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Beispiellösung für den neuen Teil A

Das „neu“ im Titel ist inzwischen selbst schon etwas in die Jahre gekommen: Gemeint ist die Umstellung der A-Aufgabe ab 2017, als aus den getrennten Aufgaben für Chemie und Elektro-/Maschinenbau eine gemeinsame Aufgabe wurde. An meiner damaligen Lösung kannst Du nachvollziehen, wie ich mich in eine zunächst fremde Technik eingearbeitet habe.

Ich habe dazu eine Beispiellösung mit Folien und Video ausgearbeitet. Interessant fand ich vor allem die unterschiedlichen Bezeichnungen technisch entsprechender Merkmale. In der Probeaufgabe wurden die verschiedenen „Layer“ im Mandantenschreiben und im Stand der Technik unterschiedlich beschrieben.

Folie1

Eine zusätzliche Übersicht half, diese Begriffe und ihre Bedeutung zusammenzuführen:

Folie10

Eine solche Übersicht würde ich auch heute noch anlegen, wenn unterschiedliche Begriffe mich beim Lesen aufhalten. Neben die Begriffe schreibe ich die jeweilige technische Bedeutung und Fundstelle. Dann sehe ich beim späteren Anspruchsvergleich schneller, welche Angaben einander entsprechen.

Wie Du die alte Lösung heute nutzen kannst

Am meisten hast Du vermutlich davon, wenn Du die damalige Aufgabe zuerst selbst bearbeitest und danach mit meiner Lösung vergleichst. Wo haben wir dieselben Merkmale gewählt, wo unterscheiden sich die Anspruchskategorien und welcher Hinweis im Mandantenschreiben hat den Ausschlag gegeben?

Den Arbeitsplan für M3.1 findest Du unter Detaillierter Ablauf von Teil A. Unter Bewertungspraxis vergleiche ich die aktuelle Probeaufgabe mit A 2026.

Die frühere Beispiellösung bleibt unten als Download erreichbar. Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Mein Video zur damaligen Beispiellösung

Hier kannst Du Dir meinen Lösungsweg zur damaligen A-Probeaufgabe auch im Video ansehen.

Meine damaligen Folien als PDF

Die Folien zu meiner damaligen Beispiellösung findest Du hier als PDF.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Verbotenes in der Prüfung

„Was darf ich in der Prüfung benutzen?“ Diese Frage würde ich rechtzeitig klären. Es ist ärgerlich, wenn Du Dir eine Arbeitsweise angewöhnst und erst kurz vor der Prüfung merkst, dass das benötigte Hilfsmittel gar nicht zugelassen ist. Schau deshalb in die aktuellen Anweisungen des EPA und verlass Dich nicht allein auf die Erfahrung eines Kollegen oder auf eine ältere Packliste.

Ich hatte hier ursprünglich die Regeln für den Prüfungssaal von 2014 zusammengestellt. Inzwischen findet die EQE online statt. Dieser Beitrag beschreibt deshalb die Vorbereitung des heutigen Prüfungsplatzes.

Eigene Arbeit bleibt eigene Arbeit

Hilfe durch andere Personen ist während der Prüfung nicht erlaubt. Das gilt ebenso für Textgeneratoren und andere KI-Hilfen zur Bearbeitung. Ein im beruflichen Alltag praktisches Werkzeug wird dadurch nicht zu einem zulässigen Prüfungsmittel.

Auch die Übermittlung von Aufgaben oder eigenen Antworten außerhalb des vorgesehenen Prüfungssystems ist unzulässig. Plane Deine Vorbereitung deshalb so, dass Du die Aufgaben mit den tatsächlich zugelassenen Hilfen selbst lösen kannst.

Nicht jede Tastenkombination ist verboten

Unterstützte Funktionen zum Kopieren und Einfügen innerhalb der Prüfungsumgebung sind nach den bisherigen Anweisungen möglich. Das ist etwas anderes als das Kopieren auf einen fremden Rechner, in einen Chat oder in eine nicht zugelassene Anwendung.

Welche Funktionen unterstützt werden, solltest Du im offiziellen Test kennenlernen. Drucken ist ebenfalls gesondert geregelt: Für 2027 werden keine Aufgabenteile vorab als ausdruckbare Dokumente bereitgestellt. Gehe deshalb nicht von Deiner früheren Papierstrategie aus.

Unterlagen, Geräte und Raum

Die Anweisungen 2026 erlauben Bücher, Papierunterlagen und übliches nicht elektronisches Schreibtischzubehör. Sie enthalten zugleich genaue Beschränkungen für zusätzliche Geräte, Kommunikation und die Arbeitsumgebung. Insbesondere die alte Empfehlung, Ohrstöpsel einzupacken, ist keine heutige Erlaubnis; die Anweisungen 2026 untersagen auch nicht elektronische Vorrichtungen zur Geräuschreduktion.

Du musst allein in einem geeigneten, geschlossenen Raum arbeiten und die Aufsichtsvorgaben einhalten. Lies deshalb die Anforderungen an Kamera, Mikrofon und zulässige Gegenstände einmal vollständig durch. Bei den Einzelheiten habe ich mich hier bislang an den Anweisungen von 2026 orientiert. Werden für 2027 andere ausdrückliche Vorgaben veröffentlicht, musst Du Dich danach richten.

Pausen nicht aus alten Regeln ableiten

Nach dem veröffentlichten Ablauf 2027 sind außerplanmäßige Pausen grundsätzlich nicht erlaubt, soweit die Anweisungen nicht ausdrücklich eine Ausnahme vorsehen. Die zeitliche Einteilung der Aufgaben und die Hinweise zur Durchführung habe ich unter EQE Online zusammengefasst.

Mein Rat ist unspektakulär: Gehe die offiziellen Vorgaben einmal systematisch mit Deinem konkreten Arbeitsplatz durch. Dann musst Du Dich in der Prüfung auf die Aufgabe konzentrieren und nicht auf die Frage, ob Dein Hilfsmittel überhaupt zulässig ist.

Die EQE-Seite des EPA enthält die Anweisungen und FAQ. Zum praktischen Ablauf siehe EQE Online und zur Vorbereitung Toolbox-Checkliste.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Prüfungsorte

Dieser Beitrag ist inzwischen ein historischer Rückblick. Als die EQE noch in großen Prüfungssälen geschrieben wurde, haben wir hier Erfahrungen mit den verschiedenen Prüfungsorten gesammelt: Wie kommt man hin, wie viel Platz hat man, und friert man womöglich den ganzen Tag? Mit der Online-Prüfung hat sich das natürlich erledigt. Ich habe die Sammlung trotzdem stehen gelassen, weil darin viele persönliche Erfahrungen stecken und sie auch ein ganz anschauliches Bild der damaligen Prüfung vermittelt. Deine Anreise oder Deinen heutigen Prüfungsplatz solltest Du danach aber nicht mehr planen.

Heute musst Du Dich stattdessen um Deinen eigenen Raum und die technische Ausstattung kümmern. Was dabei zu beachten ist, findest Du unter EQE Online. Die Saalpläne und anderen Unterlagen weiter unten gehören ebenso wie die Berichte zur damaligen Prüfung.

Die damalige Sammlung

Der Prüfungsort hat natürlich einen entscheidenden Einfluss auf die gesamte Prüfungsatmosphäre. Es kann einer erfolgreichen Prüfung kaum zuträglich sein, wenn z.B. die Anreise stressig ist, man keinen Parkplatz findet, es sehr kalt oder warm ist, oder der Platz am Tisch zu klein ist. Daher will ich hier die Erfahrungen und Berichte über die diversen Prüfungsorte sammeln und Dir so gut wie möglich wiedergeben.

Ich habe hier die Erfahrungsberichte aus den beiden „Surveys“ von 2014 und 2016 und meine eigenen Erfahrungen (ich selbst schrieb am M.O.C.) einfließen lassen.

Natürlich bin ich immer an Erfahrungen „aus erster Hand“ interessiert. Daher bist auch Du gefragt, zusätzliche Informationen zu den Prüfungsorten zur Verfügung zu stellen. Hinterlasse einfach einen Kommentar mittels des Kommentarfelds am Ende der Seite oder schicke mir eine Email. Ich freue mich über jeden Beitrag und Du hilfst damit auch Deinen Kollegen.

Häufige Themen bei der Prüfung

In der Regel ist die Erreichbarkeit und Beschilderung zu den Prüfungsräumen gut. Trotzdem sollte man sich je nach Prüfungsort früh die Frage stellen, ob man lieber mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist und wo man in der Nähe ein Hotel buchen kann. Auch beim Zugangs-Check (Zulassungsunterlagen und Ausweis nicht vergessen!) gibt es in der Regel nichts auszusetzen.

