Archiv der Kategorie: Werkzeugkasten

Zum Bestehen der EQE braucht man eine gute Ausrüstung.

Selbstorganisation: Nützliche Tools

Kennst Du das? Du bist unterwegs in der U-Bahn und plötzlich kommt ein Gedanke für Deine Lernvorbereitung auf den Du  gerne sofort festhalten willst?

Abhilfe schafft hier natürlich der gute, alte Notizzettel mit dem Du die Frage schnell festhalten kannst und somit den Kopf wieder „frei bekommst“.

Allerdings hat diese „Zettelwirtschaft“ auch Nachteile. Je nachdem wie organisiert Du bist, kann es durchaus vorkommen, dass diese Zettel auch verloren gehen. Außerdem ist nicht gesagt, dass man auch immer einen Zettel zur Hand hat, wenn man ihn braucht um einen Gedanken festzuhalten (z.B. in der U-Bahn oder im Auto).

Ich nutze daher sehr gerne Apps, die idealerweise plattformübergreifend eigensetzt werden können, und mit denen ich schnell meine Gedanken – nicht nur in einer Lernsituation – festhalten kann.

Drei Tools, die in diesem Sinne sehr gut funktionieren will ich hier kurz vorstellen:

Wunderlist

Wunderlist ist eigentlich primär als elektronische „to do“-Liste bzw. „Getting-things-Done“-Liste gedacht. Das Tolle an Wunderlist ist, dass diese App kostenlos ist und sowohl auf Android als auch auf Apple-Systemen läuft.

Somit ist die App immer in der Nähe: Auf meinem iPhone, meinem Samsung-Smartphone, auf meinem iPad und sogar auf meinem Computer.

Die Bedienung ist denkbar einfach. Intuitiv lassen sich Listen mit offenen Punkten erstellen, die man dann durch abhaken auch wieder abarbeiten kann. Eine Notizfunktion erlaubt auch längere Einträge innerhalb eines Listeneintrags. Die Einträge können auf verschiedene Arten sortiert werden und man kann die Listen sogar mit anderen Menschen teilen (z.B. eine Einkaufsliste). Wunderlist gleicht alle eingegebenen Daten über die Geräte ab, auf denen ein Nutzer angemeldet ist.

Ich nutze Wunderlist regelmäßig, um schnell Gedanken festzuhalten – unter anderem über welches Thema ich den nächsten Blogartikel schreiben will.

Evernote

Evernote ist eine Art elektronisches Notizbuch. Auch Evernote funktioniert plattformübergreifend und gleicht alle eingegebenen Daten über die Geräte ab, auf denen ein Nutzer angemeldet ist.

Evernote kommt in einer kostenlosen Basisversion, bei häufiger Nutzung auf mehr als zwei Geräten wird man aber eher auf die Plus- oder Premiumversion umsteigen wollen, die als Abo-System aufgebaut sind und € 29,99 bzw. € 59,99 im Jahr kostet.

Im Vergleich zu Wunderlist ist Evernote sehr viel umfangreicher. Das Ziel von Evernote ist das Sammeln, Ordnen und Finden von Notizen, Dokumenten und Fotos in verschiedensten Formaten. Daher lassen sich bei Evernote alle möglichen multimedialen Mittel nutzen, wie z.B. Audioaufnahmen und Fotografien, um Gedanken und Punkte festzuhalten. Selbst Handschriften sollen erkannt werden (obwohl ich diese Funktion bisher noch nie genutzt habe).

Durch das Einbinden von Multimedia-Dateien ist Evernote noch besser geeignet auch komplexere Fragestellungen festzuhalten. So könnte man z.B. beim Lernen eine Idee einfach diktieren oder per Foto festhalten, anstatt sie langwierig einzutippen.

Es ist ein wenig Geschmacksache, ob man diese Komplexität braucht oder eher mit dem einfacheren Wunderlist besser zurecht kommt.

Trello

Vielleicht kennt ihr die Organisation von Aufgaben mit Hilfe von „post-it“-Klebezetteln? Nun, Trello ist die elektronische Umsetzung dieses Konzepts.

Gerade wenn man in einer Lerngruppe arbeitet und seine Aufgaben unter verschiedenen Teilnehmern aufteilt, ist Trello sehr gut geeignet den Überblick darüber zu behalten, wer was gerade macht und das schon bearbeitet wurde bzw. noch aussteht.

Als Projektmanagementsoftware ermöglicht es Trello auf sogenannten Boards gemeinsam mit anderen Mitgliedern Listen zu erstellen. Diese Listen können beliebig bearbeitet und mit Checklisten, Anhängen und einem festgelegten Termin versehen werden.

Aufgaben können schnell von einem Teilnehmer zum anderen verschoben werden und man behält dennoch stets den Überblick.

Auch Trello funktioniert plattformübergreifend und gleicht alle eingegebenen Daten über die Geräte ab, auf denen die Nutzer angemeldet sind.

Alle Grundfunktionen der Anwendung können kostenlos genutzt werden, z. B. ein Board erstellen und mit anderen Mitgliedern bearbeiten. Allerdings sind Extrafunktionen wie Hintergrundbilder und Sticker nur für kostenpflichtige Gold-Accounts freigeschaltet.

Fristenberechnung

Die richtige Berechnung von Fristen ist eine wichtige Übung in der EPA-Prüfung. Vor allem in den Teilen C und D ist ein richtiger Umgang mit Fristen unumgänglich.

Da man in der Prüfung unter Zeitdruck steht, sollte man sich nicht darauf verlassen, dass die Fristenberechnung ebenso fehlerfrei und schnell abläuft, wie daheim im stillen Kämmerlein.

Man sollte daher bei der Fristenberechnung folgende „Werkzeuge“ vorbereiten:

1. Rechenschieber oder Schablone

Je nach handwerklicher Fertigkeit kann man sich eine Art Rechenschieber oder drehbare Schablone basteln, mit deren Hilfe die Fristen schnell „berechnen“ kann. Vor allem für die „unrunden“ Fristen, wie z.B. die 16- oder die 31-Monatsfrist sehr hilfreich.

Ich hatte z.B. den alten Rechenschieber meines Vaters einfach auf der Rückseite mit einem wasserfesten Stift so mit Skalen versehen, dass ich sowohl die Tagesfristen, als auch die wichtigsten „unrunden“ Monatsfristen schnell einstellen und ablesen konnte.

Natürlich habe ich vorher beim Prüfungssekretariat nachgefragt, ob das Mitnehmen eines solchen Rechenschiebers zulässig ist und dabei folgende Antwort erhalten: 

Wie in den Anweisungen an die Bewerber für den Ablauf der europäischen Eignungsprüfung unter I) 4) geschrieben, dürfen Sie jegliche Bücher und Unterlagen mitbringen, die Sie für die Beantwortung der Prüfungsaufgaben als nützlich erachten. Daher ist Ihre Schablone wie unten beschrieben auch erlaubt. Sie dürfen sie aber nicht Ihrem Antwortblatt beilegen.

Ich fand, dass der Rechenschieber ein sehr hilfreiches Tool war, um auch in der Hektik der Prüfung sicher zu stellen, dass die Fristenberechnung korrekt ist.

2. Vorbereitete Datumsblätter

Ich hatte in der Vergangenheit empfohlen für die Prüfung ein vorbereitetes Datumsblatt für das aktuelle und die zurückliegenden zwei Jahre dabei zu haben.

Allerdings gibt es hier die Mitteilung des EPA von 2013 zu beachten. Danach sind nicht alle Zeiten, in denen eine der EPA-Niederlassungen geschlossen ist, auch im offiziellen Kalender vermerkt.

Die offiziellen Kalender enthalten also nicht unbedingt alle geschlossenen Tage, sodass Tage, an denen die Annahmestellen des EPA tatsächlich geschlossen sind, in den Kalendern unter Umständen nicht als geschlossene Tage gekennzeichnet sind.

Natürlich sind die offiziell mit den Prüfungsunterlagen mitgelieferten Datumsblätter für die Prüfung verbindlich. Dies gilt übrigens nicht nur für selbst angefertigte Datumsblätter, sondern natürlich auch für irgendwelche Fristenscheiben oder ähnliche Hilfsmittel, die die Schließtage kennzeichnen.

Bei allen diesen Unterlagen gilt: Bei einem Fehler in den eigenen Unterlagen hat man dann leider Pech gehabt.

Daher ist die Anfertigung und Mitnahme eines eigenen Kalenders auf eigenes Risiko!

Was Du aber dennoch machen kannst ist die Kalender der zurückliegenden Jahre in den alten Prüfungsunterlagen hernehmen und die Schließtage dort markieren. Für das aktuelle Jahr musst Du dann noch in der Prüfung mit einem Farbmarker alle relevanten Feiertage anhand der in der Prüfung mitgelieferten Tabelle eintragen.

So sparst Du immer noch Zeit und das Risiko eines Fehlers – so lange Du sorgfältig arbeitest –  kann gering gehalten werden.

 

3. Checkliste für die richtige Fristenberechnung

Natürlich darf auch eine Checkliste für die richtige Fristenberechnung nach dem EPÜ und dem PCT inklusive der richtigen Artikel und Regeln nicht fehlen.

Auch hier gilt: Vorher Gehirnschmalz reinstecken, damit man in der Prüfung (so gut wie) nicht mehr denken muss.

  • Wovon leitet sich die 10-Tagesfrist ab?
  • Gibt es Unterschiede bei Zustellung per Post oder Mailbox?
  • Was ist bei verspäteter Zustellung zu beachten?
  • Wann verlängern sich die Fristen automatisch (Wochenden, Feiertage, außergewöhnliche Störungen)?
  • usw.

Wie Du das technisch löst überlasse ich Dir. Ich habe z.B. zuerst mit einem einfachen Zettel und später dann mit Mindmaps experimentiert. In jedem Fall solltest Du diese „Werkzeuge“ früh erstellen und regelmäßig in Deinen Übungen verwenden, so dass Dir deren Gebrauch in „Fleisch und Blut“ übergeht.

4. Übersichtsliste

Hilfreich ist auch eine Übersichtsliste über die wichtigsten Fristen beim EPA. Zwar wirst Du sie spätestens zur Prüfung ohnehin im Kopf haben, aber es beruhigt ungemein sie dabei zu haben.

Solche eine Liste könnte z.B. wie folgt aussehen (keine Gewähr auf Richtigkeit):

Fristen, die nach dem Anmeldetag berechnet werden:

Anmeldegebühr 1 Monat
Recherchengebühr 1 Monat
Übersetzung der Anmeldung 2 Monate
Beglaubigte Abschrift der Voranmeldung 2 Monate
Übersetzung der Abschrift der Voranmeldung 2 Monate

Fristen, die (bei Inanspruchnahme) nach dem Prioritätstag berechnet werden:

Erfindernennung 16 Monate
Prioritätsbeleg 16 Monate
Korrektur, Hinzufügen eines Prioritätsanspruchs 16 Monate (aber max. 4 Monate ab AT)

Fristen, die nach anderen Terminen berechnet werden:

Anspruchsgebühren 1 Monat ab Einreichung des ersten Anspruchsschriftsatzes
Benennungsgebühren 6 Monate ab Veröffentlichung des Recherchenberichtes
Prüfungsgebühr 6 Monate ab Veröffentlichung des Recherchenberichtes
Erteilungsgebühr Übersetzung 4 Monate ab Zustellung der Ansprüche (Regel 71 (3))
Einspruch 9 Monate ab Bekanntmachung der Patenterteilung
Beschwerde 2 Monate nach Zustellung der Entscheidung
Beschwerdebegründung 4 Monate nach Zustellung der Entscheidung
Jahresgebühren am Ende des Monats, in dem der AT liegt
Jahresgebühren mit Zuschlag 6 Monate ab Fälligkeit
Weiterbehandlungsantrag 2 Monate nach Zustellung
Wiedereinsetzung 2 Monate nach Wegfall des Hindernisses

Viel Erfolg!

Prüfungsorte

In dem heutigen Beitrag möchte ich gerne ein wenig mehr auf die Prüfungsorte eingehen.

Der Prüfungsort hat natürlich einen entscheidenden Einfluss auf die gesamte Prüfungsatmosphäre. Es kann einer erfolgreichen Prüfung kaum zuträglich sein, wenn z.B. die Anreise stressig ist, man keinen Parkplatz findet, es sehr kalt oder warm ist, oder der Platz am Tisch zu klein ist. Daher will ich hier die Erfahrungen und Berichte über die diversen Prüfungsorte sammeln und Dir so gut wie möglich wiedergeben.

Ich habe hier die Erfahrungsberichte aus den beiden „Surveys“ von 2014 und 2016 und meine eigenen Erfahrungen (ich selbst schrieb am M.O.C.) einfließen lassen.

Natürlich bin ich immer an Erfahrungen „aus erster Hand“ interessiert. Daher bist auch Du gefragt, zusätzliche Informationen zu den Prüfungsorten zur Verfügung zu stellen. Hinterlasse einfach einen Kommentar mittels des Kommentarfelds am Ende der Seite oder schicke mir eine Email. Ich freue mich über jeden Beitrag und Du hilfst damit auch Deinen Kollegen.

