soweit ich es aus den Berichten erkennen konnte, ein Fußballstadion, bei der Raum unterhalb der Tribüne – mehr oder weniger gut – zu einem Prüfungsraum umfunktioniert wurde. Das Stadion scheint nicht sehr gut mit ÖPNV-Verkehrsmitteln erreichbar zu sein und auch innerhalb des Gebäudes gibt es Schwierigkeiten den Raum zu finden. Außerdem war es in 2016 empfindlich kalt in dem Raum.

Kurzbewertung Situation in 2014 (154 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Befriedigend
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 92% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (174 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (verbessert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (leicht verbessert)
  • Beleuchtung: Befriedigend bis Gut (verschlechtert)
  • Platzangebot: Befriedigend bis Gut (verschlechtert)
  • Akustik: Schlecht bis Befriedigend (verschlechtert)
  • Toiletten: Befriedigend (verschlechtert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Sehr schlecht (stark verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut (leicht verschlechtert)
  • Raumtemperatur: Für 99% „zu kalt“ (stark verschlechtert)

Individuelle Hinweise 2014:

  • In Bristol ist vor allem die schlechte Erreichbarkeit des Prüfungsortes (innerhalb eines Fußball-Stadions) aufgrund fehlender Anbindung an öffentlichen Nahverkehr ein Problem. Einige kamen per Taxi zum Prüfungsort. Auch Hotels oder Restaurants scheint es keine in der Nähe des Prüfungsortes gegeben zu haben, so dass man in Mittagspause zwischen A und B-Teil nicht zum Essen gehen konnte. Parkplätze waren allerdings zahlreich vorhanden.
  • Die Uhren in der Halle waren gut zu sehen.
  • Probleme gab es mit dem Trockner für die Hände in den Herrentoiletten, so dass man mit nassen Händen zum Tisch zurückkehrte.
  • Insgesamt waren wohl einige Beschwerden auch darauf zurückzuführen, dass 2014 die Prüfung an einem neuen Prüfungsort abgehalten wurde.
  • Manche hatte Probleme die Anweisungen des Prüfungsleiters zu verstehen.

Individuelle Hinweise 2016:

  • In 2016 empfanden fast alle Prüflinge die Temperatur im Raum viel zu kalt. Ein Prüfling fror trotz Ski-Jacke und mehreren Schichten Kleidung. Manche trugen sogar Handschuhe. Ein weiterer Prüfling gab an dass sein Thermometer 14,9 °C zeigte, ein anderer sprach sogar von 12,5 °C, einer sprach sogar von 10°C.
  • Die Toiletten waren nicht gut genug vom Prüfungsraum getrennt, so dass Geräusche, insbesondere die der Handtrockner, die Prüflinge störten.
  • Auch sonst war der Geräuschpegel in der Halle so hoch, dass manche Prüflinge Probleme hatten, die Aufsichtspersonen zu verstehen.
  • Es war wohl so, dass zur Abgrenzung des Prüfungsraumes mobile Wände eingesetzt wurden. Diese erfüllen zwar die Funktion eines Sichtschutzes, sind aber keine wirksame akustische Barriere. Somit wurde es zum Ende der Prüfung immer lauter, da sich anscheinend jenseits der Barriere Personen aufhielten, die sich lautstark verhielten.
  • An manchen Schreibtischen gab es sogar einen kalten Windzug, der so stark war, dass die Blätter vom Tisch geweht wurden.
  • Manche hatten erneut Probleme den Weg zum Prüfungsraum innerhalb des Gebäudes zu finden.
  • Nicht alle Kandidaten konnten die Uhren sehen.
  • Da von den Kandidaten verlangt wurde möglichst ohne Mobiltelefone zu erscheinen, war es schwierig nach der Prüfung ein Taxi zu rufen.

An dieser Stelle nochmals der Hinweis, dass offizielle Beschwerden zu den Prüfungsbedingungen innerhalb von 30 Minuten nach der Prüfung schriftlich bei der Prüfungsleitung eingereicht werden müssen.

Helsinki

Kurzbewertung Situation in 2014 (37 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut bis Sehr gut
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut
  • Beleuchtung: Gut bis Sehr gut
  • Platzangebot: Gut bis Sehr gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 97% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (24 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr gut (verbessert)
  • Zugangscheck: Sehr gut (verbessert)
  • Beleuchtung: Sehr gut (verbessert)
  • Platzangebot: Sehr gut (verbessert)
  • Akustik: Sehr gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 92% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung):

  • In Helsinki gab es eigentlich so gut wie keine Beschwerden.
  • Ein paar Bohrgeräusche außerhalb des Gebäudes.

Individuelle Hinweise 2016:

  • Die Tische hatten zum Teil eine unterschiedliche Größe. Insgesamt wurden die Tische aber als groß genug empfunden.
  • Baustellengeräusche außerhalb des Gebäudes.

Madrid

Kurzbewertung Situation in 2014 (69 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Befriedigend
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 84% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (57 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verschlechtert)
  • Akustik: Gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Befriedigend bis Gut (leicht verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut (leicht verschlechtert)
  • Raumtemperatur: Für 75% „ideal“ (leicht verschlechtert).

Individuelle Hinweise 2014:

  • Madrid wurden die schmalen Tische bemängelt. Diese waren so schmal, dass keine zwei DIN A4-Blätter übereinander auf den Tisch passten (!) Außerdem waren die Tische mit einer weichen Tischdecke eingedeckt, so dass man auf einer weichen Unterlage schreiben musste. Insgesamt war der Raum eher wie der Vortragsraum in einem Hotel, nicht wie ein Prüfungsraum eingerichtet: Getränkeflaschen am Tisch, schmale Tische, weiche Unterlage, etc.
  • Es war auch einigen Prüflingen (14%) zu warm.
  • Da die Räumlichkeiten nur über Treppen zu erreichen waren, mussten die Prüflinge ihre Unterlagen die Treppen hinauf tragen. Insbesondere bei Teil-D keine Freude.
  • Viele Prüflinge beschwerten sich auch über die Lautstärke während der Prüfung. Anscheinend wurden vor dem Gebäude laute Arbeiten durchgeführt.