Anders sieht es schon beim zur Verfügung stehenden Platz aus, der von vielen immer wieder als „schlecht“ bezeichnet wird. Ein generelles Problem fast aller Prüfungsorte, da jedem Prüfling in der Regel nur ein Standardschreibtisch zur Verfügung steht und auch der Platz drumherum in der Regel nicht sehr groß ist. Die Prüfungsaufsicht erlaubt aus Gründen der Gleichbehandlung auch nicht, dass man die Nachbartische oder -Stühle benutzen darf wenn diese frei sind. Daher sollte man sich meine Tipps, die ich in meinem Beitrag „Ordnung auf dem Tisch“ vorstelle, sehr zu Herzen nehmen.

Ebenfalls ein wiederkehrendes Problem ist die Prüfungslautstärke. Wen das unvermeidliche Husten, „Papierkruscheln“ und sonstige übliche (und unübliche) Prüfungsgeräusche stören, der sollte sich früh angewöhnen seine Prüfungen mit Ohrenstopfen zu schreiben. Mir hat es sehr geholfen mich zu fokussieren. Manchen ist die Verwendung von Ohrenstopfen aber auch unangenehm, weil man manchmal das Rauschen des eigenen Bluts und den Herzschlag hören kann. Man sollte hier vorher verschiedene Stopfen durchprobieren, da es ganz unterschiedliche „Modelle“ gibt, z.B. aus Wachs und verschieden festen Schaumstoffmasterialien.

Die Toiletten sind ein weiteres Streitthema bei der EQE. Auch hier hängt der Zustand natürlich sowohl von der Gesamtzahl der Prüflinge, als auch dem Fortschritt der Prüfung ab. Letztlich versuchen die Organisatoren alles Menschenmögliche auch gegen Ende der Prüfung noch akzeptable Bedingungen anzubieten, aber es sind und bleiben eben „öffentliche Toiletten“ die durch häufige Benutzung nicht besser werden. Hinzu kommen mitunter lange Wege und unzureichende Anzahl, so dass man hier gehörig Zeit verlieren kann. Wenn möglich sollte man daher möglichst vorher im Hotel auf Toilette gehen und Toilettengänge in der Prüfung vermeiden.

Die Raumtemperatur wird ebenfalls immer wieder diskutiert. Da es unmöglich ist, für alle eine angenehme Raumtemperatur zur Verfügung zu stellen, wird es immer ein paar Prüflinge geben, denen der Raum zu warm oder zu kalt erscheint. Daher sollte man sich entsprechend vorbereiten: Wer oft friert, sollte einen Pullover, Halstuch oder ähnliches dabei haben, andere, denen es eher zu heiß ist, sollten darüber nachdenken zur Not nur im T-Shirt die Prüfung zu schreiben.

Ebenfalls sollte man beachten, dass, je nach Prüfungsort und Sitzplatz nicht immer die Uhren gut zu sehen sind. Daher nochmals mein Hinweis, sich für die Prüfung eine analoge Armbanduhr zu besorgen.

Es scheint so zu sein, dass zumindest in Berlin und München (MOC) Möglichkeiten geschaffen wurden das Smartphone abzugeben und somit nicht im Hotel lassen zu müssen. In Stockholm wiederum wurden die Telefone in Umschläge verpackt. Auf den ersten Blick eine gute Idee, allerdings waren wohl nicht alle Telefone abgeschaltet und vibrierten und läuteten während der Prüfung. An anderen Orten, wie z.B. Bristol oder Paris, scheint dieses neue Verfahren jedoch noch nicht Anwendung zu finden. Ich würde daher im Zweifel mit dem Prüfungssekretariat abklären, wie die Regelung an Deinem Prüfungsort ist.

Nachfolgend habe ich die beiden Umfragen bezüglich der Aussagen zu den Prüfungsorten ausgewertet, die in 2014 und 2016 zur EQE durchgeführt wurden.

  • Umfrage zur EQE 2014
  • Umfrage zur EQE 2016

Highlights in 2016

Vorweg ein paar interessante Berichte von den verschiedenen Prüfungsorten.

Anscheinend gab es in Bristol keine Heizung, so dass die Prüflinge im kalten Wind und bei Temperaturen zwischen 10° – 14°C ihre Prüfung ablegen mussten. Manche berichteten, dass ihre Finger am Ende der Prüfung so steif gefroren waren, dass sie kaum die Papiere umblättern konnten. Hinzu kamen Lärmbelästigungen aufgrund der nur unzureichend abgetrennten Toilette und der Verwendung von mobilen Wänden. Schon in 2014 gab es an dem Raum in Bristol, der unter der Tribüne eines Fußballstadions (!) eingerichtet und anscheinend nur mit dem Taxi gut zu erreichen ist, viel auszusetzen. In 2016  ging der Preis für den schlimmsten Prüfungsort aufgrund der nun noch schlechteren Bedingungen unangefochten nach Bristol.

In Madrid fand parallel zur Prüfung ein Friseur-Seminar statt. Dies führte unter anderem dazu, dass sich auf der einzigen Toilette (die Herrentoilette war außer Betrieb) manche die Haare wuschen und färbten.

In Bern brachte eine Aufsichtsperson durch ihr lautes Verhalten (vibrierendes Handy, Gespräche mit dem Nachbarn, lautes Kaffeetrinken) die Prüflinge zur Weißglut.

In Helsinki hingegen sind die Prüflinge entweder bestens gelaunt oder es ist wirklich einer der besten Prüfungsorte an dem man die EQE schreiben kann. Die ohnehin schon guten Bewertungen haben dort allesamt nochmals zugelegt. Dennoch geht der Preis für den besten Prüfungsort nach Taastrup (Dänemark). Denn dort gibt es, neben einem guten Raum, auch noch nette Aufsichtspersonen, eine entspannte Prüfungsatmosphäre, Essen und Getränke umsonst (!) und ein gutes Umfeld mit guten, preiswerten Hotels.

Schneefall in München am M.O.C. sorgte für Verspätungen der U-Bahn und dafür dass zumindest die Prüfung für den D-Teil 8 Minuten später begann.

In Paris mussten sich die Prüflinge mit überfüllten Metros herumschlagen und ihr Prüfungsort lag in einer nicht sehr ansprechenden Gegend, die nicht unbedingt dem Sicherheitsempfinden aller Teilnehmer entsprach.

Es fällt übrigens auf, dass die Zahl der Antworten in 2016 gegenüber 2014 rückläufig ist. Das ist schade, denn langfristig kann sich nur etwas ändern bzw. verbessern, wenn die Kandidaten in ausreichender Anzahl Rückmeldung an das Prüfungssekretariat geben.

Berlin

Nach Berlin gehen in der Regel weniger Kandidaten als nach München, entsprechend „familiärer“ ist die Atmosphäre.

Kurzbewertung Situation in 2014 (46 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Befriedigend bis Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Befriedigend bis Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 85% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (42 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut bis Sehr gut (gegenüber 2014 verbessert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (leicht verschlechtert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verbessert)
  • Akustik: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 95% „ideal“ (verbessert).

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Gegen Ende der Prüfung war 2014 wohl recht verbrauchte Luft in dem Raum da die Belüftung ausgeschaltet werden musste.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Auch in 2016 beschwerten sich manche über verbrauchte Luft in dem Raum und schlechte Belüftung.
  • Anscheinend war es möglich in Berlin die elektronischen Geräte bei der Aufsicht abzugeben. Somit entfällt hier die lästige Frage „Wohin mit dem Smartphone?“ (Dennoch würde ich an Deiner Stelle vorher klären, ob diese Regelung in Deinem Prüfungsjahr immer noch gilt. Das gilt natürlich auch für alle anderen Prüfungsorte).
  • In Berlin ist anscheinend eine Kantine in der Nähe, die man z.B. für ein Mittagessen nutzen kann.
  • Anscheinend waren die Prüfungsräume schon früh zugänglich, so dass die Prüflinge früh ihre Bücher aufbauen und sich einen Kaffee in der nahen Cafeteria holen konnten.

Bern

Kurzbewertung Situation in 2014 (42 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung:Sehr gut
  • Zugangscheck: Sehr gut
  • Beleuchtung: Sehr gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 88% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (27 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Sehr gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Sehr gut (unverändert)
  • Platzangebot: Sehr gut (verbessert)
  • Akustik: Gut bis Sehr gut(verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 97% „ideal“ (verbessert).

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Für einige war die Raumtemperatur am Anfang gut, am Ende zu kalt.
  • Beim Platzangebot pro Prüfling gingen die Meinungen weit auseinander, manche empfanden das Platzangebot als vollkommend ausreichend, andere beschwerten sich über viel zu wenig Platz.
  • Man sollte genügend Wasser zur Prüfung mitnehmen.
  • Es wird empfohlen den guten öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Es gab Beschwerden über eine Aufsichtsperson, die sich anscheinend nicht leise genug verhalten haben soll. (An dieser Stelle erneut mein Hinweis, dass Ohrenstopfen in der Prüfung hilfreich sind und die Konzentration fördern).
  • Die (Tages-)lichtverhältnisse und der Prüfungsraum wurden weitgehend gelobt.
  • Die Aufsichtspersonen waren in Teilen des Raumes nicht sehr deutlich zu hören.
  • Der Abstand zwischen den Reihen war nicht sehr groß, so dass sich manche Kandidaten durch andere Kandidaten gestört fühlten, die während der Prüfung vorbei gingen.