Häufige Themen bei der Prüfung

In der Regel ist die Erreichbarkeit und Beschilderung zu den Prüfungsräumen gut. Trotzdem sollte man sich je nach Prüfungsort früh die Frage stellen, ob man lieber mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist und wo man in der Nähe ein Hotel buchen kann. Auch beim Zugangs-Check (Zulassungsunterlagen und Ausweis nicht vergessen!) gibt es in der Regel nichts auszusetzen.

Anders sieht es schon beim zur Verfügung stehenden Platz aus, der von vielen immer wieder als „schlecht“ bezeichnet wird. Ein generelles Problem fast aller Prüfungsorte, da jedem Prüfling in der Regel nur ein Standardschreibtisch zur Verfügung steht und auch der Platz drumherum in der Regel nicht sehr groß ist. Die Prüfungsaufsicht erlaubt aus Gründen der Gleichbehandlung auch nicht, dass man die Nachbartische oder -Stühle benutzen darf wenn diese frei sind. Daher sollte man sich meine Tipps, die ich in meinem Beitrag „Ordnung auf dem Tisch“ vorstelle, sehr zu Herzen nehmen.

Ebenfalls ein wiederkehrendes Problem ist die Prüfungslautstärke. Wen das unvermeidliche Husten, „Papierkruscheln“ und sonstige übliche (und unübliche) Prüfungsgeräusche stören, der sollte sich früh angewöhnen seine Prüfungen mit Ohrenstopfen zu schreiben. Mir hat es sehr geholfen mich zu fokussieren. Manchen ist die Verwendung von Ohrenstopfen aber auch unangenehm, weil man manchmal das Rauschen des eigenen Bluts und den Herzschlag hören kann. Man sollte hier vorher verschiedene Stopfen durchprobieren, da es ganz unterschiedliche „Modelle“ gibt, z.B. aus Wachs und verschieden festen Schaumstoffmasterialien.

Die Toiletten sind ein weiteres Streitthema bei der EQE. Auch hier hängt der Zustand natürlich sowohl von der Gesamtzahl der Prüflinge, als auch dem Fortschritt der Prüfung ab. Letztlich versuchen die Organisatoren alles Menschenmögliche auch gegen Ende der Prüfung noch akzeptable Bedingungen anzubieten, aber es sind und bleiben eben „öffentliche Toiletten“ die durch häufige Benutzung nicht besser werden. Hinzu kommen mitunter lange Wege und unzureichende Anzahl, so dass man hier gehörig Zeit verlieren kann. Wenn möglich sollte man daher möglichst vorher im Hotel auf Toilette gehen und Toilettengänge in der Prüfung vermeiden.

Die Raumtemperatur wird ebenfalls immer wieder diskutiert. Da es unmöglich ist, für alle eine angenehme Raumtemperatur zur Verfügung zu stellen, wird es immer ein paar Prüflinge geben, denen der Raum zu warm oder zu kalt erscheint. Daher sollte man sich entsprechend vorbereiten: Wer oft friert, sollte einen Pullover, Halstuch oder ähnliches dabei haben, andere, denen es eher zu heiß ist, sollten darüber nachdenken zur Not nur im T-Shirt die Prüfung zu schreiben.

Auch die Lichtverhältnisse werden nicht immer als optimal beschrieben. Wer hier empfindlich ist, sollte sich evtl. eine kleine Leselampe zulegen.

Ebenfalls sollte man beachten, dass, je nach Prüfungsort und Sitzplatz nicht immer die Uhren gut zu sehen sind. Daher nochmals mein Hinweis, sich für die Prüfung eine analoge Armbanduhr zu besorgen.

Es scheint so zu sein, dass zumindest in Berlin und München (MOC) Möglichkeiten geschaffen wurden das Smartphone abzugeben und somit nicht im Hotel lassen zu müssen. In Stockholm wiederum wurden die Telefone in Umschläge verpackt. Auf den ersten Blick eine gute Idee, allerdings waren wohl nicht alle Telefone abgeschaltet und vibrierten und läuteten während der Prüfung. An anderen Orten, wie z.B. Bristol oder Paris, scheint dieses neue Verfahren jedoch noch nicht Anwendung zu finden. Ich würde daher im Zweifel mit dem Prüfungssekretariat abklären, wie die Regelung an Deinem Prüfungsort ist.

Nachfolgend habe ich die beiden Umfragen bezüglich der Aussagen zu den Prüfungsorten ausgewertet, die in 2014 und 2016 zur EQE durchgeführt wurden.

Highlights in 2016

Vorweg ein paar interessante Berichte von den verschiedenen Prüfungsorten.

Anscheinend gab es in Bristol keine Heizung, so dass die Prüflinge im kalten Wind und bei Temperaturen zwischen 10° – 14°C ihre Prüfung ablegen mussten. Manche berichteten, dass ihre Finger am Ende der Prüfung so steif gefroren waren, dass sie kaum die Papiere umblättern konnten. Hinzu kamen Lärmbelästigungen aufgrund der nur unzureichend abgetrennten Toilette und der Verwendung von mobilen Wänden. Schon in 2014 gab es an dem Raum in Bristol, der unter der Tribüne eines Fußballstadions (!) eingerichtet und anscheinend nur mit dem Taxi gut zu erreichen ist, viel auszusetzen. In 2016  ging der Preis für den schlimmsten Prüfungsort aufgrund der nun noch schlechteren Bedingungen unangefochten nach Bristol.

In Madrid fand parallel zur Prüfung ein Friseur-Seminar statt. Dies führte unter anderem dazu, dass sich auf der einzigen Toilette (die Herrentoilette war außer Betrieb) manche die Haare wuschen und färbten.

In Bern brachte eine Aufsichtsperson durch ihr lautes Verhalten (vibrierendes Handy, Gespräche mit dem Nachbarn, lautes Kaffeetrinken) die Prüflinge zur Weißglut.

In Helsinki hingegen sind die Prüflinge entweder bestens gelaunt oder es ist wirklich einer der besten Prüfungsorte an dem man die EQE schreiben kann. Die ohnehin schon guten Bewertungen haben dort allesamt nochmals zugelegt. Dennoch geht der Preis für den besten Prüfungsort nach Taastrup (Dänemark). Denn dort gibt es, neben einem guten Raum, auch noch nette Aufsichtspersonen, eine entspannte Prüfungsatmosphäre, Essen und Getränke umsonst (!) und ein gutes Umfeld mit guten, preiswerten Hotels.

Schneefall in München am M.O.C. sorgte für Verspätungen der U-Bahn und dafür dass zumindest die Prüfung für den D-Teil 8 Minuten später begann.

In Paris mussten sich die Prüflinge mit überfüllten Metros herumschlagen und ihr Prüfungsort lag in einer nicht sehr ansprechenden Gegend, die nicht unbedingt dem Sicherheitsempfinden aller Teilnehmer entsprach.

Es fällt übrigens auf, dass die Zahl der Antworten in 2016 gegenüber 2014 rückläufig ist. Das ist schade, denn langfristig kann sich nur etwas ändern bzw. verbessern, wenn die Kandidaten in ausreichender Anzahl Rückmeldung an das Prüfungssekretariat geben.

Berlin

Nach Berlin gehen in der Regel weniger Kandidaten als nach München, entsprechend „familiärer“ ist die Atmosphäre.

Kurzbewertung Situation in 2014 (46 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Befriedigend bis Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Befriedigend bis Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 85% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (42 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut bis Sehr gut (gegenüber 2014 verbessert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (leicht verschlechtert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verbessert)
  • Akustik: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 95% „ideal“ (verbessert).

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Gegen Ende der Prüfung war 2014 wohl recht verbrauchte Luft in dem Raum da die Belüftung ausgeschaltet werden musste.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Auch in 2016 beschwerten sich manche über verbrauchte Luft in dem Raum und schlechte Belüftung.
  • Anscheinend war es möglich in Berlin die elektronischen Geräte bei der Aufsicht abzugeben. Somit entfällt hier die lästige Frage „Wohin mit dem Smartphone?“ (Dennoch würde ich an Deiner Stelle vorher klären, ob diese Regelung in Deinem Prüfungsjahr immer noch gilt. Das gilt natürlich auch für alle anderen Prüfungsorte).
  • In Berlin ist anscheinend eine Kantine in der Nähe, die man z.B. für ein Mittagessen nutzen kann.
  • Anscheinend waren die Prüfungsräume schon früh zugänglich, so dass die Prüflinge früh ihre Bücher aufbauen und sich einen Kaffee in der nahen Cafeteria holen konnten.

Bern

Kurzbewertung Situation in 2014 (42 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung:Sehr gut
  • Zugangscheck: Sehr gut
  • Beleuchtung: Sehr gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 88% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (27 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Sehr gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Sehr gut (unverändert)
  • Platzangebot: Sehr gut (verbessert)
  • Akustik: Gut bis Sehr gut(verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 97% „ideal“ (verbessert).

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Für einige war die Raumtemperatur am Anfang gut, am Ende zu kalt.
  • Beim Platzangebot pro Prüfling gingen die Meinungen weit auseinander, manche empfanden das Platzangebot als vollkommend ausreichend, andere beschwerten sich über viel zu wenig Platz.
  • Man sollte genügend Wasser zur Prüfung mitnehmen.
  • Es wird empfohlen den guten öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Es gab Beschwerden über eine Aufsichtsperson, die sich anscheinend nicht leise genug verhalten haben soll. (An dieser Stelle erneut mein Hinweis, dass Ohrenstopfen in der Prüfung hilfreich sind und die Konzentration fördern).
  • Die (Tages-)lichtverhältnisse und der Prüfungsraum wurden weitgehend gelobt.
  • Die Aufsichtspersonen waren in Teilen des Raumes nicht sehr deutlich zu hören.
  • Der Abstand zwischen den Reihen war nicht sehr groß, so dass sich manche Kandidaten durch andere Kandidaten gestört fühlten, die während der Prüfung vorbei gingen.

Bristol

Der Prüfungsort in Bristol ist, soweit ich es aus den Berichten erkennen konnte, ein Fußballstadion, bei der Raum unterhalb der Tribüne – mehr oder weniger gut – zu einem Prüfungsraum umfunktioniert wurde. Das Stadion scheint nicht sehr gut mit ÖPNV-Verkehrsmitteln erreichbar zu sein und auch innerhalb des Gebäudes gibt es Schwierigkeiten den Raum zu finden. Außerdem war es in 2016 empfindlich kalt in dem Raum.

Kurzbewertung Situation in 2014 (154 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Befriedigend
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 92% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (174 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (verbessert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (leicht verbessert)
  • Beleuchtung: Befriedigend bis Gut (verschlechtert)
  • Platzangebot: Befriedigend bis Gut (verschlechtert)
  • Akustik: Schlecht bis Befriedigend (verschlechtert)
  • Toiletten: Befriedigend (verschlechtert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Sehr schlecht (stark verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut (leicht verschlechtert)
  • Raumtemperatur: Für 99% „zu kalt“ (stark verschlechtert)

Individuelle Hinweise 2014:

  • In Bristol ist vor allem die schlechte Erreichbarkeit des Prüfungsortes (innerhalb eines Fußball-Stadions) aufgrund fehlender Anbindung an öffentlichen Nahverkehr ein Problem. Einige kamen per Taxi zum Prüfungsort. Auch Hotels oder Restaurants scheint es keine in der Nähe des Prüfungsortes gegeben zu haben, so dass man in Mittagspause zwischen A und B-Teil nicht zum Essen gehen konnte. Parkplätze waren allerdings zahlreich vorhanden.
  • Die Uhren in der Halle waren gut zu sehen.
  • Probleme gab es mit dem Trockner für die Hände in den Herrentoiletten, so dass man mit nassen Händen zum Tisch zurückkehrte.
  • Insgesamt waren wohl einige Beschwerden auch darauf zurückzuführen, dass 2014 die Prüfung an einem neuen Prüfungsort abgehalten wurde.
  • Manche hatte Probleme die Anweisungen des Prüfungsleiters zu verstehen.

