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Bücher und Kommentare

Ein gutes Nachschlagewerk kann Dir in der Vorbereitung viel Zeit sparen. Es muss aber zu Deiner Arbeitsweise passen. Ich würde deshalb nicht einfach den dicksten Kommentar kaufen, sondern mit ein paar typischen Fragen ausprobieren, wie gut Du darin zum Ergebnis kommst.

Hier habe ich meine Erfahrungen mit den damals verwendeten Büchern und Kommentaren zusammengestellt. Vielleicht hilft Dir das bei der Auswahl. Für einen heutigen Kauf würde ich daneben die aktuelle Auflage, die Art der Aktualisierung und die Handhabung an ein paar typischen Prüfungsfragen vergleichen.

Einführungen und Fragenbücher

Für die heutige Vorbereitung habe ich Arlett Großmanns „Verfahrenspraxis EPÜ und PCT: Übersichten – Praxistipps – Entscheidungspfade zum EPÜ, PCT und Einheitspatent“* in die Liste aufgenommen. Übersichten und Entscheidungspfade können Dir helfen, Artikel und Regeln im Zusammenhang zu lernen. Eine ausführlichere Einführung in diese Art von Literatur findest Du unter Einleitende Literatur.

Historischer Rückblick: Tobias Bremi habe ich damals als verständlichen Einstieg in das europäische Verfahren gelesen. Mir gefielen der zusammenhängende Aufbau und die Kontrollfragen. Günter Galls „Die europäische Patentanmeldung und der PCT in Frage und Antwort“ ergänzte diesen Zugang durch konkrete Fragen mit ausführlichen Antworten. Die von mir verwendeten Ausgaben sind heute veraltet; Galls Ausgabe stammt aus 2011. Als Erfahrung aus meiner damaligen Vorbereitung möchte ich die Bücher hier trotzdem noch erwähnen.

EPÜ und PCT gezielt nachschlagen

Vissers „The Annotated European Patent Convention“ war für mich vor allem ein Nachschlagewerk. Ich würde es nicht wie einen Roman von vorne nach hinten lesen. Sein Nutzen lag für mich darin, zu einer konkreten Frage die einschlägigen Vorschriften und Zusammenhänge zu finden.

Eine heute sehr präsente Alternative ist Jelle Hoekstras „References to the European Patent Convention“. Ich habe dieses Werk nicht selbst in meiner damaligen EQE benutzt; deshalb möchte ich hier nicht so tun, als könnte ich aus eigener Prüfungserfahrung einen Sieger zwischen beiden ausrufen. Der Aufbau ist aber deutlich anders. Hoekstra stellt die Regeln an den passenden Stellen zu den Artikeln, bindet zahlreiche Richtlinienfundstellen, ausgewählte Entscheidungen, Nebenbestimmungen, den Euro-PCT-Weg sowie viele Tabellen und Flowcharts ein. Wer gern von einer Vorschrift aus möglichst viele zugehörige Fundstellen unmittelbar vor Augen hat, kann damit schneller zurechtkommen als mit einem kompakteren Kommentar.

Wenn Du die Möglichkeit hast, würde ich Visser und Hoekstra nicht nach Umfang oder Rezensionen auswählen, sondern mit denselben drei oder vier Fragen testen. Nach einer halben Stunde merkst Du meist recht gut, in welchem System Du eine Frist, einen Rechtsbehelf oder eine Ausnahme schneller wiederfindest. Die Hoekstra-Ausgabe für die EQE 2027 ist für den Herbst 2026 angekündigt; prüfe beim Kauf deshalb, welche Ausgabe Du tatsächlich vor Dir hast.

Historischer Rückblick: Malte Köllners „PCT-Handbuch“ war für mich eine Arbeitshilfe für die Frage „Wo steht was im PCT?“. Die damalige Ausgabe ist inzwischen veraltet. Aus diesem Umfeld ist inzwischen der wesentlich umfassendere „Annotated PCT“ von Barbara Heidecke, Thomas Henninger, Malte Köllner und Piotr Wierzejewski hervorgegangen. Er kommentiert den PCT artikel- und regelweise und verbindet Rechtsgrundlagen, Querverweise und praktische Erläuterungen. Die 2025er Fassung wurde durch ein Supplement bis zu den für 2026 relevanten Änderungen ergänzt; eine zweite Auflage ist für November 2026 angekündigt. Für eine schnelle einzelne Fundstelle ist ein solches Großwerk nicht automatisch die beste Lösung, für ein tieferes Verständnis schwieriger PCT-Fragen kann es aber sehr hilfreich sein.