Bristol

Der Prüfungsort in Bristol ist, soweit ich es aus den Berichten erkennen konnte, ein Fußballstadion, bei der Raum unterhalb der Tribüne – mehr oder weniger gut – zu einem Prüfungsraum umfunktioniert wurde. Das Stadion scheint nicht sehr gut mit ÖPNV-Verkehrsmitteln erreichbar zu sein und auch innerhalb des Gebäudes gibt es Schwierigkeiten den Raum zu finden. Außerdem war es in 2016 empfindlich kalt in dem Raum.

Kurzbewertung Situation in 2014 (154 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Befriedigend
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 92% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (174 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (verbessert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (leicht verbessert)
  • Beleuchtung: Befriedigend bis Gut (verschlechtert)
  • Platzangebot: Befriedigend bis Gut (verschlechtert)
  • Akustik: Schlecht bis Befriedigend (verschlechtert)
  • Toiletten: Befriedigend (verschlechtert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Sehr schlecht (stark verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut (leicht verschlechtert)
  • Raumtemperatur: Für 99% „zu kalt“ (stark verschlechtert)

Individuelle Hinweise 2014:

  • In Bristol ist vor allem die schlechte Erreichbarkeit des Prüfungsortes (innerhalb eines Fußball-Stadions) aufgrund fehlender Anbindung an öffentlichen Nahverkehr ein Problem. Einige kamen per Taxi zum Prüfungsort. Auch Hotels oder Restaurants scheint es keine in der Nähe des Prüfungsortes gegeben zu haben, so dass man in Mittagspause zwischen A und B-Teil nicht zum Essen gehen konnte. Parkplätze waren allerdings zahlreich vorhanden.
  • Die Uhren in der Halle waren gut zu sehen.
  • Probleme gab es mit dem Trockner für die Hände in den Herrentoiletten, so dass man mit nassen Händen zum Tisch zurückkehrte.
  • Insgesamt waren wohl einige Beschwerden auch darauf zurückzuführen, dass 2014 die Prüfung an einem neuen Prüfungsort abgehalten wurde.
  • Manche hatte Probleme die Anweisungen des Prüfungsleiters zu verstehen.

Individuelle Hinweise 2016:

  • In 2016 empfanden fast alle Prüflinge die Temperatur im Raum viel zu kalt. Ein Prüfling fror trotz Ski-Jacke und mehreren Schichten Kleidung. Manche trugen sogar Handschuhe. Ein weiterer Prüfling gab an dass sein Thermometer 14,9 °C zeigte, ein anderer sprach sogar von 12,5 °C, einer sprach sogar von 10°C.
  • Die Toiletten waren nicht gut genug vom Prüfungsraum getrennt, so dass Geräusche, insbesondere die der Handtrockner, die Prüflinge störten.
  • Auch sonst war der Geräuschpegel in der Halle so hoch, dass manche Prüflinge Probleme hatten, die Aufsichtspersonen zu verstehen.
  • Es war wohl so, dass zur Abgrenzung des Prüfungsraumes mobile Wände eingesetzt wurden. Diese erfüllen zwar die Funktion eines Sichtschutzes, sind aber keine wirksame akustische Barriere. Somit wurde es zum Ende der Prüfung immer lauter, da sich anscheinend jenseits der Barriere Personen aufhielten, die sich lautstark verhielten.
  • An manchen Schreibtischen gab es sogar einen kalten Windzug, der so stark war, dass die Blätter vom Tisch geweht wurden.
  • Manche hatten erneut Probleme den Weg zum Prüfungsraum innerhalb des Gebäudes zu finden.
  • Nicht alle Kandidaten konnten die Uhren sehen.
  • Da von den Kandidaten verlangt wurde möglichst ohne Mobiltelefone zu erscheinen, war es schwierig nach der Prüfung ein Taxi zu rufen.

An dieser Stelle nochmals der Hinweis, dass offizielle Beschwerden zu den Prüfungsbedingungen innerhalb von 30 Minuten nach der Prüfung schriftlich bei der Prüfungsleitung eingereicht werden müssen.

Helsinki

Kurzbewertung Situation in 2014 (37 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut bis Sehr gut
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut
  • Beleuchtung: Gut bis Sehr gut
  • Platzangebot: Gut bis Sehr gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 97% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (24 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr gut (verbessert)
  • Zugangscheck: Sehr gut (verbessert)
  • Beleuchtung: Sehr gut (verbessert)
  • Platzangebot: Sehr gut (verbessert)
  • Akustik: Sehr gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 92% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung):

  • In Helsinki gab es eigentlich so gut wie keine Beschwerden.
  • Ein paar Bohrgeräusche außerhalb des Gebäudes.

Individuelle Hinweise 2016:

  • Die Tische hatten zum Teil eine unterschiedliche Größe. Insgesamt wurden die Tische aber als groß genug empfunden.
  • Baustellengeräusche außerhalb des Gebäudes.

Madrid

Kurzbewertung Situation in 2014 (69 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Befriedigend
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 84% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (57 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verschlechtert)
  • Akustik: Gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Befriedigend bis Gut (leicht verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut (leicht verschlechtert)
  • Raumtemperatur: Für 75% „ideal“ (leicht verschlechtert).

Individuelle Hinweise 2014:

  • Madrid wurden die schmalen Tische bemängelt. Diese waren so schmal, dass keine zwei DIN A4-Blätter übereinander auf den Tisch passten (!) Außerdem waren die Tische mit einer weichen Tischdecke eingedeckt, so dass man auf einer weichen Unterlage schreiben musste. Insgesamt war der Raum eher wie der Vortragsraum in einem Hotel, nicht wie ein Prüfungsraum eingerichtet: Getränkeflaschen am Tisch, schmale Tische, weiche Unterlage, etc.
  • Es war auch einigen Prüflingen (14%) zu warm.
  • Da die Räumlichkeiten nur über Treppen zu erreichen waren, mussten die Prüflinge ihre Unterlagen die Treppen hinauf tragen. Insbesondere bei Teil-D keine Freude.
  • Viele Prüflinge beschwerten sich auch über die Lautstärke während der Prüfung. Anscheinend wurden vor dem Gebäude laute Arbeiten durchgeführt.

Individuelle Hinweise 2016:

  • Manche beschwerten sich über Temperatur, Lichtverhältnisse und Platzangebot.
  • Da die Tische die Form von Konferenztischen haben (siehe auch 2014), so wie man sie z.B. in Vortragsräumen in Hotels findet, sind sie recht breit, aber nicht sehr tief. Daher kann man keine zwei DIN A4-Blätter übereinander legen, sondern nur nebeneinander. Schlecht, wenn man z.B. in Teil C viele Dokumente miteinander vergleichen muss.
  • Es befand sich nur eine kleine Uhr im Raum.
  • Parallel fand anscheinend im Gebäude ein „Friseur-Meeting“ statt. Da außerdem die Herrentoilette geschlossen war, gab es Leute, die in der Toilette ihre Haare wuschen und färbten.
  • Erneut (siehe 2014) wurde bemängelt, dass es keine Aufzüge gab und man die eigenen Unterlagen einige Treppen hinauftragen musste.
  • Erneut (siehe 2014) wurde die weiche Tischunterlage bemängelt, die das Schreiben auf den Prüfungspapieren erschwert.
  • Immerhin gab es Wasserflaschen für die Prüflinge. Allerdings wurde auch hier bemängelt, dass es Glasflaschen und keine Plastikflaschen waren (sic!).
  • Die Stühle wurden als zu fest empfunden.
  • Es wurde bemängelt, dass die Aufsichtspersonen keine Mikrophone hatten.

München – DPMA (31 befragte Prüflinge)

Die Prüfungsräume im DPMA kennt der eine oder andere Prüfling noch von seiner Kandidatenzeit in seiner Ausbildung als deutscher Patentanwalt. Insgesamt ist die Zahl der zugelassenen Prüflinge hier überschaubar, so dass alles „entspannter“ zugeht, als in den großen Prüfungsorten. Ich empfehle allerdings öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, da das Parken beim DPMA doch etwas schwierig bzw. in den umliegenden Parkhäusern teuer ist.

Kurzbewertung Situation in 2014 (31 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr Gut
  • Zugangscheck: Sehr Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 94% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (24 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (leicht verschlechtert)
  • Zugangscheck: Gut (leicht verschlechtert)
  • Beleuchtung: Gut bis Sehr gut (leicht verbessert)
  • Platzangebot: Befriedigend (verschlechtert)
  • Akustik: Gut (leicht verbessert)
  • Toiletten: Befriedigend bis Gut (leicht verschlechtert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (leicht verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 83% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Individuelle Hinweise 2014:

  • Die Bedingungen im DPMA wurden durchgehend gelobt.
  • Es gab wohl ein paar Probleme mit den Jalousien. Da die Automatik nicht richtig funktionierte, wurden einige Prüflinge von der Sonne geblendet.
  • Eintritt in den Prüfungsraum wurde erst ca. 15 Minuten vor der Prüfung gewährt.