Individuelle Hinweise 2016:

  • In 2016 empfanden fast alle Prüflinge die Temperatur im Raum viel zu kalt. Ein Prüfling fror trotz Ski-Jacke und mehreren Schichten Kleidung. Manche trugen sogar Handschuhe. Ein weiterer Prüfling gab an dass sein Thermometer 14,9 °C zeigte, ein anderer sprach sogar von 12,5 °C, einer sprach sogar von 10°C.
  • Die Toiletten waren nicht gut genug vom Prüfungsraum getrennt, so dass Geräusche, insbesondere die der Handtrockner, die Prüflinge störten.
  • Auch sonst war der Geräuschpegel in der Halle so hoch, dass manche Prüflinge Probleme hatten, die Aufsichtspersonen zu verstehen.
  • Es war wohl so, dass zur Abgrenzung des Prüfungsraumes mobile Wände eingesetzt wurden. Diese erfüllen zwar die Funktion eines Sichtschutzes, sind aber keine wirksame akustische Barriere. Somit wurde es zum Ende der Prüfung immer lauter, da sich anscheinend jenseits der Barriere Personen aufhielten, die sich lautstark verhielten.
  • An manchen Schreibtischen gab es sogar einen kalten Windzug, der so stark war, dass die Blätter vom Tisch geweht wurden.
  • Manche hatten erneut Probleme den Weg zum Prüfungsraum innerhalb des Gebäudes zu finden.
  • Nicht alle Kandidaten konnten die Uhren sehen.
  • Da von den Kandidaten verlangt wurde möglichst ohne Mobiltelefone zu erscheinen, war es schwierig nach der Prüfung ein Taxi zu rufen.

An dieser Stelle nochmals der Hinweis, dass offizielle Beschwerden zu den Prüfungsbedingungen innerhalb von 30 Minuten nach der Prüfung schriftlich bei der Prüfungsleitung eingereicht werden müssen.

Helsinki

Kurzbewertung Situation in 2014 (37 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut bis Sehr gut
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut
  • Beleuchtung: Gut bis Sehr gut
  • Platzangebot: Gut bis Sehr gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 97% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (24 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr gut (verbessert)
  • Zugangscheck: Sehr gut (verbessert)
  • Beleuchtung: Sehr gut (verbessert)
  • Platzangebot: Sehr gut (verbessert)
  • Akustik: Sehr gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 92% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung):

  • In Helsinki gab es eigentlich so gut wie keine Beschwerden.
  • Ein paar Bohrgeräusche außerhalb des Gebäudes.

Individuelle Hinweise 2016:

  • Die Tische hatten zum Teil eine unterschiedliche Größe. Insgesamt wurden die Tische aber als groß genug empfunden.
  • Baustellengeräusche außerhalb des Gebäudes.

Madrid

Kurzbewertung Situation in 2014 (69 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Befriedigend
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 84% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (57 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verschlechtert)
  • Akustik: Gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Befriedigend bis Gut (leicht verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut (leicht verschlechtert)
  • Raumtemperatur: Für 75% „ideal“ (leicht verschlechtert).

Individuelle Hinweise 2014:

  • Madrid wurden die schmalen Tische bemängelt. Diese waren so schmal, dass keine zwei DIN A4-Blätter übereinander auf den Tisch passten (!) Außerdem waren die Tische mit einer weichen Tischdecke eingedeckt, so dass man auf einer weichen Unterlage schreiben musste. Insgesamt war der Raum eher wie der Vortragsraum in einem Hotel, nicht wie ein Prüfungsraum eingerichtet: Getränkeflaschen am Tisch, schmale Tische, weiche Unterlage, etc.
  • Es war auch einigen Prüflingen (14%) zu warm.
  • Da die Räumlichkeiten nur über Treppen zu erreichen waren, mussten die Prüflinge ihre Unterlagen die Treppen hinauf tragen. Insbesondere bei Teil-D keine Freude.
  • Viele Prüflinge beschwerten sich auch über die Lautstärke während der Prüfung. Anscheinend wurden vor dem Gebäude laute Arbeiten durchgeführt.

Individuelle Hinweise 2016:

  • Manche beschwerten sich über Temperatur, Lichtverhältnisse und Platzangebot.
  • Da die Tische die Form von Konferenztischen haben (siehe auch 2014), so wie man sie z.B. in Vortragsräumen in Hotels findet, sind sie recht breit, aber nicht sehr tief. Daher kann man keine zwei DIN A4-Blätter übereinander legen, sondern nur nebeneinander. Schlecht, wenn man z.B. in Teil C viele Dokumente miteinander vergleichen muss.
  • Es befand sich nur eine kleine Uhr im Raum.
  • Parallel fand anscheinend im Gebäude ein „Friseur-Meeting“ statt. Da außerdem die Herrentoilette geschlossen war, gab es Leute, die in der Toilette ihre Haare wuschen und färbten.
  • Erneut (siehe 2014) wurde bemängelt, dass es keine Aufzüge gab und man die eigenen Unterlagen einige Treppen hinauftragen musste.
  • Erneut (siehe 2014) wurde die weiche Tischunterlage bemängelt, die das Schreiben auf den Prüfungspapieren erschwert.
  • Immerhin gab es Wasserflaschen für die Prüflinge. Allerdings wurde auch hier bemängelt, dass es Glasflaschen und keine Plastikflaschen waren (sic!).
  • Die Stühle wurden als zu fest empfunden.
  • Es wurde bemängelt, dass die Aufsichtspersonen keine Mikrophone hatten.

München – DPMA (31 befragte Prüflinge)

Die Prüfungsräume im DPMA kennt der eine oder andere Prüfling noch von seiner Kandidatenzeit in seiner Ausbildung als deutscher Patentanwalt. Insgesamt ist die Zahl der zugelassenen Prüflinge hier überschaubar, so dass alles „entspannter“ zugeht, als in den großen Prüfungsorten. Ich empfehle allerdings öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, da das Parken beim DPMA doch etwas schwierig bzw. in den umliegenden Parkhäusern teuer ist.

Kurzbewertung Situation in 2014 (31 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr Gut
  • Zugangscheck: Sehr Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 94% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (24 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (leicht verschlechtert)
  • Zugangscheck: Gut (leicht verschlechtert)
  • Beleuchtung: Gut bis Sehr gut (leicht verbessert)
  • Platzangebot: Befriedigend (verschlechtert)
  • Akustik: Gut (leicht verbessert)
  • Toiletten: Befriedigend bis Gut (leicht verschlechtert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (leicht verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 83% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Individuelle Hinweise 2014:

  • Die Bedingungen im DPMA wurden durchgehend gelobt.
  • Es gab wohl ein paar Probleme mit den Jalousien. Da die Automatik nicht richtig funktionierte, wurden einige Prüflinge von der Sonne geblendet.
  • Eintritt in den Prüfungsraum wurde erst ca. 15 Minuten vor der Prüfung gewährt.

Individuelle Hinweise 2016:

  • In 2016 gab es nur sehr wenige zusätzliche Kommentare.
  • Der Tisch war manchen zu klein.
  • Im Vergleich zum MOC wurde positiv bemerkt, dass die geringere Zahl Menschen vorteilhaft sei.
  • Manche hätten sich bessere Hinweisschilder auf die Fahrstühle und das Stockwerk in dem die Prüfung stattfindet gewünscht.

Link zum DPMA in München.

München – M.O.C.

Das M.O.C. ist wohl der mit Abstand größte Prüfungsraum, den man sich für die EQE auswählen kann. Entsprechend hängen die meisten Probleme dort mit den vielen Menschen zusammen, die hier zusammenkommen. Ich persönlich habe aber die gute Erreichbarkeit mit dem Auto geschätzt. Da unter dem gesamte Zentrum eine Tiefgarage liegt, hat man keine Probleme einen Parkplatz zu finden. Aussteigen und mit dem Fahrstuhl hochfahren. Komfortabler geht es nicht. Allerdings ist der Spaß teuer: 10 € Parkgebühren pro Prüfungstag muss man schon rechnen (kann man aber steuerlich geltend machen: Quittung ausstellen lassen).

Schaut man sich die Umfragewerte an, so erkennt man, dass insgesamt das M.O.C. deutlich besser ist, als sein Ruf. Wenn Du dich also für ein anderes Prüfungszentrum beworben hast und dennoch zum M.O.C. eingeteilt wurdest, dann Kopf hoch, man kann auch hier eine gute Prüfung schreiben – sofern man ein paar einfache Regeln beachtet.

Kurzbewertung Situation in 2014 (490 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 87% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (367 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (unverändert)
  • Akustik: Gut (unverändert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 83% „ideal“ (leicht verschlechtert).

Individuelle Hinweise 2014:

  • Die Luft in den Räumen wirkte stickig.
  • Fehlende Snacks wurden bemängelt.
  • Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist nicht optimal.
  • Tische wurden als zu klein angesehen.
  • Auch der Freiraum zwischen den Tischen wurde bemängelt.
  • Uhren waren schlecht zu sehen.
  • Teures Parkhaus.
  • Manchen war es zu kalt.
  • Die weiten Wege zur Toilette waren ein Problem.

Individuelle Hinweise 2016:

  • Für einen Prüfling waren die Tische zu hoch, so dass er eine Sitzerhöhung in den anderen Tagen nutze.
  • Die Toiletten wurden als zu wenige für so viele Prüflinge empfunden.
  • Das Platzangebot wurde zuweilen als zu gering bemängelt.
  • Die Uhren waren nicht von überall zu sehen.
  • Die Instruktoren waren nicht überall zu verstehen.
  • Manchen war es zu kalt.
  • Die Distanz zwischen M.O.C. und ÖPNV wurde als zu groß empfunden.
  • Einige wünschten sich ein zusätzliches Warnsignal 15  Minuten vor Schluss (Anstatt nur 5 Minuten vor Schluss).
  • Aufgrund schlechter Wetterbedingungen (es schneite) begann die Prüfung für den D-Teil 8 Minuten später. Manche bemängelnden die ungerade Zahl, da somit die Berechnung der zur Verfügung stehenden Zeit erschwert wurde. (Ein Tipp: Einfach die eigene Armbanduhr entsprechend verstellen und nach dieser Uhr arbeiten…)
  • Manche bedauernden, dass es keinen Kaffee oder Brötchen-Verkauf im Gebäude gab. (Es gab – zumindest zu meiner Zeit – aber mal einen Getränke-Automaten mit Softdrinks.)
  • Manche scheinen immer noch nicht das Verbot von „digitalen Uhren und Weckern“ verstanden zu haben. Verboten sind meines Wissens auch analoge Wecker, da befürchtet wird, dass hier eine Lärmbelästigung durch Ticken und/oder unabsichtlichen Alarm ausgelöst werden kann. Bei Tischuhren bin ich mir nicht sicher und man wird wohl der Auslegung der Aufsichtspersonen ausgeliefert sein. Ich denke aber eher nicht, weil den Aufsichtspersonen nicht zugemutet werden kann, alle größeren Uhren darauf zu kontrollieren, ob sie nun einfache Uhren oder eben doch Wecker sind. Gerade bei den 500 Teilnehmern im M.O.C. könnte dies schnell ausarten.
  • Manche verstanden auch nicht das Verbot Handys selbst im ausgeschalteten Zustand in der Jackentasche mitzuführen. Diese Teilnehmer vergessen aber, dass man schließlich die Toiletten während der Prüfung aufsuchen und etwas heimlich nachschlagen könnte, wenn das Verbot dahingehend abgemildert würde, dass das Telefon ausgeschaltet bleiben, aber mitgeführt werden darf. Außerdem wurde (ähnlich wie in Berlin) auch in München die Möglichkeit angeboten sein Handy in einem gesicherten Bereich abzulegen und man musste es daher nicht im Hotel lassen.
  • Manche empfanden die Stühle als unkomfortabel.
  • Die Erreichbarkeit mit dem Auto wurde gelobt, aber die hohen Kosten (ca. 10 €/Tag) beanstandet.
  • Es schneite in 2016 zur Zeit der Prüfung, was den Weg von der U-Bahn-Haltestelle zum M.O.C. erschwerte.
  • Außerdem hatte die U-Bahn am 29. Februar 2016 Verspätung (Tipp: Genügend Zeit einplanen!).
  • Ein Prüfling fühlte sich durch den Locher des Nachbarn gestört und empfahl Locher in der Prüfung zu verbieten. (Vielleicht muss ich bald meine Tipps diesbezüglich ändern…).

Link zum M.O.C. München.

Paris

Kurzbewertung Situation in 2014 (150 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Befriedigend bis Gut
  • Toiletten: Befriedigend
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 94% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (109 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (unverändert)
  • Akustik: Befriedigend bis Gut (unverändert)
  • Toiletten: Befriedigend (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 94% „ideal“ (unverändert).

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Auch hier empfanden die Kandidaten die Tische als zu klein.
  • Die Erreichbarkeit des Gebäudes im Stadtteil St. Ouen (Rue Godillot) scheint vor allem aus dem Pariser Zentrum nicht leicht zu sein. Die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist anscheinend relativ schlecht und unzuverlässig. außerdem ist das Center nochmals 1 Kilometer von der Haltestelle entfernt. Selbst Pariser Prüflinge haben es vorgezogen, sich ein Hotel in St. Ouen zu nehmen.
  • Beklagt wurde mehrfach, dass vom Prüfungsort aus spielenden Kinder und andere Störgeräusche zu hören waren.
  • Außerdem gab es zu wenige Toiletten für die vielen Prüflinge.
  • Die Prüfungsleitung war schwer zu hören, da sie nicht die Mikrophone benutzte.
  • Auch die Uhren waren nicht für alle Prüflinge zu sehen.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Es gab erneut Beschwerden, dass der Raum mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht leicht zu erreichen ist. Der Prüfungsraum befindet sich, wie gesagt, in einem Vorort von Paris (im Stadtteil St. Ouen), der nicht zu den beliebtesten gehört. Einer der Prüflinge beschrieb die Situation so: „Es ist leichter Drogendealer zu finden, als anständige Restaurants.“
  • „Zu viele Menschen zur gleichen Zeit im gleichen Raum.“
  • Die Lichtverhältnisse waren nicht ideal. Es gab die Empfehlung eine (Lese-)Lampe mitzubringen.
  • Die Toiletten waren zu klein.
  • Die Uhren waren nicht gut zu sehen.

