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Das richtige Schreibwerkzeug

Früher wurden die EQE-Antworten von Hand geschrieben. Ein passender Stift und eine lesbare Handschrift waren deshalb wichtige Teile meiner Vorbereitung. Heute steht die sichere Eingabe am Rechner im Vordergrund. Einige Gedanken zur Verständlichkeit der Antwort sind aber genauso aktuell geblieben.

Meine Erfahrungen mit der Papierprüfung

Ich gehörte eher zu den Prüflingen mit einer schwer lesbaren Handschrift. Unter Zeitdruck wurde sie nicht besser. Das gegenseitige Korrigieren in der Lerngruppe war deshalb auch ein Test: Kann ein anderer überhaupt erkennen, was ich geschrieben habe?

Damals habe ich unter anderem mit dem STABILO EASYoriginal und einem COM4gel geschrieben. Beide lagen mir gut in der Hand, und bei längeren Arbeiten fand ich es angenehm, den Stift zwischendurch zu wechseln. Für die heutigen kurzen Papiernotizen würde ich einfach den Stift nehmen, mit dem ich ohnehin gerne schreibe, und einen zweiten als Reserve danebenlegen. Der aufwendige Vergleich verschiedener Stifte hatte damals vor allem damit zu tun, dass wir die gesamte Antwort von Hand schreiben mussten.

Mir half damals auch, auf ähnlichem Papier wie in der Prüfung zu üben und mir vorher zu überlegen, wie ich Ergänzungsseiten einfügen würde. Das ist heute weitgehend Geschichte. Die Frage, ob Du mit Deinen Arbeitsmitteln über längere Zeit vernünftig arbeiten kannst, lohnt sich aber weiterhin. Welche Handhaltung oder welcher Stift für Dich passt, musst Du selbst ausprobieren.

Verständlich bleibt verständlich

Was weiterhin gilt: Der Korrektor muss Deinen Gedankengang erkennen. Gliedere nach den Fragen, Ansprüchen oder Schutzrechten und verwende eindeutige Bezeichnungen. Wenn Du „Stand der Technik“ mit „SdT“ abkürzt, solltest Du dafür nicht im nächsten Absatz „ST“ und danach „SdTech“ verwenden.

Schreibe möglichst klare Sätze. Deine sprachlichen Variationen kannst Du Dir für den nächsten Roman aufheben ;-). Bei der EQE hilft es mehr, dass die rechtlich wichtige Aussage eindeutig ist.

Eine Formulierungshilfe sollte die richtigen Fachbegriffe enthalten. Sie darf aber nicht dazu führen, dass Du einen Absatz ohne Anpassung übernimmst. Die Begründung muss zum tatsächlichen Fall und zum eingereichten Anspruch passen.

Heute: Tastatur und Antworteditor

Heute würde ich vor allem darauf achten, wie gut ich mit meiner Tastatur und dem Antworteditor zurechtkomme. Das lässt sich am besten bei einer längeren Übungsaufgabe feststellen: Treffe ich die Tasten sicher, kann ich einen Anspruch zügig ändern, und gelingt das Auswählen einer Textstelle mit Maus oder Touchpad zuverlässig? Wenn die vorhandenen Geräte dabei gut funktionieren, würde ich sie beibehalten. Eine neue Tastatur kurz vor der Prüfung kann auch erst einmal ungewohnte Fehler mit sich bringen.

In der aktualisierten Toolbox-Checkliste findest Du Auswahlkriterien und Produktbeispiele für den Fall, dass Du Deinen Arbeitsplatz ergänzen möchtest. Für mich wäre das Ziel, dass die Eingabe möglichst wenig Aufmerksamkeit bindet und Du Dich auf Deine Antwort konzentrieren kannst.

Beim Verschieben von Text passieren andere Fehler als früher beim Ausschneiden und Aufkleben: Ein Absatz steht doppelt, ein Rückverweis zeigt ins Leere oder eine alte Anspruchsfassung bleibt in der Antwort. Plane deshalb eine kurze inhaltliche Kontrolle ein.

Für die Eingabe am Rechner findest Du weitere Anregungen unter 10-Finger-Schreiben und EQE Online.

Meine damaligen Stifte und die Podcastfolge dazu

Hier kannst Du meine damaligen Schreibwerkzeuge sehen und Dir die alte Folge anhören. Sie ist als Rückblick auf die Papierprüfung gedacht. Die Hinweise zum verständlichen Schreiben kannst Du sicherlich auch für eine getippte Antwort gebrauchen.

(c) Nico Riffel

(c) Nico Riffel

Text überarbeitet am 28. September 2026.