Auch die Sprache kann eine Rolle spielen. Wenn Du auf Deutsch schreibst, hilft eine vertraute deutsche Formulierung. Das bedeutet aber nicht, dass das Abschreiben eines Artikels die Anwendung auf den Fall ersetzt.

Neuere Arbeits- und Prüfungsnachschlagewerke

Zwischen dem klassischen Kommentar und den eigenen Notizen gibt es inzwischen einige Werke, die von vornherein stärker auf die Arbeit unter Zeitdruck zugeschnitten sind. Die folgenden Titel habe ich nicht selbst in meiner damaligen Prüfung benutzt. Ich ordne sie deshalb nach ihrem Aufbau und dem heutigen Angebot ein, nicht als persönliche Rangliste.

Ignacio Lobatos „EPC Handbook“ und das „PCT & UP Handbook“ verfolgen genau diesen prüfungsnahen Ansatz. Statt einer langen Kommentierung entlang jeder einzelnen Vorschrift werden wiederkehrende Verfahrensfragen wie Fristen, Rechtsbehelfe, Gebühren, Priorität, Änderungen oder Vertretung zusammengeführt. Die 2026er Ausgaben sind ausdrücklich auf die EQE 2027 ausgerichtet. Wenn Du beim Lösen eher von der Frage „Was muss ich in dieser Situation tun?“ als von einer bestimmten Artikelnummer ausgehst, kann diese Ordnung gut passen.

Einen anderen Weg gehen EPC.App und PCT.App. Dahinter stehen elektronisch bearbeitbare Kommentare, in die Du eigene Anmerkungen einfügen kannst, ohne sie beim nächsten Update zu verlieren. Aus der persönlichen Fassung lässt sich wiederum eine druckbare PDF- oder Print-on-Demand-Version erzeugen. PCT.App ist seit September 2026 ausdrücklich für die EQE 2027 aktualisiert; die EPC.App-Ausgabe vom April 2026 ist für die Vorbereitung auf 2027 vorgesehen. Interessant finde ich daran weniger das Wort „App“ als die Möglichkeit, während der Vorbereitung ein eigenes, mitwachsendes Nachschlagewerk aufzubauen. Für die Prüfung selbst musst Du natürlich mit den dann zulässigen Hilfsmitteln arbeiten.

Für deutschsprachige Kandidaten können außerdem die „EPÜ-, EPGÜ- und PCT-Tabellen“ von Gabriel, Renz und Stingl interessant sein. Sie ordnen Verfahrenshandlungen, Fristen, Gebühren, Rechtsgrundlagen und Möglichkeiten zur Mängelbeseitigung in miteinander verknüpften Tabellen und Rechtsketten. Die 15. Auflage mit Rechtsstand September 2026 ist derzeit für Dezember 2026 angekündigt. Ich würde deshalb nicht versehentlich noch eine ältere Ausgabe als „aktuell für 2027“ kaufen, sondern den Erscheinungstermin im Auge behalten.

Meine Erfahrungen mit dem Kley-Kommentar

Mit dem Kley-Kommentar zum EPÜ habe ich in meiner Vorbereitung besonders gern gearbeitet. Mir gefiel, dass ich Artikel, Regeln und weitere Fundstellen gut zusammen nachschlagen konnte. Ob Dir derselbe Aufbau liegt, würde ich einfach an ein paar Fragen ausprobieren. Vielleicht kommst Du mit einem anderen Kommentar besser zurecht.

Die aktuellen Angebote zu Ergänzungslieferungen und digitalen Fassungen findest Du beim jeweiligen Anbieter.

Auf meinem damaligen Prüfungstisch nahmen die Ordner allerdings ziemlich viel Platz ein. Deshalb würde ich auch heute vor einer Entscheidung ausprobieren, wie sich mit der gewählten Ausgabe am vorgesehenen Arbeitsplatz arbeiten lässt und ob sie unter den aktuellen Prüfungsbedingungen nutzbar ist.

Breitere Kommentare und praktische Arbeitshilfen

Den Schulte* habe ich zur Vorbereitung genutzt, aber nicht in meiner damaligen Prüfung. Für ausführlichere Hintergründe war der breitere Zugang interessant. Bei einer EQE-Antwort muss man jedoch sorgfältig unterscheiden, ob gerade deutsches Recht, das EPÜ oder eine persönliche Auffassung erläutert wird. Der Link führt zu dem heute von mir ausgewählten Angebot; meine damaligen Erfahrungen beziehen sich auf die früher verwendete Ausgabe.