Individuelle Hinweise 2016:

  • Manche beschwerten sich über Temperatur, Lichtverhältnisse und Platzangebot.
  • Da die Tische die Form von Konferenztischen haben (siehe auch 2014), so wie man sie z.B. in Vortragsräumen in Hotels findet, sind sie recht breit, aber nicht sehr tief. Daher kann man keine zwei DIN A4-Blätter übereinander legen, sondern nur nebeneinander. Schlecht, wenn man z.B. in Teil C viele Dokumente miteinander vergleichen muss.
  • Es befand sich nur eine kleine Uhr im Raum.
  • Parallel fand anscheinend im Gebäude ein „Friseur-Meeting“ statt. Da außerdem die Herrentoilette geschlossen war, gab es Leute, die in der Toilette ihre Haare wuschen und färbten.
  • Erneut (siehe 2014) wurde bemängelt, dass es keine Aufzüge gab und man die eigenen Unterlagen einige Treppen hinauftragen musste.
  • Erneut (siehe 2014) wurde die weiche Tischunterlage bemängelt, die das Schreiben auf den Prüfungspapieren erschwert.
  • Immerhin gab es Wasserflaschen für die Prüflinge. Allerdings wurde auch hier bemängelt, dass es Glasflaschen und keine Plastikflaschen waren (sic!).
  • Die Stühle wurden als zu fest empfunden.
  • Es wurde bemängelt, dass die Aufsichtspersonen keine Mikrophone hatten.

München – DPMA (31 befragte Prüflinge)

Die Prüfungsräume im DPMA kennt der eine oder andere Prüfling noch von seiner Kandidatenzeit in seiner Ausbildung als deutscher Patentanwalt. Insgesamt ist die Zahl der zugelassenen Prüflinge hier überschaubar, so dass alles „entspannter“ zugeht, als in den großen Prüfungsorten. Ich empfehle allerdings öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, da das Parken beim DPMA doch etwas schwierig bzw. in den umliegenden Parkhäusern teuer ist.

Kurzbewertung Situation in 2014 (31 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr Gut
  • Zugangscheck: Sehr Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 94% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (24 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (leicht verschlechtert)
  • Zugangscheck: Gut (leicht verschlechtert)
  • Beleuchtung: Gut bis Sehr gut (leicht verbessert)
  • Platzangebot: Befriedigend (verschlechtert)
  • Akustik: Gut (leicht verbessert)
  • Toiletten: Befriedigend bis Gut (leicht verschlechtert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (leicht verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 83% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Individuelle Hinweise 2014:

  • Die Bedingungen im DPMA wurden durchgehend gelobt.
  • Es gab wohl ein paar Probleme mit den Jalousien. Da die Automatik nicht richtig funktionierte, wurden einige Prüflinge von der Sonne geblendet.
  • Eintritt in den Prüfungsraum wurde erst ca. 15 Minuten vor der Prüfung gewährt.

Individuelle Hinweise 2016:

  • In 2016 gab es nur sehr wenige zusätzliche Kommentare.
  • Der Tisch war manchen zu klein.
  • Im Vergleich zum MOC wurde positiv bemerkt, dass die geringere Zahl Menschen vorteilhaft sei.
  • Manche hätten sich bessere Hinweisschilder auf die Fahrstühle und das Stockwerk in dem die Prüfung stattfindet gewünscht.

Link zum DPMA in München.

München – M.O.C.

Das M.O.C. ist wohl der mit Abstand größte Prüfungsraum, den man sich für die EQE auswählen kann. Entsprechend hängen die meisten Probleme dort mit den vielen Menschen zusammen, die hier zusammenkommen. Ich persönlich habe aber die gute Erreichbarkeit mit dem Auto geschätzt. Da unter dem gesamte Zentrum eine Tiefgarage liegt, hat man keine Probleme einen Parkplatz zu finden. Aussteigen und mit dem Fahrstuhl hochfahren. Komfortabler geht es nicht. Allerdings ist der Spaß teuer: 10 € Parkgebühren pro Prüfungstag muss man schon rechnen (kann man aber steuerlich geltend machen: Quittung ausstellen lassen).

Schaut man sich die Umfragewerte an, so erkennt man, dass insgesamt das M.O.C. deutlich besser ist, als sein Ruf. Wenn Du dich also für ein anderes Prüfungszentrum beworben hast und dennoch zum M.O.C. eingeteilt wurdest, dann Kopf hoch, man kann auch hier eine gute Prüfung schreiben – sofern man ein paar einfache Regeln beachtet.

Kurzbewertung Situation in 2014 (490 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 87% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (367 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (unverändert)
  • Akustik: Gut (unverändert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 83% „ideal“ (leicht verschlechtert).

Individuelle Hinweise 2014:

  • Die Luft in den Räumen wirkte stickig.
  • Fehlende Snacks wurden bemängelt.
  • Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist nicht optimal.
  • Tische wurden als zu klein angesehen.
  • Auch der Freiraum zwischen den Tischen wurde bemängelt.
  • Uhren waren schlecht zu sehen.
  • Teures Parkhaus.
  • Manchen war es zu kalt.
  • Die weiten Wege zur Toilette waren ein Problem.

