Archiv der Kategorie: Mindset

Die richtige psychologische Einstellung ist ganz wichtig um die EQE zu bestehen.

Selbstorganisation: Nützliche Tools

Kennst Du das? Du bist unterwegs in der U-Bahn und plötzlich kommt ein Gedanke für Deine Lernvorbereitung auf den Du  gerne sofort festhalten willst?

Abhilfe schafft hier natürlich der gute, alte Notizzettel mit dem Du die Frage schnell festhalten kannst und somit den Kopf wieder „frei bekommst“.

Allerdings hat diese „Zettelwirtschaft“ auch Nachteile. Je nachdem wie organisiert Du bist, kann es durchaus vorkommen, dass diese Zettel auch verloren gehen. Außerdem ist nicht gesagt, dass man auch immer einen Zettel zur Hand hat, wenn man ihn braucht um einen Gedanken festzuhalten (z.B. in der U-Bahn oder im Auto).

Ich nutze daher sehr gerne Apps, die idealerweise plattformübergreifend eigensetzt werden können, und mit denen ich schnell meine Gedanken – nicht nur in einer Lernsituation – festhalten kann.

Drei Tools, die in diesem Sinne sehr gut funktionieren will ich hier kurz vorstellen:

App: Microsoft „to do“ (ehemals „Wunderlist“)

„To do“ ist, wie der Name schon sagt, eine elektronische „to do“-Liste. Das Tolle an „to to“ ist, dass diese App kostenlos ist (Microsoft-Registrieung ist allerdings notwendig) und sowohl auf Android als auch auf Apple-Systemen läuft.

Somit ist die App immer in der Nähe: Auf dem iPhone oder dem Samsung-Smartphone, auf dem Tablet und sogar auf dem Computer.

Die Bedienung ist denkbar einfach. Intuitiv lassen sich Listen mit offenen Punkten erstellen, die man dann durch abhaken auch wieder abarbeiten kann. Eine Notizfunktion erlaubt auch längere Einträge innerhalb eines Listeneintrags. Die Einträge können auf verschiedene Arten sortiert werden und man kann die Listen sogar mit anderen Menschen teilen (z.B. eine Einkaufsliste). „To do“ gleicht alle eingegebenen Daten über die Geräte ab, auf denen ein Nutzer angemeldet ist.

Ich nutze „To do“ regelmäßig, um schnell Gedanken festzuhalten – unter anderem über welches Thema ich den nächsten Blogartikel schreiben will.

Evernote

Evernote ist eine Art elektronisches Notizbuch. Auch Evernote funktioniert plattformübergreifend und gleicht alle eingegebenen Daten über die Geräte ab, auf denen ein Nutzer angemeldet ist.

Evernote kommt in einer kostenlosen Basisversion, bei häufiger Nutzung auf mehr als zwei Geräten wird man aber eher auf die Plus- oder Premiumversion umsteigen wollen, die als kostenpflichtiges Abo-System aufgebaut sind.

Im Vergleich zu „To do“ ist Evernote sehr viel umfangreicher. Das Ziel von Evernote ist das Sammeln, Ordnen und Finden von Notizen, Dokumenten und Fotos in allen denkbaren Formaten. Daher lassen sich bei Evernote alle möglichen multimedialen Mittel nutzen, wie z.B. Audioaufnahmen und Fotografien, um Gedanken und Punkte festzuhalten. Selbst Handschriften sollen erkannt werden (obwohl ich diese Funktion bisher noch nie genutzt habe).

Durch das Einbinden von Multimedia-Dateien ist Evernote noch besser geeignet auch komplexere Fragestellungen festzuhalten. So könnte man z.B. beim Lernen eine Idee einfach diktieren oder per Foto festhalten, anstatt sie langwierig einzutippen.

Es ist ein wenig Geschmacksache, ob man diese Komplexität braucht oder eher mit dem einfacheren „To do“ besser zurecht kommt. Außerdem ist es natürlich auch eine Geldfrage.

Trello

Vielleicht kennt ihr die Organisation von Aufgaben mit Hilfe von „post-it“-Klebezetteln? Nun, Trello ist die elektronische Umsetzung dieses Konzepts.

Gerade wenn man in einer Lerngruppe arbeitet und seine Aufgaben unter verschiedenen Teilnehmern aufteilt, ist Trello sehr gut geeignet den Überblick darüber zu behalten, wer was gerade macht und das schon bearbeitet wurde bzw. noch aussteht.

Als Projektmanagementsoftware ermöglicht es Trello auf sogenannten Boards gemeinsam mit anderen Mitgliedern Listen zu erstellen. Diese Listen können beliebig bearbeitet und mit Checklisten, Anhängen und einem festgelegten Termin versehen werden.

Aufgaben können schnell von einem Teilnehmer zum anderen verschoben werden und man behält dennoch stets den Überblick.

Auch Trello funktioniert plattformübergreifend und gleicht alle eingegebenen Daten über die Geräte ab, auf denen die Nutzer angemeldet sind.

Alle Grundfunktionen der Anwendung können kostenlos genutzt werden, z. B. ein Board erstellen und mit anderen Mitgliedern bearbeiten. Allerdings sind Extrafunktionen wie Hintergrundbilder und Sticker nur für kostenpflichtige Gold-Accounts freigeschaltet.

Unterbrechungen vermeiden

Sicherlich kennst Du den „Flow“? Damit ist der Gemütszustand gemeint bei dem man wirklich zu 100% in einer Sache drin ist. Man ist völlig fokussiert und merkt gar nicht wie die Zeit verfliegt. Das tolle an dem „Flow“ ist nicht nur, dass man hier sehr produktiv arbeitet, sondern auch, dass die Arbeit gar nicht als belastend wahrgenommen wird, sondern man sich vielmehr regelrecht beflügelt fühlt.

Wäre es nicht schön, wenn man auch den Lernmodus für die EQE im „Flow“ durchführen könnte?

Nun, das kann man, wenn man ein paar einfache Regeln beachtet:

Eine wichtige Regel ist, dass man sich nicht unterbrechen lassen darf. Studien zeigen, dass man in der Regel 20 Minuten braucht, um überhaupt in den „Flow“ zu kommen, also sich so fokussiert einer Sache zugewendet hat, dass man völlig darin aufgeht.

Leider sind die modernen Kommunikationsmedien absolute „Flow“-Killer, denn Email, WhatsApp, Twitter & Co. Unterbrechen unsere Aufmerksamkeit im Minutentakt.

Daher ist es eine wichtige Voraussetzung um in den richtigen Lern-„Flow“ zu kommen alle Ablenkungen dieser Art abzuschalten.

Schalte das Telefon ab (vollkommen stumm, nicht nur auf „lautloses Vibrieren“) und den Computer am Besten erst gar nicht ein. Erinnerungen und Email-Alerts sollten natürlich auch nicht stören. Sage Deiner Familie, dass sie Dich nicht stören dürfen und schließe die Tür ab. Wenn du daheim nicht die notwendigen Maßnahmen erreichen kannst, die Du für vollkommene Ungestörtheit brauchst, dann gehe in den Leseraum eine Bibliothek oder gehe für ein paar Wochen in ein Kloster ohne WLAN und Handy-Empfang (kein Witz!).

Wenn Du einmal im Lern-„Flow“ warst, wirst Du feststellen um wie viel effektiver Du den Stoff verstehst, durchdringst und auch behältst.

Ein fokussiertes Ziel pro Tag

Wenn Du dazu neigst, Dich schnell vom Tagesgeschäft ablenken zu lassen, dann empfehle ich Dir noch einen weiteren Tipp: Anstatt zu viele verschiede Lern-Ziele bzw. lange „to-do“-Listen für ein Tag aufzusetzen, solltest Du Dir ein einziges echtes Ziel pro Tag setzen. Wichtig ist, dass Du dieses Ziel als erste Handlung des Tages vor allen anderen angehst. Gleich nach der Morgenroutine, z.B. Ankunft im Büro und erstem Kaffee, legst Du los. Also noch bevor Du Deine morgendlichen Emails checkst, Telefonate führst, mit den Kollegen redest oder in einer anderen Form in das Tagesgeschehen eintauchst.

Selbst heute wende ich diese Methode noch im Alltagsgeschäft gelegentlich an wenn es zu stressig wird und ich das Gefühl habe, der Alltag „frisst“ die wichtigen Aufgaben auf: Die ersten ein bis maximal zwei Stunden gehören morgens einer ausgewählten Aufgabe, die ich konzentriert ohne Telefon, Email, ja sogar idealerweise ohne Einschalten des Computers und notfalls mit einem „Bitte nicht stören“-Schild an der Tür abarbeite.

Auf diese Weise komme und bleibe ich im „Flow“ und habe schon morgens eine wichtige Aufgabe erledigt. Das befreit und motiviert für den ganzen Tag.

Doch was ist wenn etwas dringend ist?

Glaube mir, nur die wenigsten Ereignisse sind so dringend, dass sie nicht auch noch in ein, zwei Stunden erledigt werden können.

Durch die schnellen Kommunikationsmittel haben wir uns angewöhnt uns unter Druck setzen zu lassen bzw. auch andere unter Druck zu setzen, wenn diese nicht sofort antworten. Hier muss man seine Kommunikationspartner auch ein Stück weit erziehen.

Denn wer auf jede Nachricht innerhalb von wenigen Minuten reagiert, der schafft natürlich Ungeduld beim Kommunikationspartner, wenn die Antwort mal bis zum Nachmittag dauert. Die Folge sind Nachfrage-Nachrichten wie z.B. „Hast Du meine Email erhalten?“.

Wenn ich hingegen es zu meinem Grundsatz mache, dass ich z.B. nur zweimal am Tag meine Emails beantworte, dann lernen das meine Kommunikationspartner auch mit der Zeit und erwarten auch keine unmittelbare Antwort.

Im Grunde müssen wir alle lernen unsere Nachrichten besser zu Prioritisieren.

Eigentlich gibt es nur folgende Kategorien:

  • Wichtig
  • Dringend
  • Wichtig und dringend
  • Weder wichtig noch dringend

Wichtige Nachrichten, die aber auch noch morgen oder nächste Woche erledigt werden können lassen sich häufig gut mit Emails lösen. Eine solche wichtige Nachricht wäre z.B. die Ausarbeitung einer neuen Erfindungsmeldung. Hier lohnt es sich die Zeit zu nehmen in einem gut formulierten und ausführlichen Text in einer Email die anstehende Aufgabe niederzuschreiben, so dass alle Beteiligten eine gute Grundlage haben. Nachfolgefragen sollte man dann aber mittels anderer Kommunikationsplattformen besprechen, z.B. mit einer Telefonkonferenz.

Dringende Nachrichte, die aber nicht so wichtig sind, kann man mittels chatartigen Programmen, wie z.B. WhatsApp, Skype-Chat & Co. Verschicken. Hier sollte man aber in Kauf nehmen, dass der andere im Moment nicht gestört werden will und daher nicht antwortet. Ein Beispiel für eine dringende, aber eigentlich unwichtige Anfrage wäre z.B. ob der Kollege gleich zum Kaffeetrinken mitkommen will.

Bei wichtigen und dringenden Nachrichten muss man hingegen vereinbaren, dass ich immer nur über einen Kanal kontaktiert werde. Bei wichtigen und dringenden Nachrichten könnte man z.B. vereinbaren, dass immer angerufen werden soll oder dass die Sekretärin über eine spezielle Nummer versucht einen zu erreichen. Schon das Besprechen der Mailbox mit Bitte um Rückruf verbietet sich hier. Nur auf diese Weise kann ich mich als Empfänger darauf verlassen, dass eine solche wichtige und dringende Nachricht zu mir durchdringt und nicht irgendwo in meinem Email-Eingang verborgen liegt oder als hundertste WhatsApp-Nachricht im Posteingang verschüttet ist. Eine solche wichtige und dringende Nachricht wäre z.B. wenn ein Gerichtsvollzieher mit Besichtigungsverfügung beim Mandanten vor der Tür steht.

Wenn man ehrlich ist, sind die wichtigen und dringenden Nachrichten ganz große Ausnahmen, die selbst bei sehr beschäftigten Menschen nur vielleicht einmal im Monat auftreten. Gerade gute Planung im Voraus vermeidet, dass viele wichtige Nachrichten auch dringend werden, daher sollte man, wenn man häufig mit wichtigen und dringenden Nachrichten zu kämpfen hat, seine Tagesplanung genau überprüfen und verbessern.

Weder wichtige noch dringende Nachrichten sollte man übrigens ganz vermeiden oder in die Freizeitstunden (Mittagspause, Kaffeeepause, Feierabend) verlegen und möglichst mit kurzlebigen Kommunikationsmedien (mündlich, nicht gespeicherter Chat, etc.) austauschen.

Über Pausen und Auszeiten

Ich habe an einer Stelle in meinem Blog über den „Flow“ gesprochen, jenes Gefühl der fokussierten Arbeit, bei dem man die Zeit vergisst und die Arbeit produktiv von der Hand geht. Auf diese Weise kann man stundenlang über einem Thema brütenund merkt noch nicht einmal wie schnell die Zeit vergeht.

Bei aller „Arbeitswut“ ist es aber genauso wichtig regelmäßige Pausen einzubauen, da diese die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit erhöhen.