Auch Singer/Stauder* gehört zu meiner Sammlung breiterer EPÜ-Kommentare. Bevor Du Dir ein solches Werk anschaffst, würde ich an ein paar konkreten Fragen ausprobieren, wie gut Du damit zurechtkommst und ob Du diese Tiefe für Deine Vorbereitung brauchst.

Die Tabellen, Checklisten und Formulierungsvorschläge in der damaligen „Verfahrenspraxis EPÜ und PCT“ von Gruner und Großmann gefielen mir schon bei meiner Besprechung des 2016 erschienenen Werks. Das oben verlinkte Angebot von Arlett Großmann ersetzt diese alte Literaturangabe für eine heutige Anschaffung.

Historischer Rückblick: „Procedural Law under the EPC“ gehörte ebenfalls zu meinen damaligen Literaturhinweisen. Die damals genannte Ausgabe ist veraltet. Mulders „The Cross-Referenced Patent Cooperation Treaty“ bleibt als weiterer Titel in der Sammlung. Bei beiden ist die konkrete Ausgabe entscheidend, wenn Du mit ihren Verfahrensangaben arbeiten möchtest.

Was ich vor einer Anschaffung fragen würde

Deckt das Werk Dein Thema und den benötigten Rechtsstand ab? Findest Du eine Vorschrift auch unter Zeitdruck? Sind Ergänzungen nachvollziehbar? Passt die Ausgabe zu den zugelassenen Hilfsmitteln? Hast Du überhaupt Zeit, Dich mit einem neuen System vertraut zu machen?

Ein guter Kommentar kann Dir das Nachschlagen erheblich erleichtern. Ob Du die gefundene Stelle auch richtig auf den Fall anwenden kannst, merkst Du aber erst beim Lösen einer Aufgabe. Nimm deshalb neben dem Kommentar immer wieder die offiziellen Rechtsquellen und die Prüferberichte zur Hand.

Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Text überarbeitet am 20. Oktober 2026.



Checkliste für die „Toolbox“

Mein Prüfungskoffer – die Arbeitsmittel vor der Prüfung zusammenstellen und ausprobieren
Ein Werkzeugkoffer, heute packen wir ihn eher im übertragenen Sinn.

Meinen Prüfungskoffer habe ich damals schon einige Wochen vor der EQE gepackt und bei den letzten Übungsklausuren benutzt. Dabei merkte ich recht schnell, was fehlte, wonach ich ständig suchen musste und was ich auch zu Hause hätte lassen können. Diesen Gedanken würde ich beibehalten, auch wenn der Koffer heute eher ein eingerichteter Arbeitsplatz ist.

Die Ausstattung hat sich allerdings ziemlich verändert. Schere und Klebestift hatten ihren Sinn, als wir Anspruchssätze noch auseinanderschnitten und neu zusammenklebten. Bei der heutigen Online-Prüfung hilft Dir eine vertraute Tastatur erheblich mehr. Zugleich sind Papierunterlagen keineswegs nutzlos geworden: Eine gut vorbereitete Übersicht, die Du mit einem Griff aufschlägst, kann immer noch schneller sein als eine Suche am Bildschirm.

Ich habe die Liste deshalb auf Dinge beschränkt, die Dir bei der Vorbereitung oder am Prüfungsplatz einen konkreten Handgriff erleichtern. Vieles wirst Du bereits besitzen. Die Kästchen kannst Du auf einem Ausdruck abhaken. Sie sind dafür gedacht, die vorhandene Ausstattung einmal durchzugehen und anschließend gezielt zu ergänzen, was Dir noch fehlt.

Werbung / Affiliate-Links. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Wenn Du über einen der entsprechend gekennzeichneten Produktlinks einkaufst, unterstützt Du damit diese Seite. Die verlinkten Produkte sind Beispiele für die beschriebene Ausstattung; ich habe nicht jedes davon selbst ausprobiert.

Erst die Arbeitsweise, dann das Material

Bei Unterlagen würde ich mich zunächst für ein Grundsystem entscheiden. Wer gerne mit einer gebundenen Sammlung arbeitet, wird mit Ordnern und Registerblättern gut zurechtkommen. Wer seine Übungsaufgaben lieber lose nach Themen sortiert, kann stattdessen Hängemappen verwenden. Beides vollständig anzuschaffen, nur weil es in einer Checkliste steht, bringt Dir noch keine bessere Vorbereitung.