Individuelle Hinweise 2016:

  • Für einen Prüfling waren die Tische zu hoch, so dass er eine Sitzerhöhung in den anderen Tagen nutze.
  • Die Toiletten wurden als zu wenige für so viele Prüflinge empfunden.
  • Das Platzangebot wurde zuweilen als zu gering bemängelt.
  • Die Uhren waren nicht von überall zu sehen.
  • Die Instruktoren waren nicht überall zu verstehen.
  • Manchen war es zu kalt.
  • Die Distanz zwischen M.O.C. und ÖPNV wurde als zu groß empfunden.
  • Einige wünschten sich ein zusätzliches Warnsignal 15  Minuten vor Schluss (Anstatt nur 5 Minuten vor Schluss).
  • Aufgrund schlechter Wetterbedingungen (es schneite) begann die Prüfung für den D-Teil 8 Minuten später. Manche bemängelnden die ungerade Zahl, da somit die Berechnung der zur Verfügung stehenden Zeit erschwert wurde. (Ein Tipp: Einfach die eigene Armbanduhr entsprechend verstellen und nach dieser Uhr arbeiten…)
  • Manche bedauernden, dass es keinen Kaffee oder Brötchen-Verkauf im Gebäude gab. (Es gab – zumindest zu meiner Zeit – aber mal einen Getränke-Automaten mit Softdrinks.)
  • Manche scheinen immer noch nicht das Verbot von „digitalen Uhren und Weckern“ verstanden zu haben. Verboten sind meines Wissens auch analoge Wecker, da befürchtet wird, dass hier eine Lärmbelästigung durch Ticken und/oder unabsichtlichen Alarm ausgelöst werden kann. Bei Tischuhren bin ich mir nicht sicher und man wird wohl der Auslegung der Aufsichtspersonen ausgeliefert sein. Ich denke aber eher nicht, weil den Aufsichtspersonen nicht zugemutet werden kann, alle größeren Uhren darauf zu kontrollieren, ob sie nun einfache Uhren oder eben doch Wecker sind. Gerade bei den 500 Teilnehmern im M.O.C. könnte dies schnell ausarten.
  • Manche verstanden auch nicht das Verbot Handys selbst im ausgeschalteten Zustand in der Jackentasche mitzuführen. Diese Teilnehmer vergessen aber, dass man schließlich die Toiletten während der Prüfung aufsuchen und etwas heimlich nachschlagen könnte, wenn das Verbot dahingehend abgemildert würde, dass das Telefon ausgeschaltet bleiben, aber mitgeführt werden darf. Außerdem wurde (ähnlich wie in Berlin) auch in München die Möglichkeit angeboten sein Handy in einem gesicherten Bereich abzulegen und man musste es daher nicht im Hotel lassen.
  • Manche empfanden die Stühle als unkomfortabel.
  • Die Erreichbarkeit mit dem Auto wurde gelobt, aber die hohen Kosten (ca. 10 €/Tag) beanstandet.
  • Es schneite in 2016 zur Zeit der Prüfung, was den Weg von der U-Bahn-Haltestelle zum M.O.C. erschwerte.
  • Außerdem hatte die U-Bahn am 29. Februar 2016 Verspätung (Tipp: Genügend Zeit einplanen!).
  • Ein Prüfling fühlte sich durch den Locher des Nachbarn gestört und empfahl Locher in der Prüfung zu verbieten. (Vielleicht muss ich bald meine Tipps diesbezüglich ändern…).

Link zum M.O.C. München.

Paris

Kurzbewertung Situation in 2014 (150 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Befriedigend bis Gut
  • Toiletten: Befriedigend
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 94% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (109 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (unverändert)
  • Akustik: Befriedigend bis Gut (unverändert)
  • Toiletten: Befriedigend (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 94% „ideal“ (unverändert).

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Auch hier empfanden die Kandidaten die Tische als zu klein.
  • Die Erreichbarkeit des Gebäudes im Stadtteil St. Ouen (Rue Godillot) scheint vor allem aus dem Pariser Zentrum nicht leicht zu sein. Die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist anscheinend relativ schlecht und unzuverlässig. außerdem ist das Center nochmals 1 Kilometer von der Haltestelle entfernt. Selbst Pariser Prüflinge haben es vorgezogen, sich ein Hotel in St. Ouen zu nehmen.
  • Beklagt wurde mehrfach, dass vom Prüfungsort aus spielenden Kinder und andere Störgeräusche zu hören waren.
  • Außerdem gab es zu wenige Toiletten für die vielen Prüflinge.
  • Die Prüfungsleitung war schwer zu hören, da sie nicht die Mikrophone benutzte.
  • Auch die Uhren waren nicht für alle Prüflinge zu sehen.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Es gab erneut Beschwerden, dass der Raum mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht leicht zu erreichen ist. Der Prüfungsraum befindet sich, wie gesagt, in einem Vorort von Paris (im Stadtteil St. Ouen), der nicht zu den beliebtesten gehört. Einer der Prüflinge beschrieb die Situation so: „Es ist leichter Drogendealer zu finden, als anständige Restaurants.“
  • „Zu viele Menschen zur gleichen Zeit im gleichen Raum.“
  • Die Lichtverhältnisse waren nicht ideal. Die Beleuchtung wurde mehrfach bemängelt.
  • Die Toiletten waren zu klein.
  • Die Uhren waren nicht gut zu sehen.

Rom

Kurzbewertung Situation in 2014 (92 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Befriedigend
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 82% „ideal“, für 17% zu kalt

Kurzbewertung Situation in 2016 (58 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Befriedigend (leicht verschlechtert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (unverändert)
  • Akustik: Gut (leicht verschlechtert)
  • Toiletten: Befriedigend bis Gut (leicht verschlechtert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 86% „ideal“ (leicht verbessert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Ähnlich wie in Madrid fehlten Aufzüge (Prüfung war im 3. Stock).
  • Anbindung an öffentlichen Nahverkehr nicht so ideal.
  • Laute Hintergrundgeräusche von Klimaanlage und Lampen.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Erneut wurden die fehlenden Aufzüge bemängelt.
  • Manchen war es immer noch zu kalt.
  • Die Toiletten waren manchen zu dreckig.
  • Der Raum wurde von manchen als zu groß für die wenigen Prüflinge empfunden. Allerdings war dadurch genug Platz für alle.
  • Es scheint keine „Erfrischungen“ (z.B. Getränke, etc.) gegeben zu haben.
  • Manche beschwerten sich über störende Geräusche, evtl. aus der Lautsprecheranlage.