Individuelle Hinweise 2016:

  • In 2016 gab es nur sehr wenige zusätzliche Kommentare.
  • Der Tisch war manchen zu klein.
  • Im Vergleich zum MOC wurde positiv bemerkt, dass die geringere Zahl Menschen vorteilhaft sei.
  • Manche hätten sich bessere Hinweisschilder auf die Fahrstühle und das Stockwerk in dem die Prüfung stattfindet gewünscht.

Link zum DPMA in München.

München – M.O.C.

Das M.O.C. ist wohl der mit Abstand größte Prüfungsraum, den man sich für die EQE auswählen kann. Entsprechend hängen die meisten Probleme dort mit den vielen Menschen zusammen, die hier zusammenkommen. Ich persönlich habe aber die gute Erreichbarkeit mit dem Auto geschätzt. Da unter dem gesamte Zentrum eine Tiefgarage liegt, hat man keine Probleme einen Parkplatz zu finden. Aussteigen und mit dem Fahrstuhl hochfahren. Komfortabler geht es nicht. Allerdings ist der Spaß teuer: 10 € Parkgebühren pro Prüfungstag muss man schon rechnen (kann man aber steuerlich geltend machen: Quittung ausstellen lassen).

Schaut man sich die Umfragewerte an, so erkennt man, dass insgesamt das M.O.C. deutlich besser ist, als sein Ruf. Wenn Du dich also für ein anderes Prüfungszentrum beworben hast und dennoch zum M.O.C. eingeteilt wurdest, dann Kopf hoch, man kann auch hier eine gute Prüfung schreiben – sofern man ein paar einfache Regeln beachtet.

Kurzbewertung Situation in 2014 (490 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 87% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (367 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (unverändert)
  • Akustik: Gut (unverändert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 83% „ideal“ (leicht verschlechtert).

Individuelle Hinweise 2014:

  • Die Luft in den Räumen wirkte stickig.
  • Fehlende Snacks wurden bemängelt.
  • Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist nicht optimal.
  • Tische wurden als zu klein angesehen.
  • Auch der Freiraum zwischen den Tischen wurde bemängelt.
  • Uhren waren schlecht zu sehen.
  • Teures Parkhaus.
  • Manchen war es zu kalt.
  • Die weiten Wege zur Toilette waren ein Problem.

Individuelle Hinweise 2016:

  • Für einen Prüfling waren die Tische zu hoch, so dass er eine Sitzerhöhung in den anderen Tagen nutze.
  • Die Toiletten wurden als zu wenige für so viele Prüflinge empfunden.
  • Das Platzangebot wurde zuweilen als zu gering bemängelt.
  • Die Uhren waren nicht von überall zu sehen.
  • Die Instruktoren waren nicht überall zu verstehen.
  • Manchen war es zu kalt.
  • Die Distanz zwischen M.O.C. und ÖPNV wurde als zu groß empfunden.
  • Einige wünschten sich ein zusätzliches Warnsignal 15  Minuten vor Schluss (Anstatt nur 5 Minuten vor Schluss).
  • Aufgrund schlechter Wetterbedingungen (es schneite) begann die Prüfung für den D-Teil 8 Minuten später. Manche bemängelnden die ungerade Zahl, da somit die Berechnung der zur Verfügung stehenden Zeit erschwert wurde. (Ein Tipp: Einfach die eigene Armbanduhr entsprechend verstellen und nach dieser Uhr arbeiten…)
  • Manche bedauernden, dass es keinen Kaffee oder Brötchen-Verkauf im Gebäude gab. (Es gab – zumindest zu meiner Zeit – aber mal einen Getränke-Automaten mit Softdrinks.)
  • Manche scheinen immer noch nicht das Verbot von „digitalen Uhren und Weckern“ verstanden zu haben. Verboten sind meines Wissens auch analoge Wecker, da befürchtet wird, dass hier eine Lärmbelästigung durch Ticken und/oder unabsichtlichen Alarm ausgelöst werden kann. Bei Tischuhren bin ich mir nicht sicher und man wird wohl der Auslegung der Aufsichtspersonen ausgeliefert sein. Ich denke aber eher nicht, weil den Aufsichtspersonen nicht zugemutet werden kann, alle größeren Uhren darauf zu kontrollieren, ob sie nun einfache Uhren oder eben doch Wecker sind. Gerade bei den 500 Teilnehmern im M.O.C. könnte dies schnell ausarten.
  • Manche verstanden auch nicht das Verbot Handys selbst im ausgeschalteten Zustand in der Jackentasche mitzuführen. Diese Teilnehmer vergessen aber, dass man schließlich die Toiletten während der Prüfung aufsuchen und etwas heimlich nachschlagen könnte, wenn das Verbot dahingehend abgemildert würde, dass das Telefon ausgeschaltet bleiben, aber mitgeführt werden darf. Außerdem wurde (ähnlich wie in Berlin) auch in München die Möglichkeit angeboten sein Handy in einem gesicherten Bereich abzulegen und man musste es daher nicht im Hotel lassen.
  • Manche empfanden die Stühle als unkomfortabel.
  • Die Erreichbarkeit mit dem Auto wurde gelobt, aber die hohen Kosten (ca. 10 €/Tag) beanstandet.
  • Es schneite in 2016 zur Zeit der Prüfung, was den Weg von der U-Bahn-Haltestelle zum M.O.C. erschwerte.
  • Außerdem hatte die U-Bahn am 29. Februar 2016 Verspätung (Tipp: Genügend Zeit einplanen!).
  • Ein Prüfling fühlte sich durch den Locher des Nachbarn gestört und empfahl Locher in der Prüfung zu verbieten. (Vielleicht muss ich bald meine Tipps diesbezüglich ändern…).

Link zum M.O.C. München.

Paris

Kurzbewertung Situation in 2014 (150 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Befriedigend bis Gut
  • Toiletten: Befriedigend
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 94% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (109 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (unverändert)
  • Akustik: Befriedigend bis Gut (unverändert)
  • Toiletten: Befriedigend (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 94% „ideal“ (unverändert).

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Auch hier empfanden die Kandidaten die Tische als zu klein.
  • Die Erreichbarkeit des Gebäudes im Stadtteil St. Ouen (Rue Godillot) scheint vor allem aus dem Pariser Zentrum nicht leicht zu sein. Die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist anscheinend relativ schlecht und unzuverlässig. außerdem ist das Center nochmals 1 Kilometer von der Haltestelle entfernt. Selbst Pariser Prüflinge haben es vorgezogen, sich ein Hotel in St. Ouen zu nehmen.
  • Beklagt wurde mehrfach, dass vom Prüfungsort aus spielenden Kinder und andere Störgeräusche zu hören waren.
  • Außerdem gab es zu wenige Toiletten für die vielen Prüflinge.
  • Die Prüfungsleitung war schwer zu hören, da sie nicht die Mikrophone benutzte.
  • Auch die Uhren waren nicht für alle Prüflinge zu sehen.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Es gab erneut Beschwerden, dass der Raum mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht leicht zu erreichen ist. Der Prüfungsraum befindet sich, wie gesagt, in einem Vorort von Paris (im Stadtteil St. Ouen), der nicht zu den beliebtesten gehört. Einer der Prüflinge beschrieb die Situation so: „Es ist leichter Drogendealer zu finden, als anständige Restaurants.“
  • „Zu viele Menschen zur gleichen Zeit im gleichen Raum.“
  • Die Lichtverhältnisse waren nicht ideal. Die Beleuchtung wurde mehrfach bemängelt.
  • Die Toiletten waren zu klein.
  • Die Uhren waren nicht gut zu sehen.

Rom

Kurzbewertung Situation in 2014 (92 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Befriedigend
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 82% „ideal“, für 17% zu kalt

Kurzbewertung Situation in 2016 (58 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Befriedigend (leicht verschlechtert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (unverändert)
  • Akustik: Gut (leicht verschlechtert)
  • Toiletten: Befriedigend bis Gut (leicht verschlechtert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 86% „ideal“ (leicht verbessert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Ähnlich wie in Madrid fehlten Aufzüge (Prüfung war im 3. Stock).
  • Anbindung an öffentlichen Nahverkehr nicht so ideal.
  • Laute Hintergrundgeräusche von Klimaanlage und Lampen.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Erneut wurden die fehlenden Aufzüge bemängelt.
  • Manchen war es immer noch zu kalt.
  • Die Toiletten waren manchen zu dreckig.
  • Der Raum wurde von manchen als zu groß für die wenigen Prüflinge empfunden. Allerdings war dadurch genug Platz für alle.
  • Es scheint keine „Erfrischungen“ (z.B. Getränke, etc.) gegeben zu haben.
  • Manche beschwerten sich über störende Geräusche, evtl. aus der Lautsprecheranlage.