Rom

Kurzbewertung Situation in 2014 (92 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Befriedigend
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 82% „ideal“, für 17% zu kalt

Kurzbewertung Situation in 2016 (58 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Befriedigend (leicht verschlechtert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (unverändert)
  • Akustik: Gut (leicht verschlechtert)
  • Toiletten: Befriedigend bis Gut (leicht verschlechtert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 86% „ideal“ (leicht verbessert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Ähnlich wie in Madrid fehlten Aufzüge (Prüfung war im 3. Stock).
  • Anbindung an öffentlichen Nahverkehr nicht so ideal.
  • Laute Hintergrundgeräusche von Klimaanlage und Lampen.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Erneut wurden die fehlenden Aufzüge bemängelt.
  • Manchen war es immer noch zu kalt.
  • Die Toiletten waren manchen zu dreckig.
  • Der Raum wurde von manchen als zu groß für die wenigen Prüflinge empfunden. Allerdings war dadurch genug Platz für alle.
  • Es scheint keine „Erfrischungen“ (z.B. Getränke, etc.) gegeben zu haben.
  • Manche beschwerten sich über störende Geräusche, evtl. aus der Lautsprecheranlage.

Stockholm

Kurzbewertung Situation in 2014 (69 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 84% „ideal“, für manche zu warm (14%)

Kurzbewertung Situation in 2016 (60 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (leicht verbessert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Beleuchtung: Gut (leicht verbessert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verschlechtert)
  • Akustik: Gut (unverändert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (verbessert)
  • Raumtemperatur: Für 95% „ideal“ (verbessert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Der Prüfungsort befindet sich im schwedischen Patentamt und ist daher leicht zu finden.
  • Die Lichtverhältnisse waren für manche nicht gut genug.
  • Manche hatten Schwierigkeiten die Uhren zu sehen.
  • Die Luft war verbraucht bzw. schlecht.
  • Weiter Weg zu den Toiletten.
  • Nur ein kleiner Aufzug.
  • Belüftungsgeräusche wurden als störend empfunden.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Es gab störende Außengeräusche, als auch Ventilatorgeräusche.
  • Manche Aufsichtspersonen waren sehr geizig mit dem Prüfungspapier und verweigerten den Prüflingen Nachschub.
  • Es gab im Raum ein störendes Blinklicht.
  • Die Aufsichtspersonen waren schwer zu verstehen.
  • Die Kaffeemaschinen wurden während der Prüfung gewartet, was einige Prüflinge ablenkte.
  • Ein Smartphone fing in der Prüfung an zu läuten. Anscheinend hatte man in Stockholm die Lösung gewählt, dass die Handys in Umschläge gepackt und im Raum aufbewahrt wurden. An sich eine gute Idee, allerdings waren manche Telefone nicht ausgeschaltet und vibrierten bzw. läuteten während der Prüfung.
  • Der ID-Check wurde anscheinend erst während der Prüfung durchgeführt, was einige Prüflinge störte.
  • Die Tische wurden als zu klein empfunden.
  • Es gibt anscheinend verschiedene Räume, in denen die Prüfung stattfindet. Im Raum „Canteen“ wurde die Beleuchtung als besser empfunden.
  • Die Luft war schlecht.

Taastrup

Kurzbewertung Situation in 2014 (41 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 93% „ideal“

Kurzbewertung Situation in 2016 (36 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr gut (verbessert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Beleuchtung: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Platzangebot: Gut (ungefähr gleich)
  • Akustik: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (verbessert)
  • Raumtemperatur: Für 89% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Auch hier wurde der zu kleine Schreibtisch beanstandet.
  • Draußen gab es wohl Bauarbeiten, die die Prüfung störten.
  • Es wurden außerhalb des Prüfungszentrums Erfrischungen gereicht.
  • Das Verlassen des Gebäudes war nach Dienstschluss schwierig, da die Aufzüge der Gebäude nur mit Sicherheitskarten funktionierten.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Eine Aufsichtsperson war so unaufmerksam, dass ein Prüfling (in der ersten Reihe sitzend) erst durch Rufen auf sich aufmerksam machen musste.
  • Anscheinend ein sehr angenehmer Prüfungsort: Süßigkeiten, Früchte, Getränke und Wasser standen zur Verfügung.
  • Sehr entspannte Atmosphäre.
  • Gute Hotels in der Nähe.
  • Die Beleuchtung wurde bemängelt.
  • Für manche etwas kalt.

Den Haag (134 befragte Prüflinge)

Kurzbewertung Situation in 2014 (134 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr Gut
  • Zugangscheck: Sehr Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 92% „ideal“

Kurzbewertung Situation in 2016 (105 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut bis Sehr gut (leicht verschlechtert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (leicht verschlechtert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verschlechtert)
  • Akustik: Gut (nahezu unverändert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (leicht verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut (leicht verschlechtert)
  • Raumtemperatur: Für 87% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Die „familiäre“ Atmosphäre wurde gelobt.
  • Auch hier wurden die Tische von vielen als zu klein empfunden.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Manchen war es zu kalt.
  • Ein Prüfling fühlte sich durch einen Nachbarn gestört, der in der Prüfung anscheinend ziemlich hörbar M&Ms aß.
  • Der Raum wurde als zu klein empfunden.
  • Manche empfanden es als unfair, dass einige Reihen fast leer und andere voll besetzt waren.
  • Das Englisch der Aufsichtsperson war schlecht.
  • Durch die Umbauarbeiten am Gebäude war der Prüfungsraum nicht ganz so leicht zu finden.
  • Die Größe der Tische war anscheinend unterschiedlich. Die Tische am Rand waren größer als jene in der Mitte des Raumes.

Quellen:

Habt ihr Ergänzungen oder Änderungsvorschläge? Dann hinterlasst einfach einen Kommentar mittels des Kommentarfelds am Ende der Seite oder schickt mir eine Email. Ich freue mich über jeden Beitrag und ihr helft damit euren Kollegen enorm.

 

Bücher und Kommentare

Die hier genannten Bücher und Kommentare sind nicht nur für die Prüfung, sondern häufig auch für das „echte“ Leben relevant, so dass sich die Anschaffung eigentlich immer lohnt.

a.
Bremi: The European Patent Convention

Tobias Bremi hat mit seinem Buch „The European Patent Convention …“ eine schöne Einleitung zum EPÜ-Patentverfahren geschrieben, welches sich gerade an Einsteiger und insbesondere an Prüflinge in der Vorbereitung auf die EQE richtet.

In einer angenehmen und leicht zu lesenden Sprache geht er in seinem Buch auf alle wichtigen Punkte des Verfahrens ein. Kontrollfragen am Ende der jeweiligen Kapitel erlauben es zu überprüfen, ob man auch wirklich alles verstanden hat und wo man eventuell sein Wissen noch nachbessern muss.

b. Trinks: PCT in der Praxis

Was „der Bremi“ für das EPÜ-Verfahren ist, ist „der Trinks“ für den PCT. Gerade da meiner Meinung nach der PCT deutlich komplexer aufgebaut ist als das EPÜ, besteht hier einfach eine großes Bedürfnis nach einer guten Einführung in den PCT. Ansonsten verliert man sich schnell im Gewirr der Referenzen und Querverweise.

Ole Trinks gelingt es mit seinem Buch den PCT verständlich zu machen (übrigens auf Deutsch!). Natürlich kann das Buch mit seinen rund 233 Seiten nicht alle Aspekte des PCT im Detail abdecken, aber es verhilft dem Leser zu einem guten Einstieg in die Materie.

Sprachlich ist das Buch zwar nicht ganz so flüssig zu lesen wie z.B. „der Bremi“, da es sich doch in weiten Teilen auf direkte Zitate der PCT-Artikel und -Regeln beschränkt, die von nur kurzen Kommentaren unterbrochen werden. Aber allein die Tatsache, dass hier die relevanten Regeln und Artikel thematisch sortiert zu finden sind, hilft einem – sowohl in der Prüfungsvorbereitung als auch in der Prüfung selbst – schneller die richtigen Antworten zu finden.

c. Gall: Die europäische Patentanmeldung und der PCT in Frage und Antwort

Günter Gall ergänzt meiner Meinung nach mit seinem Buch die beiden zuvor genannten Bücher ausgezeichnet. Der größte Unterschied zu den bisher genannten Büchern ist, dass er sein Buch konsequent auf in der Praxis immer wiederkehrende Fragen ausgerichtet hat.

In den verschiedenen Kapiteln führt Gall erst in das jeweilige Thema ein und stellt dann am Ende Fragen an den Leser, die im Buch dann an anderer Stelle ausführlich beantwortet werden. Mit dieser „eingebauten Lernkontrolle“ eignet sich das Buch natürlich bestens zur Vorbereitung auf die EQE (insbesondere für Teil D).

d. Visser: „The annotated European Patent Convention“

Derk Vissers „The annotated European Patent Convention“ ist wohl der international am häufigsten verwendete Kommentar bei Fragen rund um das EPÜ.

Dabei zitiert „der Visser“ alle relevanten Artikel, Regeln, Protokolle, etc. zum EPÜ, bringt sie in eine sinnvolle Ordnung und fügt an den passenden Stellen noch Erklärungen und Ergänzungen hinzu.

Somit wird auch deutlich was „der Visser“ kann und was nicht: Er kann nicht als echtes „Lehrbuch“ verwendet werden, welches man von Anfang bis Ende durcharbeitet. (Jedenfalls finde ich ein solches Vorgehen sehr beschwerlich).

Er eignet sich allerdings hervorragend als Nachschlagewerk, um zu einer spezifischen Fragestellung die richtige Antwort zu finden. Insbesondere in der Prüfung daher von großem Wert.

e.  Köllner: PCT-Handbuch: Texte – Zusammenhänge – Erläuterungen

Malte Köllners „PCT-Handbuch“ ist eine weitere Methode sich dem PCT anzunähern. Ähnlich wie „der Trinks“ oder „der Visser“ zitiert auch er alle relevanten PCT-Artikel, -Regeln und -Richtlinien, etc. und brignt sie in eine logische und sortierte Abfolge.

Malte Köllner beschreibt selbst in seinem Vorwort sein Buch sei kein Kommentar, sondern als eine Arbeitshilfe anzusehen.

Die Hauptaufgabe des Buches ist die Beantwortung einer konkreten Frage: Wo steht was im PCT?

Das ganze Buch ist auf diese Frage ausgerichtet: Ein gutes Inhaltsverzeichnis, ein alphabetisches Sachregister und zahlreiche Querverweise und Erläuterungen in kodensierter Form zeichnen „den Köllner“ aus.

Ich finde es auch positiv, dass man „dem Köllner“ immer noch ansieht, dass er einst als Skript für die EQE geschrieben wurde (was übrigens auch Einblick in die Detailtiefe gibt, mit der man sich auf die EQE vorbereiten sollte). Es steht eigentlich alles drin und verzichtet gleichtzeitig auf Überflüssiges.

Sein großer Vorteil gegenüber „dem Visser“ ist, dass auf Deutsch geschrieben ist. Klar, wir beherrschen alle auch Englisch, aber wenn man die Prüfung auf Deutsch ablegt, kann es von unschätzbarem Vorteil sein, wenn man direkt aus dem Buch den gesamten relevanten Artikel inklusive Regeln und sonstigen Verordnungen einfach abschreiben kann, während man beim Visser erst übersetzen muss (ganz schlecht bei Rechtstexten) oder parallel im mitgeführten PCT erst nach der deutschen Fassung suchen muss.

Im Vergleich zum „Trinks“ fällt auf, dass der Köllner trotz Verzicht auf Kommentare deutlich dicker ist. Ein klarer Hinweis auf die unterschiedliche Detailtiefe beider Bücher.

Kurz: Der Köllner ist ein sehr gutes Nachschlagewerk für den fortgeschrittenen Prüfling und eignet sich vor allem für die Endphase der Prüfungsvorbereitung und natürlich für die Prüfung selbst.

f. Kley-Kommentar zum EPÜ 2000 (inklusive Mindmaps)

© Mfh Verlag

© Mfh Verlag

Ein weiteres wichtiges Buch, sowohl für die Vorbereitung auf die Prüfung, als auch als Nachschlagewerk in der Prüfung selbst, stellt der Kommentar zum EPÜ 2000, auch bekannt als Kley-Kommentar  dar.