Stockholm

Kurzbewertung Situation in 2014 (69 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 84% „ideal“, für manche zu warm (14%)

Kurzbewertung Situation in 2016 (60 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (leicht verbessert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Beleuchtung: Gut (leicht verbessert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verschlechtert)
  • Akustik: Gut (unverändert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (verbessert)
  • Raumtemperatur: Für 95% „ideal“ (verbessert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Der Prüfungsort befindet sich im schwedischen Patentamt und ist daher leicht zu finden.
  • Die Lichtverhältnisse waren für manche nicht gut genug.
  • Manche hatten Schwierigkeiten die Uhren zu sehen.
  • Die Luft war verbraucht bzw. schlecht.
  • Weiter Weg zu den Toiletten.
  • Nur ein kleiner Aufzug.
  • Belüftungsgeräusche wurden als störend empfunden.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Es gab störende Außengeräusche, als auch Ventilatorgeräusche.
  • Manche Aufsichtspersonen waren sehr geizig mit dem Prüfungspapier und verweigerten den Prüflingen Nachschub.
  • Es gab im Raum ein störendes Blinklicht.
  • Die Aufsichtspersonen waren schwer zu verstehen.
  • Die Kaffeemaschinen wurden während der Prüfung gewartet, was einige Prüflinge ablenkte.
  • Ein Smartphone fing in der Prüfung an zu läuten. Anscheinend hatte man in Stockholm die Lösung gewählt, dass die Handys in Umschläge gepackt und im Raum aufbewahrt wurden. An sich eine gute Idee, allerdings waren manche Telefone nicht ausgeschaltet und vibrierten bzw. läuteten während der Prüfung.
  • Der ID-Check wurde anscheinend erst während der Prüfung durchgeführt, was einige Prüflinge störte.
  • Die Tische wurden als zu klein empfunden.
  • Es gibt anscheinend verschiedene Räume, in denen die Prüfung stattfindet. Im Raum „Canteen“ wurde die Beleuchtung als besser empfunden.
  • Die Luft war schlecht.

Taastrup

Kurzbewertung Situation in 2014 (41 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 93% „ideal“

Kurzbewertung Situation in 2016 (36 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr gut (verbessert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Beleuchtung: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Platzangebot: Gut (ungefähr gleich)
  • Akustik: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (verbessert)
  • Raumtemperatur: Für 89% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Auch hier wurde der zu kleine Schreibtisch beanstandet.
  • Draußen gab es wohl Bauarbeiten, die die Prüfung störten.
  • Es wurden außerhalb des Prüfungszentrums Erfrischungen gereicht.
  • Das Verlassen des Gebäudes war nach Dienstschluss schwierig, da die Aufzüge der Gebäude nur mit Sicherheitskarten funktionierten.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Eine Aufsichtsperson war so unaufmerksam, dass ein Prüfling (in der ersten Reihe sitzend) erst durch Rufen auf sich aufmerksam machen musste.
  • Anscheinend ein sehr angenehmer Prüfungsort: Süßigkeiten, Früchte, Getränke und Wasser standen zur Verfügung.
  • Sehr entspannte Atmosphäre.
  • Gute Hotels in der Nähe.
  • Die Beleuchtung wurde bemängelt.
  • Für manche etwas kalt.

Den Haag (134 befragte Prüflinge)

Kurzbewertung Situation in 2014 (134 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr Gut
  • Zugangscheck: Sehr Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 92% „ideal“

Kurzbewertung Situation in 2016 (105 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut bis Sehr gut (leicht verschlechtert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (leicht verschlechtert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verschlechtert)
  • Akustik: Gut (nahezu unverändert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (leicht verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut (leicht verschlechtert)
  • Raumtemperatur: Für 87% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Die „familiäre“ Atmosphäre wurde gelobt.
  • Auch hier wurden die Tische von vielen als zu klein empfunden.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Manchen war es zu kalt.
  • Ein Prüfling fühlte sich durch einen Nachbarn gestört, der in der Prüfung anscheinend ziemlich hörbar M&Ms aß.
  • Der Raum wurde als zu klein empfunden.
  • Manche empfanden es als unfair, dass einige Reihen fast leer und andere voll besetzt waren.
  • Das Englisch der Aufsichtsperson war schlecht.
  • Durch die Umbauarbeiten am Gebäude war der Prüfungsraum nicht ganz so leicht zu finden.
  • Die Größe der Tische war anscheinend unterschiedlich. Die Tische am Rand waren größer als jene in der Mitte des Raumes.

Quellen:

Habt ihr Ergänzungen oder Änderungsvorschläge? Dann hinterlasst einfach einen Kommentar mittels des Kommentarfelds am Ende der Seite oder schickt mir eine Email. Ich freue mich über jeden Beitrag und ihr helft damit euren Kollegen enorm.


Wie viel Zeit brauche ich zur Vorbereitung?

„Wie viel Zeit muss ich für die EQE einplanen?“ Die einzige ehrliche Antwort lautet zunächst, ganz nach dem Anwaltsklischee: Es kommt darauf an!

Auf Dein Vorwissen, die gewählten Module, Dein Lerntempo und darauf, wie viel verlässliche Lernzeit neben dem Beruf tatsächlich übrig bleibt. Eine pauschale Stundenzahl für die gesamte frühere EQE würde ich deshalb nicht als Plan für F oder ein einzelnes M-Modul verwenden.