Stockholm

Kurzbewertung Situation in 2014 (69 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 84% „ideal“, für manche zu warm (14%)

Kurzbewertung Situation in 2016 (60 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (leicht verbessert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Beleuchtung: Gut (leicht verbessert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verschlechtert)
  • Akustik: Gut (unverändert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (verbessert)
  • Raumtemperatur: Für 95% „ideal“ (verbessert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Der Prüfungsort befindet sich im schwedischen Patentamt und ist daher leicht zu finden.
  • Die Lichtverhältnisse waren für manche nicht gut genug.
  • Manche hatten Schwierigkeiten die Uhren zu sehen.
  • Die Luft war verbraucht bzw. schlecht.
  • Weiter Weg zu den Toiletten.
  • Nur ein kleiner Aufzug.
  • Belüftungsgeräusche wurden als störend empfunden.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Es gab störende Außengeräusche, als auch Ventilatorgeräusche.
  • Manche Aufsichtspersonen waren sehr geizig mit dem Prüfungspapier und verweigerten den Prüflingen Nachschub.
  • Es gab im Raum ein störendes Blinklicht.
  • Die Aufsichtspersonen waren schwer zu verstehen.
  • Die Kaffeemaschinen wurden während der Prüfung gewartet, was einige Prüflinge ablenkte.
  • Ein Smartphone fing in der Prüfung an zu läuten. Anscheinend hatte man in Stockholm die Lösung gewählt, dass die Handys in Umschläge gepackt und im Raum aufbewahrt wurden. An sich eine gute Idee, allerdings waren manche Telefone nicht ausgeschaltet und vibrierten bzw. läuteten während der Prüfung.
  • Der ID-Check wurde anscheinend erst während der Prüfung durchgeführt, was einige Prüflinge störte.
  • Die Tische wurden als zu klein empfunden.
  • Es gibt anscheinend verschiedene Räume, in denen die Prüfung stattfindet. Im Raum „Canteen“ wurde die Beleuchtung als besser empfunden.
  • Die Luft war schlecht.

Taastrup

Kurzbewertung Situation in 2014 (41 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 93% „ideal“

Kurzbewertung Situation in 2016 (36 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr gut (verbessert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Beleuchtung: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Platzangebot: Gut (ungefähr gleich)
  • Akustik: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (verbessert)
  • Raumtemperatur: Für 89% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Auch hier wurde der zu kleine Schreibtisch beanstandet.
  • Draußen gab es wohl Bauarbeiten, die die Prüfung störten.
  • Es wurden außerhalb des Prüfungszentrums Erfrischungen gereicht.
  • Das Verlassen des Gebäudes war nach Dienstschluss schwierig, da die Aufzüge der Gebäude nur mit Sicherheitskarten funktionierten.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Eine Aufsichtsperson war so unaufmerksam, dass ein Prüfling (in der ersten Reihe sitzend) erst durch Rufen auf sich aufmerksam machen musste.
  • Anscheinend ein sehr angenehmer Prüfungsort: Süßigkeiten, Früchte, Getränke und Wasser standen zur Verfügung.
  • Sehr entspannte Atmosphäre.
  • Gute Hotels in der Nähe.
  • Die Beleuchtung wurde bemängelt.
  • Für manche etwas kalt.

Den Haag (134 befragte Prüflinge)

Kurzbewertung Situation in 2014 (134 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr Gut
  • Zugangscheck: Sehr Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 92% „ideal“

Kurzbewertung Situation in 2016 (105 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut bis Sehr gut (leicht verschlechtert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (leicht verschlechtert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verschlechtert)
  • Akustik: Gut (nahezu unverändert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (leicht verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut (leicht verschlechtert)
  • Raumtemperatur: Für 87% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Die „familiäre“ Atmosphäre wurde gelobt.
  • Auch hier wurden die Tische von vielen als zu klein empfunden.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Manchen war es zu kalt.
  • Ein Prüfling fühlte sich durch einen Nachbarn gestört, der in der Prüfung anscheinend ziemlich hörbar M&Ms aß.
  • Der Raum wurde als zu klein empfunden.
  • Manche empfanden es als unfair, dass einige Reihen fast leer und andere voll besetzt waren.
  • Das Englisch der Aufsichtsperson war schlecht.
  • Durch die Umbauarbeiten am Gebäude war der Prüfungsraum nicht ganz so leicht zu finden.
  • Die Größe der Tische war anscheinend unterschiedlich. Die Tische am Rand waren größer als jene in der Mitte des Raumes.

Quellen:

Habt ihr Ergänzungen oder Änderungsvorschläge? Dann hinterlasst einfach einen Kommentar mittels des Kommentarfelds am Ende der Seite oder schickt mir eine Email. Ich freue mich über jeden Beitrag und ihr helft damit euren Kollegen enorm.


Kurse zur Vorbereitung auf die EQE

Ein guter Kurs kann Deiner Vorbereitung Struktur geben und Lücken sichtbar machen. Er nimmt Dir aber die eigene Arbeit an den Aufgaben nicht ab. Ich habe besonders viel aus Kursen mitgenommen, wenn ich schon Lösungsversuche und konkrete Fragen mitbrachte.

Was ich selbst erlebt habe

Die CEIPI-Vorbereitungsseminare habe ich damals für alle Teile besucht und als hilfreich empfunden. Für mich war gerade der letzte Feinschliff wertvoll. Ohne Vorbereitung wäre ich wahrscheinlich stärker damit beschäftigt gewesen, den Stoff überhaupt einzuordnen, statt meine eigenen Schwächen zu bearbeiten.

Aus dem damaligen Seminar von Michalski-Hüttermann habe ich außerdem praktische Anregungen für die Organisation und die Arbeit an C mitgenommen, unter anderem für meine Unterlagen. Bei einem heutigen Angebot würde mich deshalb besonders interessieren, wie viel gemeinsame Arbeit an den eigenen Lösungen vorgesehen ist.

Auch das EPA bietet inzwischen eigenes Prüfungstraining an

Die Europäische Patentakademie hat ihr Angebot für EQE-Kandidaten deutlich ausgebaut. Das ist für die Auswahl eines Kurses durchaus interessant, weil dort inzwischen sowohl längere Programme als auch kleine Übungen für zwischendurch angeboten werden.

Für F gibt es für den Jahrgang 2027 einen sechsmonatigen Online-Kurs der Europäischen Patentakademie von September bis Ende Februar. Er verbindet Texte und Videos mit Fragen, Fallstudien, Quizzen und Live-Veranstaltungen. Das EPA setzt dafür einen Arbeitsumfang von 180 Stunden an; der Kurs kostet derzeit 350 Euro. Das ist also kein kleiner Zusatzkurs für ein Wochenende, sondern ein erheblicher Teil der gesamten Vorbereitung.

Für kurze Lernfenster gefallen mir die Paper F Brain-teasers besser: 47 kleine Fragen zu EPÜ und PCT, für die jeweils ungefähr fünf bis zehn Minuten vorgesehen sind. Montags, mittwochs und freitags kommt eine neue Frage; zusammen mit ihr erhältst Du die Lösung mit Rechtsgrundlage zur vorherigen Aufgabe. Daneben stellt die Patentakademie unter anderem Übungen zu Fristen und weitere F-Materialien bereit. Die Übersicht findest Du bei den EPA-Angeboten für EQE- und EPAC-Kandidaten.

Ganz neu ist das Angebot EQE Daily M2 legal questions. Der Kurs läuft für die Vorbereitung auf 2027 vom 12. Oktober 2026 bis 5. Februar 2027, ist englischsprachig und derzeit kostenlos. Das EPA veranschlagt etwa 45 Stunden. Die Teilnehmer bearbeiten fortlaufend unterschiedliche M2-Aufgaben; hinzu kommen Diskussionen, Tutorfeedback sowie Zwischen- und Abschlussauswertungen. Gerade für M2 finde ich dieses Format interessant: Eine einzelne Rechtsfrage lässt sich gut in einen normalen Arbeitstag einbauen, und aus regelmäßigem Feedback kann eine brauchbare Routine entstehen. Eine vollständige 90-Minuten-Simulation ersetzt das natürlich nicht.

Bei diesen Angeboten sollte man einen Punkt nicht missverstehen: Ein Kurs der Europäischen Patentakademie ist kein Blick hinter die Kulissen der Prüfungskommission. Das EPA weist beim F-Kurs ausdrücklich darauf hin, dass Patentakademie und EQE-Prüfungsorganisation unabhängig voneinander arbeiten und die Akademie keine besonderen Informationen über künftige Aufgaben erhält. Ich würde die Kurse deshalb genauso nutzen wie andere gute Vorbereitungskurse: zum Lernen und Üben – nicht als Hinweis darauf, was dieses Jahr drankommt.

Für welches Modul ist der Kurs gedacht?

CEIPI veröffentlicht inzwischen Angebote zur Vorbereitung auf die EQE 2027; den Einstieg findest Du auf der CEIPI-Seite. Beim epi gibt es beispielsweise ein Vorbereitungsangebot zu F 2027.

In meiner früheren Übersicht hatte ich auch DeltaPatents, das Examinatorium Europaeum der Fernuniversität Hagen und JDD Consultants aufgeführt. Wenn Du Dich für einen dieser Anbieter interessierst, frage dort nach, was aktuell zu Deinem Modul angeboten wird. Die alten Kursbezeichnungen, Preise und Einschreibetermine helfen Dir dabei nicht zuverlässig weiter.