Daher solltest Du, wenn Du mit dem intensiven Lernen beginnst, unbedingt auch ein paar Grundregeln zu regelmäßigen Pausen berücksichtigen:

  1. Spätestens alle zwei Stunden solltest Du eine kurze Pause von 5-10 Minuten machen. Es gibt hierfür übrigens kleine Programme wie z.B. „Time-Out“, die Dich regelmäßig an die Pause erinnern.
  2. Rituale helfen nicht nur beim Überwinden des Inneren Schweinehundes zu Beginn einer Aufgabe, sondern helfen auch beim Pausieren. Zum Beispiel eine Kaffeepause am Vormittag oder eine Spazierpause am Nachmittag.
  3. Die Pause sollte eine echte Abwechslung von dem sein, was Du gerade tust. Beim Lernen ist das in der Regel eine sitzende Tätigkeit im Büro oder Lernraum. Hier bietet es sich an wirklich eine kurze Runde an der frischen Luft und bei Sonnenlicht einzubauen. Das bringt den Kreislauf in Schwung und verbessert auch die Laune. Auch kurze Auflockerungsübungen können das Wohlbefinden steigern.
  4. Natürlich sollte man für Pausen nicht warten, bis man vor Erschöpfung nicht mehr kann. Vielmehr sollten Pausen nach Abschluss einer Arbeit oder spätestens bei ersten Ermüdungszeichen gehalten werden.
  5. Wenn man es sich einrichten kann, kann auch ein nachmittäglicher „Power Nap“ Wunder wirken. Gerade um die Mittagszeit kämpfen viele darum ihre Konzentration hoch zu halten.

Die Vorteile des „Powernapping“ sind in vielen Studien inzwischen belegt:

  • „Powernapping“ wirkt sich positiv auf das Kurzzeitgedächtnis aus.
  • „Powernapping“ steigert die Leistung.
  • „Powernapping“ reduziert das Gewicht: Müde Menschen haben einen größeren Appetit auf fette und süße Lebensmittel.
  • „Powernapping“ schützt vor Herzkrankheiten: Wenn Sie drei Mal wöchentlich mittags eine halbe Stunde schlafen, können Sie Ihr Herzinfarktrisiko um 37 Prozent senken.
  • „Powernapping“ macht gute Laune: Wer wenig geschlafen hat, ist schnell gereizt. Ein Schläfchen steigert die Konzentration von Serotonin im Blut, einem Hormon, das die Stimmung hebt.
  • „Powernapping“ beugt Erschöpfungszuständen vor.

Dabei sollte man allerdings beachten, dass der Kurzschlaf nicht mehr als 20-30 Minuten dauern sollte. Die optimale Zeit ist zwischen 13 und 14 Uhr, am besten nach der Mittagspause. Damit es mit dem Einschlafen klappt, kann man sich Entspannungsmusik auf die Ohren spielen oder Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training üben.

Aller Anfang ist schwer

Gerade die Lerntypen, die zur „Aufschieberitis“ oder Prokrastination neigen, kennen das: Man sieht sich einer Aufgabe gegenüber und kann sich einfach nicht überwinden mit dieser zu beginnen. Man verschiebt den Beginn der Aufgabe immer weiter in die Zukunft und irgendwann bricht das große Chaos aus, weil die Prüfung schon bald bevor steht.

Dieses Vermeidungsverhalten ist auch ganz natürlich: Unser Körper will sich vor unangenehmen Aufgaben – und die Vorbereitung auf eine Prüfung zählt zweifellos dazu – schützen.

Routine hilft!

Um die Anfangsschwelle des „Loslegenmüssens“ zu überwinden hilft es häufig „Alltagstrigger“ zu nutzen. Was meine ich damit?

Nun, überlege mal, wie Deine morgendliche Aufstehroutine aussieht. Aufstehen, Duschen, Zähneputzen, Frühstücken, etc. Das alles läuft bei den Meisten so automatisch ab, dass man kaum noch darüber nachdenkt. Und das ist gut so, denn würde man jedes Mal neu anfangen über den Sinn des Zähneputzens nachzudenken, dann könnte es sehr schnell passieren, dass man diese Aufgaben auslässt oder in Frage stellt.

Umso weniger das (bewusste) Gehirn über Tätigkeiten nachdenken muss, umso weniger Chancen gibt es, dass sich hier Widerstände aufbauen, die zur Prokrastination führen können.

Das Tolle ist, dass wir diese Routinen nutzen können um auch neue Aufgaben, wie z.B. regelmäßiges Lernen, ebenfalls zu einer Routine werden zu lassen.

Wenn ich zum Beispiel festlege, dass ich jedes Mal nach meinem Nachmittagskaffee eine halbe Stunde EQE-Aufgaben löse, dann verknüpfe ich die etablierte Routine des Kaffeetrinkens mit dem neuen Verhalten des nachmittäglichen Lernens.  Das Kaffeetrinken wird so zum „Trigger“ für ein neues Verhalten, welches mit der Zeit ebenfalls zur Routine wird.

Natürlich muss man dieses neue Verhalten eine Weile beibehalten, damit es zur Routine wird, aber nach einiger Zeit stellt man fest, dass man (fast) nicht mehr über diesen Punkt nachdenkt.

Auf diese Weise kannst Du – allerdings immer in kleinen Schritten – ein umfangreiches Lernroutine-Programm aufbauen, dass durchaus mehrere Stunden umfassen kann.

10 Minuten-Trick

Der 10 Minuten-Trick ist ein Trick mit der Du die Hürde zum Anfang einer Arbeit überwinden kannst. Er funktioniert so: Du machst ein Versprechen mit Dir selbst, dass Du die vorliegende Aufgabe 10 Minuten lang konzentriert ausführen willst. Nach Ablauf der 10 Minuten darfst Du die Aufgabe jederzeit wieder beenden. Dazu kannst Du Dir gerne einen Timer oder ähnliches setzen, allerdings ohne das bei Ablauf der Zeit ein Signal zu hören ist.

Der Trick basiert auf der Erkenntnis, dass wenn Du erst einmal 10 Minuten mit einer Aufgabe beschäftigst bist, Du häufig erkennst, dass Du gute Fortschritte machst und es Dir gar nicht mehr so viel ausmacht, einfach weiter zu machen, bis die Aufgabe zu einem sinnvollen Ende geführt wurde.

Das erstaunliche dabei ist, dass der Trick funktioniert obwohl Du weißt, dass Du Dich gerade selbst austrickst!

Denn wenn erst einmal die Bücher ausgepackt sind, man erst einmal die ersten Prüfungsfragen nachgeschlagen und beantwortet hat, dann ist es gar nicht mehr so schlimm noch eine und noch eine weitere Aufgabe zu lösen.

In vielen Fällen wirst Du dann beim Blick auf die Uhr nach einer Weile überrascht feststellen, dass eigentlich schon viel mehr Zeit vergangen ist als die zehn Minuten, die Du Dir ursprünglich zugestanden hast.

Der „zehn-Minuten“-Trick hilft auf diese Weise sehr einfach über die Anfangsschwelle des „Loslegenmüssens“ hinweg.

Kenne Deine Tageszeiten

Es gibt Morgenmuffel und Frühaufsteher. Und es gibt auch über den Tag verteilt Phasen in denen man mehr Energie für Aufgaben aufwenden kann, als zu anderen Zeiten.

Daher ist es wichtig sich selbst zu kennen und den Tagesablauf entsprechend zu gestalten.

Es macht einfach keinen Sinn, wenn Du als Morgenmuffel Dir vornimmst jeden Morgen vor der Arbeit zwischen 5 und 7 Uhr zu lernen. Selbst wenn objektive Umstände, z.B. das Haus ist ruhig, die Familie schläft noch, auf der Arbeit passiert noch nicht viel, ideal zum Lernen geeignet scheinen. So früh morgens wirst Du nicht die Leistung bringen können, die Du brauchst.

Da ist es sinnvoller z.B. abends nach dem Abendbrot noch 2-3 Stunden in einem ruhigen Lernraum zu verbringen.

Außerdem unterscheiden sich die Aufgaben ja auch. Vielleicht fällt es Dir leichter vormittags aktiv Prüfungsaufgaben zu lösen, während Du nachmittags lieber Kommentare zu Rechtsfragen liest.

Welcher Lerntyp bin ich?

Es gibt viele unterschiedliche Persönlichkeiten. Daraus resultieren natürlich auch unterschiedliche Lernpersönlichkeiten.

Der Eine lernt gerne als stiller Autodidakt im abgeschlossenen Kämmerlein, der Andere braucht den ständigen Dialog mit Gleichgesinnten, der Dritte benötigt eine regelmäßige Anleitung durch gute Lehrer und Mentoren.

Manche lernen schnell mittels Texten, andere brauchen audio-visuelle Stimulation und andere Lerngruppen und sozialen Kontakt.

Da dies unzweifelhaft so ist, wäre es da nicht ein guter Gedanke, wenn Du Dich mal intensiver damit beschäftigen würdest, welcher Lerntyp Du eigentlich bist.

Es gibt viel Literatur zu diesem Thema und ich möchte auch nicht verschweigen, dass das Thema unter Psychologen recht umstritten ist. Während manche solche Persönlichkeitstests grundsätzlich ablehnen, halten andere diese Tests für ein wirksames Mittel um sich besser zu verstehen.

Ich als Laie habe für mich mitgenommen, dass man bei solchen Typenbestimmungen natürlich nicht in ein „Schwarz-Weiß“-Denken verfallen darf und jeder Mensch sicherlich in verschiedenen Situationen unterschiedliche Persönlichkeitscharakteristika zeigen wird, dennoch haben mir diese Tests geholfen meine eigene Persönlichkeit besser einzuschätzen und anhand der Stärken und Schwächen nicht nur mein Lernverhalten zu verbessern.

Doch ich will mich nicht weiter mit Theorie aufhalten, wer hier mehr in die Tiefe gehen will kann das gerne im Internet und der einschlägigen Literatur tun.

Ich will hier viel eher einen pragmatischen Ansatz beschreiben, wie Du mit wenigen Schritten Deinen (wahrscheinlichen) Lerntypus identifizieren kannst.

Schritt 1: MBTI-Persönlichkeitstest

Als Ausgangspunkt solltest Du einen MBTI-Test machen, wie er z.B. hier kostenlos angeboten wird. MBTI steht für Myers-Briggs-Typenindikator und ist vor allem im anglo-amerikanischen Raum sehr viel bekannter als bei uns. Es ist ein Instrument, mit dessen Hilfe die von Carl Gustav Jung entwickelten psychologischen Typen erfasst werden sollen.

Ich gebe zu, die Gültigkeit und Verlässlichkeit wird in der wissenschaftlichen Psychologie angezweifelt, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei ehrlichen Antworten und einer guten Fähigkeit zur Selbsteinschätzung ganz brauchbare Ergebnisse dabei herauskommen können.

Beim MBTI werden im Grunde vier Indikatoren mit jeweils zwei Präferenzen assoziiert und daraus einer von 16 möglichen Typen konstruiert. Dabei werden die 8 Präferenzen mit Großbuchstaben abgekürzt, die sich aus den englischen Bezeichnungen ableiten.

Die Indikatoren, Präferenzen (in runden Klammern) und der Ein-Buchstabencode (in eckigen Klammern) sind:

  • Motivation (Außenorientiert [E] vs. Innenorientiert [I])
  • Aufmerksamkeit (Intuition [N] vs. Sensorik [S])
  • Entscheidung (Denken [T] vs. Fühlen [F])
  • Lebensstil (Wahrnehmung [P] vs. Beurteilung [J])

Bei diesen Indikatoren und Präferenzen gibt es kein „Gut“ oder „Schlecht“, sondern eher Stärken und Schwächen bzw. Vorlieben und Abneigungen.

Ein außenorientierter Mensch ist z.B. kontaktfreudiger und breiter interessiert, ein innenorientierter Mensch konzentrierter und intensiver.

Natürlich ist kein Mensch z.B. ein reiner „Logiker“ (INTP) oder ein reiner „Unterhalter“ (ESFP). Allerdings wird kaum einer anzweifeln wollen, dass es durchaus Personen gibt, die z.B. immer den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit suchen, während andere ganz zufrieden sind, wenn sie für sich bleiben können.

Schritt 2: Übertragung von MBTI-Typen auf Lerntypen

A. Indikator „Motivation“

Außenorientiert [E]

Innenorientiert [I]

  • Aktive Lernmethoden werden angewandt, wie z.B. Debatten, Gruppendiskussionen, Brainstorming.
  • Präsentation durch des Materials durch Dritte
  • Suche Dir praktische Beispiele und versuche von da ausgehend die Lösung zu entwickeln.
  • Es ist gut jede Lerneinheit mit einer aktiven Tätigkeit zu beginnen und sich später theoretischen Grundkonzepte zuzuwenden.
  • Aktive Beschäftigung mit einem Thema , darüber Reden und anderen Inhalte erklären hilft Dir Neues zu lernen.
  • Von anderen unabhängige Arbeit mit dem Studienmaterial.
  • Selbststudium
  • Regelmäßige Eigenreflektion des Materials
  • Am Anfang möchtest Du neue Probleme in Ruhe durchdenken.
  • Nach dem Verständnis solltest Du versuchen die neuen Erkenntnisse in praktischen Übungen anzuwenden.
  • Zuhören und Mitschreiben hilft Neues zu lernen.

 

B. Indikator „Aufmerksamkeit“

Intuition [N]

Sensorik [S]

  • Präsentation des Materials durch verschiedene Blickwinkel und mittels verschiedener Medien
  • „Entdeckendes“ Lernen
  • Entwickeln und verstehen zugrunde liegender Theorien
  • Neues und Anspruchsvolles reizt Dich
  • Lernen in Metaphern hilft
  • Memotechniken anhand von bekannten Wegstationen hilft
  • Lineare, organisierte und gut strukturierte Lernmethoden
  • Ausgangspunkt sollte ein bekanntes Problem sein, von dem schrittweise die neue Problemlösung erarbeitet wird.
  • Aufeinander logisch aufbauende Übungen mit regelmäßigen Wiederholungen halten Dich motiviert.
  • Anwendungen von bekannten Stoffen auf praktische Beispiele wirken motivierend.
  • Ein detaillierter Zeitplan, der Dich Schritt für Schritt zur Prüfung bringt hilft Dir in der Regel.