Was ich aus meiner eigenen Vorbereitung mitgenommen habe: Man unterschätzt leicht die Zeit, die neben dem eigentlichen Lösen gebraucht wird. Eine Übung ist nicht mit der Abgabe fertig. Die Nachkorrektur, das Nachlesen und die Überarbeitung der eigenen Hilfsmittel gehören dazu.

Früh anfangen und das richtige Ziel wählen

Kläre Registrierung und Zulassung frühzeitig. Danach schaust Du Dir die Aufgaben an, die für Deinen Weg anstehen. F verlangt eine andere Vorbereitung als M3.1, und für M4 musst Du über die Beantwortung einzelner Rechtsfragen hinaus zur Beratung kommen.

Wenn Du schon Prüfungen im alten System bestanden hast, sieh Dir die Befreiungen und ihre Laufzeit an. Auch beim intensiven Weg solltest Du vorher wissen, worauf Du Dich einlässt: Du kannst dort nicht einfach einzelne Aufgaben aus der Anmeldung herausnehmen, wenn Dir die Vorbereitung später doch zu viel wird. Diese Bedingungen würde ich deshalb klären, bevor ich meinen Lernplan aufstelle.

Deinen Ausgangspunkt messen

Nimm eine aktuelle Aufgabe oder einen überschaubaren Teil daraus. Bearbeite ihn zunächst ohne Zeitdruck, aber ohne sofort in die Lösung zu schauen. So erkennst Du, ob Dir Wissen, Verständnis oder vor allem Routine fehlt.

Danach folgt eine Übung mit Zeitlimit. Wenn die unbeschränkte Antwort gut ist und die zeitbegrenzte unvollständig bleibt, brauchst Du nicht zwangsläufig noch ein Lehrbuch. Vielleicht musst Du schneller Fundstellen finden, knapper schreiben oder früher von der Analyse zur Antwort wechseln.

Lernzeit konkret eintragen

„Am Wochenende lerne ich“ klingt nach einem Plan und ist häufig keiner. Trage ein, welche Aufgabe Du wann bearbeitest und wann Du sie nacharbeitest. Berücksichtige Arbeit, Familie, Erholung und Tage, an denen etwas dazwischenkommt.

Eine M3.1-Simulation dauert 2027 beispielsweise 2 Stunden und 50 Minuten. Danach brauchst Du einen eigenen Termin für den Vergleich mit der Lösung und die Auswertung. Für M3 gehört außerdem das Zusammenspiel der drei erforderlichen Teile zur Vorbereitung; ein guter Einzeltest sagt noch nicht alles.

Ich würde zunächst für einige Wochen planen und danach prüfen, ob die Annahmen stimmen. Ein Kalender, der nur unter idealen Bedingungen funktioniert, wird im Alltag schnell zur Quelle schlechten Gewissens.

Hilfsmittel während der Arbeit entwickeln

Lege Fragen, Fundstellen und Formulierungshilfen so ab, dass Du später weißt, wofür sie gedacht waren. Bei einer Fristenfrage kann daraus beispielsweise eine Checkliste für Auslöser, Berechnung, Rechtsfolge und möglichen Rechtsbehelf werden.

Versuche aber nicht, vor der ersten Übung die perfekte Sammlung zu bauen. Die Aufgaben zeigen Dir, welche Hilfen Du wirklich brauchst. Eine übersichtliche Seite, die Du sicher verwendest, kann wertvoller sein als ein Ordner, in dem Du lange suchst.

Lerngruppe und Mentor sinnvoll nutzen

Eine Lerngruppe hilft besonders beim Gegenlesen und beim Erkennen eigener blinder Flecken. Nicht jeder muss ständig gemeinsam lernen. Vereinbart konkrete Aufgaben und besprecht die Stellen, an denen Eure Antworten voneinander abweichen.

Ein Mentor mit Erfahrung im aktuellen Format kann zusätzliche Orientierung geben. Das muss kein bestimmtes Alter oder Abschlussjahr sein. Entscheidend ist, dass er die heutigen Anforderungen kennt und auch eine vermeintlich dumme Frage ohne großes Theater beantwortet.

Unverbrauchte Aufgaben aufheben

Ich würde mir von Anfang an einige Aufgaben für eine spätere Simulation zurücklegen und sie bis dahin möglichst nicht näher ansehen. Wenn Du die Musterlösung schon durchgearbeitet hast, erinnerst Du Dich vielleicht noch Monate später an den entscheidenden Knackpunkt. Du kannst aus der Aufgabe dann immer noch etwas lernen. Ob Du denselben Punkt in einer unbekannten Aufgabe rechtzeitig gefunden hättest, weißt Du damit aber noch nicht.

Bei einer Simulation hältst Du die tatsächlichen Zeiten, erlaubten Hilfsmittel und Pausen ein. Für 2027 gehört das Arbeiten ohne Vorabausdruck dazu. Ein kurzer Blick ins Internet oder eine zusätzliche Pause kann beim Lernen sinnvoll sein; beim Leistungstest verändert er die Bedingungen.

Interessanterweise empfiehlt inzwischen auch der Vorbereitungsleitfaden des EPA ausdrücklich, einige der begrenzt verfügbaren Aufgaben für die Zeit näher an der Prüfung aufzuheben.

Zeit für den letzten Feinschliff lassen

Ich habe aus Vorbereitungskursen besonders viel mitgenommen, wenn ich schon eigene Lösungsversuche und konkrete Fragen mitbrachte. Plane danach noch Zeit ein, um die erkannten Lücken zu schließen. Ein Kurs kurz vor der Prüfung kann sonst viele gute Hinweise liefern, die Du nicht mehr einüben kannst.

Für eine konzentrierte Lernphase kann ein fester ruhiger Arbeitsplatz helfen. Es muss nicht gleich der Rückzug in ein Kloster sein, auch wenn ich diese Möglichkeit früher durchaus ernst gemeint habe. Entscheidend ist, dass Deine Umgebung und Dein Plan zusammenpassen.