Bei der Auswahl würde ich vor allem fragen: Geht es um Grundlagen oder um Prüfungstraining? Werden aktuelle Modulformate verwendet? Schreibst Du selbst Lösungen, und erhältst Du dazu konkretes Feedback? Bleibt anschließend Zeit, erkannte Schwächen zu bearbeiten?

Nicht nur den Kurstermin einplanen

Zu einem Kurs gehören für mich Vorbereitung und Nacharbeit. Wenn Du erst dort zum ersten Mal den Aufgabe-Lösungs-Ansatz siehst, ist das etwas anderes, als wenn Du drei eigene Versuche mitbringst und gezielt nach den fehlenden Schritten fragen kannst.

Ebenso lohnt sich eine Rückfrage nach dem Rechtsstand der Unterlagen. Ein nützlicher alter C-Fall kann weiterverwendet werden, sollte aber als solcher erkennbar sein. Für M3.3 musst Du zusätzlich die heutige Bandbreite der Verfahrenssituationen üben.

Die offiziellen Aufgaben helfen Dir, vor einer Buchung einzuschätzen, wo Du stehst. Eine Lerngruppe und ein verlässlicher eigener Plan können einen Kurs gut ergänzen. Mehr dazu unter Zeitplanung.

Text überarbeitet am 20. Oktober 2026.



Publikationen der Ämter und Organisationen

Kommentare und Formulierungshilfen sind nützlich. Die Grundlage bleibt aber das Recht selbst. Für die Vorbereitung würde ich mir deshalb eine überschaubare Sammlung offizieller Quellen aufbauen und lernen, darin gezielt zu suchen.

EPÜ, PCT und die dazugehörigen Regeln

Das EPÜ beim EPA enthält das Übereinkommen und die zugehörigen Rechtsquellen. Für den PCT führt die WIPO-Übersicht der Rechtstexte zum Vertrag, zur Ausführungsordnung und weiteren einschlägigen Texten.

Achte jeweils auf die anzuwendende Fassung. „Im Internet gerade aktuell“ und „für diesen Prüfungsjahrgang maßgeblich“ sind nicht zwingend dasselbe. Der grundsätzliche Prüfungsstichtag ist der 31. Oktober des Vorjahres.

Richtlinien und Rechtsprechung

Die EPA-Prüfungsrichtlinien helfen, Verfahrensabläufe und die Prüfung einzelner Voraussetzungen nachzuvollziehen. Daneben gibt es eigene PCT-EPA-Richtlinien. Verwechsle die beiden Sammlungen nicht, wenn Du eine Fundstelle übernimmst.

Die Rechtsprechungssammlung und die Entscheidungen selbst findest Du über die Rechtstexte und Rechtsprechungsangebote des EPA. Eine Zusammenfassung ist ein guter Einstieg. Wenn ein Punkt für Deine Lösung entscheidend ist, lohnt es sich, den Sachverhalt und die tragenden Gründe der Entscheidung nachzulesen.

Wenn Dir eine ältere gedruckte Ausgabe vorliegt, gleiche wichtige Fundstellen mit den offiziellen Veröffentlichungen ab. Gerade bei Fristen und Verfahrensabläufen würde ich mich nicht darauf verlassen, dass eine vor Jahren gelesene Regel noch unverändert gilt.

Amtsblatt und ergänzende Regelungen

Änderungen ergeben sich nicht nur aus einer neuen Buchauflage. Beschlüsse und Mitteilungen im Amtsblatt können für Fristen, Gebühren oder Verfahrensabläufe wichtig sein. Halte solche Ergänzungen mit Datum und Fundstelle fest, damit Du später ihren zeitlichen Anwendungsbereich erkennst.

Je nach Thema kommen unter anderem nationales Recht zum EPÜ, das Londoner Übereinkommen, die PVÜ sowie Regelungen zum Einheitspatent und zum Einheitlichen Patentgericht hinzu. Nicht jede umfangreiche Sammlung muss vollständig auswendig gelernt werden. Maßstab für den Prüfungsstoff sind insbesondere Regel 21 ABVEP und die aktuellen offiziellen Hinweise.

Für M1 solltest Du außerdem die einschlägigen Berufs- und Disziplinarregeln berücksichtigen. Für M4 ist die territoriale Wirkung der Rechte besonders wichtig. Eine allgemeine Aussage über „Europa“ kann eine konkrete Frage zu einem Land nicht ersetzen.

Prüfungsrecht getrennt ablegen

Die VEP und ABVEP, der Ablauf 2027 und die aktuellen Bewerberanweisungen gehören in eine eigene kleine Sammlung. Sie beantworten andere Fragen als das materielle Patentrecht: Was musst Du bestehen, wie läuft die Prüfung ab und welche Hilfen sind zulässig?

Lege Dir außerdem die Aufgaben und Prüferberichte aus dem Compendium bereit. An den Berichten kannst Du nach einer Übung prüfen, ob Du Dein Wissen auch so in die Antwort gebracht hast, dass es bei der Bewertung berücksichtigt werden konnte.

Papier oder Bildschirm?

Ich habe früher gern mit einer handlichen gebundenen Fassung gearbeitet. Für die heutige Vorbereitung würde ich zusätzlich die elektronischen Ressourcen im Prüfungssystem ausprobieren, um schnell zwischen Fundstellen wechseln zu können.

Eine verkleinerte Druckfassung hilft nur, wenn Du sie gut lesen kannst. Ein Online-Link hilft in der Prüfung nur, wenn der Zugriff dort tatsächlich vorgesehen ist. Teste deshalb die Arbeitsweise unter den Bedingungen Deiner Online-Prüfung.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Bücher und Kommentare

Ein gutes Nachschlagewerk kann Dir in der Vorbereitung viel Zeit sparen. Es muss aber zu Deiner Arbeitsweise passen. Ich würde deshalb nicht einfach den dicksten Kommentar kaufen, sondern mit ein paar typischen Fragen ausprobieren, wie gut Du darin zum Ergebnis kommst.

Hier habe ich meine Erfahrungen mit den damals verwendeten Büchern und Kommentaren zusammengestellt. Vielleicht hilft Dir das bei der Auswahl. Für einen heutigen Kauf würde ich daneben die aktuelle Auflage, die Art der Aktualisierung und die Handhabung an ein paar typischen Prüfungsfragen vergleichen.

Einführungen und Fragenbücher

Für die heutige Vorbereitung habe ich Arlett Großmanns „Verfahrenspraxis EPÜ und PCT: Übersichten – Praxistipps – Entscheidungspfade zum EPÜ, PCT und Einheitspatent“* in die Liste aufgenommen. Übersichten und Entscheidungspfade können Dir helfen, Artikel und Regeln im Zusammenhang zu lernen. Eine ausführlichere Einführung in diese Art von Literatur findest Du unter Einleitende Literatur.

Historischer Rückblick: Tobias Bremi habe ich damals als verständlichen Einstieg in das europäische Verfahren gelesen. Mir gefielen der zusammenhängende Aufbau und die Kontrollfragen. Günter Galls „Die europäische Patentanmeldung und der PCT in Frage und Antwort“ ergänzte diesen Zugang durch konkrete Fragen mit ausführlichen Antworten. Die von mir verwendeten Ausgaben sind heute veraltet; Galls Ausgabe stammt aus 2011. Als Erfahrung aus meiner damaligen Vorbereitung möchte ich die Bücher hier trotzdem noch erwähnen.

EPÜ und PCT gezielt nachschlagen

Vissers „The Annotated European Patent Convention“ war für mich vor allem ein Nachschlagewerk. Ich würde es nicht wie einen Roman von vorne nach hinten lesen. Sein Nutzen lag für mich darin, zu einer konkreten Frage die einschlägigen Vorschriften und Zusammenhänge zu finden.

Eine heute sehr präsente Alternative ist Jelle Hoekstras „References to the European Patent Convention“. Ich habe dieses Werk nicht selbst in meiner damaligen EQE benutzt; deshalb möchte ich hier nicht so tun, als könnte ich aus eigener Prüfungserfahrung einen Sieger zwischen beiden ausrufen. Der Aufbau ist aber deutlich anders. Hoekstra stellt die Regeln an den passenden Stellen zu den Artikeln, bindet zahlreiche Richtlinienfundstellen, ausgewählte Entscheidungen, Nebenbestimmungen, den Euro-PCT-Weg sowie viele Tabellen und Flowcharts ein. Wer gern von einer Vorschrift aus möglichst viele zugehörige Fundstellen unmittelbar vor Augen hat, kann damit schneller zurechtkommen als mit einem kompakteren Kommentar.

Wenn Du die Möglichkeit hast, würde ich Visser und Hoekstra nicht nach Umfang oder Rezensionen auswählen, sondern mit denselben drei oder vier Fragen testen. Nach einer halben Stunde merkst Du meist recht gut, in welchem System Du eine Frist, einen Rechtsbehelf oder eine Ausnahme schneller wiederfindest. Die Hoekstra-Ausgabe für die EQE 2027 ist für den Herbst 2026 angekündigt; prüfe beim Kauf deshalb, welche Ausgabe Du tatsächlich vor Dir hast.

Historischer Rückblick: Malte Köllners „PCT-Handbuch“ war für mich eine Arbeitshilfe für die Frage „Wo steht was im PCT?“. Die damalige Ausgabe ist inzwischen veraltet. Aus diesem Umfeld ist inzwischen der wesentlich umfassendere „Annotated PCT“ von Barbara Heidecke, Thomas Henninger, Malte Köllner und Piotr Wierzejewski hervorgegangen. Er kommentiert den PCT artikel- und regelweise und verbindet Rechtsgrundlagen, Querverweise und praktische Erläuterungen. Die 2025er Fassung wurde durch ein Supplement bis zu den für 2026 relevanten Änderungen ergänzt; eine zweite Auflage ist für November 2026 angekündigt. Für eine schnelle einzelne Fundstelle ist ein solches Großwerk nicht automatisch die beste Lösung, für ein tieferes Verständnis schwieriger PCT-Fragen kann es aber sehr hilfreich sein.

Auch die Sprache kann eine Rolle spielen. Wenn Du auf Deutsch schreibst, hilft eine vertraute deutsche Formulierung. Das bedeutet aber nicht, dass das Abschreiben eines Artikels die Anwendung auf den Fall ersetzt.

Neuere Arbeits- und Prüfungsnachschlagewerke

Zwischen dem klassischen Kommentar und den eigenen Notizen gibt es inzwischen einige Werke, die von vornherein stärker auf die Arbeit unter Zeitdruck zugeschnitten sind. Die folgenden Titel habe ich nicht selbst in meiner damaligen Prüfung benutzt. Ich ordne sie deshalb nach ihrem Aufbau und dem heutigen Angebot ein, nicht als persönliche Rangliste.

Ignacio Lobatos „EPC Handbook“ und das „PCT & UP Handbook“ verfolgen genau diesen prüfungsnahen Ansatz. Statt einer langen Kommentierung entlang jeder einzelnen Vorschrift werden wiederkehrende Verfahrensfragen wie Fristen, Rechtsbehelfe, Gebühren, Priorität, Änderungen oder Vertretung zusammengeführt. Die 2026er Ausgaben sind ausdrücklich auf die EQE 2027 ausgerichtet. Wenn Du beim Lösen eher von der Frage „Was muss ich in dieser Situation tun?“ als von einer bestimmten Artikelnummer ausgehst, kann diese Ordnung gut passen.

Einen anderen Weg gehen EPC.App und PCT.App. Dahinter stehen elektronisch bearbeitbare Kommentare, in die Du eigene Anmerkungen einfügen kannst, ohne sie beim nächsten Update zu verlieren. Aus der persönlichen Fassung lässt sich wiederum eine druckbare PDF- oder Print-on-Demand-Version erzeugen. PCT.App ist seit September 2026 ausdrücklich für die EQE 2027 aktualisiert; die EPC.App-Ausgabe vom April 2026 ist für die Vorbereitung auf 2027 vorgesehen. Interessant finde ich daran weniger das Wort „App“ als die Möglichkeit, während der Vorbereitung ein eigenes, mitwachsendes Nachschlagewerk aufzubauen. Für die Prüfung selbst musst Du natürlich mit den dann zulässigen Hilfsmitteln arbeiten.

Für deutschsprachige Kandidaten können außerdem die „EPÜ-, EPGÜ- und PCT-Tabellen“ von Gabriel, Renz und Stingl interessant sein. Sie ordnen Verfahrenshandlungen, Fristen, Gebühren, Rechtsgrundlagen und Möglichkeiten zur Mängelbeseitigung in miteinander verknüpften Tabellen und Rechtsketten. Die 15. Auflage mit Rechtsstand September 2026 ist derzeit für Dezember 2026 angekündigt. Ich würde deshalb nicht versehentlich noch eine ältere Ausgabe als „aktuell für 2027“ kaufen, sondern den Erscheinungstermin im Auge behalten.

Meine Erfahrungen mit dem Kley-Kommentar

Mit dem Kley-Kommentar zum EPÜ habe ich in meiner Vorbereitung besonders gern gearbeitet. Mir gefiel, dass ich Artikel, Regeln und weitere Fundstellen gut zusammen nachschlagen konnte. Ob Dir derselbe Aufbau liegt, würde ich einfach an ein paar Fragen ausprobieren. Vielleicht kommst Du mit einem anderen Kommentar besser zurecht.

Die aktuellen Angebote zu Ergänzungslieferungen und digitalen Fassungen findest Du beim jeweiligen Anbieter.

Auf meinem damaligen Prüfungstisch nahmen die Ordner allerdings ziemlich viel Platz ein. Deshalb würde ich auch heute vor einer Entscheidung ausprobieren, wie sich mit der gewählten Ausgabe am vorgesehenen Arbeitsplatz arbeiten lässt und ob sie unter den aktuellen Prüfungsbedingungen nutzbar ist.

Breitere Kommentare und praktische Arbeitshilfen

Den Schulte* habe ich zur Vorbereitung genutzt, aber nicht in meiner damaligen Prüfung. Für ausführlichere Hintergründe war der breitere Zugang interessant. Bei einer EQE-Antwort muss man jedoch sorgfältig unterscheiden, ob gerade deutsches Recht, das EPÜ oder eine persönliche Auffassung erläutert wird. Der Link führt zu dem heute von mir ausgewählten Angebot; meine damaligen Erfahrungen beziehen sich auf die früher verwendete Ausgabe.

Auch Singer/Stauder* gehört zu meiner Sammlung breiterer EPÜ-Kommentare. Bevor Du Dir ein solches Werk anschaffst, würde ich an ein paar konkreten Fragen ausprobieren, wie gut Du damit zurechtkommst und ob Du diese Tiefe für Deine Vorbereitung brauchst.

Die Tabellen, Checklisten und Formulierungsvorschläge in der damaligen „Verfahrenspraxis EPÜ und PCT“ von Gruner und Großmann gefielen mir schon bei meiner Besprechung des 2016 erschienenen Werks. Das oben verlinkte Angebot von Arlett Großmann ersetzt diese alte Literaturangabe für eine heutige Anschaffung.

Historischer Rückblick: „Procedural Law under the EPC“ gehörte ebenfalls zu meinen damaligen Literaturhinweisen. Die damals genannte Ausgabe ist veraltet. Mulders „The Cross-Referenced Patent Cooperation Treaty“ bleibt als weiterer Titel in der Sammlung. Bei beiden ist die konkrete Ausgabe entscheidend, wenn Du mit ihren Verfahrensangaben arbeiten möchtest.

Was ich vor einer Anschaffung fragen würde

Deckt das Werk Dein Thema und den benötigten Rechtsstand ab? Findest Du eine Vorschrift auch unter Zeitdruck? Sind Ergänzungen nachvollziehbar? Passt die Ausgabe zu den zugelassenen Hilfsmitteln? Hast Du überhaupt Zeit, Dich mit einem neuen System vertraut zu machen?

Ein guter Kommentar kann Dir das Nachschlagen erheblich erleichtern. Ob Du die gefundene Stelle auch richtig auf den Fall anwenden kannst, merkst Du aber erst beim Lösen einer Aufgabe. Nimm deshalb neben dem Kommentar immer wieder die offiziellen Rechtsquellen und die Prüferberichte zur Hand.

Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Text überarbeitet am 20. Oktober 2026.



Einleitende Literatur

Wenn man am Anfang der Ausbildung steht, kann das Geflecht aus Artikeln, Regeln und Querverweisen ziemlich unübersichtlich wirken. Eine gute Einführung hilft, erst einmal den Weg einer Anmeldung zu verstehen. Danach lassen sich die Einzelheiten viel besser einordnen.

Mit den offiziellen Leitfäden beginnen

Über die Rechtstexte des EPA findest Du den Leitfaden zum europäischen Patent und den Euro-PCT-Leitfaden. Der eine erklärt den europäischen Weg, der andere die Rolle des EPA im PCT-Verfahren. Für den Einstieg würde ich beide Wege bewusst nebeneinander betrachten: Welche Schritte gibt es, wer handelt und wann entsteht welche Rechtsfolge?

Die WIPO bietet außerdem den PCT-Leitfaden für Anmelder. Er reicht deutlich über eine kurze Einführung hinaus. Du musst ihn nicht von der ersten bis zur letzten Seite lesen, um mit dem PCT anzufangen. Nutze ihn zunächst für die Fragen, die sich aus Deiner konkreten Übung ergeben.

Verfahren im Zusammenhang sehen

Wenn Du die Verfahrensschritte gern in Übersichten und Entscheidungspfaden vor Dir hast, würde ich mir Arlett Großmanns „Verfahrenspraxis EPÜ und PCT: Übersichten – Praxistipps – Entscheidungspfade zum EPÜ, PCT und Einheitspatent“* ansehen. Gerade beim Lernen hilft es, nicht nur die einzelne Vorschrift, sondern auch ihre Stelle im Verfahren zu sehen.

Eine historische Leseerfahrung: Tobias Bremi

In meiner früheren Vorbereitung habe ich Tobias Bremis „The European Patent Convention and Proceedings before the European Patent Office“ als gut zugängliche Einführung empfunden. Die Kontrollfragen waren hilfreich, um zu sehen, ob ich einen Abschnitt tatsächlich verstanden hatte. Die damals von mir verwendete Ausgabe ist inzwischen allerdings veraltet. Ich lasse diese Erfahrung deshalb als historischen Hinweis stehen; eine Kaufempfehlung für diese Ausgabe ist sie heute nicht mehr.

Hast Du den Ablauf wirklich verstanden?

Nach einem Abschnitt würde ich das Buch schließen und den Ablauf selbst skizzieren. Was löst den nächsten Schritt aus? Was muss der Anmelder tun? Was passiert, wenn er nichts tut? Anschließend bearbeitest Du einen passenden Fall.

So merkst Du schneller, ob nur die Formulierungen vertraut geworden sind oder ob Du den Zusammenhang tatsächlich anwenden kannst. Für F und M2 ist das besonders hilfreich; für M4 kommt später die Frage hinzu, welcher Weg dem Mandanten konkret nützt.

Wenn die Grundlagen stehen, geht es mit Kommentaren und den offiziellen Aufgaben und Prüferberichten weiter.

Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Text überarbeitet am 28. September 2026.



Publikationen und Online-Quellen speziell für die EQE

Für die Vorbereitung brauchst Du Material, das nicht nur das Recht erklärt, sondern Dich an die konkrete Prüfungsarbeit heranführt. An erster Stelle stehen für mich die offiziellen Aufgaben und Prüferberichte. Ergänzende Bücher können die Methoden dahinter verständlicher machen.

Mit dem Compendium arbeiten

Im EPA-Compendium findest Du die veröffentlichten Prüfungsaufgaben, Prüferberichte und verfügbaren Bewerberarbeiten. Für die Umstellung sind insbesondere die tatsächlichen Aufgaben von 2026 und die Probeaufgaben für M3 und M4 interessant.

Bearbeite eine Aufgabe zuerst selbst. Danach liest Du den Bericht mit Deiner Antwort daneben. Eine gute Bewerberarbeit kann Dir zeigen, wie eine Lösung praktisch aussieht. Sie ist aber keine verbindliche Musterlösung und muss nicht in jedem Punkt optimal sein.

Wenn Du eine M3- oder M4-Probeaufgabe als Simulation bearbeitest, lege Dir den Zeitplan 2027 daneben. Die Zeitangaben auf den älteren Mock-Deckblättern entsprechen nicht durchgehend diesem Ablauf.

Meine früheren Besprechungen von A-, C- und D-Book

Zur Offenlegung: Die besprochenen Bücher hat mir der Verlag damals kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Bewertung war davon unabhängig. Was ich hier darüber schreibe, bezieht sich auf diese Ausgaben und auf die damalige Prüfung. Bei einer heutigen Anschaffung musst Du also noch prüfen, was inzwischen aktualisiert wurde.

Beim A-Book von Wäckerlin/Marsman fand ich den detaillierten Ansatz zur Anspruchsanalyse hilfreich. Tabellen können die Unterschiede zwischen Erfindung und Stand der Technik sichtbar machen. Man muss die Methode aber so einüben und begrenzen, dass in der Prüfung noch Zeit für die eigentliche Antwort bleibt.

Historischer Rückblick: das C-Book von Chandler/Meinders. Die damals von mir besprochene Ausgabe ist inzwischen veraltet. Interessant fand ich die ausführliche Behandlung von Informationsauswertung, Matrixansätzen und Argumentation. Diese Grundfragen bleiben für M3.3 wichtig, auch wenn sich der heutige Auftrag beispielsweise auf Einwendungen Dritter statt auf einen Einspruch richten kann.

Beim D-Book von Rudge gefiel mir die Gliederung nach wiederkehrenden rechtlichen Problemen. Ich habe es als Ausgangspunkt zum vertieften Nachlesen betrachtet, nicht als vollständige Liste aller künftig denkbaren Fragen. Die damals besprochene Ausgabe von 2019 ist keine aktuelle Rechtsquelle für 2027. Für M4 musst Du außerdem den Schritt zur konkreten Beratung üben.

Weitere Sammlungen bewusst auswählen

Auch die Übungsliteratur von DeltaPatents gehörte zu meiner Vorbereitung. Prüfe bei heutigen Angeboten, für welches Modul und welchen Rechtsstand sie ausgearbeitet sind. Eine neue Gestaltung oder ein neuer Titel beantwortet diese Frage noch nicht.

Daneben stellt das EPA einen eigenen Vorbereitungsleitfaden zur EQE zur Verfügung. Er ordnet die Vorbereitung über die Ausbildungsjahre, beschreibt die einzelnen Aufgaben und gibt Hinweise dazu, wann stärker mit Übungs- und Prüfungsaufgaben gearbeitet werden sollte. Für mich ist er vor allem als Orientierung interessant: Er zeigt, welche Fähigkeiten nach und nach aufgebaut werden sollen. Für die konkrete Rechtslage und den Prüfungsablauf bleiben die jeweils aktuellen Vorschriften, Mitteilungen und Bewerberanweisungen maßgeblich.

Die zurzeit verfügbare 14. Auflage stammt vom Oktober 2025. Eine Ausgabe 2026 ist angekündigt. Gerade in der Übergangsphase zur vollständig modularen EQE würde ich deshalb bei älteren Hinweisen immer prüfen, ob sich inzwischen der Prüfungsablauf oder eine Regel geändert hat.

Auf derselben EPA-Seite für EQE-Kandidaten findest Du inzwischen auch E-Learning und aktuelle Trainingsangebote. Ich würde daraus aber keine weitere Materialsammlung aufbauen. Nimm ein Angebot dann hinzu, wenn es zu einer Lücke passt, die Du in Deinen eigenen Aufgaben tatsächlich gesehen hast.

Indexe und Fragenbücher als Ergänzung

Nicht jedes hilfreiche Buch muss ein Kommentar sein. Manchmal ist das eigentliche Problem in der Prüfung nicht, dass Du den Stoff nie gelernt hast, sondern dass Du die richtige Rechtsgrundlage unter Zeitdruck nicht wiederfindest. Genau dafür ist der „Topic-Related Index to the EPC, PCT and UP/UPC“ gedacht. Die 2026er Ausgabe ordnet dreizehn größere Themen in Tabellen und führt von dort zu EPÜ, PCT, Richtlinien, PCT Applicant’s Guide sowie den wichtigsten Grundlagen zu Einheitspatent und UPC. Das ist kein Buch, das Dir die rechtliche Begründung abnimmt. Als Wegweiser kann es aber nützlich sein, wenn Du das Problem erkannt hast und nun schnell zur richtigen Fundstelle kommen möchtest.

Für das eigentliche Üben gibt es daneben aktuelle Fragenbücher von DeltaPatents. „Basic Legal Questions for the Foundation Paper“ arbeitet bewusst auch mit offenen Fragen, damit nicht nur die richtige Auswahl, sondern die rechtliche Herleitung geübt wird. Die Ausgabe vom August 2026 ist für die EQE 2027 bestimmt. Für M2 gibt es mit „Main Exam Questions for Paper M2“ eine deutlich umfangreichere Sammlung mit mehr als 630 aktualisierten Rechts- und Prüfungsfragen; rund 215 davon sind als Kernbestand für die Vorbereitung ausgewählt.

Ich würde aus diesen Zahlen keinen Wettbewerb machen. 630 bearbeitete Fragen sind kein Selbstzweck. Interessant wird eine solche Sammlung dann, wenn Du nach einer Übungsarbeit merkst, dass Dir beispielsweise bei Priorität, Weiterbehandlung oder PCT-Fristen noch die Sicherheit fehlt. Dann kannst Du einige gezielte Fragen dazu bearbeiten, die Fehlerursache verstehen und anschließend wieder an eine vollständige Aufgabe gehen. Genau dafür sind Fragenbücher für mich nützlicher als zum bloßen Abhaken möglichst vieler Fälle.

Online-Quellen als Ergänzung

Die EPA-Rechtstexte und die PCT-Seiten der WIPO sind gute Ausgangspunkte für die Quellenarbeit. Diskussionen in Lerngruppen, Foren oder Blogs können auf Probleme aufmerksam machen. Eine dort überzeugend klingende Lösung solltest Du aber an der Rechtsgrundlage und gegebenenfalls am offiziellen Bericht prüfen.

Mein Rat: Sammle nicht nur Antworten. Notiere auch, weshalb Deine erste Überlegung falsch war und wie Du den Fehler bei einer neuen Aufgabe erkennen würdest. Genau daraus entsteht eine Vorbereitung, die über das Wiedererkennen alter Fälle hinausgeht.

Text überarbeitet am 20. Oktober 2026.