C. Indikator „Entscheidung“

Denken [T]

Fühlen [F]

  • Klare definierte, objektive Lernziele
  • Problemlösung: Ausgangspunkt -> Weg -> Ergebnis
  • Erstellen von Lernplänen hilft: Alle Punkte identifizieren, die unklar sind und von dort den Lernplan entwickeln
  • Die Kenntnis von Lernlücken stärkt die Motivation
  • Fokus auf „harmonischen“ Lösungen, was ist für alle Beteiligten die beste Lösung?
  • Problemlösung: Ergebnis -> Weg -> Ausgangsstellung
  • Zeitplan von hinten nach vorne erstellen und Teilziele festlegen
  • Ablenkung durch die Bedürfnisse anderer Lernteilnehmer in Tempo und Inhalt vermeiden

D. Indikator „Lebensstil“

Wahrnehmung [P] Beurteilung [J]
  • Das Lernmaterial muss konkrete, lebensechte Beispiele enthalten
  • „Führung von Außen“, durch z.B. Kurse oder Schulungen sinnvoll
  • Lernmaterial spricht Neugier an
  • Lerntempo und Aufgaben sind abwechslungsreich, manchmal fast sprunghaft und werden immer wieder angepasst
  • Anfällig gegen Prokrastination
  • Aufschlüsselung von komplexen Problemen in Teilaufgaben hilft
  • 10-Minuten-Trick um Anfangsschwierigkeiten zu überwinden
  • Variable Wochen- und Tagesziele mittels Klebezettelchen sind besser geeignet als starre Checklisten.
  • Gute Eigenplanung
  • Selbst erstellte Checklisten
  • Selbst erstellte Tageslernpläne (die auch eingehalten werden)
  • Gut darin in Farbmarkierungstechniken wichtige Inhalte festzuhalten
  • Gut in Zusammenfassungen von Textinhalten
  • Das Abhaken oder Durchstreichen von Teilzielen motiviert

Schritt 3: Umsetzung in einen konkreten Lernplan

Ausgehend von den Tipps in der Tabelle besteht nun die Herausforderung an Dich daraus einen konkreten Lernplan zu erarbeiten bzw. die richtige Lernatmosphäre zu schaffen.

Hierzu nur ein paar Denkanstöße, sicherlich wirst Du selbst recht schnell den idealen Weg für Dich finden:

  • Wer eher durch praktische Beispiele lernt, wird viele Entscheidungen lesen und alte Aufgaben lösen.
  • Wer eher durch theoretische Grundlagen lernt, der wird vor allem zuerst die Gesetzestexte lesen und mit Hilfe der Kommentare zu verstehen versuchen.
  • Wer viel Interaktion und mündlichen Austausch braucht, wählt früh eine Lerngruppe und bucht rechtzeitig entsprechende Kurse.
  • Wer gerne für sich erst einmal einen neuen Stoff erschließt, der wählt für sich erst einmal einen stillen Lernraum und bucht mögliche Vorbereitungskurse eher am Ende, wenn es darum geht das Erlernte zu überprüfen und anzuwenden.
  • Wer sich gut an eigene to do-Listen hält, der stellt diese auf und motiviert sich indem er Erledigtes abhaken kann.
  • Wer eher flexibel lernen will, der hält seinen Lernplan eher mittels flexiblen Zwischenzielen fest und baut sich „externe Kontrollstationen“ in seinen Lernplan ein (z.B. ein regelmäßiges Treffen mit einer Lerngruppe, einem Tutor oder einem fest gebuchten Kurs).

Die Folge als Podcast:

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Verbotenes in der Prüfung

„Was ist in der Prüfung erlaubt und was nicht?“ Immer wieder wird diese Frage gestellt, obwohl die Antwort doch ganz leicht zu finden ist.

In den „Anweisungen an die Bewerber für den Ablauf der europäischen Eignungsprüfung“ Art. I, Nr. 9.) (Stand 19.02.2014) sind einige Dinge erwähnt, die in der Prüfung verboten sind:

9. Es ist den Bewerbern nicht gestattet:

a) elektronische Geräte – mit Ausnahme einer analogen Armbanduhr ohne Zusatzfunktionen – zur Vorprüfung oder Hauptprüfung mitzubringen, sofern deren Verwendung nicht ausdrücklich vom Prüfungssekretariat vorab genehmigt wurde;

b) Hefter oder sonstige Materialien zu verwenden, durch die andere Bewerber gestört werden könnten;

c) ihrer Arbeit vorbereitete Unterlagen (z. B. ein Abkürzungsverzeichnis und/oder einen Zeitstrahl) beizufügen;

d) Blätter ihrer Prüfungsantwort zusammenzukleben oder zusammenzuheften;

e) den Umschlag mit den Prüfungsaufgaben zu öffnen, bevor das Anfangssignal gegeben wurde, es sei denn, es liegt eine anderslautende Anweisung einer Aufsichtsperson vor;

f) in der Zeit zwischen dem Anfangs- und dem Schlusssignal mit anderen Bewerbern zu kommunizieren;

g) im Saal oder in anderen Teilen des Prüfungsgebäudes zu rauchen.

Hierzu ein paar Erläuterungen:

1. Elektronische Geräte

Diese Vorschrift klingt erst einmal unspektakulär und nachvollziehbar: Niemand soll sich einen Vorteil dadurch verschaffen können, indem er in ein elektronisches Gerät benutzt.

In der Praxis kann das aber durchaus zu Problemen führen. So ist es z.B. absolut wichtig immer in der Prüfung eine gute Übersicht über die verbrauchte und noch zur Verfügung stehende Zeit zu haben. Wie ich z.B. in einem Artikel über den D-Teil geschrieben habe, sollte man anhand der Punktzahlen berechnen wie viel Zeit man für jede einzelne Frage maximal aufwenden sollte, um nicht in Zeitverzug zu geraten (ähnliches gilt z.B. bei der Vorprüfung und insbesondere bei Teil C).

Analoge Armbanduhren und auch die analogen Uhren im Prüfungsraum (die noch dazu in manchen Prüfungsorten nicht immer gut zu sehen sind) sind nur bedingt dazu geeignet eine minutengenaue Abschätzung der Zeit vorzunehmen. Vor allem wenn man normalerweise Digitaluhren gewöhnt ist, kann das genaue Ablesen der Uhrzeit zur Herausforderung werden. Daher sollte man sich früh eine geeignete Armbanduhr zulegen und die Zeitabschätzung hier unter Realbedingungen bei der Prüfungsvorbereitung üben.

2. Smartphones/Handys

Da heutzutage Smartphones die Leistungsfähigkeit von Computern haben, ist es vollkommen einsichtig, dass sie in der Prüfung verboten sind. Die Prüfungsabteilung wird auch in Zukunft immer stärker darauf achten, dass die Prüflinge keine solchen Geräte mit in die Prüfung bringen. Insbesondere, nachdem auch in 2014 wieder Beschwerden geäußert wurden, dass manche Prüflinge auffällig oft die Toilette aufgesucht haben und der Verdacht im Raum steht, dass sie dort die Gelegenheit nutzten etwas auf ihrem Smartphone nachzuschlagen.

Ich denke zwar, dass man hierbei mehr Zeit verschenkt, als man durch das elektronische Nachschlagen gewinnen kann, aber es mag durchaus Fälle geben, in denen man die „alles entscheidende“ Entscheidung nicht finden kann und die Verführung groß ist, diesen Knoten mittels dem Smartphone zu lösen – sei es indem man irgendeine Datenbank befragt oder gar einen anderen Kollegen kontaktiert.

Es muss jeden klar sein, dass dies ganz klar Betrug ist und jedem Prüfling, der hierbei erwischt wird schwere Konsequenzen drohen. Ganz zu Recht, wie ich finde.

Problematisch ist das Smartphone in der Tasche jedoch für die vielen ehrlichen Prüflinge, die nie die Absicht hatten ihr Smartphone in der Prüfung zu nutzen. Gerade, wenn man direkt nach der Prüfung abreisen will und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, stellt sich hier das Problem, wo man das Smartphone während der Prüfung aufbewahren kann.

Inzwischen gibt es wohl an den meisten Prüfungsorten die Möglichkeit die Handys in einem Umschlag am „Infodesk“ abzugeben. Dies geschieht natürlich auf eigene Gefahr und es gibt keine Garantie, dass an jedem Prüfungsort diese Möglichkeit angeboten wird (siehe Kommentare unten auf der Seite).

Sicherheitshalber überlegt man sich vorher schon Alternativen, wo man sein Telefon während der Prüfung lässt.

3. Hefter

Hefter sind laut und stören somit andere Prüflinge (insbesondere an den Prüfungsorten an denen 100 oder mehr Prüflinge in einem Raum die Prüfung ablegen).

Außerdem dürfen die Unterlagen bei der Abgabe nur aus Einzelblättern bestehen, da alles kopiert bzw. eingescannt wird.

Allerdings sind einige Prüfungen dadurch gekennzeichnet, dass man zahlreiche Unterlagen bekommt, die man auswerten muss und bei denen man keines Falls den Überblick verlieren darf. Ich denke da insbesondere an den C-Teil.

Es ist allerdings erlaubt die Seiten zu lochen und von dieser Möglichkeit sollte man unbedingt Gebrauch machen. Ich habe im Beitrag „Ordnung auf dem Tisch“ beschrieben, wie man mit Hilfe von Locher, Heftstreifen und Ordnern dafür sorgt auch bei vielen verschiedenen Dokumenten nicht den Überblick zu verlieren.

4. Vorbereitete Unterlagen

Immer wieder werden Prüflinge dabei erwischt, dass sie vorgeschriebene Unterlagen mitbringen, die sie dann mit ihrer Lösung abgeben. Dadurch erschleichen sie sich einen unlauteren Zeitvorteil gegenüber den anderen Kandidaten.

Man sollte das daher niemals tun. Die Grenze ist ganz klar: Man darf vorbereitete Unterlagen – wie Checklisten oder Formulierungshilfen – mitbringen und dann abschreiben, es ist jedoch verboten diese Unterlagen direkt abzugeben.

Schlussbemerkung:

Man sieht also: Es empfiehlt sich, sich einmal die aktuellsten „Anweisungen an die Bewerber für den Ablauf der europäischen Eignungsprüfung“ genau durchzulesen und zu verinnerlichen. Das beugt unliebsamen Überraschungen in der Prüfung vor.

Viel Erfolg!

Habt ihr noch weitere Hinweise oder Anmerkungen zu dem Thema? Dann hinterlasst einfach einen Kommentar unten auf dieser Seite.

Prüfungsorte

Die Prüfungsorte spielen mit der Einführung der Online-Prüfung keine Rolle mehr. Inzwischen muss der Prüfling selbst dafür sorgen, dass eine adäquate Prüfungsatmostphäre vorliegt. Daher hat dieser Artikel nur noch „historische“ Bedeutung und wird demnächst wahrscheinlich von mir gelöscht werden.

Der Prüfungsort hat natürlich einen entscheidenden Einfluss auf die gesamte Prüfungsatmosphäre. Es kann einer erfolgreichen Prüfung kaum zuträglich sein, wenn z.B. die Anreise stressig ist, man keinen Parkplatz findet, es sehr kalt oder warm ist, oder der Platz am Tisch zu klein ist. Daher will ich hier die Erfahrungen und Berichte über die diversen Prüfungsorte sammeln und Dir so gut wie möglich wiedergeben.

Ich habe hier die Erfahrungsberichte aus den beiden „Surveys“ von 2014 und 2016 und meine eigenen Erfahrungen (ich selbst schrieb am M.O.C.) einfließen lassen.

Natürlich bin ich immer an Erfahrungen „aus erster Hand“ interessiert. Daher bist auch Du gefragt, zusätzliche Informationen zu den Prüfungsorten zur Verfügung zu stellen. Hinterlasse einfach einen Kommentar mittels des Kommentarfelds am Ende der Seite oder schicke mir eine Email. Ich freue mich über jeden Beitrag und Du hilfst damit auch Deinen Kollegen.

Häufige Themen bei der Prüfung

In der Regel ist die Erreichbarkeit und Beschilderung zu den Prüfungsräumen gut. Trotzdem sollte man sich je nach Prüfungsort früh die Frage stellen, ob man lieber mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist und wo man in der Nähe ein Hotel buchen kann. Auch beim Zugangs-Check (Zulassungsunterlagen und Ausweis nicht vergessen!) gibt es in der Regel nichts auszusetzen.

Anders sieht es schon beim zur Verfügung stehenden Platz aus, der von vielen immer wieder als „schlecht“ bezeichnet wird. Ein generelles Problem fast aller Prüfungsorte, da jedem Prüfling in der Regel nur ein Standardschreibtisch zur Verfügung steht und auch der Platz drumherum in der Regel nicht sehr groß ist. Die Prüfungsaufsicht erlaubt aus Gründen der Gleichbehandlung auch nicht, dass man die Nachbartische oder -Stühle benutzen darf wenn diese frei sind. Daher sollte man sich meine Tipps, die ich in meinem Beitrag „Ordnung auf dem Tisch“ vorstelle, sehr zu Herzen nehmen.