Wichtiger ist, dass Du die für Dich typischen Suchwege einübst. Meine Sammlung würde beispielsweise ein gut sichtbares Register „Fristen“ bekommen. Dahinter liegen eine kurze Berechnungsübersicht und die passenden Rechtsgrundlagen. Die vorbereiteten Formulierungen für häufige Fragen beschreibe ich im Beitrag über die „niedrig hängenden Früchte“. Gemeint sind damit Begründungsschritte, die immer wieder vorkommen und die man so gut vorbereiten kann, dass sie in der Prüfung wenig Zeit kosten.

Die Einkaufsliste für Deine Vorbereitung und Deinen Prüfungsplatz

Bestand Ausstattung Wobei sie Dir hilft
□ vorhanden
□ fehlt
Beschriftbare Haftstreifen bei Amazon (Affiliate-Link) Häufig benötigte Stellen in Gesetzestexten, Kommentaren und eigenen Unterlagen aufschlagen. Achte auf ausreichend Schreibfläche und darauf, dass die Register beim wiederholten Blättern halten.
□ vorhanden
□ fehlt
Ordner für Deine Unterlagen bei Amazon (Affiliate-Link) Eine überschaubare Sammlung eigener Unterlagen zusammenstellen. Wähle die Rückenbreite nach Deinem tatsächlichen Umfang; ein übervoller Ordner lässt sich schlecht benutzen.
□ vorhanden
□ fehlt
Trennstreifen zum Beschriften bei Amazon (Affiliate-Link) Die Sammlung nach Deinen Suchbegriffen gliedern, etwa „Fristen“, „Änderungen“ und „Erfinderische Tätigkeit“. Beschrifte die Trennstreifen so, dass Du Deine Themen beim Aufschlagen sofort wiederfindest; Format und Lochung müssen zum Ordner passen.
□ vorhanden
□ fehlt
Box für die Hängeregistratur bei Amazon (Affiliate-Link) Eine Alternative für lose Unterlagen und Übungsaufgaben während der Lernphase. Die Box muss zu den ausgewählten Hängemappen passen und gut erreichbar stehen.
□ vorhanden
□ fehlt
Hängetaschen für lose Übungsunterlagen bei Amazon (Affiliate-Link) Aufgabe, eigene Bearbeitung und Prüferbericht gemeinsam ablegen. Ein beschriftbarer Reiter hilft, die betreffende Aufgabe beim nächsten Durchgang wiederzufinden.
□ vorhanden
□ fehlt
STABILO BOSS, Viererset (7004-3) bei Amazon (Affiliate-Link) Für gedruckte Übungsaufgaben und eigene Unterlagen genügen zunächst drei gut unterscheidbare, helle Farben. Die markierten Wörter müssen lesbar bleiben. Das verlinkte Viererset enthält Gelb, Grün und Blau für den Dreifarbencode; Orange kannst Du dafür einfach beiseitelegen.
□ vorhanden
□ fehlt
Logitech K120 (USB, deutsches QWERTZ) bei Amazon (Affiliate-Link) Eine mögliche Ergänzung, wenn Du auf der vorhandenen Tastatur häufig daneben greifst oder längere Antworten unbequem werden. Tastenanordnung, Anschluss und Schreibgefühl sollten zu Dir und Deinem Rechner passen. Das Beispiel hat deutsches QWERTZ-Layout und benötigt USB-A.
□ vorhanden
□ fehlt
Logitech B100 (USB-Maus) bei Amazon (Affiliate-Link) Textstellen gezielt auswählen und längere Dokumente sicher durchgehen. Eine einfache, vertraute Maus genügt; besondere Zusatzfunktionen sind für diesen Zweck kein Kaufargument.
□ vorhanden
□ fehlt
KabelDirekt Cat 6, 5 m bei Amazon (Affiliate-Link)
Bei Bedarf: TP-Link UE300C (USB-C auf LAN) bei Amazon (Affiliate-Link)
Den Rechner direkt mit dem Router verbinden. Miss den Kabelweg vorher aus. Einen Adapter brauchst Du nur, wenn der Rechner keinen passenden Netzwerkanschluss hat; prüfe dann insbesondere den Anschluss am Rechner. Der verlinkte Adapter benötigt USB-C; für einen Rechner mit ausschließlich USB-A brauchst Du eine andere Ausführung.

Für kurze Notizen reichen daneben ein einfacher Papierblock und zwei vertraute Stifte, von denen einer die Reserve ist. Die besondere Stiftsammlung aus meiner damaligen Papierprüfung gehört für mich inzwischen eher zur Erinnerung als auf Deine Einkaufsliste.

Was gehört in die Lernphase, was an den Prüfungstag?

