Kennst Du das? Du sitzt in der U-Bahn und hast plötzlich eine gute Frage für die Lerngruppe im Kopf. Bis Du später am Schreibtisch sitzt, ist sie wieder weg. Ein Notizzettel kann helfen – sofern er nicht vorher selbst verschwindet.
Ich habe deshalb gern digitale Werkzeuge benutzt, um solche Gedanken gleich festzuhalten. Welche App Du dafür nimmst, ist für mich nicht die entscheidende Frage. Sie muss einfach genug sein, dass Du sie tatsächlich verwendest, und Du musst Deine Notizen später wiederfinden.
Eine einfache Aufgabenliste
Microsoft To Do hatte ich hier als Beispiel vorgestellt. Praktisch fand ich vor allem, dass ich einen Gedanken schnell notieren und später wieder aufgreifen konnte, etwa eine Idee für einen Blogbeitrag. Sonst ist die gute Idee manchmal schon verschwunden, bis man Zeit dafür hat.
Für die Prüfungsvorbereitung würde ich Aufgaben konkret formulieren: „Unterschied zwischen Weiterbehandlung und Wiedereinsetzung anhand von Fall X klären“ ist besser als „Fristen lernen“. Eine solche Liste funktioniert auch auf Papier oder in einer anderen Anwendung, die Du bereits beherrschst.
Ein Platz für Unterlagen und Fundstellen
Für ein elektronisches Notizbuch hatte ich Evernote als Beispiel gewählt. Bei einer solchen Ablage würde ich neben der Notiz immer auch die Quelle und den Anlass festhalten. Sonst findest Du später zwar eine schöne Zusammenfassung, weißt aber nicht mehr, ob sie zum aktuellen Rechtsstand oder zu einer alten Aufgabe gehört.
Kennzeichne deshalb Modul, Thema, Quelle und Stand. Trenne außerdem Deine eigene Erklärung von der offiziellen Regel. Ein Foto oder eine Sprachnotiz kann beim Sammeln helfen; auswerten und ordnen musst Du es anschließend trotzdem.
Gemeinsam den Überblick behalten
Trello habe ich als digitale Variante von Klebezetteln vorgestellt. Für eine Lerngruppe kann eine einfache Übersicht mit „offen“, „in Arbeit“ und „besprochen“ sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass jede Aufgabe einen Verantwortlichen und ein klares Ergebnis hat.
Eine aufwendige Projektverwaltung für drei Personen würde ich daraus nicht machen. Wenn Ihr mehr Zeit in das System als in die Aufgaben steckt, ist es zu kompliziert.
Was Du davon in der Prüfung verwenden darfst
Die genannten Apps sind Beispiele für die Vorbereitung. Ob ein Angebot zu Dir passt, würde ich an Deinem Alltag festmachen: Kannst Du eine Notiz unterwegs schnell erfassen und später am Arbeitsplatz wiederfinden? Vielleicht erfüllt das Programm, das Du ohnehin benutzt, diesen Zweck schon.
Vor allem gilt: Eine praktische Lern-App ist deshalb noch kein zugelassenes Prüfungshilfsmittel. Für die EQE zählt, was in der Prüfungsumgebung und nach den aktuellen Anweisungen erlaubt ist. Bereite Deine Unterlagen so vor, dass Du unter diesen Bedingungen damit arbeiten kannst.
Mein Rat wäre, mit möglichst wenigen Werkzeugen anzufangen. Eine verlässlich geführte Liste und eine gut auffindbare Ablage reichen oft weiter als die nächste neue App.
Text überarbeitet am 28. September 2026.