Ebenfalls ein wiederkehrendes Problem ist die Prüfungslautstärke. Wen das unvermeidliche Husten, „Papierkruscheln“ und sonstige übliche (und unübliche) Prüfungsgeräusche stören, der sollte sich früh angewöhnen seine Prüfungen mit Ohrenstopfen zu schreiben. Mir hat es sehr geholfen mich zu fokussieren. Manchen ist die Verwendung von Ohrenstopfen aber auch unangenehm, weil man manchmal das Rauschen des eigenen Bluts und den Herzschlag hören kann. Man sollte hier vorher verschiedene Stopfen durchprobieren, da es ganz unterschiedliche „Modelle“ gibt, z.B. aus Wachs und verschieden festen Schaumstoffmasterialien.

Die Toiletten sind ein weiteres Streitthema bei der EQE. Auch hier hängt der Zustand natürlich sowohl von der Gesamtzahl der Prüflinge, als auch dem Fortschritt der Prüfung ab. Letztlich versuchen die Organisatoren alles Menschenmögliche auch gegen Ende der Prüfung noch akzeptable Bedingungen anzubieten, aber es sind und bleiben eben „öffentliche Toiletten“ die durch häufige Benutzung nicht besser werden. Hinzu kommen mitunter lange Wege und unzureichende Anzahl, so dass man hier gehörig Zeit verlieren kann. Wenn möglich sollte man daher möglichst vorher im Hotel auf Toilette gehen und Toilettengänge in der Prüfung vermeiden.

Die Raumtemperatur wird ebenfalls immer wieder diskutiert. Da es unmöglich ist, für alle eine angenehme Raumtemperatur zur Verfügung zu stellen, wird es immer ein paar Prüflinge geben, denen der Raum zu warm oder zu kalt erscheint. Daher sollte man sich entsprechend vorbereiten: Wer oft friert, sollte einen Pullover, Halstuch oder ähnliches dabei haben, andere, denen es eher zu heiß ist, sollten darüber nachdenken zur Not nur im T-Shirt die Prüfung zu schreiben.

Auch die Lichtverhältnisse werden nicht immer als optimal beschrieben. Wer hier empfindlich ist, sollte sich evtl. eine kleine Leselampe zulegen.

Ebenfalls sollte man beachten, dass, je nach Prüfungsort und Sitzplatz nicht immer die Uhren gut zu sehen sind. Daher nochmals mein Hinweis, sich für die Prüfung eine analoge Armbanduhr zu besorgen.

Es scheint so zu sein, dass zumindest in Berlin und München (MOC) Möglichkeiten geschaffen wurden das Smartphone abzugeben und somit nicht im Hotel lassen zu müssen. In Stockholm wiederum wurden die Telefone in Umschläge verpackt. Auf den ersten Blick eine gute Idee, allerdings waren wohl nicht alle Telefone abgeschaltet und vibrierten und läuteten während der Prüfung. An anderen Orten, wie z.B. Bristol oder Paris, scheint dieses neue Verfahren jedoch noch nicht Anwendung zu finden. Ich würde daher im Zweifel mit dem Prüfungssekretariat abklären, wie die Regelung an Deinem Prüfungsort ist.

Nachfolgend habe ich die beiden Umfragen bezüglich der Aussagen zu den Prüfungsorten ausgewertet, die in 2014 und 2016 zur EQE durchgeführt wurden.

Highlights in 2016

Vorweg ein paar interessante Berichte von den verschiedenen Prüfungsorten.

Anscheinend gab es in Bristol keine Heizung, so dass die Prüflinge im kalten Wind und bei Temperaturen zwischen 10° – 14°C ihre Prüfung ablegen mussten. Manche berichteten, dass ihre Finger am Ende der Prüfung so steif gefroren waren, dass sie kaum die Papiere umblättern konnten. Hinzu kamen Lärmbelästigungen aufgrund der nur unzureichend abgetrennten Toilette und der Verwendung von mobilen Wänden. Schon in 2014 gab es an dem Raum in Bristol, der unter der Tribüne eines Fußballstadions (!) eingerichtet und anscheinend nur mit dem Taxi gut zu erreichen ist, viel auszusetzen. In 2016  ging der Preis für den schlimmsten Prüfungsort aufgrund der nun noch schlechteren Bedingungen unangefochten nach Bristol.

In Madrid fand parallel zur Prüfung ein Friseur-Seminar statt. Dies führte unter anderem dazu, dass sich auf der einzigen Toilette (die Herrentoilette war außer Betrieb) manche die Haare wuschen und färbten.

In Bern brachte eine Aufsichtsperson durch ihr lautes Verhalten (vibrierendes Handy, Gespräche mit dem Nachbarn, lautes Kaffeetrinken) die Prüflinge zur Weißglut.

In Helsinki hingegen sind die Prüflinge entweder bestens gelaunt oder es ist wirklich einer der besten Prüfungsorte an dem man die EQE schreiben kann. Die ohnehin schon guten Bewertungen haben dort allesamt nochmals zugelegt. Dennoch geht der Preis für den besten Prüfungsort nach Taastrup (Dänemark). Denn dort gibt es, neben einem guten Raum, auch noch nette Aufsichtspersonen, eine entspannte Prüfungsatmosphäre, Essen und Getränke umsonst (!) und ein gutes Umfeld mit guten, preiswerten Hotels.

Schneefall in München am M.O.C. sorgte für Verspätungen der U-Bahn und dafür dass zumindest die Prüfung für den D-Teil 8 Minuten später begann.

In Paris mussten sich die Prüflinge mit überfüllten Metros herumschlagen und ihr Prüfungsort lag in einer nicht sehr ansprechenden Gegend, die nicht unbedingt dem Sicherheitsempfinden aller Teilnehmer entsprach.

Es fällt übrigens auf, dass die Zahl der Antworten in 2016 gegenüber 2014 rückläufig ist. Das ist schade, denn langfristig kann sich nur etwas ändern bzw. verbessern, wenn die Kandidaten in ausreichender Anzahl Rückmeldung an das Prüfungssekretariat geben.

Berlin

Nach Berlin gehen in der Regel weniger Kandidaten als nach München, entsprechend „familiärer“ ist die Atmosphäre.

Kurzbewertung Situation in 2014 (46 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Befriedigend bis Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Befriedigend bis Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 85% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (42 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut bis Sehr gut (gegenüber 2014 verbessert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (leicht verschlechtert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verbessert)
  • Akustik: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 95% „ideal“ (verbessert).

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Gegen Ende der Prüfung war 2014 wohl recht verbrauchte Luft in dem Raum da die Belüftung ausgeschaltet werden musste.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Auch in 2016 beschwerten sich manche über verbrauchte Luft in dem Raum und schlechte Belüftung.
  • Anscheinend war es möglich in Berlin die elektronischen Geräte bei der Aufsicht abzugeben. Somit entfällt hier die lästige Frage „Wohin mit dem Smartphone?“ (Dennoch würde ich an Deiner Stelle vorher klären, ob diese Regelung in Deinem Prüfungsjahr immer noch gilt. Das gilt natürlich auch für alle anderen Prüfungsorte).
  • In Berlin ist anscheinend eine Kantine in der Nähe, die man z.B. für ein Mittagessen nutzen kann.
  • Anscheinend waren die Prüfungsräume schon früh zugänglich, so dass die Prüflinge früh ihre Bücher aufbauen und sich einen Kaffee in der nahen Cafeteria holen konnten.

Bern

Kurzbewertung Situation in 2014 (42 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung:Sehr gut
  • Zugangscheck: Sehr gut
  • Beleuchtung: Sehr gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 88% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (27 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Sehr gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Sehr gut (unverändert)
  • Platzangebot: Sehr gut (verbessert)
  • Akustik: Gut bis Sehr gut(verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 97% „ideal“ (verbessert).

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Für einige war die Raumtemperatur am Anfang gut, am Ende zu kalt.
  • Beim Platzangebot pro Prüfling gingen die Meinungen weit auseinander, manche empfanden das Platzangebot als vollkommend ausreichend, andere beschwerten sich über viel zu wenig Platz.
  • Man sollte genügend Wasser zur Prüfung mitnehmen.
  • Es wird empfohlen den guten öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Es gab Beschwerden über eine Aufsichtsperson, die sich anscheinend nicht leise genug verhalten haben soll. (An dieser Stelle erneut mein Hinweis, dass Ohrenstopfen in der Prüfung hilfreich sind und die Konzentration fördern).
  • Die (Tages-)lichtverhältnisse und der Prüfungsraum wurden weitgehend gelobt.
  • Die Aufsichtspersonen waren in Teilen des Raumes nicht sehr deutlich zu hören.
  • Der Abstand zwischen den Reihen war nicht sehr groß, so dass sich manche Kandidaten durch andere Kandidaten gestört fühlten, die während der Prüfung vorbei gingen.

Bristol

Der Prüfungsort in Bristol ist, soweit ich es aus den Berichten erkennen konnte, ein Fußballstadion, bei der Raum unterhalb der Tribüne – mehr oder weniger gut – zu einem Prüfungsraum umfunktioniert wurde. Das Stadion scheint nicht sehr gut mit ÖPNV-Verkehrsmitteln erreichbar zu sein und auch innerhalb des Gebäudes gibt es Schwierigkeiten den Raum zu finden. Außerdem war es in 2016 empfindlich kalt in dem Raum.

Kurzbewertung Situation in 2014 (154 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Befriedigend
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 92% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (174 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (verbessert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (leicht verbessert)
  • Beleuchtung: Befriedigend bis Gut (verschlechtert)
  • Platzangebot: Befriedigend bis Gut (verschlechtert)
  • Akustik: Schlecht bis Befriedigend (verschlechtert)
  • Toiletten: Befriedigend (verschlechtert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Sehr schlecht (stark verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut (leicht verschlechtert)
  • Raumtemperatur: Für 99% „zu kalt“ (stark verschlechtert)

Individuelle Hinweise 2014:

  • In Bristol ist vor allem die schlechte Erreichbarkeit des Prüfungsortes (innerhalb eines Fußball-Stadions) aufgrund fehlender Anbindung an öffentlichen Nahverkehr ein Problem. Einige kamen per Taxi zum Prüfungsort. Auch Hotels oder Restaurants scheint es keine in der Nähe des Prüfungsortes gegeben zu haben, so dass man in Mittagspause zwischen A und B-Teil nicht zum Essen gehen konnte. Parkplätze waren allerdings zahlreich vorhanden.
  • Die Uhren in der Halle waren gut zu sehen.
  • Probleme gab es mit dem Trockner für die Hände in den Herrentoiletten, so dass man mit nassen Händen zum Tisch zurückkehrte.
  • Insgesamt waren wohl einige Beschwerden auch darauf zurückzuführen, dass 2014 die Prüfung an einem neuen Prüfungsort abgehalten wurde.
  • Manche hatte Probleme die Anweisungen des Prüfungsleiters zu verstehen.

Individuelle Hinweise 2016:

  • In 2016 empfanden fast alle Prüflinge die Temperatur im Raum viel zu kalt. Ein Prüfling fror trotz Ski-Jacke und mehreren Schichten Kleidung. Manche trugen sogar Handschuhe. Ein weiterer Prüfling gab an dass sein Thermometer 14,9 °C zeigte, ein anderer sprach sogar von 12,5 °C, einer sprach sogar von 10°C.
  • Die Toiletten waren nicht gut genug vom Prüfungsraum getrennt, so dass Geräusche, insbesondere die der Handtrockner, die Prüflinge störten.
  • Auch sonst war der Geräuschpegel in der Halle so hoch, dass manche Prüflinge Probleme hatten, die Aufsichtspersonen zu verstehen.
  • Es war wohl so, dass zur Abgrenzung des Prüfungsraumes mobile Wände eingesetzt wurden. Diese erfüllen zwar die Funktion eines Sichtschutzes, sind aber keine wirksame akustische Barriere. Somit wurde es zum Ende der Prüfung immer lauter, da sich anscheinend jenseits der Barriere Personen aufhielten, die sich lautstark verhielten.
  • An manchen Schreibtischen gab es sogar einen kalten Windzug, der so stark war, dass die Blätter vom Tisch geweht wurden.
  • Manche hatten erneut Probleme den Weg zum Prüfungsraum innerhalb des Gebäudes zu finden.
  • Nicht alle Kandidaten konnten die Uhren sehen.
  • Da von den Kandidaten verlangt wurde möglichst ohne Mobiltelefone zu erscheinen, war es schwierig nach der Prüfung ein Taxi zu rufen.

An dieser Stelle nochmals der Hinweis, dass offizielle Beschwerden zu den Prüfungsbedingungen innerhalb von 30 Minuten nach der Prüfung schriftlich bei der Prüfungsleitung eingereicht werden müssen.

Helsinki

Kurzbewertung Situation in 2014 (37 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut bis Sehr gut
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut
  • Beleuchtung: Gut bis Sehr gut
  • Platzangebot: Gut bis Sehr gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 97% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (24 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr gut (verbessert)
  • Zugangscheck: Sehr gut (verbessert)
  • Beleuchtung: Sehr gut (verbessert)
  • Platzangebot: Sehr gut (verbessert)
  • Akustik: Sehr gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 92% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung):

  • In Helsinki gab es eigentlich so gut wie keine Beschwerden.
  • Ein paar Bohrgeräusche außerhalb des Gebäudes.

Individuelle Hinweise 2016:

  • Die Tische hatten zum Teil eine unterschiedliche Größe. Insgesamt wurden die Tische aber als groß genug empfunden.
  • Baustellengeräusche außerhalb des Gebäudes.

Madrid

Kurzbewertung Situation in 2014 (69 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Befriedigend
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 84% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (und Veränderung) (57 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verschlechtert)
  • Akustik: Gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Befriedigend bis Gut (leicht verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut (leicht verschlechtert)
  • Raumtemperatur: Für 75% „ideal“ (leicht verschlechtert).