Er ist, glaube ich, der mit Abstand beste Kommentar zum EPÜ. Alle EPÜ-Artikel sind durch die entsprechenden Regeln, Entscheidungen, Mitteilungen, Richtlinien und Erläuterungen ergänzt, so dass man auf einen Blick alle relevanten Informationen zu dem Artikel sehen kann.

Außerdem wird der Kommentar durch Ergänzungslieferungen zweimal im Jahr aktualisert, was natürlich eine Garantie dafür ist, dass man auch in der Prüfung selbst neuere Entwicklungen der Rechtsprechung abgebildet findet.

Leider sind die Mind-Maps, die ich einst lobend erwähnt hatte, nicht mehr im Kommentar enthalten, da es zu schwierig war diese aktuell zu halten. Außerdem war ich immer ein Fan davon, sich selbst Mind-Maps zu Themengebieten zu erstellen, da man sich so noch viel besser an das Thema erinnert.

Ein kleiner Nachteil vom Kley-Kommentar ist, dass er in zwei Leitz-Ordnern geliefert wird, also kein gebundenes Buch darstellt. Dies ist aufgrund der vielen Ergänzungslieferungen technisch anders kaum lösbar. Leider verbrauchen die Ordner bei der Prüfung selbst viel zu viel Platz auf dem in der Regel viel zu kleinen Schreibtisch.

Ich empfehle daher sich eine Kopie des Ordners anzufertigen (natürlich nachdem man den Kommentar offiziell gekauft hat und nur für private Zwecke) und die Blätter dann im Copyshop mit einer festen Bindung zu versehen. Alternativ könnte man auch Jalema Abheftbügel oder ähnliche stabile, platzsparende Abheftsysteme nutzen.

Übrigens, und das ist wahrscheinlich vor allem für die fertigen Anwälte interessant, gibt es auch eine digitale Version des Kley-Kommentars. Zum Nachschlagen noch einfacher und dabei noch aktueller, da die digitale Version viermal im Jahr aktualisiert wird.

g. Schulte: Patentgesetz mit Europäischen Patentübereinkommen

„Der Schulte“ ist nach wie vor ein Standardkommentar zum Patentgesetz. Neben dem deutschen Patentrecht enthält er auch umfangreiche Abschnitte zum europäischen Patentrecht.

Ist der Kley-Kommentar eher darauf gerichtet schnell zu konkreten Fragestellungen die Lösung zu finden, ist der Ansatz „beim Schulte“ deutlich breiter angelegt. Wer sich mehr mit den Absichten des Gesetzgebers und den Hintergründen zu bestimmten Regelungen befassen will, der wird zum Schulte greifen.

Aber Vorsicht! Manchmal trennt meiner Meinung nach der Autor nicht immer sauber zwischen eigener und allgemein anerkannter Meinung. Außerdem trägt der Autor nach meinem Empfinden manchmal zu sehr die „deutsche Brille“ bei der Bewertung von patentrechtlichen Sachverhalten.

Ich habe „den Schulte“ übrigens zwar zur Prüfungsvorbereitung, aber nicht in der Prüfung selbst verwendet. Das liegt nicht am Buch, sondern eher in dem Umstand begründet, dass es in der Prüfung zu lange dauert, wenn man noch in einem Kommentar Details nachlesen muss. Hier eignet sich der Kley-Kommentar einfach besser.

h. Gruner & Großmann:  Verfahrenspraxis EPÜ und PCT

Copyright Heymanns Verlag

Das Buch „Verfahrenspraxis EPÜ und PCT“ ist eine Neuerscheinung, die seit dem 1. September 2016 erhältlich ist. Die Idee dieses Buches ist es dem Anwalt mittels Checklisten, Musterformulierungen, tabellarischen Übersichten und Praxistipps wichtige Hilfsmittel für die tägliche Arbeit zur Verfügung zu stellen.

Behandelt werden in zahlreichen Kapiteln die Themen Anspruchssatz, Bescheidserwiderung, Einspruch, Übersicht zum EPÜ, Übersicht zum PCT, Übersicht zum Euro-PCT.

Das Buch ist kein Lehrbuch, sondern ist als ein schnelles Nachschlagewerk konzipiert. Somit eignet es sich gerade auch für die EQE, einerseits in der Vorbereitung, andererseits in der Prüfung selbst.

Ich muss sagen, dass mich das übersichtliche Design des Buches sehr angesprochen hat. So werden z.B. in tabellarischer Form die verschiedenen Anspruchskategorien vorgestellt und dem Leser auch gleich ein passender Mustertext an die Hand gegeben. Auf diese Art muss man nur noch wissen, welches Anspruchsformat zutrifft (z.B. zweite medizinische Indikation) und hat dann gleich die passende Formulierungshilfe vorliegen.

Der Aufgabe-Lösungs-Ansatz wird z.B. als Entscheidungsbaum dargestellt, so dass man auch hier schnell die wichtigsten Punkte für eine wirksame Argumentation identifizieren kann.

Hilfreich sind auch die Formulierungsvorschläge z.B. zum Verfassen eines Einspruchs, die sich eng an das annähern, was der Prüfling für Teil-C als eigene Formulierungshilfe ausarbeiten sollte.

Checklisten und eine Zusammenstellung der wichtigsten Artikel, Regeln und Rechtsprechungen zu einem Thema ergänzen das Buch.

Fazit: Ein schnelles, übersichtliches Nachschlagewerk, dass sich sowohl für den Patentanwalt im täglichen Geschäft als auch den Prüfling in seiner Vorbereitung auf die EQE eignet.

Das Buch lässt sich auch direkt von der Seite der Autoren bestellen. Übrigens bieten die Autoren auch eine „Fristenscheibe“ an, die Ihr euch mal ansehen könnt.

Weitere Bücher:

Wie viel Zeit brauche ich zur Vorbereitung?

In Gesprächen wird mir immer wieder die Frage gestellt, wie viel Zeit man eigentlich zur Vorbereitung auf die Prüfung einplanen sollte. Natürlich ist diese Frage nicht so pauschal zu beantworten, zu individuell ist das jeweilige Lerntempo, das Vorwissen und der eigene Anspruch an die Vollständigkeit der Vorbereitung. Dennoch will ich in diesem Beitrag versuchen, ein paar allgemeine Richtlinien zu geben.

„Wie viel Zeit muss ich für die Vorbereitung auf die EQE einplanen?“. Diese und ähnliche Fragen bekomme ich regelmäßig gestellt.

Und die einzige richtige Antwort, ganz im Sinne des Klischees, das viele von Anwälten im Allgemeinen und Patentanwälten im Speziellen haben, kann nur sein: „Es kommt darauf an!“

Denn es hängt davon ab:

  • wie schnell man lernt
  • welches Vorwissen man schon hat
  • wie leicht man die notwendigen Prüfungstechniken begreift
  • wie viel Hilfe man von erfahrenen Prüflingen bekommt
  • und nicht zuletzt welchen Anspruch auf Vollständigkeit man an seine eigene Vorbereitung stellt.

Das EPA empfiehlt in seinem „Leitfaden zur Vorbereitung“ 400-600 Stunden persönlicher Studien plus der Zeit, die noch für Kurse benötigt wird.

Dementsprechend rechnet das EPA also mit bis zu 75 vollen Arbeitstagen oder fast 4 Monaten ausschließlicher Vorbereitung auf die EQE. Wohlgemerkt: Hinzu kommt noch die Zeit, die für die Kurse benötigt wird.

Man geteilter Auffassung sein, ob diese Einschätzung so richtig ist. Was sicherlich zutrifft ist, dass die EQE deutlich mehr Vorbereitungszeit braucht, als man sich anfangs klar machen will.

Dies liegt vor allem an folgenden Gründen:

  • der Stoff ist sehr komplex
  • die Vorbereitung muss in der Regel „neben dem Job“ erfolgen
  • allein das Schreiben einer Übungsklausur unter „Realbedingungen“ verbraucht inklusive ordentlicher Vor- und Nachbereitung einen vollen Arbeitstag
  • neben dem eigentlichen Lernen muss eine Menge an Hilfsmaterial vorbereitet werden

10 Regeln für ein gutes Zeitmanagement

Um Dir eine erste Richtlinie zu geben, wie eine gute Prüfungsvorbereitung aussehen sollte, möchte ich daher folgende 10 Regeln nennen:

1. Fange früh genug an

Damit meine ich, dass Du Dich am Besten schon zu Beginn Deiner praktischen Ausbildung mit dem Thema EQE auseinandersetzen solltest. Anfangs wird es vielleicht vor allem um das Erreichen der Anmeldevoraussetzungen gehen, später um den Inhalt der Vorprüfung, später dann um die einzelnen Prüfungsteile und um ganz konkrete Fragestellungen und deren Lösung.

Wer hier frühzeitig anfängt sich eine strukturierte Wissenssammlung zurecht zu legen, z.B. in Form von thematisch sortierten Ordnern oder einer Online-Sammlung, der ist klar im Vorteil.

Wer auf diese Weise schon früh gut vorbereitet ist, kann auch während seiner praktischen Ausbildung neu erworbenes Wissen so ablegen, dass er es für die „heiße Phase“ der Prüfungsvorbereitung im letzten Jahr vor der Prüfung griffbereit hat.

2. Verstehe, worauf es in der EQE ankommt

Hand in Hand mit Nummer 1 geht das frühe Verständnis der Hürden und Herausforderungen bei der EQE.

Wer schon früh weiß, worauf es in der Prüfung ankommen wird, z.B. weiß, dass der „Aufgabe-Lösungs-Ansatz“ (Problem-Solution-Approach) ein zentraler Bestandteil der Prüfung sein wird, kann sich schon früh eine hilfreiche Checkliste(n) erstellen und die richtigen Formulierungen früh üben, so dass sie in Fleisch un Blut übergehen.

Auf diese Weise lassen sich schon früh Lernschwerpunkte setzen, so dass man gerade die Dinge der EQE, die viele Punkte geben, besonders gut beherrscht.

3. Suche Dir früh eine gute Lerngruppe

Ich habe das an anderer Stelle schon einmal geschrieben, halte es aber für so wichtig, dass ich es hier wiederholen will: Suche Dir früh eine gute Lerngruppe!

Alleine lernen hat durchaus seine Berechtigung und seinen Sinn. Gerade in Zeiten in denen man sich neuen Stoff erst einmal aneignen will, kann eine Zusammenarbeit mit anderen störend sein. Insbesondere wenn jeder ein anderes Lerntempo hat.

Aber es gibt immer einen Punkt in der Prüfungsvorbereitung an dem man auf Hilfe von außen angewiesen ist.

Zum Beispiel weil man:

  • Einen Sachverhalt nicht versteht (oder es mehrere Interpretationsmöglichkeiten gibt)
  • Man eine „neutrale“ Bewertungsstelle für die Übungsklausuren braucht
  • Man neue Sichtweisen auf ein Problem benötigt
  • Man sichergehen will alle rechtlichen Aspekte ausreichend abgedeckt zu haben
  • Eine Motivationsquelle benötigt, um das Lernpensum zu schaffen
  • uvm.

Eine (gute) Lerngruppe kann das alles leisten. Darum suche Dir früh potentielle Partner. In großen Kanzleien oder Firmen gibt es vielleicht andere Kanditaten in der gleichen Situation wie Du, in kleineren Kanzleien musst Du eben auf den einschlägigen Kandidatenseminaren oder vergleichbaren Treffen nach geeigneten Partnern suchen.

Die Größe der Lerngruppe sollte aber vier Personen nicht übersteigen und alle sollten einen vergleichbaren Willen zum Bestehen der EQE mitbringen.

4. Suche Dir einen „Mentor“

Es schadet nicht, neben der Lerngruppe, auch einen Patentanwalt mit bestandener EQE als Ansprechpartner zu haben.

Damit meine ich nicht Deinen Ausbilder, der sich natürlich ebenfalls mit Deiner Ausbildung beschäftigen sollte.

Nein, ich meine einen jüngeren Patentanwalt, dessen europäische Prüfung nicht mehr als zwei bis drei Jahre zurück liegen sollte und der Dir daher aktuelle Informationen über die Prüfung, passende Literatur und gute Kurse geben kann.

Denn Dein Ausbilder muss per Definition schon mindestens 5 Jahre als europäischer Patentanwalt gearbeitet haben und daher wird bei ihm die Prüfung meist schon deutlich länger her sein. Er kann Dir daher zwar fachlich helfen, Dir aber kaum noch gute Tipps für die Prüfung selbst geben, da sich die Bedingungen inzwischen schon mehrfach geändert haben.

Ein weiterer Vorteil eines „Mentors“ ist, dass dieser (in der Regel) nicht direkt weisungsbefugt ist, man also hier sich eher traut auch mal eine vermeintlich „dumme“ Frage zu stellen, die man eventuell seinem Ausbilder, der gleichzeitig auch noch der eigene Chef ist, nicht unbedingt stellen will.

5. Wo soll man anfangen?

Wenn man vor dem großen Berg steht, den die EQE mit ihrer ganzen Informationsfülle darstellt, dann weiß man meist nie, womit man beginnen soll.