Mein Maßstab wäre am Ende nicht die Zahl der abgesessenen Stunden: Kannst Du die erforderlichen Aufgaben mit den zugelassenen Mitteln in der vorgegebenen Zeit zuverlässig bearbeiten? Daran solltest Du Deinen nächsten Lernschritt ausrichten.

Der Vorbereitungsleitfaden des EPA

Das EPA hat inzwischen einen recht ausführlichen Leitfaden zur Vorbereitung auf die EQE. Er ist mehr als eine Sammlung von Literaturhinweisen. Besonders interessant finde ich den Gedanken, die Vorbereitung über die Ausbildungszeit hinweg aufzubauen, anstatt erst im letzten Jahr mit eigentlichem Klausurtraining anzufangen.

Im ersten Jahr stehen EPÜ und PCT sowie F im Vordergrund. Gleichzeitig empfiehlt der Leitfaden schon dort, Fähigkeiten zu entwickeln, die später in M1 und M3 gebraucht werden: Informationen aus einem Mandantenschreiben herausarbeiten, Ansprüche entwerfen, Änderungen und Argumente entwickeln und sich – soweit möglich – auch mit Angriffen auf fremde Schutzrechte beschäftigen. Im zweiten Jahr rücken M1 und M2 stärker in den Vordergrund. Die praktische Arbeit an Ansprüchen, Verteidigung und Angriff soll daneben weiterlaufen. Im dritten Jahr folgt dann die gezielte Vorbereitung auf M3 und M4 mit vollständigen Aufgaben und Arbeiten unter Zeitdruck.

Das würde ich nicht als starren Dreijahresplan verstehen. Wer später einsteigt, Befreiungen hat oder mehrere Aufgaben in einer Sitzung schreiben möchte, braucht zwangsläufig einen anderen Ablauf. Der Grundgedanke gefällt mir aber: Die einzelnen Prüfungen bauen aufeinander auf, und auch die Vorbereitung sollte das tun. Ein Anspruchsentwurf wird nicht dadurch zuverlässig, dass wir ihn erst einige Monate vor M3.1 zum ersten Mal üben.

Einen Rat aus dem Leitfaden finde ich besonders praktisch: Verbrauche nicht alle verfügbaren Aufgaben zu früh. Es gibt nur eine begrenzte Zahl wirklich unbekannter Prüfungsfälle. Einige davon solltest Du für die letzten Monate aufheben, wenn Du wissen möchtest, ob Deine Methode auch ohne Erinnerung an eine Musterlösung funktioniert. Genau deshalb unterscheide ich beim Lernen zwischen einer Aufgabe, an der wir etwas ausprobieren, und einer Aufgabe, mit der wir unseren tatsächlichen Stand testen.

Die derzeit verfügbare Fassung ist die 14. Auflage vom Oktober 2025. Auf der EPA-Seite ist eine Ausgabe 2026 bereits angekündigt, aber noch nicht eingestellt. Achte deshalb beim Herunterladen auf den Stand. Der Leitfaden ersetzt außerdem nicht die aktuellen Prüfungsregeln und Mitteilungen.

Text überarbeitet am 20. Oktober 2026.


Was uns Schlüsselworte verraten…

Für mich liegt ein wichtiger Schlüssel zum Bestehen der EEP darin, die Aufgabentexte als eine Art „verschlüsselte Botschaft des Prüfers an den Prüfling“ zu lesen. Im Praxisalltag ist eine Erfindungsmeldung manchmal lückenhaft, ausschweifend oder missverständlich. Bei einer Prüfungsaufgabe haben sich dagegen Menschen sehr genau überlegt, welche Angaben Du bekommst und welche Frage Du damit beantworten sollst. Deshalb höre ich besonders aufmerksam hin, wenn die Mandantin etwas für „unerlässlich“ hält, der Erfinder ein Ergebnis „überraschend“ findet oder eine Ausführung ausdrücklich als „notwendig“ bezeichnet wird.

Solche Formulierungen sind für mich ein Wink mit dem Zaunpfahl. Sie helfen, aus den vielen Einzelheiten früh eine Vorstellung davon zu entwickeln, worauf die Aufgabe hinausläuft. Anschließend lese ich den Stand der Technik schon mit recht konkreten Fragen im Kopf. Das nimmt der Aufgabe viel von ihrem vermeintlichen Durcheinander und kann verhindern, dass man sich in den Details verliert.

Markiere das Signal zusammen mit seiner Aussage

Mit einem gelben Wort wie „notwendig“ allein kann ich später wenig anfangen. Ich markiere deshalb auch, was notwendig sein soll und wofür. Ebenso möchte ich bei „besonders gute Ergebnisse“ erkennen können, welche Merkmalskombination damit gemeint ist. Das eigentliche Ziel ist, beim nächsten Blick auf die Seite den Gedanken wiederzufinden, ohne den ganzen Absatz noch einmal lesen zu müssen.

Mein Farbsystem würde ich inzwischen einfacher halten als manches System, das ich während meiner eigenen Vorbereitung ausprobiert habe. Mit drei Farben bleibt die für den Anspruchsentwurf wichtigste Unterscheidung gut sichtbar:

Farbe Was ich damit festhalte Die Frage für später
Gelb Notwendige Merkmale und starke Kandidaten für den Anspruchskern. Was brauche ich im unabhängigen Anspruch?
Grün Zusätzliche Ausführungen, bevorzugte Varianten und mögliche Rückfallpositionen. Was ergänzt den Anspruch sinnvoll?
Blau Mandantenwünsche, technische Wirkungen, Definitionen und offene Abgrenzungsfragen. Was muss ich damit beim Lesen, Begründen oder Beraten anfangen?