Individuelle Hinweise 2014:

  • Madrid wurden die schmalen Tische bemängelt. Diese waren so schmal, dass keine zwei DIN A4-Blätter übereinander auf den Tisch passten (!) Außerdem waren die Tische mit einer weichen Tischdecke eingedeckt, so dass man auf einer weichen Unterlage schreiben musste. Insgesamt war der Raum eher wie der Vortragsraum in einem Hotel, nicht wie ein Prüfungsraum eingerichtet: Getränkeflaschen am Tisch, schmale Tische, weiche Unterlage, etc.
  • Es war auch einigen Prüflingen (14%) zu warm.
  • Da die Räumlichkeiten nur über Treppen zu erreichen waren, mussten die Prüflinge ihre Unterlagen die Treppen hinauf tragen. Insbesondere bei Teil-D keine Freude.
  • Viele Prüflinge beschwerten sich auch über die Lautstärke während der Prüfung. Anscheinend wurden vor dem Gebäude laute Arbeiten durchgeführt.

Individuelle Hinweise 2016:

  • Manche beschwerten sich über Temperatur, Lichtverhältnisse und Platzangebot.
  • Da die Tische die Form von Konferenztischen haben (siehe auch 2014), so wie man sie z.B. in Vortragsräumen in Hotels findet, sind sie recht breit, aber nicht sehr tief. Daher kann man keine zwei DIN A4-Blätter übereinander legen, sondern nur nebeneinander. Schlecht, wenn man z.B. in Teil C viele Dokumente miteinander vergleichen muss.
  • Es befand sich nur eine kleine Uhr im Raum.
  • Parallel fand anscheinend im Gebäude ein „Friseur-Meeting“ statt. Da außerdem die Herrentoilette geschlossen war, gab es Leute, die in der Toilette ihre Haare wuschen und färbten.
  • Erneut (siehe 2014) wurde bemängelt, dass es keine Aufzüge gab und man die eigenen Unterlagen einige Treppen hinauftragen musste.
  • Erneut (siehe 2014) wurde die weiche Tischunterlage bemängelt, die das Schreiben auf den Prüfungspapieren erschwert.
  • Immerhin gab es Wasserflaschen für die Prüflinge. Allerdings wurde auch hier bemängelt, dass es Glasflaschen und keine Plastikflaschen waren (sic!).
  • Die Stühle wurden als zu fest empfunden.
  • Es wurde bemängelt, dass die Aufsichtspersonen keine Mikrophone hatten.

München – DPMA (31 befragte Prüflinge)

Die Prüfungsräume im DPMA kennt der eine oder andere Prüfling noch von seiner Kandidatenzeit in seiner Ausbildung als deutscher Patentanwalt. Insgesamt ist die Zahl der zugelassenen Prüflinge hier überschaubar, so dass alles „entspannter“ zugeht, als in den großen Prüfungsorten. Ich empfehle allerdings öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, da das Parken beim DPMA doch etwas schwierig bzw. in den umliegenden Parkhäusern teuer ist.

Kurzbewertung Situation in 2014 (31 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr Gut
  • Zugangscheck: Sehr Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 94% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (24 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (leicht verschlechtert)
  • Zugangscheck: Gut (leicht verschlechtert)
  • Beleuchtung: Gut bis Sehr gut (leicht verbessert)
  • Platzangebot: Befriedigend (verschlechtert)
  • Akustik: Gut (leicht verbessert)
  • Toiletten: Befriedigend bis Gut (leicht verschlechtert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (leicht verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 83% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Individuelle Hinweise 2014:

  • Die Bedingungen im DPMA wurden durchgehend gelobt.
  • Es gab wohl ein paar Probleme mit den Jalousien. Da die Automatik nicht richtig funktionierte, wurden einige Prüflinge von der Sonne geblendet.
  • Eintritt in den Prüfungsraum wurde erst ca. 15 Minuten vor der Prüfung gewährt.

Individuelle Hinweise 2016:

  • In 2016 gab es nur sehr wenige zusätzliche Kommentare.
  • Der Tisch war manchen zu klein.
  • Im Vergleich zum MOC wurde positiv bemerkt, dass die geringere Zahl Menschen vorteilhaft sei.
  • Manche hätten sich bessere Hinweisschilder auf die Fahrstühle und das Stockwerk in dem die Prüfung stattfindet gewünscht.

Link zum DPMA in München.

München – M.O.C.

Das M.O.C. ist wohl der mit Abstand größte Prüfungsraum, den man sich für die EQE auswählen kann. Entsprechend hängen die meisten Probleme dort mit den vielen Menschen zusammen, die hier zusammenkommen. Ich persönlich habe aber die gute Erreichbarkeit mit dem Auto geschätzt. Da unter dem gesamte Zentrum eine Tiefgarage liegt, hat man keine Probleme einen Parkplatz zu finden. Aussteigen und mit dem Fahrstuhl hochfahren. Komfortabler geht es nicht. Allerdings ist der Spaß teuer: 10 € Parkgebühren pro Prüfungstag muss man schon rechnen (kann man aber steuerlich geltend machen: Quittung ausstellen lassen).

Schaut man sich die Umfragewerte an, so erkennt man, dass insgesamt das M.O.C. deutlich besser ist, als sein Ruf. Wenn Du dich also für ein anderes Prüfungszentrum beworben hast und dennoch zum M.O.C. eingeteilt wurdest, dann Kopf hoch, man kann auch hier eine gute Prüfung schreiben – sofern man ein paar einfache Regeln beachtet.

Kurzbewertung Situation in 2014 (490 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 87% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (367 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (unverändert)
  • Akustik: Gut (unverändert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 83% „ideal“ (leicht verschlechtert).

Individuelle Hinweise 2014:

  • Die Luft in den Räumen wirkte stickig.
  • Fehlende Snacks wurden bemängelt.
  • Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist nicht optimal.
  • Tische wurden als zu klein angesehen.
  • Auch der Freiraum zwischen den Tischen wurde bemängelt.
  • Uhren waren schlecht zu sehen.
  • Teures Parkhaus.
  • Manchen war es zu kalt.
  • Die weiten Wege zur Toilette waren ein Problem.

Individuelle Hinweise 2016:

  • Für einen Prüfling waren die Tische zu hoch, so dass er eine Sitzerhöhung in den anderen Tagen nutze.
  • Die Toiletten wurden als zu wenige für so viele Prüflinge empfunden.
  • Das Platzangebot wurde zuweilen als zu gering bemängelt.
  • Die Uhren waren nicht von überall zu sehen.
  • Die Instruktoren waren nicht überall zu verstehen.
  • Manchen war es zu kalt.
  • Die Distanz zwischen M.O.C. und ÖPNV wurde als zu groß empfunden.
  • Einige wünschten sich ein zusätzliches Warnsignal 15  Minuten vor Schluss (Anstatt nur 5 Minuten vor Schluss).
  • Aufgrund schlechter Wetterbedingungen (es schneite) begann die Prüfung für den D-Teil 8 Minuten später. Manche bemängelnden die ungerade Zahl, da somit die Berechnung der zur Verfügung stehenden Zeit erschwert wurde. (Ein Tipp: Einfach die eigene Armbanduhr entsprechend verstellen und nach dieser Uhr arbeiten…)
  • Manche bedauernden, dass es keinen Kaffee oder Brötchen-Verkauf im Gebäude gab. (Es gab – zumindest zu meiner Zeit – aber mal einen Getränke-Automaten mit Softdrinks.)
  • Manche scheinen immer noch nicht das Verbot von „digitalen Uhren und Weckern“ verstanden zu haben. Verboten sind meines Wissens auch analoge Wecker, da befürchtet wird, dass hier eine Lärmbelästigung durch Ticken und/oder unabsichtlichen Alarm ausgelöst werden kann. Bei Tischuhren bin ich mir nicht sicher und man wird wohl der Auslegung der Aufsichtspersonen ausgeliefert sein. Ich denke aber eher nicht, weil den Aufsichtspersonen nicht zugemutet werden kann, alle größeren Uhren darauf zu kontrollieren, ob sie nun einfache Uhren oder eben doch Wecker sind. Gerade bei den 500 Teilnehmern im M.O.C. könnte dies schnell ausarten.
  • Manche verstanden auch nicht das Verbot Handys selbst im ausgeschalteten Zustand in der Jackentasche mitzuführen. Diese Teilnehmer vergessen aber, dass man schließlich die Toiletten während der Prüfung aufsuchen und etwas heimlich nachschlagen könnte, wenn das Verbot dahingehend abgemildert würde, dass das Telefon ausgeschaltet bleiben, aber mitgeführt werden darf. Außerdem wurde (ähnlich wie in Berlin) auch in München die Möglichkeit angeboten sein Handy in einem gesicherten Bereich abzulegen und man musste es daher nicht im Hotel lassen.
  • Manche empfanden die Stühle als unkomfortabel.
  • Die Erreichbarkeit mit dem Auto wurde gelobt, aber die hohen Kosten (ca. 10 €/Tag) beanstandet.
  • Es schneite in 2016 zur Zeit der Prüfung, was den Weg von der U-Bahn-Haltestelle zum M.O.C. erschwerte.
  • Außerdem hatte die U-Bahn am 29. Februar 2016 Verspätung (Tipp: Genügend Zeit einplanen!).
  • Ein Prüfling fühlte sich durch den Locher des Nachbarn gestört und empfahl Locher in der Prüfung zu verbieten. (Vielleicht muss ich bald meine Tipps diesbezüglich ändern…).

Link zum M.O.C. München.

Paris

Kurzbewertung Situation in 2014 (150 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Befriedigend bis Gut
  • Toiletten: Befriedigend
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 94% „ideal“.

Kurzbewertung Situation in 2016 (109 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (unverändert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (unverändert)
  • Akustik: Befriedigend bis Gut (unverändert)
  • Toiletten: Befriedigend (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 94% „ideal“ (unverändert).

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Auch hier empfanden die Kandidaten die Tische als zu klein.
  • Die Erreichbarkeit des Gebäudes im Stadtteil St. Ouen (Rue Godillot) scheint vor allem aus dem Pariser Zentrum nicht leicht zu sein. Die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist anscheinend relativ schlecht und unzuverlässig. außerdem ist das Center nochmals 1 Kilometer von der Haltestelle entfernt. Selbst Pariser Prüflinge haben es vorgezogen, sich ein Hotel in St. Ouen zu nehmen.
  • Beklagt wurde mehrfach, dass vom Prüfungsort aus spielenden Kinder und andere Störgeräusche zu hören waren.
  • Außerdem gab es zu wenige Toiletten für die vielen Prüflinge.
  • Die Prüfungsleitung war schwer zu hören, da sie nicht die Mikrophone benutzte.
  • Auch die Uhren waren nicht für alle Prüflinge zu sehen.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Es gab erneut Beschwerden, dass der Raum mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht leicht zu erreichen ist. Der Prüfungsraum befindet sich, wie gesagt, in einem Vorort von Paris (im Stadtteil St. Ouen), der nicht zu den beliebtesten gehört. Einer der Prüflinge beschrieb die Situation so: „Es ist leichter Drogendealer zu finden, als anständige Restaurants.“
  • „Zu viele Menschen zur gleichen Zeit im gleichen Raum.“
  • Die Lichtverhältnisse waren nicht ideal. Es gab die Empfehlung eine (Lese-)Lampe mitzubringen.
  • Die Toiletten waren zu klein.
  • Die Uhren waren nicht gut zu sehen.

Rom

Kurzbewertung Situation in 2014 (92 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Befriedigend
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 82% „ideal“, für 17% zu kalt

Kurzbewertung Situation in 2016 (58 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Befriedigend (leicht verschlechtert)
  • Zugangscheck: Gut (unverändert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (unverändert)
  • Akustik: Gut (leicht verschlechtert)
  • Toiletten: Befriedigend bis Gut (leicht verschlechtert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (unverändert)
  • Raumtemperatur: Für 86% „ideal“ (leicht verbessert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Ähnlich wie in Madrid fehlten Aufzüge (Prüfung war im 3. Stock).
  • Anbindung an öffentlichen Nahverkehr nicht so ideal.
  • Laute Hintergrundgeräusche von Klimaanlage und Lampen.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Erneut wurden die fehlenden Aufzüge bemängelt.
  • Manchen war es immer noch zu kalt.
  • Die Toiletten waren manchen zu dreckig.
  • Der Raum wurde von manchen als zu groß für die wenigen Prüflinge empfunden. Allerdings war dadurch genug Platz für alle.
  • Es scheint keine „Erfrischungen“ (z.B. Getränke, etc.) gegeben zu haben.
  • Manche beschwerten sich über störende Geräusche, evtl. aus der Lautsprecheranlage.

Stockholm

Kurzbewertung Situation in 2014 (69 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 84% „ideal“, für manche zu warm (14%)

Kurzbewertung Situation in 2016 (60 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut (leicht verbessert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Beleuchtung: Gut (leicht verbessert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verschlechtert)
  • Akustik: Gut (unverändert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (unverändert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (verbessert)
  • Raumtemperatur: Für 95% „ideal“ (verbessert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Der Prüfungsort befindet sich im schwedischen Patentamt und ist daher leicht zu finden.
  • Die Lichtverhältnisse waren für manche nicht gut genug.
  • Manche hatten Schwierigkeiten die Uhren zu sehen.
  • Die Luft war verbraucht bzw. schlecht.
  • Weiter Weg zu den Toiletten.
  • Nur ein kleiner Aufzug.
  • Belüftungsgeräusche wurden als störend empfunden.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Es gab störende Außengeräusche, als auch Ventilatorgeräusche.
  • Manche Aufsichtspersonen waren sehr geizig mit dem Prüfungspapier und verweigerten den Prüflingen Nachschub.
  • Es gab im Raum ein störendes Blinklicht.
  • Die Aufsichtspersonen waren schwer zu verstehen.
  • Die Kaffeemaschinen wurden während der Prüfung gewartet, was einige Prüflinge ablenkte.
  • Ein Smartphone fing in der Prüfung an zu läuten. Anscheinend hatte man in Stockholm die Lösung gewählt, dass die Handys in Umschläge gepackt und im Raum aufbewahrt wurden. An sich eine gute Idee, allerdings waren manche Telefone nicht ausgeschaltet und vibrierten bzw. läuteten während der Prüfung.
  • Der ID-Check wurde anscheinend erst während der Prüfung durchgeführt, was einige Prüflinge störte.
  • Die Tische wurden als zu klein empfunden.
  • Es gibt anscheinend verschiedene Räume, in denen die Prüfung stattfindet. Im Raum „Canteen“ wurde die Beleuchtung als besser empfunden.
  • Die Luft war schlecht.