Die Einführung der Vorprüfung hat den Vorteil, dass der Prüfling nun besser „an die Hand genommen“ wird und eine Anleitung bekommt, auf was er sich erst einmal schwerpunktmäßig vorbereiten sollte.

Ich empfehle daher zu Beginn eine intensive Beschäftigung mit den Rechtsfragen, die in der Vorprüfung und im DI-Teil gestellt werden.

Unterstützend hierzu kann man sich mit der „Einleitenden Literatur“ beschäftigen, die ich hier beschrieben habe, sich schon einmal einen guten Kommentar zulegen, die Fragen von DeltaPatents für den D-Teil durcharbeiten und sich z.B. den Newsletter vom EPA mit den regelmäßigen Rechtsfragen bestellen.

Auch der Kurs, der zur Vorbereitung auf die Vorprüfung vom EPA angeboten wird, ist eine lohnende Ergänzung zur ersten Prüfungsvorbereitung.

Auf diese Weise findet man einen guten Einstieg in die EQE und lernt – ganz nebenbei – auch noch wertvolle Informationen für die echte Praxis als Patentanwalt.

Diese Vorbereitung ist dann später auch für alle anderen Prüfungsteile eine gute Grundlage, da eine richtige rechtliche Bewertung der Hintergründe natürlich auch bei allen anderen Teilen eine Rolle spielt, selbst wenn sie nicht immer explizit abgefragt wird.

6. Erstelle konsequent Hilfsmaterialien

Während Du Dich auf die Prüfung vorbereitest, solltest Du immer hinterfragen, wie Du am besten die neuen Erkenntnisse für Dich festhalten kannst. Und zwar so, dass Du auch in zwei Jahren noch weißt, was Du damit bezweckt hast.

Das bedeutet z.B., dass Du Formulierungshilfen für wiederkehrende Aufgaben sammelst, oder dir Checklisten anfertigst, oder Mindmaps entwirfst, oder Entscheidungen zusammenfasst, oder Deine Bücher mittels Farbmarkierungen, Fußnoten, Verweisen und Klebezetteln „aufbereitest“.

Versuche auch bei einem neuen Problem, diese umfassend zu lösen. Also nicht nur die konkrete Fragestellung zu beantworten, sondern auch die zugehörigen Themenbereiche nachzulesen und evtl. in eigenen Worten zusammenzufassen bzw. „aufzuarbeiten“.

Wenn Du z.B. eine Frist berechnen musst. Könntest Du Dir eine Mindmap erstellen, die nicht nur EPÜ-Fristen, sondern auch PCT-Fristen umfasst und auch auf Ausnahmen wie z.B. Fristversäumnisse, etc. eingeht.

Vielleicht bastelst Du Dir auch einen „Fristenrechner„, mit dessen Hilfe Du Fristen besser und sicherer berechnen kannst?

7. Schwäche Schwächen und stärke Stärken

Jeder Mensch hat Schwächen und Stärken. Wie im wahren Leben zeigt sich auch bei der EQE, dass man zwar Schwächen abschwächen sollte, aber die besten Ergebnisse erzielt, wenn man vor allem seine Stärken konsequent ausbaut.

Bei den Schwächen sollte man also nur die Schwächen angehen, die wirkliche „Roadblocks“ darstellen.

Wenn z.B. meine Handschrift so unleserlich ist, dass außer mir keiner diese entziffern kann, dann muss ich etwas ändern.

Wenn aber meine Handschrift leidlich leserlich ist und ledigilich unter Zeitdruck unleserlich wird, dann sollte ich meine Energie eher darauf verwenden strukturiert zu schreiben, ein gutes Schreibwerkzeug zu besitzen und mir ansonsten einen Arbeitsablauf zurecht legen, der mich eben nicht unter Zeitdruck setzt, sondern bei dem ich z.B. während der gesamten Prüfung „abgebbares Material“ produziere.

8. Mache so viele Übungsklausuren wie möglich unter „Realbedingungen“

Ich wiederhole mich mit diesem Hinweis auch in meinen anderen Beiträgen, aber es ist einfach wichtig, die Übungsklausuren wie „wertvolle Schätze“ zu behandeln, die man daher möglichst unter Realbedingungen schreiben sollte, damit man maximalen Nutzen daraus ziehen kann.

Wer im Internet schnell mal nach einem Stichwort sucht, eine elektronische Hilfe zur Berechnung einer Frist nutzt, sich keine echte Zeitbegrenzung setzt, oder Pausen an Stellen vorsieht, an denen man in der Prüfung keine hat, betrügt sich selbst und wird in der Regel am Ende eine deutlich bessere Arbeit erstellen, als es ihm in der Prüfung möglich gewesen wäre.

Das Ergebnis ist klar: Man glaubt sich gut vorbereitet, amüsiert sich evtl. sogar über die anderen Prüflinge und deren offensichtlichen Fehler, und scheitert dann grandios in der eigentlichen Prüfung.

Macht diesen Fehler bitte nicht!

Allerdings muss ich zugeben, dass mein Tipp ein großes Problem hat: Gerade für das Verständnis der Prüfung und das erstellen guter Hilfsmaterialien wie z.B. Formulierungshilfen ist es unerlässlich alte Klausuren inklusive der Prüferkommentare und Musterlösungen durchzusehen.

Eine teilweise Lösung aus diesem Dilamme ist folgendes: Mit gedachten Scheuklappen durch die Prüfungen zu gehen. Dabei nimmt man sich eine konkrete Aufgabe vor, wie z.B. Formulierungshilfen für den Aufgabe-Lösungs-Ansatz zu finden und sucht nur nach solchen Textstellen, ignoriert aber so gut wie möglich den Rest der Prüfung indem man gar nicht erst versucht die Prüfung ganz zu lesen oder zu verstehen.

Wenn man dann noch die Prüfung ein paar Wochen oder Monate herum liegen lässt, bevor man sie wirklich unter Realbedingungen schreibt, ist der „Schaden“ meist gering, weil man sich nur noch wenig an Einzelheiten erinnern kann.

Ein anderer Ansatz ist es eine oder zwei Aufgaben zu „opfern“, dass heißt diese hier nach allen Regeln der Kunst auf verwertbare Hinweise durchzugehen und eben einzugehen, dass man diese Prüfungen nicht mehr unter Realbedingungen schreiben wird. Hierzu würde ich vor allem die Arbeiten vor 2009 verwenden, auch wenn sich seither die Prüfungsbedingungen geändert haben.

Die dritte und letzte Lösung ist, dass man natürlich nach jeder Übungsklausur auch eine detaillierte Analyse seiner Hilfsmittel anfertigt und so seine Hilfsmittel kontinuierlich verbessert.

9. Plane feste „Klausur-Termine“ im letzten halben Jahr vor der Prüfung ein

Mit „Klausur-Termin“ meine ich nicht die Prüfungsarbeit an sich, sondern das „Klausur“ im Sinne von „Rückzug“.

In der heißen Phase der Prüfungsvorbereitung solltest Du Zeiten einplanen in denen Du konsequent am Stück, ohne Unterbrechung und fokussiert auf die EQE lernen kannst.

Was Du konkret machst, hängt natürlich von Deinem Charakter ab, gehe aber nicht davon aus, dass Du „am Feierabend“ oder „am Wochende im Kreise der Familie“ die nötige Ruhe findest, um richtig zu lernen.

Geeignete Beispiele wären:

  • Ein fester Platz in einem Lern-Raum in einer Bibliothek
  • Ein Aufenthalt in einem Kloster (kein Scherz, viele Klöster bieten die Möglichkeit in ihren Gästehäusern unterzukommen und dort ungestört zu arbeiten)
  • Ein Urlaub (allein!)
  • Eine Berghütte
  • etc.

10. Gehe bestmöglich vorbereitet in die Trainings-Kurse

Es gibt zahlreiche Anbieter von Seminaren und Trainingskursen. Die Kurse von den großen Anbietern sind auch wirklich sehr hilfreich und zu empfehlen.

Ich habe jedoch gemerkt, dass ich mehr Nutzen aus ihnen ziehen kann, wenn ich schon so gut vorbereitet bin, dass ich der Meinung bin eigentlich den Prüfungsteil schon schreiben zu können.

So kann man sich im Seminar auf die Dinge konzentrieren, die noch wirkliche Lücken darstellen und hat nicht das Problem, dass man von den vielen Informationen und Übungen „erschlagen“ wird.

Diese Herangehensweise bedingt aber auch, dass man sich rechtzeitig so gut vorbereitet hat, dass man eben schon gut vorbereitet ins Seminar gehen kann und danach immer noch so viel Zeit bleibt die aufgezeigten Lücken zu schließen und entsprechend nochmals an sich zu arbeiten.

Man muss also für diese Strategie mindestens ein halbes Jahr von dem EQE-Termin schon bestens vorbereitet sein, so dass man z.B. im Herbst ein Seminar besucht und dann die Winterpause für den Feinschliff nutzen kann.

Viel Erfolg!

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Zeitlinien-Übersicht im DII-Teil

Der DII-Teil ist trotz seiner Reform seit dem Jahr 2013 immer noch ein schwieriger Brocken auf dem Weg zur bestandenen EQE. Meist ist der Fall sehr komplex angelegt und der Bewerber muss erst einmal den Sachverhalt sortieren, bevor er sich an die Bearbeitung der Lösung wagen kann. Hier will ich ein nützliches „Werkzeug“ vorstellen, die Erstellung einer „Timeline“- oder Zeitlinien-Übersicht.

Der DII-Teil stellt die Prüflinge vor die große Herausforderung viel Information in wenig Zeit richtig verarbeiten und einsortieren zu müssen. Vor allem sind im DII-Teil häufig viele verschiedene zeitliche Daten zu finden die mit bestimmten Sachverhalten in Korrelation gesetzt werden müssen.

Hier hat sich in der Vergangenheit eine relativ einfache Methode bewährt, mit der man diese Informationen festhalten kann:

Zuerst klebt man zwei DIN A4-Blätter so zusammen, dass ein DIN A3-Blatt entsteht (oder man bringt gleich ein DIN A43-Blatt zur Prüfung mit).

Nun teilt man das Blatt in folgende Abschnitte:

1. Die gesamte obere Hälfte des Doppelblattes sollte für die Zeitlinien reserviert sein. Hier empfehle ich für jedes Schutzrecht eine eigene Zeitlinie zu zeichnen und für jede Partei eine eigene Farbe zu verwenden.

Ich habe jedenfalls zum besseren Verständnis für den DII-Teil mal eine solche „Zeitlinien-Übersicht“ anhand des DII-Teils von 2014 erstellt (übrigens ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

© Nico Riffel

© Nico Riffel

 

 

 

 

 

 

Wie man sehen kann, wird für jede Schutzrechtsfamilie ein eigener Zeitstrahl erstellt, der alle wichtigen Daten enthält, wie z.B. Prioritätsanmeldetag, Tag der Nachanmeldung, Inanspruchnahme von Prioritäten (per Pfeil), Veröffentlichungsdatum (wichtig z.B. zur Abgrenzung von 54 (2) und 54 (3)-Schriften). Es ist dabei auch eine gute Praxis mit Farben zumindest eigene Anmeldungen und gegnerische Anmeldungen zu unterscheiden (insbesondere wichtig, wenn mehr als zwei Parteien involviert sind).

Bei dieser Methode ist es übrigens wichtig erst einmal den ganzen Text zu lesen und am besten alle Zeitangaben im Text zu markieren. Nur so erhält man ein Gefühl dafür wie man auf dem Blatt die Zeitangaben in Relation zueinander positionieren muss. So wird z.B. im DII-Teil von 2014 die sehr frühe Anmeldung EPFR3 erst relativ spät im Text erwähnt. Hat man gleich beim ersten Lesen begonnen alles festzuhalten, dann kommt man dort evtl. in Platzprobleme.

Ein Anmerkung: Da sich der Sachverhalt hier in einen „Stoff-Anmeldungen“-Teil und einen „Verfahrens“-Teil aufspaltet, könnte man auch darüber nachdenken EPFR1, EPFR2 und EPCZ1 links nebeneinander und EPFR3 und PCTCZ2 rechts nebeneinander aufzuzeichnen (ist hier aber nicht „prüfungsentscheidend“).

2. In der unteren Hälfte des Doppelblattes wird dann das Blatt nochmals zweigeteilt: In das obere Drittel werden links „Allgemeine Infos“ über den Mandanten und den Gegner eingetragen und rechts wichtige „Hinweise“ im Text festgehalten.

Die „Hinweise“ können hierbei alles betreffen, was einem beim Lesen der Aufgabe besonders ungewöhnlich oder „festhaltenswert“ erscheint.

Schlüsselworte hierfür können z.B. Bemerkungen sein, wie „es ist uns besonders wichtig„, „was wir noch nicht erwähnt hatten“ oder „besonders merkwürdig/auffallen war„, etc..

Natürlich können auch die Fragen weitere Hinweise auf bestimmte Sachverhalte enthalten, bei denen es sich lohnt genauer hinzusehen.