Die Hängemappen können während der Vorbereitung die gesamte Sammlung aufnehmen. Am Prüfungstag würde ich davon nur die Unterlagen griffbereit haben wollen, die ich auch tatsächlich benutze. Aufgaben, eigene Lösungen und Prüferberichte sind beim Nacharbeiten einer Klausur wertvoll. Wenn ich dagegen gerade eine Rechtsgrundlage suche, sollte ich mich nicht erst durch sämtliche Übungsaufgaben arbeiten müssen.

Auch die Textmarker haben weiterhin ihren Platz. Im Beitrag „Die Hinweise stehen schon im Text: Aufgabe A 2026 mit System lesen“ zeige ich an einem konkreten Beispiel, wie ich Hinweise auf den Auftrag, wesentliche Merkmale und mögliche Rückfallpositionen herausarbeiten würde. Das kannst Du mit einem Ausdruck gut einüben. Für die Prüfung selbst gehört anschließend ein Durchgang am Bildschirm dazu: Ab 2027 gibt es keine Vorabausdrucke der Prüfungsaufgaben mehr. Das hat das EPA in seinen Hinweisen zur Online-Prüfung angekündigt.

Bücher und eigene Papierunterlagen sind nach den derzeit veröffentlichten Bewerberanweisungen für 2026 vorgesehen. Sobald die vollständigen Anweisungen für 2027 vorliegen, gehören sie zu unserem letzten Abgleich des Prüfungsplatzes. Die jeweils einschlägigen Hinweise und die technischen Anforderungen findest Du gesammelt unter EQE Online.

Am Rechner würde ich gezielt nachbessern

Wenn Du mit Deiner vorhandenen Tastatur und Maus gut zurechtkommst, gibt es für die EQE keinen besonderen Grund, sie auszutauschen. Anders sieht es aus, wenn Dir bei einer längeren Übung ständig Eingabefehler passieren oder das Markieren mit dem Touchpad unnötig mühsam wird. Dann lohnt sich ein anderes Eingabegerät durchaus, allerdings früh genug, um damit vertraut zu werden. Ein paar Gedanken zur Eingabe findest Du unter 10-Finger-Schreiben.

Dasselbe gilt für den Bildschirm: Wenn Du auf einem kleinen Notebook ständig zwischen kaum lesbaren Ausschnitten hin- und herschiebst, lohnt sich ein Blick auf Deinen Arbeitsplatz. Ob ein anderer Bildschirm sinnvoll ist, hängt von der vorhandenen Ausstattung und der für Deine Prüfung zulässigen Konfiguration ab. Einen Monitor würde ich daher erst auswählen, wenn diese beiden Fragen geklärt sind.

Eine kabelgebundene Internetverbindung empfiehlt das EPA ausdrücklich. Hier ist ein ausreichend langes LAN-Kabel oft die einfachste Ergänzung. Die gesamte Kombination aus Rechner, Verbindung, Kamera, Mikrofon und Prüfungssoftware würde ich anschließend im offiziellen Test ausprobieren, und zwar am vorgesehenen Arbeitsplatz.

Der Probelauf zeigt, was wirklich fehlt

Vor der letzten vollständigen Probeprüfung würde ich mir zusätzlich drei kleine Aufgaben stellen: eine bestimmte Stelle in einer Anlage finden und sauber zitieren, einen längeren Anspruch ändern und danach eine unterbrochene Frage wieder aufnehmen. Dabei zeigt sich recht schnell, ob die Notizen zu umfangreich sind, ein Register fehlt oder ein sonst gewohnter Handgriff im Antworteditor anders funktioniert.

Eine knappe Notiz wie „Priorität geklärt; Wirkung der Zwischenveröffentlichung noch offen“ hilft beim Wiedereinstieg. Für Fundstellen genügen häufig Dokument, Absatz oder Seite und ein paar Stichworte. Wie ich das auf dem Tisch und am Bildschirm ordnen würde, habe ich in „Ordnung auf dem Tisch“ beschrieben. Die Ausstattung soll diese Arbeitsweise unterstützen. Ob das gelungen ist, merkst Du daran, wie schnell Du eine bereits verstandene Information wiederfindest.

Zum letzten Durchgang gehören natürlich auch die organisatorischen Dinge: Zugang und Identifikation, Prüfungstage und Uhrzeiten, der Kontakt zur Aufsicht sowie der getestete Ablauf der Abgabe. Dafür würde ich den Beitrag EQE Online noch einmal neben die aktuellen EPA-Anweisungen legen.

Text überarbeitet am 28. September 2026.