Taastrup

Kurzbewertung Situation in 2014 (41 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut
  • Zugangscheck: Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 93% „ideal“

Kurzbewertung Situation in 2016 (36 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr gut (verbessert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Beleuchtung: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Platzangebot: Gut (ungefähr gleich)
  • Akustik: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Toiletten: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut bis Sehr gut (verbessert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Sehr gut (verbessert)
  • Raumtemperatur: Für 89% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Auch hier wurde der zu kleine Schreibtisch beanstandet.
  • Draußen gab es wohl Bauarbeiten, die die Prüfung störten.
  • Es wurden außerhalb des Prüfungszentrums Erfrischungen gereicht.
  • Das Verlassen des Gebäudes war nach Dienstschluss schwierig, da die Aufzüge der Gebäude nur mit Sicherheitskarten funktionierten.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Eine Aufsichtsperson war so unaufmerksam, dass ein Prüfling (in der ersten Reihe sitzend) erst durch Rufen auf sich aufmerksam machen musste.
  • Anscheinend ein sehr angenehmer Prüfungsort: Süßigkeiten, Früchte, Getränke und Wasser standen zur Verfügung.
  • Sehr entspannte Atmosphäre.
  • Gute Hotels in der Nähe.
  • Die Beleuchtung wurde bemängelt.
  • Für manche etwas kalt.

Den Haag (134 befragte Prüflinge)

Kurzbewertung Situation in 2014 (134 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Sehr Gut
  • Zugangscheck: Sehr Gut
  • Beleuchtung: Gut
  • Platzangebot: Gut
  • Akustik: Gut
  • Toiletten: Gut
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut bis Sehr gut
  • Raumtemperatur: Für 92% „ideal“

Kurzbewertung Situation in 2016 (105 Antworten):

  • Erreichbarkeit & Beschilderung: Gut bis Sehr gut (leicht verschlechtert)
  • Zugangscheck: Gut bis Sehr gut (leicht verschlechtert)
  • Beleuchtung: Gut (unverändert)
  • Platzangebot: Gut (leicht verschlechtert)
  • Akustik: Gut (nahezu unverändert)
  • Toiletten: Gut (unverändert)
  • Prüfungsraum insgesamt: Gut (leicht verschlechtert)
  • Auffindbarkeit des Raumes: Gut (leicht verschlechtert)
  • Raumtemperatur: Für 87% „ideal“ (leicht verschlechtert)

Individuelle Hinweise in 2014:

  • Die „familiäre“ Atmosphäre wurde gelobt.
  • Auch hier wurden die Tische von vielen als zu klein empfunden.

Individuelle Hinweise in 2016:

  • Manchen war es zu kalt.
  • Ein Prüfling fühlte sich durch einen Nachbarn gestört, der in der Prüfung anscheinend ziemlich hörbar M&Ms aß.
  • Der Raum wurde als zu klein empfunden.
  • Manche empfanden es als unfair, dass einige Reihen fast leer und andere voll besetzt waren.
  • Das Englisch der Aufsichtsperson war schlecht.
  • Durch die Umbauarbeiten am Gebäude war der Prüfungsraum nicht ganz so leicht zu finden.
  • Die Größe der Tische war anscheinend unterschiedlich. Die Tische am Rand waren größer als jene in der Mitte des Raumes.

Quellen:

Habt ihr Ergänzungen oder Änderungsvorschläge? Dann hinterlasst einfach einen Kommentar mittels des Kommentarfelds am Ende der Seite oder schickt mir eine Email. Ich freue mich über jeden Beitrag und ihr helft damit euren Kollegen enorm.

Wie viel Zeit brauche ich zur Vorbereitung?

In Gesprächen wird mir immer wieder die Frage gestellt, wie viel Zeit man eigentlich zur Vorbereitung auf die Prüfung einplanen sollte. Natürlich ist diese Frage nicht so pauschal zu beantworten, zu individuell ist das jeweilige Lerntempo, das Vorwissen und der eigene Anspruch an die Vollständigkeit der Vorbereitung. Dennoch will ich in diesem Beitrag versuchen, ein paar allgemeine Richtlinien zu geben.

„Wie viel Zeit muss ich für die Vorbereitung auf die EQE einplanen?“. Diese und ähnliche Fragen bekomme ich regelmäßig gestellt.

Und die einzige richtige Antwort, ganz im Sinne des Klischees, das viele von Anwälten im Allgemeinen und Patentanwälten im Speziellen haben, kann nur sein: „Es kommt darauf an!“

Denn es hängt davon ab:

  • wie schnell man lernt
  • welches Vorwissen man schon hat
  • wie leicht man die notwendigen Prüfungstechniken begreift
  • wie viel Hilfe man von erfahrenen Prüflingen bekommt
  • und nicht zuletzt welchen Anspruch auf Vollständigkeit man an seine eigene Vorbereitung stellt.

Das EPA empfiehlt in seinem „Leitfaden zur Vorbereitung“ 400-600 Stunden persönlicher Studien plus der Zeit, die noch für Kurse benötigt wird.

Dementsprechend rechnet das EPA also mit bis zu 75 vollen Arbeitstagen oder fast 4 Monaten ausschließlicher Vorbereitung auf die EQE. Wohlgemerkt: Hinzu kommt noch die Zeit, die für die Kurse benötigt wird.

Man geteilter Auffassung sein, ob diese Einschätzung so richtig ist. Was sicherlich zutrifft ist, dass die EQE deutlich mehr Vorbereitungszeit braucht, als man sich anfangs klar machen will.

Dies liegt vor allem an folgenden Gründen:

  • der Stoff ist sehr komplex
  • die Vorbereitung muss in der Regel „neben dem Job“ erfolgen
  • allein das Schreiben einer Übungsklausur unter „Realbedingungen“ verbraucht inklusive ordentlicher Vor- und Nachbereitung einen vollen Arbeitstag
  • neben dem eigentlichen Lernen muss eine Menge an Hilfsmaterial vorbereitet werden

10 Regeln für ein gutes Zeitmanagement

Um Dir eine erste Richtlinie zu geben, wie eine gute Prüfungsvorbereitung aussehen sollte, möchte ich daher folgende 10 Regeln nennen:

1. Fange früh genug an

Damit meine ich, dass Du Dich am Besten schon zu Beginn Deiner praktischen Ausbildung mit dem Thema EQE auseinandersetzen solltest. Anfangs wird es vielleicht vor allem um das Erreichen der Anmeldevoraussetzungen gehen, später um den Inhalt der Vorprüfung, später dann um die einzelnen Prüfungsteile und um ganz konkrete Fragestellungen und deren Lösung.

Wer hier frühzeitig anfängt sich eine strukturierte Wissenssammlung zurecht zu legen, z.B. in Form von thematisch sortierten Ordnern oder einer Online-Sammlung, der ist klar im Vorteil.

Wer auf diese Weise schon früh gut vorbereitet ist, kann auch während seiner praktischen Ausbildung neu erworbenes Wissen so ablegen, dass er es für die „heiße Phase“ der Prüfungsvorbereitung im letzten Jahr vor der Prüfung griffbereit hat.

2. Verstehe, worauf es in der EQE ankommt

Hand in Hand mit Nummer 1 geht das frühe Verständnis der Hürden und Herausforderungen bei der EQE.

Wer schon früh weiß, worauf es in der Prüfung ankommen wird, z.B. weiß, dass der „Aufgabe-Lösungs-Ansatz“ (Problem-Solution-Approach) ein zentraler Bestandteil der Prüfung sein wird, kann sich schon früh eine hilfreiche Checkliste(n) erstellen und die richtigen Formulierungen früh üben, so dass sie in Fleisch un Blut übergehen.

Auf diese Weise lassen sich schon früh Lernschwerpunkte setzen, so dass man gerade die Dinge der EQE, die viele Punkte geben, besonders gut beherrscht.

3. Suche Dir früh eine gute Lerngruppe

Ich habe das an anderer Stelle schon einmal geschrieben, halte es aber für so wichtig, dass ich es hier wiederholen will: Suche Dir früh eine gute Lerngruppe!

Alleine lernen hat durchaus seine Berechtigung und seinen Sinn. Gerade in Zeiten in denen man sich neuen Stoff erst einmal aneignen will, kann eine Zusammenarbeit mit anderen störend sein. Insbesondere wenn jeder ein anderes Lerntempo hat.

Aber es gibt immer einen Punkt in der Prüfungsvorbereitung an dem man auf Hilfe von außen angewiesen ist.

Zum Beispiel weil man:

  • Einen Sachverhalt nicht versteht (oder es mehrere Interpretationsmöglichkeiten gibt)
  • Man eine „neutrale“ Bewertungsstelle für die Übungsklausuren braucht
  • Man neue Sichtweisen auf ein Problem benötigt
  • Man sichergehen will alle rechtlichen Aspekte ausreichend abgedeckt zu haben
  • Eine Motivationsquelle benötigt, um das Lernpensum zu schaffen
  • uvm.

Eine (gute) Lerngruppe kann das alles leisten. Darum suche Dir früh potentielle Partner. In großen Kanzleien oder Firmen gibt es vielleicht andere Kanditaten in der gleichen Situation wie Du, in kleineren Kanzleien musst Du eben auf den einschlägigen Kandidatenseminaren oder vergleichbaren Treffen nach geeigneten Partnern suchen.

Die Größe der Lerngruppe sollte aber vier Personen nicht übersteigen und alle sollten einen vergleichbaren Willen zum Bestehen der EQE mitbringen.

4. Suche Dir einen „Mentor“

Es schadet nicht, neben der Lerngruppe, auch einen Patentanwalt mit bestandener EQE als Ansprechpartner zu haben.

Damit meine ich nicht Deinen Ausbilder, der sich natürlich ebenfalls mit Deiner Ausbildung beschäftigen sollte.

Nein, ich meine einen jüngeren Patentanwalt, dessen europäische Prüfung nicht mehr als zwei bis drei Jahre zurück liegen sollte und der Dir daher aktuelle Informationen über die Prüfung, passende Literatur und gute Kurse geben kann.

Denn Dein Ausbilder muss per Definition schon mindestens 5 Jahre als europäischer Patentanwalt gearbeitet haben und daher wird bei ihm die Prüfung meist schon deutlich länger her sein. Er kann Dir daher zwar fachlich helfen, Dir aber kaum noch gute Tipps für die Prüfung selbst geben, da sich die Bedingungen inzwischen schon mehrfach geändert haben.

Ein weiterer Vorteil eines „Mentors“ ist, dass dieser (in der Regel) nicht direkt weisungsbefugt ist, man also hier sich eher traut auch mal eine vermeintlich „dumme“ Frage zu stellen, die man eventuell seinem Ausbilder, der gleichzeitig auch noch der eigene Chef ist, nicht unbedingt stellen will.

5. Wo soll man anfangen?

Wenn man vor dem großen Berg steht, den die EQE mit ihrer ganzen Informationsfülle darstellt, dann weiß man meist nie, womit man beginnen soll.

Die Einführung der Vorprüfung hat den Vorteil, dass der Prüfling nun besser „an die Hand genommen“ wird und eine Anleitung bekommt, auf was er sich erst einmal schwerpunktmäßig vorbereiten sollte.

Ich empfehle daher zu Beginn eine intensive Beschäftigung mit den Rechtsfragen, die in der Vorprüfung und im DI-Teil gestellt werden.

Unterstützend hierzu kann man sich mit der „Einleitenden Literatur“ beschäftigen, die ich hier beschrieben habe, sich schon einmal einen guten Kommentar zulegen, die Fragen von DeltaPatents für den D-Teil durcharbeiten und sich z.B. den Newsletter vom EPA mit den regelmäßigen Rechtsfragen bestellen.

Auch der Kurs, der zur Vorbereitung auf die Vorprüfung vom EPA angeboten wird, ist eine lohnende Ergänzung zur ersten Prüfungsvorbereitung.

Auf diese Weise findet man einen guten Einstieg in die EQE und lernt – ganz nebenbei – auch noch wertvolle Informationen für die echte Praxis als Patentanwalt.

Diese Vorbereitung ist dann später auch für alle anderen Prüfungsteile eine gute Grundlage, da eine richtige rechtliche Bewertung der Hintergründe natürlich auch bei allen anderen Teilen eine Rolle spielt, selbst wenn sie nicht immer explizit abgefragt wird.

6. Erstelle konsequent Hilfsmaterialien

Während Du Dich auf die Prüfung vorbereitest, solltest Du immer hinterfragen, wie Du am besten die neuen Erkenntnisse für Dich festhalten kannst. Und zwar so, dass Du auch in zwei Jahren noch weißt, was Du damit bezweckt hast.

Das bedeutet z.B., dass Du Formulierungshilfen für wiederkehrende Aufgaben sammelst, oder dir Checklisten anfertigst, oder Mindmaps entwirfst, oder Entscheidungen zusammenfasst, oder Deine Bücher mittels Farbmarkierungen, Fußnoten, Verweisen und Klebezetteln „aufbereitest“.