Wer mit fünf Farben schneller zurechtkommt, kann die blaue Gruppe aufteilen: Blau für Wirkungen und Erklärungen, Rot für Hindernisse und noch zu lösende Abgrenzungsfragen, Violett für den Auftrag und die Interessen der Mandantin. Gelb und Grün bleiben gleich. Für ein System mit nur zwei Farben würde ich ebenfalls Gelb und Grün erhalten und die übrigen Hinweise als kurze Notiz mit Fundstelle festhalten.

Im Beitrag „Die Hinweise stehen schon im Text: Aufgabe A 2026 mit System lesen“ kannst Du beide Varianten an derselben Aufgabe vergleichen. Dort zeige ich auch, wie aus den Markierungen eine Arbeitsliste und schließlich die Anspruchsstrategie wird. Falls Du die Aufgabe noch selbst lösen möchtest: Das Beispiel verrät wesentliche Teile der Lösung.

Bei Ansprüchen und technischen Wirkungen

„Muss“, „wesentlich“ und „ohne diesen Zusatz funktioniert es nicht“ sind besonders starke Signale für Merkmale, die in den unabhängigen Anspruch gehören könnten. Bei „vorzugsweise“ oder „ebenfalls gute Ergebnisse“ denke ich zunächst an eine Rückfallposition. Interessant wird es bei „mit Abstand die besten Ergebnisse“: Hier kann die entscheidende Abgrenzung zum Stand der Technik stecken, während ein zusätzlich genanntes Optimum nur eine engere Ausführung betrifft. Genau diese Unterscheidung arbeite ich im Beispiel zu A 2026 heraus.

Auch hinter „bekannt“ oder „handelsüblich“ kann sich ein wichtiges Merkmal verbergen. Interessant wird dann etwa die Kombination mit einem weiteren Merkmal oder die Frage, welche Alternativen zusammen offenbart sind. Bei Listen würde ich mir deshalb notieren, ob die Schrift die konkrete Kombination nennt oder getrennte Auswahlmöglichkeiten beschreibt.

„Überraschend bessere Löslichkeit“ lässt mich nach dem technischen Vergleich fragen: Für welchen Stoff und welchen Bereich wurde sie gezeigt? Gilt sie über die beanspruchte Breite? Genau hier kann der Unterschied zwischen einer guten Rückfallposition und einer zu weiten Verallgemeinerung liegen.

Die Formulierung des Auftrags hilft auch bei der Zahl der Ansprüche. „Bitte höchstens drei Ansprüche“ begrenzt den Entwurf unmittelbar. Der Wunsch, Anspruchsgebühren zu vermeiden, knüpft dagegen an die jeweilige Gebührenregelung an. Solche Angaben notiere ich oben auf meiner Aufgabenübersicht.

Bei Änderungen und Angriffen

„Am Anmeldetag hinzugefügt“ kann eine Prioritätsfrage auslösen. „Im Prüfungsverfahren ergänzt“ führt zur Frage nach der ursprünglichen Offenbarung. „A ist mit B identisch, abgesehen von …“ fordert geradezu dazu auf, die Unterschiede und ihre zeitliche Einordnung sauber festzuhalten.

Bei einer Vorführung, Internetveröffentlichung oder einem späteren Interview frage ich zusätzlich: Was war wann wem zugänglich, und welches Dokument beweist das? Das Datum auf einem Beweismittel ist nicht zwingend das Datum des bewiesenen Ereignisses.

Für M3.3 sind „anhängige Anmeldung“ und „erteiltes Patent“ wichtige Stichworte für die Verfahrenslage. Wenn Einwendungen Dritter verlangt sind – häufig als TPO, third-party observations, abgekürzt –, sieht der Einstieg anders aus als bei einem Einspruch. Auch die verfügbaren Einwände unterscheiden sich. Die passenden Satzgerüste findest Du bei den niedrig hängenden Früchten.

Bei Rechtsfragen und Beratung

Ein Datum kann eine Frist, einen Zeitrang oder einen Verfahrensstand betreffen. Rechne nicht jede Zahl mechanisch in eine Frist um, sondern frage nach ihrer Funktion.

„Wir haben auf die Mitteilung noch nicht reagiert“ lässt mich prüfen, welche Handlung erforderlich war, ob eine Frist abgelaufen ist und welcher Rechtsbehelf noch zur Verfügung steht. Die bloße Nennung von Weiterbehandlung oder Wiedereinsetzung genügt nicht; Voraussetzungen, Handlung, Gebühr und Frist gehören dazu.

Konkrete Länder und Tätigkeiten sind bei M4 besonders wichtig. „Wir wollen in Deutschland herstellen und in der Schweiz verkaufen“ verlangt eine territoriale Prüfung der Handlungsfreiheit. Ein eigenes Patent beantwortet diese Frage nicht.

„Wir möchten mit dem Wettbewerber zusammenarbeiten“ kann für eine Lizenzlösung sprechen. Daraus folgt nicht automatisch, dass ein Einspruch ausgeschlossen ist. Prüfe die verfügbaren Wege und erläutere, welcher dem Mandanten unter den gegebenen Umständen hilft.

Rechtliche Behauptungen des Mandanten bleiben rechtliche Behauptungen. Auch ein erfahrener Patentmanager kann sich irren; umgekehrt ist seine berufliche Bezeichnung kein Beweis für einen Fehler.

Aus der Markierung wird ein Arbeitsplan

Nach dem Mandantenschreiben würde ich die markierten Stellen stichwortartig sortieren: Auftrag, möglicher Anspruchskern, zusätzliche Ausführungen und Fragen an den Stand der Technik. Neben jedem Stichwort bleibt die Fundstelle stehen. Bei einem späteren Neuheitsvergleich hilft mir etwa „D2: Absatz 4, zwei getrennte Listen“ wesentlich mehr als die Erinnerung, dass ich irgendwo etwas Blaues markiert hatte.