Wie man sieht, enthält meine „Hinweisbox“ als ersten Hinweis den Wunsch des Mandanten den indischen Lieferanten zu behalten. Meines Erachtens ein deutlicher Hinweis zu prüfen, ob der indischen Lieferant das geschützte Verfahren weiterhin anwenden darf.

Der zweite Hinweis betrifft den Mandantenwusch nach „freundschaftlicher“ Zusammenarbeit mit der CLC. Dies ist meines Erachtens ein ziemlich deutlicher Hinweis auf eine Kreuzlizenz oder eine Rechteübertragung. Ich würde jedenfalls diesen Punkt unbedingt diesbezüglich prüfen.

Außerdem habe ich noch einen dritten Hinweis auf die Situation von PCTCZ2 aufgeschrieben. So wie hier die Aufgabe formuliert ist (Stichwort „deutliche Verbesserung“), muss man einfach prüfen, welche Möglichkeiten es gibt dieses Schutzrecht doch noch für den Mandanten nutzbar zu machen. Im Kopf müssen bei einem solchen Sachverhalt einfach die Signallampen für Themen wie „Wiedereinsetzung“ und „Weiterbehandlung“ angehen!

Weitere Hinweise, die man z.B. auch noch in die Hinweisbox schreiben könnte:

  • Prioritätssituation der EPCZ1-Ansprüche: Offensichtlich können nicht alle Anspruchsmerkmale die Prioritäten von CZ1 wirksam in Anspruch nehmen.
  • Überraschende Wirkung von Y.
  • Hinweis, dass eine Übersetzung von CZ1 eingereicht werden muss, um beim EPA Prioritätsansprüche zu bestätigen.

Ich habe diese Hinweise für mich unten bei der Zusammenfassung der verschiedenen Schutzrechte festgehalten. Ich denke aber inzwischen, zur besseren Übersicht ist es besser man hält diese Punkte auch oben im Hinweisfeld fest.

Am Ende der Prüfung sollte man nämlich jeden Hinweis nochmals durchgehen und schauen, ob man diesen in seiner Antwort in irgendeiner Form auch berücksichtigt hat. Durch Wegstreichen des jeweiligen „erledigten“ Hinweises kann man dann sicher gehen, dass man keinen Hinweis übersehen hat.

Die unteren zwei Drittel sind den Zusammenfassungen der verschiedenen Schutzrechten gewidmet. Auch hier habe ich mit Farbcodes gearbeitet.

© Nico Riffel

© Nico Riffel

 

 

 

 

 

 

Hier hält man vor allem stichwortartig die Hinweise auf den Schutzumfang der Anmeldung fest und weitere Angaben, wie z.B. Validierung in bestimmten Ländern, Prioritätsbeanspruchungen, etc. Auch hier verwendet man natürlich nach Möglichkeit einheitliche Farbcodes.

Man sieht, dass man so auf der gesamten DIN A3-Seite eine gute Zusammenfassung des Sachverhalts auf einen Blick hat.

Probiere mal aus, ob Dir die Zeitlinienübersicht bei Teil DII hilft.

 

Ordnung auf dem Tisch

Die richtige Ordnung auf dem Tisch (und darunter) ist nicht zu unterschätzen. Gerade in Teil C hat man mit so vielen Dokumenten zu tun, dass es prüfungsentscheidend sein kann, ob man auch in der Hektik immer den Überblick über seine Unterlagen hat.

Ich gebe es offen zu: Ich bin kein Leertischler. Zwar bemühe ich mich in der täglichen Arbeit einen aufgeräumten Schreibtisch zu bewahren, aber ich bin weit davon entfernt ein echter Leertischler zu werden, so wie es von vielen Zeit- und Produktivitätsmanagern gefordert wird.

Ich bin einfach ein zu kreativer Mensch, als dass ich mit nur einem Schreibwerkzeug, Schreibblock und der Computertastatur auf meinem Schreibtisch zufrieden wäre.

Was im normalen Arbeitsleben allerdings noch eine „lässliche Sünde“ ist, kann in der Prüfung häufig eine entscheidende Bedeutung bekommen: Wer nicht zu jeder Zeit alle Unterlagen griffbereit und geordnet sortiert hat, wird ernsthafte Probleme bekommen.

Daher will ich sieben Tipps geben, wie ihr optimal vorbereitet in die Prüfung geht:

7 Tipps für einen ordentlichen Prüfungsplatz

1. Ordner mit Trennstreifen und Klarsichthüllen

Stellt euch für jeden Prüfungsteil einen Schnellhefter oder schmalen Leitz-Ordner zusammen, der folgendes enthält:

a. Als erstes braucht ihr Trennstreifen. Am besten verschiedenfarbig für jedes Schreiben, welches ihr bekommt. Also z.B. in Teil C für das Mandantenschreiben, das Patent, jede der Entgegenhaltungen und Form 2300.

b. Sowie weitere Trennstreifen für jedes Dokument, welches ihr selbst anfertigen werdet. Also z.B. Antwort auf Mandantenschreiben, neue Ansprüche, etc.

Bei Teil C geht ihr sogar noch weiter ins Detail und macht zusätzlich einen Abschnitt für „Einleitung“, „unzulässige Erweiterung (Art. 123)“, einen für „Neuheit (Art. 54)“, einen für „erfinderische Tätigkeit (Art. 56)“, einen für „Sonstiges“ und evtl. noch einen für „Schluss“.

c. Weiterhin braucht ihr Klarsichthüllen, die möglichst transparent sind und sich oben und seitlich öffnen lassen.

d. Zu jedem Trennstreifen, den ihr für ein eigenes Dokument vorgesehen habt, heftet ihr nun mittels eines Heftstreifens eine Klarsichthülle, so dass ihr die Einzelseiten eines selbst angefertigten Dokuments leicht in die dafür thematisch passende Klarsichthülle stecken könnt.

e. Die Heftstreifen könnt ihr nun in den Schnellhefter oder schmalen Leitz-Ordner abheften.

Wenn ihr nun in der Prüfung eure Unterlagen erhaltet, dann entfernt ihr zuerst einmal alle Heftklammern (Enthefter), locht die Dokumente und heftet sie auf dem passenden Heftstreifen inklusive Trennstreifen ab.

Auf diese Weise erhaltet ihr einen Schnellhefter oder schmalen Leitz-Ordner mit leicht entnehmbaren und dank Trennstreifen korrekt beschrifteten (und farblich markierten) Dokumenten.

Wenn ihr euch dann noch angewöhnt eure Farbmarkierungen in anderen Texten mit den passenden Textmarkern zu machen, also Textmarker verwendet, die farblich zu dem passen Dokument gehören (z.B. orangener Marker und orangener Trennstreifen), dann habt ihr eine zusätzliche Möglichkeit einfach festzuhalten, welches Dokument zu welchem Argument gehört.

Weiterhin könnt ihr so alles was ihr selbst anfertigt in die passende Klarsichthülle stecken (Seitenzahlen aber nicht vergessen) und so griffbereit aufbewahren.

Auf diese Weise habt ihr immer Ordnung in euren Unterlagen, denn ihr habt auf kleinstem Raum dafür gesorgt, dass ihr immer jedes Dokument an der richtigen Stelle habt.

Diese Herangehensweise wurde übrigens vom sehr guten Michalski-Hüttermann-Seminar inspiriert, die eine ähnliche Vorgehensweise empfehlen.

2. Nutzt eine Hängemappen-Transportbox

Nutzt eine Hängemappen-Transportbox für eure vorgefertigten und mitgebrachten Unterlagen.

Update: Alternativ zu der genannten Box, habe ich die Hängemappenbox SWING entdeckt, welche mir handlicher und für die Teile A, B und C geeigneter erscheint, bei denen man eigentlich nicht alle Materialien mitschleppen muss (im Gegensatz zu Teil D). Da die Boxen außerdem in verschiedenen Farben bestellt werden können, könnte man sich z.B. eine rote Box speziell für Teil A herrichten und z.B. eine blaue Box für Teil C vorbereiten. Selbst wenn einige Unterlagen dann doppelt einsortiert werden müssten, hat man auf diese Weise seine Sammlung für den jeweiligen Teil stets griffbereit ohne sich zu überladen.

So könnte man z.B. jeweils eine Hängemappe für

  • PCT
  • PVÜ
  • EURO-PCT
  • EPÜ-Leitfaden
  • Nationales Patentrecht
  • GBK-Entscheidungen
  • Wichtige T- und R-Entscheidungen
  • Auszüge aus dem EPA-Amtsblatt
  • Internationale Verträge
  • Mindmaps
  • Checklisten
  • offizielle Formulare
  • und prüfungsteilspezifische Unterlagen

mitnehmen. Dies ist natürlich nur ein Vorschlag, ihr wollt vielleicht etwas ganz anderes in der Prüfung dabei haben. Auf jeden Fall könnt ihr so viele Informationen auf kleinstem Raum neben euch auf den Boden stellen und habt bei Bedarf alles sofort griffbereit.

3. Nutzt Buchstützen

Für die Bücher, die ihr auf jeden Fall dabei haben wollt, z.B. EPÜ und Rechtsprechung des EPA, solltet ihr einfache Buchstützen mitnehmen.

Das schafft Platz und Ordnung auf dem Schreibtisch und es vermeidet den peinlichen Vorfall wenn mitten in der Prüfung ein Buch mit lautem Knall auf den Boden donnert.

4. (Optional) Nutzt einen Leseständer

Dieser Punkt ist deshalb optional, weil ich selbst einen Leseständer in der Prüfung nie benutzt habe und daher nicht aus Erfahrung sprechen kann. Offensichtlich kann man die Prüfung auch ohne bestehen und mir persönlich wäre es etwas zu viel auf dem Schreibtisch. Dennoch kann es sein, dass man gerade in Situationen, in denen man viel Text aus dem Gesetz oder einem Kommentar abschreiben will, solch einen Leseständer gerne verwenden möchte. Wichtig ist nur, dass ihr auf eine stabile Ausführung achtet, die aber gleichzeitig nicht zu viel Platz wegnimmt.

5. Macht verkleinerte und gebundene Kopien

Manche Literatur, die man in die Prüfung mitnehmen will, hat im Original einfach eine unhandliche Größe. Ich denke da z.B. an die EPA-Richtlinien.

Hier empfiehlt es sich diese Dokumente zweiseitig auszudrucken (Vorder- und Rückseite) und in einem Copyshop binden zu lassen. So kann man z.B. die derzeit 874 Seiten (sic!) der EPA-Richtlinien auf 218 Seiten reduzieren und dennoch verbleiben sie in einem leserlichen Format.

Spare allerdings nicht bei der Bindung: Du willst Doch nicht, dass mitten in der Prüfung beim Blättern die Seiten herausfliegen.

Und, eigentlich eine Selbstverständlichkeit, achtet darauf, dass ihr die aktuellste Version des jeweiligen Textes habt. Es soll in der Vergangenheit Prüflinge gegeben haben, die nach der Reform der EPA-Richtlinien immer noch die alten Zitatstellen benutzt haben…

6. Nutzt die guten alten „Mäppchen“

Ja, denkt zurück an eure Schulzeit: Die klassische „Schlamperrolle“ sorgt hier für Ordnung. Farbe und Form überlasse ich jedem selbst, denkt aber daran, dass ihr genügend Platz braucht für:

 7. Nutzt eine Brotbox

Gerade bei den langen Prüfungen ist es unerlässlich zwischendrin eine Kleinigkeit zu essen, wie z.B. eine Banane oder einen Apfel. Auch Traubenzucker und ausreichend Flüssigkeit zum Trinken gehören zu einer guten Ausrüstung dazu.

Eine Brotbox erspart euren Mitprüflingen den unschönen Anblick einer halb abgebissenen Brotstulle oder eines langsam braun werdenden Apfelrests und verhindert Butter- oder Saftflecken auf euren Unterlagen.

Hinweis: Für die hier verlinkten Artikel bekomme ich eine Vermittlungsprovision von Amazon, wenn ihr darüber den Artikel bestellt. Euch entstehen dadurch keine Mehrkosten. Ich empfehle hier nur Artikel, die ich selbst in der EQE genutzt habe und für nützlich befunden habe. Ihr könnt natürlich gerne auch andere, vergleichbare Hilfsmittel anderer Firmen und Anbieter kaufen.

Das richtige Schreibwerkzeug

(c) Nico Riffel

(c) Nico Riffel

Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, müssen alle Prüfungen handschriftlich gelöst werden. Zwar ist das Ausschneiden und Aufkleben von Text-Passagen erlaubt (und unter gewissen Umständen zum Zeitsparen sogar empfohlen, siehe z.B. Teil B), dennoch wird ein Großteil der Arbeit handschriftlich erledigt. Wer hier nicht aufpasst kann allein schon aufgrund unleserlicher Handschrift wertvolle Punkte verschenken. Daher ist ein richtiges Schreibgerät und eine gute Schreibtechnik unbedingt wichtig.

In der heutigen Zeit, in der die meisten von uns per Tastatur oder sogar per Diktiergerät bzw. Diktiersoftware ihre Texte erstellen, bringt das handschriftliche Schreiben zahlreiche Probleme mit sich:

1. Unleserliche Handschrift

Der Text, den der Prüfling in der EQE erstellt, wird von mindestens zwei Korrektoren gelesen. Die Chance ist dabei hoch, dass der Prüfer kein Muttersprachler für Deutsch ist. Das heißt, er muss nicht nur mit der Handschrift des Prüflings kämpfen, sondern evtl. auch noch mit sprachlichen Hürden.

Gleichzeitig sorgen der Zeitstress und Ermüdungserscheinungen gerade zum Ende der Prüfung dafür, dass die Handschrift noch unleserlicher wird. Wenn dann noch Fehler in Grammatik und Rechtschreibung hinzukommen, kann man sich ausrechnen, dass hier eine große Gefahr droht wichtige Punkte auf der Strecke zu lassen, nur weil der Prüfer die – möglicherweise richtigen – Argumente einfach nicht mehr entziffern kann.

Wer sich unsicher ist, ob seine Handschrift leserlich ist, kann ja seine Übungsklausuren mal einem Freund oder Freundin geben und um deren Meinung bezüglich der Lesbarkeit bitten.

Wer in einer Lerngruppe lernt, ist gut beraten ein oder zwei Klausuren (am besten diejenigen, die unter „Realbedingungen“ angefertigt wurden) gegenseitig zu korrigieren und neben den inhaltlichen Punkten auch auf die Lesbarkeit zu achten.

Be denen, die wie ich eher zu einer schlecht lesebaren Handschrift neigen, hilft nur nur üben, üben, üben.

Ich empfehle auch sich möglichst früh Papier zu verschaffen, welches dem Prüfungspapier ähnelt (hier) und alle Übungsklausuren etc. auf diesem Papier und mit dem richtigen Stift anzufertigen.

Zur Verbesserung der Handschrift gibt es übrigens inzwischen zahlreiche Bücher und Anleitungen, wie z.B. dieses hier: Handschrift-Trainer: Locker, flüssig und lesbar schreiben

2. Physische Belastung der Hand

Neben der Handschrift ist auch die allgemeine physische Belastung der Hand nicht zu unterschätzen. Selbst wenn die eigene Handschrift normalerweise leserlich ist, können Krämpfe, Sehnenscheidenentzündungen und andere Ermüdungserscheinungen ihren Tribut fordern und schlimmstenfalls dazu führen, dass man seine Gedanken nicht mehr richtig auf das Papier bekommt.

Wer die EQE noch nicht mitgemacht hat, wird vielleicht über diesen Punkt lächeln, aber gerade wenn man alle vier Teile auf einmal schreibt, ist die Belastung für eine untrainierte Hand nicht zu unterschätzen. Kaum einer von uns ist es noch gewöhnt 50 – 100 handgeschriebene Seiten in drei Tagen zu produzieren.

Es ist daher unabdingbar, neben dem Üben der Handschrift, auch auf eine gute Handhaltung beim Schreiben zu achten. Das bedeutet, dass man das Handgelenk gerade halten und über dem Papier „schweben“ lassen sollte.  Auf keinen Fall sollte die Hand abgelegt werden und „mit den Fingern“ geschrieben werden.

Weiterhin ist es notwendig, dass man neben der Übung auch das richtige Schreibgerät einsetzt.

In Foren und im Gespräch mit anderen Teilnehmern habe ich hier verschiedene Strategien gelesen bzw. gehört.

Häufig wird empfohlen Stifte mit verschiedenem Durchmesser und Schreibgefühl zu verwenden, um regelmäßig die Haltung wechseln zu können. Bei der Art der zu verwendenden Stifte gehen aber die Meinungen weit auseinander.

So schwören manche auf Füller. Das ist vor allem dann eine Option wenn der Füller gut eingeschrieben ist und man auch im normalen Berufsleben häufiger mit Füller arbeitet. Allerdings muss man sicherstellen, dass der Füller nicht zu sehr schmiert bzw. die Linie auf dem Prüfungspapier zu sehr ausfranzt. Außerdem muss man darauf achten, dass die Tintenpatrone möglichst schnell und unkompliziert ausgetauscht werden kann.

Denn eines ist sicher: In der Prüfung wird mindestens einmal die Patrone leer sein. Daher sollte man vor allem um klassische Füller, die man noch mittels Tintenfass auffüllen muss, einen großen Bogen machen.

Von Bleistiften ist insoweit abzuraten, da diese nicht als „Dokumentenecht“ gelten und daher nicht zum Schreiben der eigentlichen Prüfungantworten eingesetzt werden sollen. Allerdings kann man natürlich Bleistifte für Markierungen einsetzen die in der endgültigen Fassung nicht mehr sichtbar sein sollen.

Auch Kugelschreiber sind mit Vorsicht zu genießen, da sie häufig zum Schmieren neigen. Außerdem ist das Schreibgefühl bei Kugelschreibern nicht jedermanns Sache.

Ich persönlich habe folgende zwei Stifte verwendet:

Der EASY original fühlt sich in der Hand ziemlich griffig und ergonomisch ausgereift an und die Tinte fließt sehr leicht aus der Spitze. Das Gefühl entspricht fast dem eines guten Füllers. Auch die Stärke der Linie war für mein Schriftbild passend. Allerdings ist der Stift nichts für zu große Hände. Ich habe Handschuhgröße 10 (Large) und fand, dass der Stift noch gut in meiner Hand lag. Personen mit größeren Händen werden evtl. nicht so gut mit diesem Stift klar kommen. Ich konnte allerdings mit diesem Stift schnell viel Text produzieren ohne unter zu starken Ermüdungserscheinungen zu leiden.

Als Ersatz und Alternative nutzte ich auch immer mal wieder Stifte aus der COM4-Gel-Serie. Auch hier war das Schreibgefühl angenehm, wenngleich es eher an dem Gefühl eines Kugelschreibers entspricht (was kein Nachteil sein muss). Vor allem fand ich es vorteilhaft, dass die Tinten bei beiden Stiften nicht schmierte (ganz im Gegensatz zu vielen Füllern und vor allem Kugelschreibern).

 3. Rechtschreibung und Textstruktur

Die Handschrift kann man üben, aber meiner Meinung nach nur bedingt verbessern. Klar, man kann überflüssige Schnörkel weglassen und auf eindeutige und einheitlich Buchstaben achten, aber im Grunde bleibt es die eigene Handschrift (es sei denn man bereitet sich über Jahrzehnte auf die Prüfung vor 😉 ).

Was man aber viel schneller ändern kann ist Rechtschreibung und Textstruktur, bzw. auch das gesamte erste Erscheinungsbild des Textes.

Die Rechtschreibung kann man immer verbessern (nicht nur für die Prüfung). Achte schon bei Deinen Probeklausuren darauf. Die Prüfung bietet sich auch dafür an immer wiederkehrende Begriffe zu verwenden. Sorge dafür, dass diese Begriffe und Floskeln in der Formulierungshilfe korrekt sind, insbesondere, wenn Du nicht in Deiner Muttersprache schreibst.

Außerdem: Mache Absätze, nutze Unterstreichungen (am besten mit Lineal!), wähle eindeutige und einleuchtende Nummerierungen und lasse ordentlich Platz zwischen den Absätzen.

Ich empfehle grundsätzlich immer mindestens eine Zeile auf dem Prüfungspapier frei zu lassen. Das sieht sauberer aus und erlaubt es bei Bedarf noch eine Ergänzung leserlich einzufügen.

Wenn Du etwas streichen musst, mache keine „Streichorgie“ daraus. Zur Not nimm Tipp-ex. Ich bevorzuge hierbei übrigens diese Tipp-Ex-Roller, bei denen man einzelnen „Bahnen“ abrollen kann, nicht das flüssige Mittel welches diese millimeterdicke Kruste erzeugt.

Und bitte, bitte! Schreibe nicht erneut auf die mit Tipp-Ex gelöschten Flächen.
Im Zweifel sollte man den Abschnitt lieber neu schreiben.

Lege Dir lieber ein eindeutiges System zu, mit dem Du bei Bedarf Ergänzungen und Ersetzungen deutlich machst. z.B.:

<-> (Ergänzung auf Seite XX)

anfügen an der Stelle, die ihr ergänzen wollt und schreibt dann den Absatz auf ein Extrablatt z.B. so:

<Ergänzung von Seite XX: Außerdem ist im weiteren Merkmal XXX … >

Oder, wenn es nicht zu viel Text ist, dann schreibe es einfach nochmals neu.

4. Satzstellungen und Sprache

Wer viel am Computer schreibt, gewöhnt sich schnell an, dass sich Sätze auch im Nachhinein korrigieren lassen. Am Computer kann man erst einmal seine Gedanken in Rohfassung hinschreiben, dann durchlesen, korrigieren, umstellen, teilweise neu schreiben und umformulieren.

Bei handschriftlicher Arbeit muss dies alles schon vorher passieren. Insofern ähnelt die Erstellung eines handschriftlichen Textes eher der Arbeitsweise beim Diktieren. Hier kann man auch nur schwer einen nachträglichen Satz korrigieren (allerdings kann man ihn schnell neu aufsprechen). Wer aber gelernt hat in einfachen Sätzen ohne große Unterbrechungen zu diktieren, der wird sich auch bei der handschriftlichen Anfertigung von Texten leichter tun.

Folgende Regeln sollte man daher beachten:

      • Standardsätze und -begriffe verwenden (Deine prosaischen Variationen kannst Du Dir für Deinen nächsten Roman aufheben)
      • Kurze Sätze verwenden
      • Einfache Sprache verwenden
      • Passende und einheitliche Fachausdrücke
      • Abkürzungen sparsam und einheitlich verwenden und am Anfang in der Einleitung definieren (nicht in der gleichen Klausur verschiedene Abkürzungen „SdT“, „ST“ und „SdTech“ für den gleichen Fachausdruck „Stand der Technik“ verwenden)

Hier der Beitrag zum Anhören:

Das EQE Prüfungspapier

Damit man sich frühzeitig auf die richtigen Umstände der Prüfung vorbereiten kann, empfehle ich die ausschließliche Benutzung von Papier, welches dem EQE-Papier in der Prüfung in Bezug auf Layout und Zeilenabstand ähnelt.

Das Papier

Ich habe eine Vorlage hier mal einkopiert. Das Originalpapier enthält allerdings noch zusätzliche Strichcodes, die verhindern sollen, dass jemand mitgebrachtes und gar vorgeschriebenes Papier einsetzt.

Ich finde allerdings, dass es Ehrensache ist, dass niemals versucht wird diese oder andere im Internet erhältliche Kopien in der Prüfung zu verwenden!

Schließlich wollen wir alle einen Beruf als Organe der Rechtspflege ausüben. Eine solche Karriere sollte man nicht mit einem Betrugsversuch beginnen…

EEPPrüfungspapier-724x1024_2

Wie man sieht, ist nicht nur der Zeilenabstand gewöhnungsbedürftig und erinnert an Schulhefte aus der Grundschule. Als weiteres Merkmal enthält jede Seite oben rechts einen Kasten in den die Seitenzahlen einzutragen sind.

Seitenzahlen sind wichtig!

Ich werde an anderer Stelle nochmals darauf eingehen, aber es empfiehlt sich die Seiten erst einmal mit einem hellen Marker, der nicht kopiert wird (z.B. Gelb) vorzuschreiben und erst in den letzten 5 Minuten vor der Abgabe mit einem richtigen Stift nachzuschreiben.

So kann man auch am Ende der Prüfung noch Ergänzungen, Seitenaustausche oder Veränderungen der Reihenfolge vornehmen, ohne dass es in eine Tipp-Ex-Orgie ausartet ;-).

Außerdem empfiehlt es sich „Seitenzahl/Gesamtzahl“ zu schreiben, also z.B. „3/20“, um die Überprüfung zu erleichtern wie viele Gesamtseiten abgegeben wurden.

Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, werden die Prüfungsarbeiten kopiert. Je eine Kopie erhält einer der Korrektoren und eine erhält auch der Prüfling zur Kontrolle. Bei dem Kopiervorgang kommt es immer wieder vor, dass beim Blatteinzug ein Blatt nicht richtig mitgenommen und daher nicht kopiert wird.

Die Beschriftung mit Seitenzahlen dient also nicht nur der Übersicht und der Beibehaltung der richtigen Reihenfolge, sie schützt den Prüfling auch davor, dass nicht nur ein Teil seiner Arbeit bewertet wird, weil einfach der Kopierer nicht funktionierte.

Deshalb sollte man, egal wie wenig Lust man auch verspürt in seine Arbeit zu sehen, zumindest die richtige Anzahl der Seiten überprüfen, wenn man die Kopie zugeschickt bekommt. Hat man die Seitenzahlbeschriftung richtig gemacht, dann ist das eine Übung von wenigen Minuten, die viel Ärger ersparen kann…