Versuche auch bei einem neuen Problem, diese umfassend zu lösen. Also nicht nur die konkrete Fragestellung zu beantworten, sondern auch die zugehörigen Themenbereiche nachzulesen und evtl. in eigenen Worten zusammenzufassen bzw. „aufzuarbeiten“.

Wenn Du z.B. eine Frist berechnen musst. Könntest Du Dir eine Mindmap erstellen, die nicht nur EPÜ-Fristen, sondern auch PCT-Fristen umfasst und auch auf Ausnahmen wie z.B. Fristversäumnisse, etc. eingeht.

Vielleicht bastelst Du Dir auch einen „Fristenrechner„, mit dessen Hilfe Du Fristen besser und sicherer berechnen kannst?

7. Schwäche Schwächen und stärke Stärken

Jeder Mensch hat Schwächen und Stärken. Wie im wahren Leben zeigt sich auch bei der EQE, dass man zwar Schwächen abschwächen sollte, aber die besten Ergebnisse erzielt, wenn man vor allem seine Stärken konsequent ausbaut.

Bei den Schwächen sollte man also nur die Schwächen angehen, die wirkliche „Roadblocks“ darstellen.

Wenn z.B. meine Handschrift so unleserlich ist, dass außer mir keiner diese entziffern kann, dann muss ich etwas ändern.

Wenn aber meine Handschrift leidlich leserlich ist und ledigilich unter Zeitdruck unleserlich wird, dann sollte ich meine Energie eher darauf verwenden strukturiert zu schreiben, ein gutes Schreibwerkzeug zu besitzen und mir ansonsten einen Arbeitsablauf zurecht legen, der mich eben nicht unter Zeitdruck setzt, sondern bei dem ich z.B. während der gesamten Prüfung „abgebbares Material“ produziere.

8. Mache so viele Übungsklausuren wie möglich unter „Realbedingungen“

Ich wiederhole mich mit diesem Hinweis auch in meinen anderen Beiträgen, aber es ist einfach wichtig, die Übungsklausuren wie „wertvolle Schätze“ zu behandeln, die man daher möglichst unter Realbedingungen schreiben sollte, damit man maximalen Nutzen daraus ziehen kann.

Wer im Internet schnell mal nach einem Stichwort sucht, eine elektronische Hilfe zur Berechnung einer Frist nutzt, sich keine echte Zeitbegrenzung setzt, oder Pausen an Stellen vorsieht, an denen man in der Prüfung keine hat, betrügt sich selbst und wird in der Regel am Ende eine deutlich bessere Arbeit erstellen, als es ihm in der Prüfung möglich gewesen wäre.

Das Ergebnis ist klar: Man glaubt sich gut vorbereitet, amüsiert sich evtl. sogar über die anderen Prüflinge und deren offensichtlichen Fehler, und scheitert dann grandios in der eigentlichen Prüfung.

Macht diesen Fehler bitte nicht!

Allerdings muss ich zugeben, dass mein Tipp ein großes Problem hat: Gerade für das Verständnis der Prüfung und das erstellen guter Hilfsmaterialien wie z.B. Formulierungshilfen ist es unerlässlich alte Klausuren inklusive der Prüferkommentare und Musterlösungen durchzusehen.

Eine teilweise Lösung aus diesem Dilamme ist folgendes: Mit gedachten Scheuklappen durch die Prüfungen zu gehen. Dabei nimmt man sich eine konkrete Aufgabe vor, wie z.B. Formulierungshilfen für den Aufgabe-Lösungs-Ansatz zu finden und sucht nur nach solchen Textstellen, ignoriert aber so gut wie möglich den Rest der Prüfung indem man gar nicht erst versucht die Prüfung ganz zu lesen oder zu verstehen.

Wenn man dann noch die Prüfung ein paar Wochen oder Monate herum liegen lässt, bevor man sie wirklich unter Realbedingungen schreibt, ist der „Schaden“ meist gering, weil man sich nur noch wenig an Einzelheiten erinnern kann.

Ein anderer Ansatz ist es eine oder zwei Aufgaben zu „opfern“, dass heißt diese hier nach allen Regeln der Kunst auf verwertbare Hinweise durchzugehen und eben einzugehen, dass man diese Prüfungen nicht mehr unter Realbedingungen schreiben wird. Hierzu würde ich vor allem die Arbeiten vor 2009 verwenden, auch wenn sich seither die Prüfungsbedingungen geändert haben.

Die dritte und letzte Lösung ist, dass man natürlich nach jeder Übungsklausur auch eine detaillierte Analyse seiner Hilfsmittel anfertigt und so seine Hilfsmittel kontinuierlich verbessert.

9. Plane feste „Klausur-Termine“ im letzten halben Jahr vor der Prüfung ein

Mit „Klausur-Termin“ meine ich nicht die Prüfungsarbeit an sich, sondern das „Klausur“ im Sinne von „Rückzug“.

In der heißen Phase der Prüfungsvorbereitung solltest Du Zeiten einplanen in denen Du konsequent am Stück, ohne Unterbrechung und fokussiert auf die EQE lernen kannst.

Was Du konkret machst, hängt natürlich von Deinem Charakter ab, gehe aber nicht davon aus, dass Du „am Feierabend“ oder „am Wochende im Kreise der Familie“ die nötige Ruhe findest, um richtig zu lernen.

Geeignete Beispiele wären:

  • Ein fester Platz in einem Lern-Raum in einer Bibliothek
  • Ein Aufenthalt in einem Kloster (kein Scherz, viele Klöster bieten die Möglichkeit in ihren Gästehäusern unterzukommen und dort ungestört zu arbeiten)
  • Ein Urlaub (allein!)
  • Eine Berghütte
  • etc.

10. Gehe bestmöglich vorbereitet in die Trainings-Kurse

Es gibt zahlreiche Anbieter von Seminaren und Trainingskursen. Die Kurse von den großen Anbietern sind auch wirklich sehr hilfreich und zu empfehlen.

Ich habe jedoch gemerkt, dass ich mehr Nutzen aus ihnen ziehen kann, wenn ich schon so gut vorbereitet bin, dass ich der Meinung bin eigentlich den Prüfungsteil schon schreiben zu können.

So kann man sich im Seminar auf die Dinge konzentrieren, die noch wirkliche Lücken darstellen und hat nicht das Problem, dass man von den vielen Informationen und Übungen „erschlagen“ wird.

Diese Herangehensweise bedingt aber auch, dass man sich rechtzeitig so gut vorbereitet hat, dass man eben schon gut vorbereitet ins Seminar gehen kann und danach immer noch so viel Zeit bleibt die aufgezeigten Lücken zu schließen und entsprechend nochmals an sich zu arbeiten.

Man muss also für diese Strategie mindestens ein halbes Jahr von dem EQE-Termin schon bestens vorbereitet sein, so dass man z.B. im Herbst ein Seminar besucht und dann die Winterpause für den Feinschliff nutzen kann.

Viel Erfolg!

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Was uns Schlüsselworte verraten…

In eigentlich jedem Prüfungsteil werden Schlüsselworte oder -bemerkungen verwendet, die als klare Hinweise auf bestimmte Sachverhalte und Lösungsstrategien zu werten sind. Wer als Prüfling ein Gespür für diese Schlüsselworte entwickelt, kann die richtigen Schwerpunkte bei der Beantwortung der Aufgabe setzen.

Grundlagen

Ein wichtiges Merkmal aller EQE-Teile ist, dass sie Schlüsselworte und -bemerkungen enthalten, die einen klaren Hinweis auf die Lösungsstrategie geben sollen. Sie sind gewissermaßen „versteckte Codes“, die dem Prüfling helfen sollen die richtigen Antworten zu liefern bzw. die richtigen Schwerpunkte bei der Beantwortung zu setzen.

Ich will daher in diesem Beitrag mal ein paar Schlüsselworte und -bemerkungen vorstellen, die häufig in den einzelnen Prüfungsteilen verwendet werden und erklären was hinter ihnen stecken kann.

Natürlich kann diese Liste nie vollständig sein. Auch sollte man nicht unbedingt am konkreten Wort „kleben“ sondern eher versuchen, die dahinter stehende Logik zu verstehen.

Wenn Du von Anfang auf diese Schlüsselworte achtest, z.B. indem Du sie bei jeder Übungsaufgabe aktiv suchst und gelb markierst, wirst Du bald ein Gespür dafür bekommen, welche Hinweise sich in einer Aufgabe verbergen.

Teil A und B (Chemie)

Teil A und B sind bezüglich der verwendeten Schlüsselworte sehr ähnlich (zumindest im Bereich Chemie).

Bei beiden Teilen geht es darum einen erteilbaren Anspruchssatz zu entwickeln. Daher überwiegen auch in der Aufgabe die Hinweise welche Erfindungsteile lohnenswert in einen Anspruch aufgenommen werden sollten.

Ein paar Beispiele:

  • Schlüsselwort(e): “sehr wünschenswert”, “besonders bevorzugt”, “außerordentlich wertvoll”, “zum allerersten Mal”, “die besten Ergebnisse”, „besonders […]“, „signifikant verbessert“, „stark erhöht“, „muss“, „essentiell“, „wichtig“
  • Übersetzung: Hinweis auf erhaltenswerte Teile der Erfindung. Diese Teile sollten sich nach Möglichkeit alle im endgültigen Anspruchssatz wiederfinden.

 

  • Schlüsselwort(e): “weiterer Vorteil”, “vorzugsweise”, “sind geeignet”, “streben wir auch Schutz an”, “noch akzeptable Auflösung”, “kann dazu dienen”, “zufriedenstellend”, “bessere Ergebnisse werden erreicht”, „alternativ“, „wahlweise“, „ebenfalls gute Ergebnisse“, „vorzugsweise“, „erhöht“, „geeignet“, „fakultative Bestandteile“
  • Übersetzung: Meist als Hinweis dass das Merkmal in einem Unteranspruch verwendet werden kann. In Teil B kann dies auch ein Hinweis auf mögliche sinnvolle Beschränkungen des Anspruchssatzes sein.

 

  • Schlüsselworte: „von … bis …“
  • Übersetzung: Bei Bereichen immer prüfen, ob hierauf ein Schutz möglich ist. Insbesondere wenn ein technischer Effekt mit dem Auswahlbereich verbunden ist.

 

  • Schlüsselwort(e): “konventionell”, “bekannt”, “ausführlich beschrieben”, “allgemein anerkannt”, “dem Fachmann wohlbekannt”, „handelsüblich“, „normalerweise“, „sind Standard“
  • Übersetzung: Klarer Hinweis auf Stand der Technik. Hier ist kein “Blumentopf” zu gewinnen, also auch keine Energie verschwenden! Die einzige Ausnahme: Die Kombination ist als neu und “überraschend” beschrieben.

 

  • Schlüsselbemerkung: „Unsere Firmenpolitik ist es keine Anspruchsgebühren zu zahlen.“
  • Übersetzung: Nicht mehr als 15 Ansprüche!
  • Schlüsselwort(e): „keine Wirkung“, „keine Reaktion“, „zu langsam“, „wirtschaftlich uninteressant“, „mindert die Effizienz“, „nicht wesentlich“, „erhebliche Zusatzkosten“
  • Übersetzung: Hinweis auf Erfindungsteile, die nicht schützenwert sind oder gar nicht ausführbar (ggf. findet sich auch solch ein Hinweis auch im Mandantenschreiben).

Teil C

Bei Teil C muss man vor allem auf das Mandantenschreiben achten. Eigentlich versteckt sich dort in jedem Absatz mindestens ein Hinweis auf eine Handlung, die der Prüfling durchführen muss.

Zwischen den vielen individuellen Hinweisen, die spezifisch für den jeweiligen Fall sind, gibt es auch hier wiederkehrende Muster.

Ein paar Beispiele:

  • Schlüsselbemerkung: „… am Tag der Einreichung hinzugefügt.“
  • Übersetzung: Hier gibt es möglicherweise ein Prioritätsproblem. Also auf Dokumente achten, die hier die Zwischenveröffentlichungen für das Merkmal sein können und die wirksame Prioritäts-Inanspruchnahme genauer prüfen.

 

  • Schlüsselbemerkung: „… während der Prüfung hinzugefügt.“
  • Übersetzung: Achtung! Hier könnte eine unzulässige Erweiterung vorliegen!

 

  • Schlüsselbemerkung: „A ist identisch mit B, abgesehen davon …“
  • Übersetzung: Achtung! Genau die genannten Unterschiede können Prioritätsprobleme oder unzulässige Erweiterungen darstellen. Hier ist zu prüfen wann die Änderungen ins Verfahren eingebracht wurden.

 

Teil DI

Im DI-Teil sind recht konkrete Rechtsfragen zu lösen, daher braucht man hier nicht so sehr nach Schlüsselworten schauen.

Allgemein sollte man aber im Hinterkopf behalten, dass fast immer Fristen berechnet werden müssen. Daher ist jede Datumsangabe als ein Hinweis auf eine Fristenprüfung anzusehen.

Teil DII

Im DII-Teil ist eigentlich auch wie bei DI immer die korrekte Berechnung von Fristen wichtig. Daher ist auch hier fast jede Datumsangabe als ein Hinweis auf eine Fristenprüfung zu verstehen. Außerdem kommt es eigentlich immer vor, dass bestimmte Handlungen versäumt wurden und innerhalb einer Frist (die konkret berechnet werden muss) nachzuholen sind. Ist die reguläre Frist schon abgelaufen, so gibt es evtl. Weiterbehandlungsmöglichkeiten oder Wiedereinsetzungen (letztere eher selten). Hierbei übrigens immer auch die Gebührenzahlungen für die einzelnen Handlungen erwähnen.