Beim Lesen der Druckschriften füllt sich diese Übersicht. Welche Merkmale sind schon bekannt, welche Kombination fehlt, und welche Wirkung trägt die Argumentation? Dafür kannst Du mein Analyseblatt oder, für Angriffe, die Merkmalsmatrix verwenden. Auf diese Weise arbeiten die Farben und die Tabelle zusammen: Die Farbe lenkt den Blick, die Tabelle hält die Zusammenhänge fest.

Am Ende gehe ich die Mandantenwünsche und die gelben Stellen noch einmal gegen meinen Entwurf durch. Was davon ist verarbeitet, was ist bewusst entfallen, und wo fehlt mir noch eine Antwort? Gerade ein früh erkannter Hinweis kann beim Schreiben sonst erstaunlich leicht wieder verloren gehen.

Die Download-Beispiele sind in einem PDF-Leseprogramm markiert. Für die Online-Prüfung passe ich die Methode an die tatsächlich angebotenen Werkzeuge an; meine Empfehlung für drei oder fünf Farben beschreibt keine zugesagte Farbpalette der Prüfungssoftware. Wie Du die Arbeit am Bildschirm einüben kannst, steht unter EQE Online.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Das richtige Schreibwerkzeug

Früher wurden die EQE-Antworten von Hand geschrieben. Ein passender Stift und eine lesbare Handschrift waren deshalb wichtige Teile meiner Vorbereitung. Heute steht die sichere Eingabe am Rechner im Vordergrund. Einige Gedanken zur Verständlichkeit der Antwort sind aber genauso aktuell geblieben.

Meine Erfahrungen mit der Papierprüfung

Ich gehörte eher zu den Prüflingen mit einer schwer lesbaren Handschrift. Unter Zeitdruck wurde sie nicht besser. Das gegenseitige Korrigieren in der Lerngruppe war deshalb auch ein Test: Kann ein anderer überhaupt erkennen, was ich geschrieben habe?

Damals habe ich unter anderem mit dem STABILO EASYoriginal und einem COM4gel geschrieben. Beide lagen mir gut in der Hand, und bei längeren Arbeiten fand ich es angenehm, den Stift zwischendurch zu wechseln. Für die heutigen kurzen Papiernotizen würde ich einfach den Stift nehmen, mit dem ich ohnehin gerne schreibe, und einen zweiten als Reserve danebenlegen. Der aufwendige Vergleich verschiedener Stifte hatte damals vor allem damit zu tun, dass wir die gesamte Antwort von Hand schreiben mussten.

Mir half damals auch, auf ähnlichem Papier wie in der Prüfung zu üben und mir vorher zu überlegen, wie ich Ergänzungsseiten einfügen würde. Das ist heute weitgehend Geschichte. Die Frage, ob Du mit Deinen Arbeitsmitteln über längere Zeit vernünftig arbeiten kannst, lohnt sich aber weiterhin. Welche Handhaltung oder welcher Stift für Dich passt, musst Du selbst ausprobieren.

Verständlich bleibt verständlich

Was weiterhin gilt: Der Korrektor muss Deinen Gedankengang erkennen. Gliedere nach den Fragen, Ansprüchen oder Schutzrechten und verwende eindeutige Bezeichnungen. Wenn Du „Stand der Technik“ mit „SdT“ abkürzt, solltest Du dafür nicht im nächsten Absatz „ST“ und danach „SdTech“ verwenden.

Schreibe möglichst klare Sätze. Deine sprachlichen Variationen kannst Du Dir für den nächsten Roman aufheben ;-). Bei der EQE hilft es mehr, dass die rechtlich wichtige Aussage eindeutig ist.

Eine Formulierungshilfe sollte die richtigen Fachbegriffe enthalten. Sie darf aber nicht dazu führen, dass Du einen Absatz ohne Anpassung übernimmst. Die Begründung muss zum tatsächlichen Fall und zum eingereichten Anspruch passen.

Heute: Tastatur und Antworteditor

Heute würde ich vor allem darauf achten, wie gut ich mit meiner Tastatur und dem Antworteditor zurechtkomme. Das lässt sich am besten bei einer längeren Übungsaufgabe feststellen: Treffe ich die Tasten sicher, kann ich einen Anspruch zügig ändern, und gelingt das Auswählen einer Textstelle mit Maus oder Touchpad zuverlässig? Wenn die vorhandenen Geräte dabei gut funktionieren, würde ich sie beibehalten. Eine neue Tastatur kurz vor der Prüfung kann auch erst einmal ungewohnte Fehler mit sich bringen.

In der aktualisierten Toolbox-Checkliste findest Du Auswahlkriterien und Produktbeispiele für den Fall, dass Du Deinen Arbeitsplatz ergänzen möchtest. Für mich wäre das Ziel, dass die Eingabe möglichst wenig Aufmerksamkeit bindet und Du Dich auf Deine Antwort konzentrieren kannst.

Beim Verschieben von Text passieren andere Fehler als früher beim Ausschneiden und Aufkleben: Ein Absatz steht doppelt, ein Rückverweis zeigt ins Leere oder eine alte Anspruchsfassung bleibt in der Antwort. Plane deshalb eine kurze inhaltliche Kontrolle ein.

Für die Eingabe am Rechner findest Du weitere Anregungen unter 10-Finger-Schreiben und EQE Online.

Meine damaligen Stifte und die Podcastfolge dazu

Hier kannst Du meine damaligen Schreibwerkzeuge sehen und Dir die alte Folge anhören. Sie ist als Rückblick auf die Papierprüfung gedacht. Die Hinweise zum verständlichen Schreiben kannst Du sicherlich auch für eine getippte Antwort gebrauchen.

(c) Nico Riffel

(c) Nico Riffel

Text überarbeitet am 28. September 2026.