Weitere Schlüsselworte, die bei Teil DII eine Rolle spielen können sind z.B.:

  • Schlüsselwort(e): „bekannt“, etc. (siehe bei Teil A und B)
  • Übersetzung: Auch bei Teil D sind Hinweise auf den bekannten SdT wichtig. Kann aber auch ein Hinweis darauf sein, genauer nach der Lösung zu suchen. Nur weil die Einzelkomponenten „bekannt“ sind, kann die Kombination dennoch neu und erfinderisch sein.

 

  • Schlüsselbemerkung: „Unsere Patentangelegenheiten werden von einem unserer Angestellten bearbeitet, der unser Patent-Manager ist und auch unsere Firma vor dem EPA vertritt.“
  • Übersetzung: Unser Patentvertreter ist ein patentrechtlicher Laie, der möglicherweise zahlreiche formelle Fehler gemacht hat. Seine Aussagen sind mit Vorsicht zu genießen.

 

    • Schlüsselwort(e): „unerwartet“, „überraschend“, „A ist nicht so gut wie B“, „weitaus effizienter“
    • Übersetzung: Achtung! Hier versteckt sich möglicherweise die Erfindung.

 

  • Schlüsselbemerkung: Konkrete Länder sind erwähnt.
  • Übersetzung: Im Sachverhalt ist garantiert zu prüfen, in welchen Ländern welcher Schutz besteht. Möglicherweise wird eine (Nicht-)Verletzungshandlung im Ausland zu prüfen sein, in dem kein Schutz besteht.

 

  • Schlüsselbemerkung: „Die Anmeldung wurde kurz nach ihrer Einreichung zurückgenommen.“
  • Übersetzung: Garantiert muss geprüft werden, ob die Priorität dieser Anmeldung in Anspruch genommen werden kann (in der Regel ja). Was ist außerdem noch zu beachten, wenn die Prioanmeldung zurückgenommen wurde und man die Priorität beanspruchen will? Denkt z.B. mal an Übersetzungserfordernisse…

 

  • Schlüsselbemerkung: „Wir haben eine Aufforderung des EPA erhalten.“ Häufig mit der Bemerkung kombiniert, dass man darauf noch nicht reagiert hätte.
  • Übersetzung: Wir sind hier in einer EPA-Prüfung. Natürlich ist dem Amt IMMER Folge zu leisten und auf deren Schreiben zu reagieren (;-)). Also welche Handlungen sind vorzunehmen und welche Fristen (und Gebühren gelten)?

 

  • Schlüsselbemerkung: „Wir wollen unser Produkt auf den europäischen Markt bringen.“
  • Übersetzung: Sag‘ mir Patentanwalt: Haben wir ausreichend Schutz in Europa bzw. wie können wir diesen verbessern?

 

  • Schlüsselbemerkung: „einvernehmliche Lösung“
  • Übersetzung: Bitte keinen Einspruch, sondern eher Kreuzlizenz oder ähnliches prüfen.

 

Das richtige Schreibwerkzeug

(c) Nico Riffel

(c) Nico Riffel

Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, müssen alle Prüfungen handschriftlich gelöst werden. Zwar ist das Ausschneiden und Aufkleben von Text-Passagen erlaubt (und unter gewissen Umständen zum Zeitsparen sogar empfohlen, siehe z.B. Teil B), dennoch wird ein Großteil der Arbeit handschriftlich erledigt. Wer hier nicht aufpasst kann allein schon aufgrund unleserlicher Handschrift wertvolle Punkte verschenken. Daher ist ein richtiges Schreibgerät und eine gute Schreibtechnik unbedingt wichtig.

In der heutigen Zeit, in der die meisten von uns per Tastatur oder sogar per Diktiergerät bzw. Diktiersoftware ihre Texte erstellen, bringt das handschriftliche Schreiben zahlreiche Probleme mit sich:

1. Unleserliche Handschrift

Der Text, den der Prüfling in der EQE erstellt, wird von mindestens zwei Korrektoren gelesen. Die Chance ist dabei hoch, dass der Prüfer kein Muttersprachler für Deutsch ist. Das heißt, er muss nicht nur mit der Handschrift des Prüflings kämpfen, sondern evtl. auch noch mit sprachlichen Hürden.

Gleichzeitig sorgen der Zeitstress und Ermüdungserscheinungen gerade zum Ende der Prüfung dafür, dass die Handschrift noch unleserlicher wird. Wenn dann noch Fehler in Grammatik und Rechtschreibung hinzukommen, kann man sich ausrechnen, dass hier eine große Gefahr droht wichtige Punkte auf der Strecke zu lassen, nur weil der Prüfer die – möglicherweise richtigen – Argumente einfach nicht mehr entziffern kann.

Wer sich unsicher ist, ob seine Handschrift leserlich ist, kann ja seine Übungsklausuren mal einem Freund oder Freundin geben und um deren Meinung bezüglich der Lesbarkeit bitten.

Wer in einer Lerngruppe lernt, ist gut beraten ein oder zwei Klausuren (am besten diejenigen, die unter „Realbedingungen“ angefertigt wurden) gegenseitig zu korrigieren und neben den inhaltlichen Punkten auch auf die Lesbarkeit zu achten.

Be denen, die wie ich eher zu einer schlecht lesebaren Handschrift neigen, hilft nur nur üben, üben, üben.

Ich empfehle auch sich möglichst früh Papier zu verschaffen, welches dem Prüfungspapier ähnelt (hier) und alle Übungsklausuren etc. auf diesem Papier und mit dem richtigen Stift anzufertigen.

Zur Verbesserung der Handschrift gibt es übrigens inzwischen zahlreiche Bücher und Anleitungen, wie z.B. dieses hier: Handschrift-Trainer: Locker, flüssig und lesbar schreiben

2. Physische Belastung der Hand

Neben der Handschrift ist auch die allgemeine physische Belastung der Hand nicht zu unterschätzen. Selbst wenn die eigene Handschrift normalerweise leserlich ist, können Krämpfe, Sehnenscheidenentzündungen und andere Ermüdungserscheinungen ihren Tribut fordern und schlimmstenfalls dazu führen, dass man seine Gedanken nicht mehr richtig auf das Papier bekommt.

Wer die EQE noch nicht mitgemacht hat, wird vielleicht über diesen Punkt lächeln, aber gerade wenn man alle vier Teile auf einmal schreibt, ist die Belastung für eine untrainierte Hand nicht zu unterschätzen. Kaum einer von uns ist es noch gewöhnt 50 – 100 handgeschriebene Seiten in drei Tagen zu produzieren.

Es ist daher unabdingbar, neben dem Üben der Handschrift, auch auf eine gute Handhaltung beim Schreiben zu achten. Das bedeutet, dass man das Handgelenk gerade halten und über dem Papier „schweben“ lassen sollte.  Auf keinen Fall sollte die Hand abgelegt werden und „mit den Fingern“ geschrieben werden.

Weiterhin ist es notwendig, dass man neben der Übung auch das richtige Schreibgerät einsetzt.

In Foren und im Gespräch mit anderen Teilnehmern habe ich hier verschiedene Strategien gelesen bzw. gehört.

Häufig wird empfohlen Stifte mit verschiedenem Durchmesser und Schreibgefühl zu verwenden, um regelmäßig die Haltung wechseln zu können. Bei der Art der zu verwendenden Stifte gehen aber die Meinungen weit auseinander.

So schwören manche auf Füller. Das ist vor allem dann eine Option wenn der Füller gut eingeschrieben ist und man auch im normalen Berufsleben häufiger mit Füller arbeitet. Allerdings muss man sicherstellen, dass der Füller nicht zu sehr schmiert bzw. die Linie auf dem Prüfungspapier zu sehr ausfranzt. Außerdem muss man darauf achten, dass die Tintenpatrone möglichst schnell und unkompliziert ausgetauscht werden kann.

Denn eines ist sicher: In der Prüfung wird mindestens einmal die Patrone leer sein. Daher sollte man vor allem um klassische Füller, die man noch mittels Tintenfass auffüllen muss, einen großen Bogen machen.

Von Bleistiften ist insoweit abzuraten, da diese nicht als „Dokumentenecht“ gelten und daher nicht zum Schreiben der eigentlichen Prüfungantworten eingesetzt werden sollen. Allerdings kann man natürlich Bleistifte für Markierungen einsetzen die in der endgültigen Fassung nicht mehr sichtbar sein sollen.

Auch Kugelschreiber sind mit Vorsicht zu genießen, da sie häufig zum Schmieren neigen. Außerdem ist das Schreibgefühl bei Kugelschreibern nicht jedermanns Sache.

Ich persönlich habe folgende zwei Stifte verwendet:

Der EASY original fühlt sich in der Hand ziemlich griffig und ergonomisch ausgereift an und die Tinte fließt sehr leicht aus der Spitze. Das Gefühl entspricht fast dem eines guten Füllers. Auch die Stärke der Linie war für mein Schriftbild passend. Allerdings ist der Stift nichts für zu große Hände. Ich habe Handschuhgröße 10 (Large) und fand, dass der Stift noch gut in meiner Hand lag. Personen mit größeren Händen werden evtl. nicht so gut mit diesem Stift klar kommen. Ich konnte allerdings mit diesem Stift schnell viel Text produzieren ohne unter zu starken Ermüdungserscheinungen zu leiden.

Als Ersatz und Alternative nutzte ich auch immer mal wieder Stifte aus der COM4-Gel-Serie. Auch hier war das Schreibgefühl angenehm, wenngleich es eher an dem Gefühl eines Kugelschreibers entspricht (was kein Nachteil sein muss). Vor allem fand ich es vorteilhaft, dass die Tinten bei beiden Stiften nicht schmierte (ganz im Gegensatz zu vielen Füllern und vor allem Kugelschreibern).

 3. Rechtschreibung und Textstruktur

Die Handschrift kann man üben, aber meiner Meinung nach nur bedingt verbessern. Klar, man kann überflüssige Schnörkel weglassen und auf eindeutige und einheitlich Buchstaben achten, aber im Grunde bleibt es die eigene Handschrift (es sei denn man bereitet sich über Jahrzehnte auf die Prüfung vor 😉 ).

Was man aber viel schneller ändern kann ist Rechtschreibung und Textstruktur, bzw. auch das gesamte erste Erscheinungsbild des Textes.

Die Rechtschreibung kann man immer verbessern (nicht nur für die Prüfung). Achte schon bei Deinen Probeklausuren darauf. Die Prüfung bietet sich auch dafür an immer wiederkehrende Begriffe zu verwenden. Sorge dafür, dass diese Begriffe und Floskeln in der Formulierungshilfe korrekt sind, insbesondere, wenn Du nicht in Deiner Muttersprache schreibst.

Außerdem: Mache Absätze, nutze Unterstreichungen (am besten mit Lineal!), wähle eindeutige und einleuchtende Nummerierungen und lasse ordentlich Platz zwischen den Absätzen.

Ich empfehle grundsätzlich immer mindestens eine Zeile auf dem Prüfungspapier frei zu lassen. Das sieht sauberer aus und erlaubt es bei Bedarf noch eine Ergänzung leserlich einzufügen.

Wenn Du etwas streichen musst, mache keine „Streichorgie“ daraus. Zur Not nimm Tipp-ex. Ich bevorzuge hierbei übrigens diese Tipp-Ex-Roller, bei denen man einzelnen „Bahnen“ abrollen kann, nicht das flüssige Mittel welches diese millimeterdicke Kruste erzeugt.

Und bitte, bitte! Schreibe nicht erneut auf die mit Tipp-Ex gelöschten Flächen.
Im Zweifel sollte man den Abschnitt lieber neu schreiben.

Lege Dir lieber ein eindeutiges System zu, mit dem Du bei Bedarf Ergänzungen und Ersetzungen deutlich machst. z.B.:

<-> (Ergänzung auf Seite XX)

anfügen an der Stelle, die ihr ergänzen wollt und schreibt dann den Absatz auf ein Extrablatt z.B. so:

<Ergänzung von Seite XX: Außerdem ist im weiteren Merkmal XXX … >

Oder, wenn es nicht zu viel Text ist, dann schreibe es einfach nochmals neu.

4. Satzstellungen und Sprache

Wer viel am Computer schreibt, gewöhnt sich schnell an, dass sich Sätze auch im Nachhinein korrigieren lassen. Am Computer kann man erst einmal seine Gedanken in Rohfassung hinschreiben, dann durchlesen, korrigieren, umstellen, teilweise neu schreiben und umformulieren.

Bei handschriftlicher Arbeit muss dies alles schon vorher passieren. Insofern ähnelt die Erstellung eines handschriftlichen Textes eher der Arbeitsweise beim Diktieren. Hier kann man auch nur schwer einen nachträglichen Satz korrigieren (allerdings kann man ihn schnell neu aufsprechen). Wer aber gelernt hat in einfachen Sätzen ohne große Unterbrechungen zu diktieren, der wird sich auch bei der handschriftlichen Anfertigung von Texten leichter tun.

Folgende Regeln sollte man daher beachten:

      • Standardsätze und -begriffe verwenden (Deine prosaischen Variationen kannst Du Dir für Deinen nächsten Roman aufheben)
      • Kurze Sätze verwenden
      • Einfache Sprache verwenden
      • Passende und einheitliche Fachausdrücke
      • Abkürzungen sparsam und einheitlich verwenden und am Anfang in der Einleitung definieren (nicht in der gleichen Klausur verschiedene Abkürzungen „SdT“, „ST“ und „SdTech“ für den gleichen Fachausdruck „Stand der Technik“ verwenden)

Hier der Beitrag zum Anhören: